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Hermann Mensing bei YouTube

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Hermann Mensing kann man nicht nur hören und lesen, sondern nun auch bei YouTube sehen.

Der Autor stellt dort Lesungen aus seinen Büchern online. Wie z.B. aus seinem Jugendbuch Sackgasse 13.

https://www.youtube.com/watch?v=Lwq9c4zNDnk

Frankenstein als Hörbuch-Download

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Auf der Website der Stadtbücherei Stuttgart gibt es den Roman „Frankenstein oder der moderne Prometheus“ von Mary Shelley zum Download als kostenloses Hörbuch im MP3-Format. Das Buch wird von dem Vorleser und SWR-Sprecher Rudoph Guckelsberger gelesen.

Guckelsberger gibt auch eine kleine hörenswerte persönliche Einführung in das Werk.

Denn in der Tat kennt man „Frankenstein“ meist nur aus Verfilmungen und dort wird mehr Wert auf Grusel und Horror gelegt. Doch das Buch „Frankenstein“ ist eigentlich in erster Linie gar kein Gruselroman, sondern beschäftigt sich in sehr lesenswerter Weise mit der sehr aktuellen ethischen Frage „Darf der Mensch alles machen, was er kann?“.

Und auch das „Monster“ des Romans trägt weitaus mehr menschliche Züge als in den Verfilmungen. Tatsächlich wird es eigentlich erst durch die Menschen zum Monster gemacht. Auch diese Bezüge sind durchaus sehr aktuell.

Bemerkensert auch, dass Shelley, die sich in den Kreisen rund um Lord Byron bewegte, erst 19 war, als sie diesen Roman schrieb.

Also: Runterladen und anhören!

[via Hörbuch- und Podcast-Blog]

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Böll wäre mit Computer besser

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Hätte Heinrich Böll seine Texte auf dem Computer geschrieben, wären ihm die unbeabsichtigten Wiederholungen von Wörtern und Formulierungen in seinen Texten aufgefallen. Meint zumindest Marcel Reich-Ranicki, der selbst seit Jahren seine Texte mit elektronischer Hilfe erfasst.

Ich bin sicher, daß der Computer auf den Stil einen starken und in der Regel günstigen Einfluß hat. Der wichtigste Grund: Auf die Korrekturen mit der Maschine verzichtet man oft, weil sie das Manuskript unsauber und liederlich machen. Im Computer bleibt ja das Manuskript stets ganz sauber. Also zögert man nicht, den Text zu ändern. Das ist beinahe immer gut für den Text.

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Deutscher Buchpreis: 2:0 für Berlin

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Beim berlin-brandenburgischen Literaturport hat man sich vorgenommen, besser zu sein als beim bundesweiten literaturportal.de. Nun mag das nicht schwer sein, diente Letzteres bislang lediglich dem Zweck, 150.000 Euro an Bundesmitteln zu verbrennen.

Und die Berlin-Brandenburger haben nach einem guten Start einen weiteren genialen Coup gelandet. Beim Literaturport kann man sich nämlich ab sofort die für den Deutschen Bücherpreis nominierten Titel anhören. Ein toller Service und eine gute Idee, wie man sie eigentlich von einem bundesweiten Portal erwarten würde. Dort jedoch präsentiert sich die Startseite grabesstill. Dass es so etwas wie eine Longlist für den Deutschen Bücherpreis gibt, erfährt man dort nicht.

Berlin – Marbach 2:0

…der werfe den ersten Stein

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Grass überall in den Medien. Sogar im Wort zum Sonntag.

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Cornelia Niedermeier hat den neuen Grass gelesen

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Alle diskutieren und regen sich auf (Naja, wie immer sind es meist die alten Männer), doch kaum einer dürfte den neuen Grass gelesen haben. Cornelia Niedermeier hat es getan und schreibt für den Standard eine lesenswerte unaufgeregte Buchbesprechung, die mit der bemerkenswerten Feststellung endet:

Warum, wird gefragt, hat Grass so lange geschwiegen. Hat er geschwiegen? Hat er Die Blechtrommel geschwiegen, in der er den Nationalsozialismus der Kleinbürger in der Enge schlecht durchlüfteter Wohnungen schildert? Anders gefragt: Gäbe es Die Blechtrommel, gäbe es Katz und Maus, gäbe es Hundejahre, gäbe es das Tagebuch einer Schnecke ohne die explosive Wucht der Grass’schen Scham? Sind nicht sie seine beredte Antwort?

Alles aus einem Buchhandel

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Die Preisbindung sichert auch das Überleben der kleinen Buchhandlungen. So heißt es.

Tatsächlich sieht die Buchhandelswelt seit zwei Tagen – und schon lange davor – ganz anders aus.

Zwei Große dominieren den Markt in Deutschland. Da ist auf der einen Seite Thalia (zur Douglas-Holding gehörend) und auf der anderen Seite Weltbild/Hugendubel (überwiegend der katholischen Kirche gehörend).

Weltbild und Hugendubel gründeten vor zwei Tagen einen Handelsverbund (DBH GmbH) und sind jetzt die Nummer 1 in Deutschland. Folgende Marken und Ladengeschäfte gehören zu diesem Verbund: Hugendubel, Weltbild plus, Weltbild!, Jokers, Wohlthat´sche, Weiland und Buch Habel.

Was eine solche Einkaufsmacht für die Verlage und für die kleinen Buchhandlungen bedeutet, das fasst das Branchenmagazin BuchMarkt in einem BuchMarkt EXTRA zusammen, das als PDF-Datei zum Download (1 MByte) bereitsteht.

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literaturcafe nackt winseln sie!!!

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Jaja, manchmal kann man sich über den Betreff einer Spam-Mail durchaus auch freuen.

Google will googeln verbieten

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Eigentlich müsste man als Unternehmen doch stolz und froh sein, wenn der Firmen- oder Markenname zum Gattungsbegriff wird. Tempo-Taschentücher und Fön sind hierfür sicherlich gute Beispiele.

Für einige ist mittlerweile „googeln“ zum Begriff für „das Suchen im Internet“ geworden. Das von der Suchmaschine Google abgeleitete Verb ist bereits seit der letzten Ausgabe im DUDEN verzeichnet. Und auch in englischsprachigen Nachschlagewerken wie dem Oxford English Dictionary oder dem amerikanischen Merriam-Webster\’s Collegiate Dictionary ist „to google“ verzeichnet.

Einigen amerikanischen Zeitungen, die über diesen Umstand berichteten, haben die Google-Anwälte nun böse Briefe geschrieben. Man will bei Google diese Gleichsetzung nicht, sondern bevorzugt Formulierungen wie „bei Google suchen“.

Hintergrund ist, dass sich Verben offenbar markenrechtlich nicht schützen lassen und Google so eine Aushöhlung des Markenschutzes befürchtet.

Mit einer Richtig-falsch-Gegenüberstellung, will man den amerikanischen Zeitungen vorschreiben, wie sie künftig formulieren sollen.

Die Washington Post macht sich insbesodere über einen der Vorschläge lustig:

Appropriate: I ran a Google search to check out that guy from the party.

Inappropriate: I googled that hottie.

Bei Heise hat man festgestellt, dass Googles Arm in Deutschland offenbar schon länger ist und in die DUDEN-Redaktion reicht. Stand in der letzten DUDEN-Ausgabe als Umschreibung für „googeln“ noch allgemein „Suchen im Internet“, so heißt die Erklärung in der aktuellen Auflage nun präziser: „mit Google im Internet suchen“.

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Juli Zeh lässt Grass´ Geständnis kalt

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Auch Juli Zeh – natürlich – wurde zur Diskussion um die Mitgliedschaft von Günter Grass in der Waffen-SS befragt. Und sie sagt angenehm Unaufgeregtes.

Ich hab von dieser Mitgliedschaft schon gehört, bevor es als Zeitungs- und Medienskandal aufgebauscht worden ist und ich habe mit erstaunlicher Gleichgültigkeit reagiert, nämlich überhaupt nicht verstanden, dass das jetzt Stein des Anstoßes ist, sondern hab eigentlich nur gedacht, huch, ich dachte, er wär bei der Wehrmacht gewesen, und das war es.

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BoDcast: 1 Thriller und 100 Dichterinnen

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Wer einen Thriller in Eigenregie ohne Verlag veröffentlicht, der muss sicherlich mit dem Vorurteil leben, dass das Buch anscheinend wenig spannend ist, denn sonst hätte man doch sicherlich einen „richtigen“ Verlag dafür gefunden.

Doch Frank Lauenroths Thriller „Simon befiehlt“ ist äußerst spannend! Natürlich ist es eine Gut-gegen-Böse-Geschichte, aber Lauenroth überzeugt durch eine reduzierte, passende Sprache, durch gute Ideen und einer gut gezeichneten Hauptfigur, die ihre Ecken und Kanten hat.

Auch Wolfgang Tischer, der Herausgeber des literaturcafe.de war von Lauenroths Roman begeistert, was man ihm zweifelsohne im Interview für den BoDcast auch anmerkt. Tischer wollte von Frank Lauenroth wissen, wie er zu diesem Schreibstil gefunden hat und warum er noch nicht bei den großen Verlagen veröffentlicht. Nettes Detail am Rande: Obwohl Lauenroths Buch „Simon befiehlt“ in New York spielt, ist Lauenroth selbst bislang noch nicht dort gewesen.

Am Schluss des BoDcast, den das literaturcafe.de monatlich exklusiv für Books on Demand produziert, geht es im Gespräch mit Britta Heer von BoD um die Podcast-Aktion zu „Deutschland deine Dichterinnen“, an der sich jede und jeder beteiligen kann, und um das neue Buch in der Edition BoD: „Prügel, Knast und Ekkes Bräute. Die Lebensgeschichte des Ausbrecherkönigs Eckehard Lehmann„.

Viel Spaß beim Hören der dritten Folge des BoDcast!

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Marketing mit der SS

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Ja, was soll man dazu sagen? Wer T-Shirts mit durchgestrichenen Hakenkreuzen verkauft, kann Ärger mit dem Gericht bekommen. Aber was ist, wenn man die SS zu Marketingzwecken für sein neuestes Buch aufmarschieren lässt? Und darf man die üblichen Senfdazugeber der viralen Mitmarketing-Täterschaft verurteilen? Kann man es moralisch verantworten, den neuen Grass zu kaufen? Und darf man ihn im Büchrregal neben den Schönhuber stellen?

Und ist es überhaupt mit unserem Gewissen zu vereinbaren, dass uns diese Fragen sowas von egal sind?

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Dichtender Zugchef

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Na, das ist doch mal ungewöhnlich. Der Zugchef grüßt nicht nur die neu hinzugestiegenen Fahrgäste oder gibt Ankunftszeiten durch, sondern überrascht mit folgender Ansage:

Guten Tag, hier spricht der Zugchef. Ich möchte Ihnen gerne ein Gedicht vortragen.

Das Gedicht, das er vorliest ist von Joachim Hille. Und die Lösung: Joachim Hille ist der Zugchef, und das Gedicht aus seinem eigenen Buch, das er bei BoD veröffentlicht hat.

Marketing der anderen Art. Und ungeheuer mutig von Herrn Hille, wenn man weiß, wie sich die Fahrgäste ansonsten bereits bei Sprachfehlern oder Versprechern über ungewöhnliche Durchsagen lustig machen.

Wahrscheinlich wird die Bahn es ihm bald verbieten, weil irgendeine Vorschrift besagt, dass er während der Arbeitszeit nicht Werbung für eigene Produkte machen darf.

Eigentlich interessant. Stellen wir uns das mal für andere Berufsgruppen vor.

Die Polizei:
„Halt stehen bleiben! Sie sind verhaftet. Darf ich Ihnen ein Gedicht vorlesen?“

Der Arzt:
„Ja, es ist Krebs. Sie haben vielleicht noch sechs Monate. Darf ich Ihnen zum Trost ein Gedicht vorlesen?“

Der Nachrichtensprecher:
„Und nun die Wettervorhersage für morgen, Samstag, den 12. August. Davor möchte ich Ihnen noch ein Gedicht vorlesen.“

Der Stadionsprecher:
„Die Partie endet 0:0 und ich möchte Ihnen noch ein Gedicht vorlesen.“

George W. Bush:
„This nation is at war with moslem fascists. Let me read a poem for you.“

Nachtrag: Zwischenzeitlich hat uns eine Mail von Herrn Hille erreicht, was uns sehr gefreut hat. Darin erläutert er uns den Sachverhalt etwas genauer. Und zwar ist es nicht er, der seine Gedichte bei Zugdurchsagen liest, sondern ein Kollege. Mit Erlaubnis von Joachim Hille zitieren wir gerne aus seiner Mail:

Zu den Werbungsansagen im Zug sei angemerkt, dass es sich um Ansagen eines anderen Zugchefs handelt.
Noch zu keinem Zeitpunkt und kein einziges Mal machte ich eine Zugansage, in der ein Gedicht von mir vorgetragen wurde.
Diese Werbung macht ein Kollege von mir,der schon immer gern Gedichte vortrug.
Ich trage allerdings gern in direktem Kontakt mit meinen Fahrgästen meine Gedichte vor.
Und diese Unterhaltung wurde bislang mit großer Begeisterung aufgenommen.
Natürlich freut sich jeder Autor über Werbung.
Mein erstrebenswertes Ziel ist es nicht, Werbung um jeden Preis zu machen.
Unsere Fahrgäste in den Zügen haben zu Recht einen hohen Anspruch an das Fahrpersonal der Deutschen Bahn.
Ein weiser Spruch oder gar ein gutes Gedicht kann auf einer Reise auch Anregung sein.
Zufriedenheit der Gäste ist unser aller und nicht zuletzt mein Anspruch.

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Neue Rechtschreibung für Microsoft-Office

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Für Office 2003 stellt Microsoft ab sofort ein Update bereit, das das Regelwerk der neuen Rechtschreibung berücksichtigen soll, wie es seit dem 1. August gültig ist. Das Update kann bei Microsoft heruntergeladen werden.

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DUDEN auch auf CD-ROM

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Der Standard bespricht den neuen DUDEN in der CD-ROM-Version. Auch die Redaktion des literaturcafe.de nutzt schon länger die digitale Version. Wer ohnehin Text am Computer schreibt, der hat einen Begriff wesentlich schneller in der Software-Version gefunden als in der Ausgabe auf totem Holz.

Die Freude, dass es jetzt endlich eine neue zeitgemäße Benutzeroberfläche gibt, können wir teilen. Die sieht nicht nur besser und moderner aus, sondern ist auch praktischer. Wenn man sich allerdings die Regeln im vorderen Teil des DUDENs durchsehen will, dann greift man besser zur gedruckten Ausgabe, denn dieser Teil des DUDENS ist nachwievor in der digitalen Ausgabe sehr versteckt, obwohl man in der neuen Ausgabe jetzt direkt aus einer Worterklärung zu einer erläuternden Regel springen kann.

Etwas merkwürdig ist allein die Preisgestaltung. Eigentlich hätte uns wieder die digitale Ausgabe gereicht. Die kostet 19,95 Euro. Für 25,50 Euro erhält man allerdings den DUDEN in gedruckter Form mit CD-ROM. Und da dieser eben ab und zu doch seine Vorteile hat und auch ohne Strom funktioniert, haben wir uns für die „duale“ Ausgabe entschieden.

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