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Brauchen Belletristik-Verlage überhaupt eine eigene Website?

Verlagswebsite: Navigation nach ThemenweltenDer Lübbe Verlag hat kürzlich seine Website neu gestaltet, »relaunched« wie man in Fachkreisen dazu sagt. Aber mal ehrlich: Erinnern Sie sich daran, wie die alte Website aussah?

Der neue Internet-Auftritt wirkt wie aus dem Lehrbuch der Web-Gestaltung: Unterschiedliche Menü- und Navigationsstrukturen sollen optimalen Zugang zu Büchern, Hörbüchern, Autoren und Sprechern, zu Buch-Genres und zielgruppenspezifischen Informationen schaffen. Man findet aktuelle Titel auf der Startseite positioniert, und YouTube-, Facebook- und Twitter-Links verknüpfen die Site mit den sozialen Netzwerken im Web. Über allem thront eine sogenannte »Bühne«, eine Werbefläche, die pro Rubrik, Genre oder Unterseite mit einem passenden Flash-Filmchen bespielt werden kann.

Doch gerade der scheinbar perfekte Lehrbuchaufbau lässt die Website beliebig, austauschbar und steril wirken. Die Website besitzt nichts Individuelles und hat den Charme eines gebohnerten Hausflurs – sauber, aufgeräumt aber unpersönlich. Würde man Verlagslogo, Farben und »Bühnenbilder« austauschen, ist sie nicht mehr als ein Passepartout, das für viele Verlag passen könnte.

Ein ernüchterndes Ergebnis, wenn man sich vergegenwärtigt, wie viel Zeit, Geld, Aufwand und Abstimmung hinter jeder »relaunchten« Website stecken. Lohnt sich das überhaupt noch?

Ist die große und allumfassende Verlags-Website eines Belletristikverlages nicht ein Relikt von gestern? Braucht ein Verlag derzeit überhaupt noch eine solche Website?

Ein Roman und fünf Kritiken: Politthriller »Romanzo Criminale« im Test

Giancarlo De Cataldo: Romanzo Criminale (Folio Verlag)Es war ein Experiment: Vor gut sieben Wochen haben wir Testleserinnen und Testleser für den Politthriller »Romanzo Criminale« gesucht, der im Folio Verlag erschienen ist. Wer fürs literaturcafe.de eine Kritik zu diesem Buch schreiben wollte, der erhielt den 600 Seiten starken Roman kostenlos vom Verlag zugeschickt.

Die Zahl der Bewerber war hoch und heute lesen Sie die vier Kritiken zum Buch, die den italienischen Mafia-Thriller aus dem Jahre 2003, der in diesem Jahr erstmalig in deutscher Übersetzung vorliegt, unter die Lupe nehmen.

Vier Kritiker haben das Buch gleich gelesen und gut 14 Tage nach Versand des Romans lagen uns am 5. April vier Kritiken vor. Großartig! Bei einer Rezensentin kam etwas dazwischen, daher ging ihre Kritik erst am 25. Mai online und war jedoch umso ausführlicher.

Welttag des Buches, der Muttertag des Buchhandels

Friedrich Halm (1806-1871): Buch und RoseHeute, am 23. April 2010, findet er zum 15. Mal statt: der UNESCO Welttag des Buches und des Urheberrechts. Ein Tag, an dem das Buch und das Lesen gefeiert werden soll. Der 23. April ist der Todestag von Shakespeare und Cervantes (»Don Quijote«). Laut UNESCO war der so genannte Sankt Georgstag in Katalonien immer schon der Tag gewesen, an dem man zu jedem gekauften Buch eine Rose erhielt. Ein sehr schönes symbolisches Bild.

Vor 15 Jahren freilich kannte man diesen Tag noch nicht. In Deutschland wurde er erstmals 1996 »gefeiert«, und der Buchhandel brauchte einige Jahre, bis er auch das Marketingpotenzial dieses Tages erkannte. Dabei haben es die Blumenhändler mit dem Muttertag und mittlerweile auch mit dem Valentinstag vorgemacht, dass diese Tage, sind sie erst einmal im öffentlichen Bewusstsein verankert, durchaus auch Umsatz bringen.

Im 15. Jahr seines Bestehens dürfte der Welttag des Buches zumindest bei denen bekannt sein, die hin und wieder mal ein Buch in die Hand nehmen. Vor fünf Jahren hatte der deutsche Buchhandel mit der Aktion »Leseköpfe« eine große und u.a. mit Ulrich Wickert prominent geförderte Aktion fürs Lesen ins Leben gerufen, die es heute nicht mehr gibt. Heute konzentriert man sich in erster Linie auf Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche.

Heute finden landauf landab zahlreiche Veranstaltungen in Buchhandlungen, Schulen und an anderen Orten statt.

Literatur-Quiz: Durch ein Geständnis zum Skandal

Literatur-Quiz in Zusammenarbeit mit der Schiller-BuchhandlungDieser Roman löste also einen netten kleinen Skandal aus, der noch dadurch geschürt wurde, dass man nicht sicher wusste, wer da eigentlich die Feder geschwungen hatte. Dass es nur eine Frau gewesen sein konnte, darüber war man sich wohl einig. Aber welche?

Die Gerüchteküche kochte. Aber die Person, die letztendlich auserwählt wurde, diejenige welche zu sein, gab es nie zu. Das hatte mehrere Gründe. Einer war, dass sie sowohl diesen als auch ihre zwei vorherigen Romane nicht alleine geschrieben hatte. Ihre Werke entstanden in Teamarbeit und unter ihren Mitarbeitern befanden sich bekannte Persönlichkeiten wie z. B. die durch ihre Briefe berühmt gewordene Madame de Sévigné.

Wir fragen in unserem Literatur-Quiz in Zusammenarbeit mit der Schiller Buchhandlung in Stuttgart-Vaihingen:

Wie heißt die berühmte französische Schriftstellerin? Und wie ist der Titel ihres historischen Romans? »

Du kannst eine Lesung nicht attraktiver machen, wenn’s der Autor nicht drauf hat

Das Ende der Wasserglaslesungen?Manchmal muss man sich wundern, welche Diskussionen losgetreten werden. Die kommen oft hochtrabend theoretisch und akademisch daher, doch bei näherer Betrachtung erscheinen sie wie ein Aprilscherz.

»Hat die Wasserglaslesung ausgedient?«, lautet solch eine aktuelle Debatte. Den Begriff prägte Prof. Stefan Porombka in einem Interview, das mit der literarischen Benachteiligung des östlichen Teils der Republik begann und mit der Forderungen nach neuen Formen der Literaturvermittlung endete.

Die »Wasserglaslesung«, das ist offenbar jene Form der Lesung, der Loriot in »Pappa ante portas« ein satirisches Denkmal setzte. Lesungen, bei denen das Publikum weitestgehend aus Frauen über 50 besteht.

Ja, möchte man da impulsiv rufen, recht hat er, der Porombka! Literatur muss spannender präsentiert werden! Literatur muss Spaß machen! Und zu Lesungen müssen wieder mehr junge Menschen kommen!

Möchtegern und @SchreibStar: Textkritik lesen und Buchkritik schreiben

Die Website SchreibStar.tv»SchreibStar« ist der Name einer Castingshow im Schweizer Fernsehen, bei der 10 Kandidaten der neue Autoren-Stern am Literaturhimmel werden wollen. Noch (?) existiert die Show nicht real, sondern nur im Buch »Möchtegern« von Milena Moser.

Und SchreibStar.tv ist der Name der Website zum  Buch, die der Verlag Nagel & Kimche mit redaktioneller Unterstützung des literaturcafe.de betreibt. Dort gibt es im virtuellen SchreibStar-Trainingscamp regelmäßig neue Herausforderungen für Schriftsteller und solche, die es werden wollen.

Malte Bremer, Textkritiker des literaturcafe.de, bespricht auf SchreibStar.tv in einer Sonderrunde sechs Romananfänge. Nun ist die zweite Kritik online nachzulesen zu einem Roman, der sich passenderweise »Talent und Prüfung«nennt.

Talent kann man zudem in der aktuellen Runde der Schreibaufgabe beweisen, die noch bis zum Wochenende geht und die da lautet »Ihr erstes Buch – eine fiktive Literaturkritik«. Wer mitmacht, kann ein eintägiges Schreibseminar bei Milena Moser in der Schweiz gewinnen.

Argon Verlag verschenkt ein Hörbuch von Cory Doctorow – für 9.000 Euro

Hörbuch: "Little Brother" - Demnächst ungekürzt und kostenlosEs ist erfreulich, dass es dem us-amerikanischen Science-Fiction Autor Cory Doctorow immer wieder gelingt, dass auch seine deutschen Verlage neue und nicht nur kommerzielle Wege des Buchvertriebs gehen.

Bereits sein Werk »Upload« konnte neben der normal käuflich im Handel zu erwerbenden Taschenbuchversion kostenlos als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Jetzt will der zum Holtzbrinck-Konzern gehörende Argon Verlag die Hörbuchversion von Doctorows jüngstem Werk »Little Brother« in der ungekürzten Fassung kostenlos zum Download anbieten. Das Hörbuch wird gesprochen von Oliver Rohrbeck, der vielen als »Justus Jonas« der drei Fragezeichen-Hörspiele bekannt sein dürfte.

Einzige Bedingung des Argon Verlags: Vom 26. April bis zum 16. Mai 2010 müssen für die Produktion Spendengelder in Höhe von 9.000 Euro eingehen.

Textkritik: Talent und Prüfung – Romananfang

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Georg presste die Finger in seine Oberschenkel. Zugefallen ist ihm selten etwas. Aber Druck, ja, Druck hatte er immer.
Urgroßvater Dr. Franz Rathbach, Zahnarzt. Großvater Prof. Dr. Ernst Rathbach, Kieferchirurg. Vater Dr. Karl Rathbach, Zahnarzt. Mutter Dr. Maria Rathbach, Dozentin für Endodontologie, etablierte die Wurzelbehandlung per Laser.
Sein älterer Bruder Conrad war jetzt seit zwei Jahren in Südamerika. Auf Sinnsuche unterwegs mit dem Rad. Und damit Schuld an einer vorübergehenden Alkoholproblematik seiner Mutter. Für einen Winter waren Maria und Mariacron enge Freunde. Die Pflicht brachte sie zurück in die Bahn. Darüber waren alle froh. Auch Conrad, der ein knappes »Bin erleichtert STOP« aus einem chilenischen Bergdorf telegrafierte.
Aber der war da längst abgeschrieben und Georg der neue Hoffnungsträger. Dabei war nicht mal das Abitur in der Tasche. Die nächsten zehn Jahre Spitzenausbildung zum Dentalexperten aber fest eingeplant. Ein schlechtes Abi? Nun, die Rathbachs kennen alle und alle kennen die Rathbachs: Für Georg würde es an der Fakultät immer einen Platz geben.
Trotzdem wollte er glänzen. Wollte ihnen allen alle Ehre machen … irgendwie. Conrad, den verkappten Grafik-Design-Architektur-Typografie-Expertennerd, konnte er trotzdem immer verstehen. Und es war okay, dass er selbst nun maximal gepusht wurde. Georg war bereit »sich den Staffelstab zwischen die Zähne zu klemmen«, wie sein Vater gerne sagte. Doch das änderte sich, als er die Schülerzeitung entdeckte und der betreuende Lehrer seine Schreibe. Alles wurde anders an diesem Tag und Georgs stete Bereitschaft, der Rathbach’schen Dentaldynastie ein neues Kapitel zuzufügen, schwand. Ja, verpuffte. Mit jeder Reportage, jedem Kommentar, jedem Gedicht und bald mit jedem Blogeintrag, den er privat zu den Themen Politik und Popkultur ins Netz hackte.
Und jetzt? Jetzt saß er auf einem unbequemen beigen Plastikstuhl und wartete auf letzte Instruktionen. Für den nächsten Tag planten die Rathbachs eine Feierstunde mit Schampus und Lachsfisch. Aber erstmal war Montagmorgen. Prüfungsmorgen: Abitur, Deutsch-LK, mündlicher Teil.
»Rathbach, Georg! Sie sind dran.« Sein Deutschlehrer stand vor ihm.
Worms war in Ordnung und sah dem Comic Book Guy der Simpsons entsetzlich ähnlich.
»Na Georg, was gucken Sie denn so? Sie werden wohl kaum Probleme haben. Also kommen Sie gerade mit. Der Vorbereitungsraum ist gleich hier, Herr Schulz hat die Aufsicht. Setzen Sie sich. Hier sind die Aufgaben. Ich bin mir sicher, Sie haben sich gut vorbereitet. Warten Sie: Nehmen Sie noch Stift und Papier. Irgendwelche Fragen?«
Georg schüttelte den Kopf.
»Gut. Sie haben 15 Minuten. Ich hole Sie ab. Die Uhr läuft, bis gleich.«
Worms stapfte Richtung Tür.
»Böll?«, rief Georg in seinem Rücken.
»Böll, Nobelpreis 1972«, antwortete Worms, »15 Minuten!«
Die Tür schepperte ins Schloss. Georg öffnete den Umschlag. Tatsächlich: Zehn Zeilen aus »Ansichten eines Clowns«. Drei Aufgaben, eine entscheidend: »Heinrich Böll haderte zeitlebens mit der Bigotterie des katholischen Rheinlandes. Deuten Sie in diesem Kontext den Verfall seiner Hauptfigur Hans Schnier zum Ende des Romans.«
Man kann in einem System nicht funktionieren, das einen nicht lässt. Der Gedanke war schnell geschrieben. Nicht nur, dass es SEIN Buch war. Das war Georgs Thema!Da saß er nun.

Und seine Gedanken flogen davon und wurden Wolken. Schwarze Wolken. Mit bizarr blauen Blitzen. Er lehnte sich weit nach hinten, starrte an die Decke und spannte seinen Körper.
»Scheiße!«
Schulz sah auf. »Georg! Alles klar?«
Er nickte und ließ sich nach vorn fallen.
Was soll bloß werden? Vor seinen Augen poppten die Worte auf wie Kaugummiblasen. Was, wenn nicht Arzt oder gleich Dentalgenie? Etwa Medienmensch? Und selbst wenn er es wagte: Würden ihn seine Alten am Leben lassen?
Sicher: Er war jetzt 23, musste nach einem Unfall mit neun zwischendurch fast zwei Jahre komplett aussetzen, blieb nach der Reha gleich noch ein Jahr hängen und machte sich jetzt Druck. Seine Eltern? Machten sowieso welchen und die Gesellschaft obendrein.
»Die Gesellschaft«! Was für ein Scheiß! Erfolgreich sollste sein, einen ehrenwerten Beruf ergreifen, gegen die Demografie anzeugen, mindesten 2,7 Kinder bekommen. Am besten mit Mitte 20. Und dann sollste dir das natürlich auch alles leisten können, sollst deine Talente nutzen, musst dafür deine Seele verkaufen, deine Ideen und deine Persönlichkeit in Projekte buttern, und wenn du was mit Medien machst, Konzepte zusammenkloppen bis milliardenschwere Konzerne mit deiner knapp entlohnten Arbeit Millionen machen.
Werbetexter schloss er für sich also aus. Denn was machte das für’n Sinn?

© 2010 by André Moch. Unerlaubte Vervielfältigung oder Weitergabe - gleich welcher Art - verboten.

Zusammenfassende Bewertung

Tempo, Biss, Humor, Distanz – So wünsche ich mir Romananfänge!
Wie erfrischender kommt das doch, wenn sich ein Protagonist quasi selbst vorstellt, als die häufig als Einstieg gewählten langweilig vor sich hin dümpelnden Biografien … Georg lebt bereits von Anfang an!

Die Kritik im Einzelnen

Das ist der erste der wenigen Sätze, die mir nicht behagen: Georg mag pressen wie er will, er bekommt niemals seine Finger in die Oberschenkel! Er vermag durchaus seine Hände auf die Oberschenkel pressen, er kann auch mit seinen Händen die Oberschenkel drücken (von mir aus hier auch seine, denn so ganz zu Beginn wäre nicht auszuschließen, dass er fremde Oberschenkel bearbeitet)– aber bitte nicht in! Wegen dem anschließenden Druck würde ich ein Drücken dem Pressen übrigens vorziehen! zurück
Das sind genau die überraschenden Formulierungen, die einen Text lesenswert machen – da werden ausgetrampelte Pfade à la »hatte ein Alkoholproblem« verlassen, und das macht Lust auf mehr, weil da jemand Lust am Schreiben hat! zurück
Das Wort lautete ursprünglich Grafikdesignarchitekturtypografieexpertennerd – Ich habe es entschärft, und sei es nur aus satztechnischen Gründen, schließlich erscheint dieser Text im Internet, und das beherrscht nun einmal aus verständlichen Gründen keine Silbentrennung! zurück
Schreibe ist so ein Müllwort, das jugendlich auftreten Wollende verwenden, weil irgendein Grufti in die Welt gesetzt hat, es sei besonders cool, da es angeblich Jugendliche verwenden. Ich ziehe Text oder Stil vor – oder Geschreibsel, wenn es mies ist. zurück
Das ist missverständlich: Georg ist schließlich kein Hacker, der in fremde Rechner eindringt und dort Texte ablädt (was eine harmlose Variante wäre). Gemeint ist sicher das Einhacken auf die Tastatur. Vielleicht wäre ein biederes ins Netz stellte sinnvoller. zurück
Sofern es ein Zitat von Franz Ferdinand ist, ist es okay; sonst würde ja Lachs genügen. zurück
Ich würde nach welchen ein Komma setzen, um zu verhindern, dass die Eltern SOWOHL Druck ALS AUCH die Gesellschaft machten: Machten sowieso welchen, und die Gesellschaft obendrein. zurück
Zweimal machen ist zu viel – warum können die Konzerne die Millionen nicht einsacken? Außerdem machen die keine Millionen mit seiner Arbeit, sondern dank seiner Arbeit. Zuletzt würde ich hier der Übersicht halber andere und notwenige Satzzeichen setzen – das sähe dann folgendermaßen aus: (…) und – wenn du was mit Medien machst – Konzepte zusammenkloppen, bis milliardenschwere Konzerne dank deiner knapp entlohnten Arbeit Millionen einsacken. zurück
Da oben ganz banal und schnoddrig sollste steht, darf hier ruhig fürn stehn – vielleicht sogar schon zu Anfang des Absatzes: Was fürn Scheiß! zurück

Titus Müller: Vom Abenteuer, einen Roman zu schreiben

Buch: Titus Müller: Vom Abenteuer, einen Roman zu schreibenDieses Büchlein macht einfach Freude! Alleine, es zur Hand nehmen, es anzufassen, lässt das Autoren – und Leserherz höher schlagen. Ein Buch, eher ein Büchlein, im Format eines Notizkalenders, dazu in Leinen gebunden und mit Lesebändchen versehen. So etwas kann sich sehen lassen. Denn die Textmanufaktur hat nicht nur ein Faible für gute Texte, sondern schön gemachte Bücher.

Für den Inhalt zeichnet sich Titus Müller, Autor zahlreicher historischer Romane, verantwortlich. Der Klappentext empfiehlt das Buch für »Schreibanfänger und für fortgeschrittene Autoren, die sich ihrer Fähigkeiten wieder versichern wollen.«

Doch das kleine Bändchen ist weit mehr als nur ein Leitfaden zum Schreiben. Titus Müller versteht es auf meisterhafte Weise, seine Tipps und Erfahrungen in Geschichten zu packen. So liest sich das Buch nicht wie ein Ratgeber, sondern eher wie ein Roman.

Bewerbungen für »Romanzo Criminale«:50 Gründe, einen Polit-Thriller zu lesen

Fast 600 Seiten stark: Der Thriller »Romanzo Criminale« von Giancarlo De CataldoGemeinsam mit dem Folio-Verlag haben wir fünf Testleser für den Polit-Thriller »Romanzo Criminale« von Giancarlo De Cataldo gesucht. Wer hat Lust, einen Roman zu lesen und darüber fürs literaturcafe.de eine Kritik zu schreiben? Für uns ist dies ein interessantes Experiment und natürlich wollen wir berichten, wie es weitergeht.

Die hohe Zahl an Bewerbungen fürs Testlesen hat uns beeindruckt: 73 Menschen wollten den Roman lesen und besprechen. Unten haben wir 50 der mitgeschickten Begründungen veröffentlicht. Das liest sich äußerst interessant. Wen hätten Sie zur Testleserin oder zum Testleser gemacht?

Die von uns ausgesuchten fünf Testleserinnen und Testleser haben den fast 600 Seiten starken Polit-Thriller »Romanzo Criminale« bereits vor zwei Wochen zugeschickt bekommen. Nun warten wir gespannt auf ihre Rezensionen.

lit.COLOGNE die 10. – Ein Rückblick von Barbara Fellgiebel

WasserglasNiemand bringt so viele Promi-Namen in einem Text unter wie sie: Barbara Fellgiebel, Autorin unserer alljährlichen Frankfurter Buchmesseimpressionen und Veranstalterin des 1. Literaturfestivals an der Algarve, hat die lit.COLOGNE in Köln besucht, die in diesem Jahr vom 10. bis 20. März 2010 stattfand. Hier ihr Bericht:

Lit.COLOGNE die Zehnte – meine Zweite. Die Faszination des Erstbesuches, der Blindheit frischer Verliebtheit nicht unähnlich, weicht der erleichternden Reihe von Wiedererkennungseffekten – wie Sex beim zweiten Mal, wo sich Fehler vermeiden lassen und man weiß, was gut tut.

Meine lit.COLOGNE beginnt am 11. März 2010 mit einem Besuch in der Maria-Hilf-Straße, dem Hauptquartier der lit.COLOGNE. Ein verstecktes Lagerlokal auf einem Hinterhof, genauso low-key mäßig, wie die drei erfolgreichen Macher von Europas bedeutendstem Literaturfestival nun mal sind. Bescheiden, zurückhaltend, lieber weniger als zu viel sagend. Kein Wunder, das Erfolgsrezept wird von vielen hinterfragt, von manchen Orten abgekupfert aber nie erreicht.

Preis der Leipziger Buchmesse: Georg Klein ist der Kompromiss, den man statt des Skandals eingegangen ist

Helene Hegemann nach der Preisverleihung (Foto: Wolfgang Tischer)
Helene Hegemann nach der Preisverleihung (Foto: Wolfgang Tischer)

Georg Klein erhielt in dieser Woche für seinen »Roman einer Kindheit« den Preis der Leipziger Buchmesse 2010 in der Kategorie Belletristik. Eine fast schon nebensächliche Tatsache, denn die einzig spannende Frage bei der Preisverleihung am Messemittwoch war: Wird die Jury den Mut und das Stehvermögen haben und Helene Hegemann den Preis zusprechen?

Doch dazu war die Jury dann doch zu feige – ein Glück für die Autorin.

Die Wellen schlugen vor einigen Wochen hoch, als sich herausstellte, dass Helene Hegemann in ihrem zuvor vom Feuilleton hochgelobten und hoch gelobten Werk »Axolotl Roadkill« Passagen aus Büchern und Liedtexten übernommen und diese Quellen verschwiegen hatte. Der Ullstein Verlag reichte daraufhin eine sechsseitige Liste der Quellen nach (PDF-Datei, 66 kByte), die ab der vierten Auflage des Buches enthalten ist. Doch niemand weiß, ob diese Liste vollständig ist.

Kuhmädchen und Möchtegern: Malte Bremers erster Romananfang

Malte Bremer bespricht Romananfänge auf SchreibStar.tvEs ist so weit: Malte Bremer hat in seiner Textkritik den ersten Romananfang besprochen. In einer Sonderrunde, gesponsert vom Verlag Nagel & Kimche, wird Malte Bremer insgesamt sechs Romananfänge besprechen, die über die Website SchreibStar.tv eingeschickt werden können.

SchreibStar.tv ist die Website zum Roman »Möchtegern« von Milena Moser. Die Autorin beschreibt darin eine fiktive Casting-Show im Schweizer Fernsehen, in der der neue Star am Literatur-Himmel gesucht wird. In den 10 Kandidaten der Show, dürfte sich so manche Schreibende und so mancher Schreibender wiederfinden.

Im »Trainingscamp« der Website, die vom literaturcafe.de für den Verlag Nagel & Kimche realisiert wurde, gibt es neben der Möglichkeit, seinen Romananfang von literaturcafe.de-Kritiker Malte Bremer öffentlich besprechen zu lassen, auch eine regelmäßige Schreibaufgabe. Unter den Teilnehmern aller Runden wird am Schluss ein Schreibseminar mit Milena Moser verlost. Die aktuelle Aufgabe bis zum 21. März 2010 lautet: »Beschreiben Sie eine Kaffeemaschine.«

Zu Malte Bremers Textkritik von »Das Kuhmädchen« »

eBook-Studie: Mitmachen bei der Umfrage von Nicole Kronenburg

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Nicole Kronenburg (Foto:privat)
Nicole Kronenburg (Foto:privat)

eBooks erfreuen sich als Thema von Seminar- und Diplomarbeiten großer Beliebtheit. Aktuell sucht Nicole Kronenburg Teilnehmer für eine Web-Umfrage zum Thema. Nicole Kronenburg ist Studentin am Lehrstuhl für Medienmanagement der Universität Mainz .

In ihrer Umfrage geht es in erster Linie um eBooks als Inhaltsform und nicht um eBook-Lesegeräte (Reader). Grundsätzliche Fragen stehen im Vordergrund, also z.B. was die Umfrageteilnehmer über eBooks wissen und in welchen Situationen sie sie vielleicht schon nutzen. Welche Vor- und Nachteile gegenüber der gedruckten Version gibt es? Und bestehen Unterschiede zwischen Fachüchern und Belletristik-Titeln? Warum werden eBooks gekauft bzw. nicht gekauft und welche Rolle spielt dabei der Preis?

Für die ca. 15-20 Fragen benötigen Sie rund 15 Minuten. Vorkenntnisse zum Thema eBooks benötigen Sie keine. Nehmen Sie sich also die Zeit, beantworten Sie die Fragen und helfen Sie Nicole Kronenburg bei Ihrer Diplomarbeit. Bis zum 20.04.2010 können Sie an der Umfrage teilnehmen.

Zur eBook-Umfrage von Nicole Kronenburg »

Textkritik: Das Kuhmädchen – Romananfang

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Franziska steckte bis zu den Ellenbogen im warmen Schweineblut, als es klingelte. Sie runzelte die Stirn. Hatte der Metzger etwas vergessen? Sie schaute zur Fensterbank, doch der Schussapparat war weg. Ein schneller Blick durchs halbblinde Stallfenster brachte ebenfalls keine Erkenntnisse. Es kamen selten Leute auf die Kleematt, die sich zuhinterst im Emmental befand und auf einer kleinen Hügelkuppe lag. Ringsum erstreckte sich Mischwald und saftige Waldwiesen, die mit einfachen Holzzäunen eingefasst waren. An den steilen Hängen wuchs das Gras hüfthoch. Zu dieser Jahreszeit grasten Kühe, Schafe und Ziegen an den abschüssigen Böschungen, trampelten dabei regelmäßige Pfade in den Boden, die den Berghängen das Aussehen grüner Pyramiden verliehen. Manchmal verirrten sich sogar ein paar Touristen an den abgelegenen Ort, wo Fränzi Zaugg seit ihrer Kindheit wohnte. Wenn man im Tal unten falsch abbog, kam man auf die Kleematt anstatt in die Schlucht, die sich über eine Länge von drei Kilometern in die Felswände eingefressen hatte und weit über die Landesgrenze hinaus bekannt war. Besagte Kluft hatte im letzten Jahrhundert eine zweifelhafte Berühmtheit erlangt. Eine ausländische Adelige war über die dortige Felswand gestürzt und in den tosenden Fluten des Wildbachs ertrunken. Man munkelte, dass sich das adlige Fräulein von einem Stallknecht hatte schwängern lassen und, um der öffentlichen Schande zu entgehen, nur noch diesen Ausweg gesehen hatte. Vermutlich aber war die Dame einfach in ihren Stöckelschuhen auf dem unwegsamen Gelände gestolpert und unglücklich gestürzt. Aber das Gerücht des romantischen Selbstmordes hielt sich hartnäckig und bescherte der Region deshalb über die Jahre hinweg einen steten Zustrom potenzieller Liebeskummer geplagter Nachahmerinnen. Franziska gab dem Tierkörper, der an einem langen Seil an einer Handwinde befestigt war und träge über dem Abfluss baumelte, einen Klaps auf die rosige Schwarte und ging zum gemauerten Trog hinüber. Mit dem Ellbogen betätigte sie den Hahn und wusch sich mit dem eiskalten Wasser das Blut von Armen und Händen. Da kein Handtuch in Reichweite lag, trocknete sie die Finger an ihren Jeans ab und zog sich die blutige Gummischürze über den Kopf. »Gopf!«, murmelte sie missmutig, »man kann auch nichts fertig machen!« Sie öffnete die Stalltür und linste zum Hauseingang hinüber. Dort, zwischen den vertrockneten Geranien, die eigentlich schon längst auf den Mist gehörten, stand Heinz, der Postbote. Er hatte die Hände seitlich ans Gesicht gelegt und spähte durchs Wohnzimmerfenster. Franziska seufzte, hoffentlich kamen keine weiteren Rechnungen. »Ich hab ein Einschreiben für dich«, sagte er, als er sie erblickte, und hielt ihr einen weißen Umschlag unter die Nase. »Aus Deutschland«, fügte er hinzu. »Ich kenne niemanden aus Deutschland«, brummte Franziska. Sie schob den Brief, nachdem sie den Erhalt quittiert hatte, in die Gesäßtasche ihrer Jeans. An Heinz‘ enttäuschtem Gesicht merkte sie, dass er vermutlich gerne gewusst hätte, was in dem Schreiben stand. Doch sie hatte keine Lust, ihm diesen Wunsch zu erfüllen, und nach ein paar schweigsamen Sekunden tippte er sich an die Stirn. »Na dann, schönes Wochenende.« Franziska nickte. Ihr war nicht nach Reden, die Sau musste eingetütet werden. Heinz schwang sich achselzuckend auf sein Moped, trat in die Pedale und fuhr dann im Leerlauf die Naturstraße hinunter. Franziska blinzelte in die strahlende Herbstsonne. Vom Bauernhof aus hatte man einen weiten Blick übers Tal. Im Herbst, wenn in den Niederungen der Emme der Nebel hockte und die gerundeten Hügel sich wie Frauenbrüste der Sonne entgegenstreckten, kamen Wanderern oft der Gedanke, dass Gott hier etwas mehr Schönheit zurückgelassen hatte als anderswo. Doch Franziska hatte keinen Blick für den Liebreiz ihrer Heimat. Seit ihre Eltern gestorben waren, musste sie den kleinen Hof ganz allein führen. Der Betrieb warf aber nur Geld ab, wenn man ihn ordentlich bewirtschaftete, und das war der zierlichen 24jährigen kaum möglich. Daher verrosteten die Landmaschinen, die Felder verwilderten, und nahezu der gesamte Tierbestand war verkauft worden. Lediglich ein paar Schweine und zwei alte Kühe waren Franziska geblieben. Dazu eine Bande halbverwilderter Katzen und der alte Berner Sennenhund Hannibal. Die Blätter der Laubbäume hatten sich bereits herbstlich verfärbt und verwandelten den Wald in einen bunten Flickenteppich. In den Bergen war schon der erste Schnee gefallen. Bald würde es auch bis ins Tal hinab schneien. Doch im Moment war noch Herbst, und Franziska schob die Gedanken an die dunkle Jahreszeit beiseite. Zwar wartete die tote Sau im Stall auf sie, aber die Neugier auf den Brief war jetzt größer. Und da das Schwein ja schon tot war, würde es sich sicher noch etwas gedulden können. Fränzi setzte sich auf die Holzbank vor der Haustür, streckte die Beine in den blutigen Gummistiefeln weit von sich und zog den Briefumschlag hervor.

© 2010 by Margot S. Baumann. Unerlaubte Vervielfältigung oder Weitergabe - gleich welcher Art - verboten.

Zusammenfassende Bewertung

Das würde ich gerne weiterlesen – wenn es überarbeitet ist!
Schreiben ist auch Arbeit, ist auch Handwerk. Und die offenen Augen eines anderen sehen manches, was beim Schreiben übersehen wird: Denn man weiß in der Regel, was man schreiben will – und liest entsprechend.

Die Kritik im Einzelnen

Hoppla: Was geht da ab? Franziska kopfüber eingeklemmt? Halbkörper-Kneippen in Schweineblut? Oder badet sie darin, und nur ihre Arme ab Ellenbogen ragen unbefleckt über den Blutspiegel, weil sie sich die Finger nicht schmutzig machen will?
Offenbar stecken nicht vielerlei Teile von Franziska im Gefäß, sondern lediglich ihre Arme bis zum Ellenbogen, vermutlich beim Blutrühren, damit es nicht klumpt (das weiß ich seit Claudia Schreibers herrlichem Roman »Emmas Glück«). zurück
Hier muss ich weit vorgreifen: Es ist der Postbote! Warum ihr der hier nicht einfällt, obwohl sie sich fürchtet vor dem, was er bringen könnte, und er eigentlich ein quasi »normaler« Besucher ist, bleibt mir rätselhaft.  zurück
Jetzt muss der Leser Franziska verlassen, wie sie da Blut rührend steht: zugegeben, das dauert eine Weile. Es hat aber geklingelt! Stattdessen folgt jetzt eine längere Beschreibung der Umgebung – warum auch nicht; aber warum hier? Warum beginnt der Romananfang nicht mit dieser Beschreibung? Die ist doch gelungen! Franziska kann auch noch später eingeführt werden, passt da auch viel besser (ich komme darauf zurück). zurück
Als Lektor würde ich aus erstreckte ein erstreckten machen, da Mischwald + Waldwiesen = mehrerlei; den angehängten Relativsatz würde ich in eine Partizipialkonstruktion verwandeln, um den Satz ruhiger (Naturbeschreibung!) zu machen und das mögliche – wenn auch nicht nahe liegende – Missverständnis zu vermeiden, der Mischwald sei ebenfalls eingezäunt: Ringsum erstreckten sich Mischwald und saftige, mit einfachen Holzzäunen eingefasste Waldwiesen. zurück
Wie Kühe durch regelmäßiges Trampeln auf den Boden Berghängen das Aussehen von grünen Pyramiden verleihen können sollen, übersteigt mein Vorstellungsvermögen. Einen Berghang stelle ich mir im Prinzip nicht dreidimensional vor, aber eine Pyramide sehr wohl: Das macht unschöne Knoten im Hirn … ließe sich auf den Relativsatz nicht verzichten? zurück
Nanana – Schluchten fressen doch nicht! Doch selbst wenn sie es könnten, fräßen sie sich nicht in Felswände: Das ergäbe dann notwendigerweise eine horizontale Schlucht! Und sich in etwas einfressen ist gedoppelt, da hinein ja schon die Richtung in beinhaltet! Wie viel einfacher ist es doch, den Wildbach hier bereits einzufügen: (…) die ein Wildbach über eine Länge von drei Kilometern in den Berg gefressen hatte. zurück
Hach, wer kennt sie nicht, die rieselnden Wildbächlein, in denen ab und zu Löwenzahnschirmchen um ihr zartes Nochnichtleben kämpfen … Wer bei Wildbach und Klamm nicht  automatisch an laut und tobend (eben: wild) denkt, dem ist nicht zu helfen. Alle anderen haben keinerlei Verwendung für die tosenden Fluten – das ist überflüssig, zu viel, mit einem Wort: Kitsch! zurück
Genau hier ist die Stelle, wo Franziska konkret auftauchen sollte! Denn die vermeintliche (oder auch befürchtete) Bergidylle bekommt durch das Fressen, den vermuteten Selbstmord und die potenziellen Nachahmerinnen einen eher morbiden Charakter, wozu wunderbar das Rühren im Blut passt! zurück
Wie soll Heinz sie erblicken? Die Stalltür führt doch hoffentlich nicht ins Wohnzimmer! Macht sie (Franziska, nicht die Stalltür!) sich bemerkbar? Schleicht sie sich an ihn ran? Da fehlt was – eine Kleinigkeit nur, aber die Genauigkeit verlangt es! Es wäre auch im Film ein unverständlicher Schnitt, wenn sie ihn von weitem und hinten sieht und er ihr dann unvermittelt einen Brief unter die Nase hält. zurück
Das muss kam heißen, denn da kommt nur ein Gedanke. zurück
Das finde ich grandios-hinterlistig: Lasen wir doch gerade erst, dass die gerundeten Hügel sich wie Frauenbrüste der Sonne entgegenstreckten – und jetzt danken (männliche?) Wanderer quasi Gott dafür – das ist meine absolute Lieblingsstelle in diesem Romananfang! Mehr davon! zurück
Schade – Jetzt wird die Hinterlist fachfraulich erlegt, und hervor quillt Florian Silbereisen: »Liebreiz der Heimat« – Darf denn der Leser keine eigenen Gefühle anlässlich der Bergwelt entwickeln? Besser wäre es, wenn es einfach hieße, dass Franziska dafür keinen Blick hatte, ohne dafür inhaltlich dermaßen festzunageln! zurück
Ach je, die Arme! So GAAAAAANZ allein – wäre da ein technisch alleinstehendes allein nicht viel neutraler? Könnte auf dieses ganz nicht ganz verzichtet werden? zurück
Diese Naturbeschreibung passt hier nicht: Wir sind bei Franziska, die sich aus Bildern wie Flickenteppich nichts macht (wenn man dem Erzähler glauben will)! Dass Herbst ist, wird drei Sätzlein weiter erneut gesagt. Ich würde diesen Satz ganz streichen! zurück
Schön: Franziska ist uns jetzt vertrauer, wir nähern uns ihr an – sie ist jetzt unsere Fränzi geworden! Zumal sie auch das Blut hat verklumpen lassen (sofern sie es überhaupt gerührt hat) und lieber dem (Fehl)Läuten der Glocke gefolgt ist! zurück