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»Amazon Kindle: Eigene E-Books erstellen und verkaufen« in 4. Ausgabe bei Amazon erhältlich

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Cover-Ausschnitt der 4. Ausgabe: Eigene E-Books erstellen und verkaufenAb sofort steht unser Ratgeber »Amazon Kindle: Eigene E-Books erstellen und verkaufen« in der aktualisierten und erweiterten vierten Ausgabe bei Amazon zum Download bereit.

Denn viel hat sich seit der dritten Ausgabe bei Amazon getan. In Deutschland ist ein neues, kleineres und leichteres Kindle-Modell für nur 99 Euro erhältlich. Dieses Gerät besitzt erstmals eine deutsche Benutzerführung und wurde von uns bereits getestet. Zudem wurden die Modelle mit Tastatur günstiger und mit amazon.fr eröffnete ein neuer Kindle-Online-Store für Frankreich.

Gründe genug also, um unseren Ratgeber fürs Erstellen und Verkaufen eigener E-Books via Amazon zu überarbeiten und zu aktualisieren.

Vom unaufhaltsamen Aufstieg des Halbgeviertstrichs

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Gevierte zu viertVon Ruben Philipp Wickenhäuser

Jeden Morgen grinst es uns an, jeden Morgen, wenn wir uns einen Überblick über die Meldungen der Tageszeitungen im Internet verschaffen möchten. Es lauert darauf, dass wir, von einer knackigen Überschrift verführt, die Kurzzusammenfassung eines Beitrages lesen, und dann, mitten im Lesefluss, springt es uns an, würgt uns an der Kehle und nimmt uns für einen Augenblick die Luft, Spannung, eine Wendung, Großes und Schrecken versprechend, ein wenig wie der atemlose Augenblick in einem Hitchcock-Film – um dann im nächsten Halbsatz in Nichtigkeiten zu verpuffen; und siehe, es hat sich sogar in diesen Satz einzuschleichen vermocht, das fiese kleine Ding. Doch kaum haben wir uns erholt, zeugt das nächste Thema schon ein weiteres garstiges Monstrum dieser Art.

Ausgepackt: Der neue deutsche 99-Euro-Kindle im Test (aktuell 49-Euro-Kindle)

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Der neue »deutsche« Kindle noch in seiner Verpackung[Hinweis: Seit September 2014 ist dieses Modell nicht mehr lieferbar. Es wurde durch eine Variate mit Touch-Display ersetzt (Testbericht hier).

Im März 2016 hat Amazon jedoch noch eine Art Zwangsupdate für dieses Gerät und das Vorgängermodell veröffentlicht, um es weiterhin nutzen zu können. Ohne dieses Update können keine E-Book mehr aus dem Shop oder der Cloud auf das Gerät geladen werden.

Alle Infos dazu finden Sie auf einer Sonderseite von Amazon. Zudem finden Sie in diesem Beitrag des literaturcafe.de Tipps, wie Sie ein Update einspielen.]

Angekündigt war er ursprünglich für den 12. Oktober 2011, doch die Postbotin brachte ihn schon heute am 6. in die literaturcafe.de-Redaktion: den neuen »deutschen« Kindle für 99 Euro. Nachtrag: Im September 2012 wurde der Preis auf 79 Euro reduziert und das Modell überarbeitet, Anfang Juni 2013 wurde dann der Preis nochmals auf 69 Euro reduziert. Seit September 2013 kostet der Reader nur noch 49 Euro. Den Test dieser überarbeiteten schwarzen Version lesen Sie hier.

Er ist nicht nur Amazons günstigstes Lesegerät, das erstmals die 100-Euro-Marke unterschreitet, sondern auch der erste Kindle mit deutscher Benutzerführung.

Die Auslieferung erfolgte offenbar so schnell, dass man bei Amazon Deutschland noch nicht einmal den Text der Willkommens-E-Mail anpassen konnte: Dort wurde uns gestern Abend noch verwirrenderweise mitgeteilt: »Bitte beachten Sie, dass es sich bei diesem Kindle um die internationale Version handelt, die auf englischer Benutzerführung basiert.«

Was also sollte im Karton stecken, und wie fühlt sich der neue Kindle an?

Zählpixel der VG Wort: Wie Sie Geld verdienen mit Texten im Internet

VG-Wort-Zählmarke in WordPress einbauenNoch immer wissen viele Autoren, Lyriker, Blogger und Journalisten nicht, dass sie für ihre im Internet veröffentlichten Texte Geld von der VG Wort bekommen können. Es sind Einnahmen, die man allein durch die Veröffentlichung erzielt und nicht etwa durch zusätzliche Werbebanner oder Linkverkäufe. Es spielt dabei keine Rolle, ob die Texte auf der eigenen Website oder bei anderen publiziert sind und ob man bereits ein Honorar dafür erhalten hat.

Allerdings ist das Verfahren nicht ganz einfach und E-Book-Autoren gehen dabei ohnehin leer aus. literaturcafe.de erläutert, wie es funktioniert, und zeigt am Beispiel WordPress, wie man das sogenannte Zählpixel elegant ins eigene Blog einbaut.

Das Vorwort tötet den Roman: Warum Autoren zum unnötigen Blabla neigen

Vorwort: Wer will das lesen?Speziell bei Hobby-Schriftstellern und Selbstverlegern ist das unnötige Vorab-Blabla vor einem Roman sehr beliebt – landläufig »Vorwort« genannt. Auch ein »Prolog« vor der eigentlichen Geschichte wird gern verfasst.

Neulich traf ich einen Autor, der sein E-Book selbst bei Amazon veröffentlicht hat. Er lobte meinen Ratgeber, mit dem die technische Hürde leicht zu bewältigen war, doch beklagte er, dass niemand seinen Roman kaufe. Und das, obwohl er im vielversprechenden Fantasy-Genre angesiedelt und die Story nicht schlecht sei.

Ich lade die Leseprobe herunter – und mir wird sofort klar, warum niemand auf »Kaufen« klickt.

Textkritik: Zwei ganz wunderbare Sätze! Es geht doch! Mehr davon!

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Erst als die Tür hinter ihm ins Schloss gefallen war, bemerkte Bernd, dass er den falschen Schlüssel eingesteckt hatte. Er ärgerte sich allerdings nur kurz über sein Missgeschick und sah die Situation schließlich als eine, vom Schicksal bestimmte, Übung im geduldigen Warten. Es war jetzt 12 Uhr. Eva, bei der er übernachtet hatte, würde in etwa 4 Stunden von ihren Besorgungen zurück sein. Sie hatte ihm noch gesagt, ein Zweitschlüssel für ihre Wohnung liege in der Schublade unterhalb des Spiegels im Flur. Er aber hatte den Schlüssel genommen, der auf der Anrichte neben dem Kühlschrank gelegen hatte. Jetzt erinnerte er sich daran, dass sie ihm von der Nachbarin erzählt hatte, die zur Zeit in Urlaub war und bei der sie die Blumen goss. Der Schlüssel, den er in der Hand hielt, passte also auf die Wohnungstür gegenüber. Er probierte und die Tür öffnete sich. Bernd wagte es aber nicht einzutreten, wollte keinen Hausfriedensbruch begehen und zog die Tür wieder ins Schloss. Außer dem falschen Schlüssel, hatte er noch etwas Geld eingesteckt. Seinem ursprünglichen Vorhaben, in der Stadt ein Eis zu essen, stand nichts im Wege. Genauso wie Evas Wohnungsschlüssel auf die Haustür passte, musste der Wohnungsschlüssel ihrer Nachbarin auf die Haustür passen. Er ging die Flurtreppen hinunter ins Erdgeschoss, überprüfte vorsichtshalber seine Theorie und verließ das Haus. Die Stadt, in der Eva wohnte, hatte etwas Unfreundliches. Männer mit kurz geschorenen Haaren, heruntergezogenen Mundwinkeln und Sonnenbrillen, hinter denen Bernd einen ihm feindlich gesinnten Blick vermutete, eilten an ihm vorbei. Einige Frauen, die ihm entgegen kamen, schienen ihn von Weitem attraktiv zu finden. Doch sobald man nur noch einen Schritt voneinander entfernt war, verdunkelte sich die Miene und man ging abweisend an ihm vorbei.

Das erste Eiscafé, dass Bernd ansteuerte, war ihm zu überfüllt. Zwei kugelbäuchige Männer mit storchenartigen Beinen in kurzen Hosen unterhielten sich lautstark an einem der kleinen Tische. Vor ihnen standen zwei Krüge Bier und ein überfüllter Aschenbecher. Bernd verstand ihren Dialekt nicht. Der mit dem grauen Haarkranz musste eine äußerst witzige Bemerkung gemacht haben, denn der andere, mit dem schneeweißen Haar kriegte sich vor Lachen kaum noch ein.

Im zweiten Eiscafé fand Bernd draußen einen freien Platz, ganz am Rand, unterhalb der Jalousie. Der Stuhl wackelte auf dem unebenen Pflaster, Bernd rückte ihn zurecht. Statt des üblichen Erdbeerbechers bestellte er diesmal eine kleine Portion Schokoladeneis (ohne Sahne) und einen Espresso. Er blieb länger sitzen als gewöhnlich. Auf dem Rückweg kehrte er in eine Buchhandlung ein. Die Bücher, deren Umschlaggestaltung ihm überhaupt nicht zusagten, ließ er stehen, andere öffnete er vorsichtig, las ein paar Zeilen und stellte sie wieder zurück. Er entschied sich für ein dünnes Taschenbuch, lehnte die angebotene Tüte ab und ging zurück ins Haus. Er klingelte an Evas Wohnungstür, aber natürlich war sie noch nicht zurück. Bernd hockte sich im Schneidersitz auf den kahlen Boden und las. Nach etwa 10 Seiten wurde ihm langweilig. Der Flur hatte etwas Sachliches. Um ihn herum belebte sich das Haus. Von unten hörte man die Haustür, Schritte hallten, der Aufzug rollte hinunter und wieder hinauf. E, 1, blieb nicht bei 2 stehen, 3, hallende Schritte, eine Wohnungstür und wieder Ruhe. Bernd ging ein paar Schritte und streifte mit dem Zeigefinger am rauen Putz entlang. Und wenn er doch in der Wohnung der Nachbarin wartete, wo es gemütlicher war, als hier im Flur? Er öffnete die Tür, machte sie leise zu und blieb erst einmal eine Weile stehen. Die antike, ehrwürdige Kommode betrachtete ihn reserviert. Überhaupt ging von den Möbeln ein gewisser Tadel aus. Bernd streichelte über die samtbezogenen Sessel im Wohnzimmer. Der Blick aus dem Fenster zeigte die Straße aus einem bisher unbekannten Winkel. Auf dem grau gemusterten Teppichboden lag ein Blumentopf. Bernd stellte ihn auf den Beistelltisch, sammelte die Erdkrümel auf und gab sie in den Topf. Hinter dem Sofa schauten ein paar Füße in weißen Altdamenschuhen hervor. Ein paar Füße in weißen Altdamenschuhen. Ein paar Füße in Bernd verließ die Wohnung. Sein Herz schlug ihm bis zum Hals. Warum konnte er seine Arme nicht stillhalten? Sein Gehirn glich einem stillgelegten Bahnhof. Wie Schnellzüge rasten die Gedanken hindurch. Er sagte nichts und Eva fand ihn ziemlich seltsam.

2.
Der Kommissar zog seine Uhr aus und legte sie auf den Schreibtisch. Er konnte das Armband nicht am Handgelenk ertragen. Mit einem Finger tippte er kurz das kleine Bild an, auf dem ihm seine Frau und sein Töchterchen zulächelten. Dann nahm er die oberste Akte und begann mit seiner Arbeit. Es klopfte an der Tür.
»Herein« rief er, während er, völlig in Gedanken versunken, eine Seite umblätterte.
»Entschuldigung, Herr Kommissar«, sagte der eingetretene Beamte, »es ist wegen der Fingerabdrücke, die wir gestern wegen der Wirtshausschlägerei genommen haben.«
»Was ist damit?« der Kommissar blickte konzentriert auf.
»Ein Fingerabdruck passt zu den bisher unbekannten Fingerabdrücken im Mordfall Schilling.«
„Mordfall Schilling? Helfen Sie mir auf die Sprünge.«
»Vor zwei Jahren, der Mordfall in der Berliner Straße.«
Der Kommissar klappte die Akte zu. „Und, wer ist es?«
»Ein gewisser Bernd Kerner, wohnhaft in …«

3.
Völlig reglos, die Füße übereinander geschlagen, den leeren Blick auf die gelbe Wand gerichtet, saß Bernd auf seiner Pritsche. Er hatte ihnen alles gesagt. Hatte es ihnen immer wieder gesagt. Aber sie glaubten ihm nicht. Von irgendwoher tönte das Lachen eines hohlwangigen Mitgefangenen. Eine schwere Eisentür fiel schmetternd ins Schloss. Gewichtige Schritte auf dem Flur, das Klimpern eines Schlüssels. Neben dem Waschbecken Reste eines abgerissenen Plakates, auf dem nur noch die nackten Schenkel einer unbekannten Schönen zu erkennen waren. Für Bernd gab es nur noch eins. Warten. Warten. Warten.

© 2011 by Tilman Caspar. Unerlaubte Vervielfältigung oder Weitergabe - gleich welcher Art - verboten.

Zusammenfassende Bewertung

Raffiniert gesponnene Erzählung – aber zu selten blitzt das Können auf.

Stattdessen muss ein Leser mit vielen Nicklichkeiten kämpfen wie viel zu flüchtig Hingeschriebenem, Rechtschreib- und Zeichensetzungsfehlern (meistens stillschweigend korrigiert, damit der Text lesbar wird). Nur Übung macht halt den Meister!

Die Kritik im Einzelnen

Den ganzen Komplex »eine, vom Schicksal bestimmte,« würde ich entfernen, weil das den Blick in eine eher esoterische Richtung lenkt. zurück

Die Zahlen von 0 bis 12 werden gemeinhin groß geschrieben – einfach deshalb, weil es dafür knackige Namen gibt; das sieht ab dreizehn schon sehr viel unübersichtlicher aus! Ausnahme sind dabei Uhrzeiten (wie kurz vorher bei 12 Uhr!) zurück

Es ist ein verbreiteter Unfug, Sätze, die man, kaum dass die ersten Wörter, die einem so schwer fielen, niedergeschrieben hat, sogleich zu unterbrechen! Das ist herrlich als Gedächtnistraining für den Leser, aber miserabel zu lesen. Klar: Manchmal geht es kaum anders – aber hier ginge es ratzfatz: Der Schlüssel in seiner Hand passte also … zurück

Dieses Hilfsobjektes bedarf es nicht, also streichen! zurück

Auch dieser Fehler nimm massiv zu: Stehen vor dem Prädikat mehr als zwei Wörter, setzt man lieber sicherheitshalber ein Komma, es könnte ja ein Satz sein – wer weiß das schon so genau! Weg mit diesem sinnzerstörenden Blödsinn! zurück

Es handelt sich doch um mehrere Frauen: Folglich kann es nicht die Miene heißen, sondern deren Miene, weil jede eine andere hat, aber jede sich verdunkelt! Anschließend gingen dann selbstverständlich sie (nämlich die Frauen statt diesem man) an ihm vorbei! zurück

Jammer! Stöhn! Glatze kratz! Diese wunderbare alte Regel, warum wird sie nur so selten verwendet? Was vergibt man sich dabei, außer dass man doofe Fehler vermeidet? »Wenn man nicht weiß, ob der nachfolgende Satz mit das oder dass beginnt, setzt man probehalber welches ein; geht das, muss es das heißen!« Ich jedenfalls verwende die Regel, denn manchmal ist das auf den ersten Blick gar nicht so einfach! zurück

Das Dass-das-Problem wäre zudem gar nicht nicht aufgetreten, wäre auf dieses Sätzilein verzichtet worden: Wenn Bernd nämlich feststellt, dass es dort zu überfüllt ist, muss er den Ort wohl oder übel angesteuert haben! Der Informationswert liegt also bei null! zurück

Der mit dem grauen Haarkranz durfte völlig korrekt einfach passieren, und jetzt folgt der andere, mit (…) … Was soll dieses Komma, außer den Lesefluss nachhaltig stören? Und welcher andere, gibt es doch keinen einen?? Zwei kugelbäuchige Männlein haben wir: den mit dem grauen Haarkranz und den mit dem schneeweißen Haar – Warum wird das so verkompliziert??? zurück

Erstaunlich, dass er das ohne Ansteuern einfach so fand … zurück

Warum darf er nicht einfach nur länger bleiben? Ist es so entscheidend, dass er im Café tatsächlich sitzt? zurück

Hier wird erneut ein gerade begonnener Satz sofort unterbrochen! Vorschlag: Gefiel ihm bei einem Buch der Umschlag nicht, ließ er es stehen … zurück

Was will uns dieses natürlich eigentlich sagen? Dass Bernd natürlich zu früh da gewesen ist? Dass Eva natürlich nicht da war, weil sie halt eine Frau ist? Striche man dieses natürlich, fehlte natürlich nichts – nur: Warum wird so ein Wort überhaupt geschrieben? zurück

Ein rollender Aufzug? Immerhin, mal was Neues! Eigentlich fahren die, aber ich muss gestehen: Ich kenne diesen Aufzug nicht persönlich! »Nehmen wir die Treppe?« – »Och nööö, ich rolle lieber mit dem Aufzug!« zurück

Haarscharf daneben: Er streifte mit seinem Zeigefinger den Putz: Das wäre versehentlich! Bernd jedoch strich mit seinem Zeigefinger den Putz ganz bewusst entlang! SO sollte es dann auch zu lesen sein! Oder er streicht mit selbigen am Putz oder über den Putz, falls er dessen Trocknungsgrad oder Rauheit oder Wasweißich hätte überprüfen wollen; hat er aber nicht. zurück

Wenn da nur stünde und blieb stehen – was wäre dann das, erste, was er getan hat nach dem Türeschließen? EBEN! Wozu braucht’s also dieses erst einmal? Ab in die Tonne! zurück

Zwei ganz wunderbare Sätze! Es geht doch! Mehr davon! zurück

Auch hier: Wunderbar, dass da nicht steht »Bernd konnte (es)nicht fassen, was er da sah«! Hier wird der Leser in Bernd hineinversetzt, erlebt sein allmähliches Erkennen unmittelbar mit: SO schreibt man! Mehr davon! zurück

Rätselhaft: Von welchem Armband ist hier die Schreibe? Trägt er etwa eines unter der Uhr? Vermutlich aber ist das Uhr- oder Uhrenarmband gemeint. Und wenn er das nicht erträgt an seinem Handgelenk, könnte er es ja enger schnallen, so dass vor dem Handgelenk sitzt. Ich vermut, dass der Kommissar überhaupt keine Armbanduhren leiden konnte! Das sollte man dann auch so schreiben. zurück

Zweimal wegen so kurz nacheinander? Gewiss: Wir normalen Menschen reden unrein, doch hier handelt es sich um eine Erzählung! Wie wäre es mit nach der Wirtshausschlägerei oder – sehr beamtisch – anlässlich der Spurensicherung nach der Wirtshausschlägerei? zurück

Wie blickt man konzentriert auf? Ist etwa alarmiert oder interessiert oder konsterniert oder irritiert gemeint? Warum muss überhaupt das Aufblicken noch ausgeschmückt werden? zurück

DAS ist zuviel! Das liest sich ja so, als würde der Kommissar sofort aufspringen und aus dem Zimmer stürmen, weil er Bernds Adresse eh im Kopf hätte, ohne dass der Beamte hätte fertig reden können/müssen/brauchen! Ich würde nach der Namensnennung aufhören! zurück

Das mache mir mal jemand vor, wie er/sie die Füße übereinander schlägt! Das geht in der Regel nur mit den Beinen!

Vielleicht jedoch kommt der Verfasser aus Süddeutschland? Dort gehen die Füße bekanntlich von der Fußspitze bis zur Hüfte, was bedeutet, dass sie sowohl Ober- als auch Unterschenkel beinhalten (Ein dickes Kompliment jedem deutschsprachigen Menschen, der jetzt nicht automatisch bein-halten gelesen hat, sondern von vornherein be-inhalten!). Zu allem Übel gehen die Süddeutschen auch nicht, sondern sie laufen, aber sie rennen, wenn das restliche Deutschland läuft! Und häufig schreiben sie auch so … Da sollte ein Leser dann wissen, wo der Autor aufgewachsen ist, damit er sich nicht unnötig wundert! zurück

Und zugeterletzt wird die Klischeekiste ausgeschüttet: hohlwangiger Mitgefangener (den Bernd wohl wegen dem Lachen als hohlwangig erkennt … was nicht gar!), schwere Eisentür schmettert ins Schloss, Schlüsselklimpern, gewichtige Schritte auf dem Gang … Jammerschade! Bernds Situation wäre doch viel interessanter als dieses sattsam bekannte Drumherum! zurück

Indie-Autoren und E-Book-Selbstverleger: »Wir haben nichts zu fürchten als die Furcht selbst«

Die vier Indie-Autoren, die an diesem Artikel mitgearbeitet haben (Fotos: privat)Wie man sein eigenes E-Book ganz einfach selbst bei Amazon veröffentlicht, haben wir im literaturcafe.de in unserem E-Book und einem Erfahrungsbericht ausführlich beschrieben.

Doch das Selbstverlegen wird nicht nur von den etablierten Verlagen argwöhnisch beobachtet.

Unabhängige Autoren, die ihre E-Books selbst veröffentlicht haben, müssen gegen viele Vorurteile ankämpfen und Missverständnisse ausräumen.

Für das literaturcafe.de erläutern die vier erfolgreichen Indie-Autorinnen und -Autoren David Gray, Birgit Böckli, Emily Bold und Andreas Stetter die Denkfallen und Stolpersteine beim Selbstverlegen in einem ausführlichen Artikel.

»Das blaue Sofa« im ZDF: Den alten Mann bitte nicht mehr!

Wolfgang Herles begrüßt seine Zuschauer in »Das blaue Sofa«
Foto: ZDF

Wer kam auf die bescheuerte Idee, Wolfgang Herles eine Literatursendung moderieren zu lassen? Zusammen mit Christine Westermann hatte er schon einmal bewiesen, dass man Bücher verschnarchter nicht präsentieren kann.

Nach Ulrich Wickert wieder einer dieser eitlen selbstgerechten Medienmänner, die an Büchern scheitern.

Gebt Elke Heidenreich Schlaftabletten und Tranquilizer, und heraus kommt ein Herles.

Forum Blog: Verlage, Blogger und Websites im Gespräch auf der Frankfurter Buchmesse 2011

Bloggertreffen auf der Frankfurter Buchmesse 2011 am Hotspot Digital RealtionsDie Frankfurter Buchmesse und das literaturcafe.de laden Buchblogger, Literaturforen und Website-Betreiber zu einem Treffen und Meinungsaustausch am Buchmessesamstag ein (15.10.2011 ab 15:30 Uhr).

In einer Gesprächsrunde mit anschließender Diskussion berichten die fürs Internet zuständigen Verlagsmitarbeiter(innen) aus ihrem Alltag und dem Umgang mit Bloggern, Literaturwebsites, Facebook, Twitter und Co. Fragen an die Runde dazu können gerne schon vorab hier in den Kommentaren eingereicht werden.

Außerdem verlosen wir 20 Eintrittskarten für die Frankfurter Buchmesse.

10 Jahre nach 9/11: Kollektives Gruseln bei multimedial aufbereiteten Todesschreien

Die Katastrophe in der Kunst: »I saw you naked and the WTC« von Garry White (Foto: David Furnham)
Die Katastrophe als Pop-Art: »I saw you naked and the WTC« von Garry White (Foto: David Furnham)
Vor 10 Jahren, am 11. September 2001, war unser Redaktionsmitglied Gero von Büttner in den USA und erlebte dort unmittelbar die Reaktionen auf den Anschlag auf das World Trade Center und die Zeit danach. Seine damaligen Eindrücke und Gedanken sind in seinem Reisetagebuch USA nachzulesen.

Vor drei Jahren, am 11.09.2008, war Gero von Büttner erneut in Nordamerika unterwegs. Doch diesmal stand er buchstäblich auf der anderen Seite und warf einen Blick auf die USA und auf das, was bisher geschah. Lesen Sie seinen Beitrag, den er zum 10. Jahrestag der Anschläge im Jahre 2011 aktualisiert hat – im Fernsehen wird schließlich auch alles wiederholt.

Mittellos in Spanien: Der angebliche Hilferuf eines Bestsellerautors

E-Mail Hilferuf aus SpanienEin ungewöhnlicher Hilferuf erreichte gestern per E-Mail die literaturcafe.de-Redaktion. Absender war ein bekannter Bestsellerautor. Er sei in Madrid ausgeraubt worden und nun mittellos. Bargeld, Mobiltelefon und Kreditkarten seien weg und seine Bank könne ihm so schnell nicht helfen. Er benötige dringend Hilfe und Bargeld.

In der E-Mail war eine spanische Telefonnummer genannt, unter der man ihn an der Hotelrezeption erreichen könne. Was tun?

Facebook und WordPress: Mehr Datenschutz auf literaturcafe.de mit Social-Opt-In und Shariff

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Mehr Datenschutz mit Social-Opt-InWelche Gefahr der »Like-Button« von Facebook für Nutzer und Website-Betreiber darstellt, haben wir bereits in einem älteren Artikel ausführlich beschrieben.

Da der »Gefällt mir-Knopf« gegen das deutsche Datenschutzgesetz verstößt, droht mittlerweile der oberste Datenschützer Schleswig-Holsteins den Website-Betreibern Bußgeldern von bis zu 50.000 Euro an, wenn sie den Button nicht entfernen.

Auf der anderen Seite wird das Weiterempfehlen per Klick via Facebook, Twitter und Google+ für Websites immer wichtiger.

Wir stellen ein Plugin für WordPress vor, das versucht, beide Anforderungen zu erfüllen und ab sofort auf literaturcafe.de im Einsatz ist.

Einfach nur schön: Schimmernder Dunst über Coby County von Leif Randt

Cover: Schimmernder Dunst über Coby CountyEine komprimierte Version seines Romananfang hatte Leif Randt in Klagenfurt bei den Tagen der Deutschsprachigen Literatur 2011 vorgelesen. »Schimmernder Dunst über Coby County« erhielt zwar nicht den Bachmannpreis, jedoch den mit 7.000 Euro dotierten Ernst-Willner-Preis. »Eine Geschichte der Generation Obstkorb«, urteilte Jurorin Daniela Strigl über den Text des 28-jährigen Autors.

Nun ist der vollständige Roman im Berlin Verlag erschienen und herausgekommen ist ein durch und durch schönes Buch, das auf ungewöhnliche Art mit den aktuellen Schreib- und Lesegewohnheiten bricht.

Interview: Fabian Neidhardt ist der Gewinner des 3. Twitter-Lyrik-Wettbewerbs

Fabian Neidhardt (Foto: CC by-nc-sa Vogelscheuche dead-hands.de)
Fabian Neidhardt (Foto: CC by-nc-sa Vogelscheuche dead-hands.de)

Es ist so weit: Die Jury hat den Gewinner des 3. Twitter-Lyrik-Wettbewerbs von BoD und literaturcafe.de ermittelt.

Der 1. Preis geht an Fabian Neidhardt aus Stuttgart. Herzlichen Glückwunsch!

Gleichzeitig ist ab sofort das Buch mit allen Teilnehmer-Tweets 2011 im Buchhandel erhältlich. Die Einnahmen aus dem Buch kommen den Katastrophenopfern in Japan zugute.

literaturcafe.de-Herausgeber und Jury-Mitglied Wolfgang Tischer hat sich mit dem Gewinner Fabian Neidhardt unterhalten.

Erfahrungsbericht: Wie aus einem Stapel gemalter Bilder ein Kinderbuch wurde

Buchautor Aaron Stroot (Foto: privat)Anja Stroot hat die Kinderzeichnungen ihres Sohnes gesammelt und dazu Gedichte und kurze Texte geschrieben. Zunächst war diese Sammlung nicht zur Veröffentlichung bestimmt. Doch animiert durch einen Wettbewerb veröffentlichte Anja Stroot das Buch zunächst digital im Web.

Und sie hatte Glück: Sie gewann die Veröffentlichung bei einen Print-on-Demand-Dienstleister, doch Werbung und Marketing musste sie selbst in die Hand nehmen.

Zwischenzeitlich wurden zahlreiche Exemplare verkauft und zum Werk haben sich ein Arbeitsbuch und selbst gebastelte Lesezeichen gesellt.

Im literaturcafe.de berichtet Anja Stroot, wie sie am eigenen Bucherfolg gearbeitet hat.