Zum Menü des literaturcafe.de | Zum Kontextbereich
Toplinks
Social-Media-Icons
Beitrag vom 23. Januar 2009 | Rubrik: Literarisches Leben, Zuschussverlage

Welche Verlage und Literaturagenten wir Ihnen empfehlen können

Verlag sucht AutorDie Meinung der literaturcafe.de-Redaktion ist eindeutig: Wer sein Buch bei einem Unternehmen veröffentlicht, das sich »Verlag« nennt, der sollte dafür kein Geld bezahlen. Ein Verlag trägt das finanzielle Risiko der Buchveröffentlichung allein.

Ebenso arbeiten seriöse Literaturagenten auf Erfolgsbasis. Erst wenn der Autor verdient, erhält der Agent einen Anteil daran.

Doch seit wir vermehrt vor Abzockern warnen, die sich als Literaturagentur ausgeben, aber es nur darauf abgesehen haben, eine maschinelle Rechtschreibprüfung teuer als »Lektorat« zu verkaufen, erreichen uns regelmäßig eMails mit der Frage: Welche Literatur-Agenturen und welche Verlage empfiehlt das literaturcafe.de?

Gerade bei Verlagen werden wir oft um gezielte Bewertungen gebeten: »Ich habe hier ein Angebot von Verlag XY vorliegen? Kennt ihr den?«

Schade, dass Verlag XY nie Rowohlt, Kein & Aber, Voland & Quist oder KOOKbooks heißt. Dann könnten wir uns mit der Autorin oder dem Autor freuen und sagen: Natürlich! Herzlichen Glückwunsch!

In der Regel kennen wir die genannten Verlage nicht. Das muss jedoch nichts bedeuten. Ein erstes Anzeichen, dass hier die Autoren zu Kasse gebeten werden, ist es jedoch meist, wenn sich der Verlag auf der Website gezielt an Autoren statt an Leser wendet (»Veröffentlichen Sie Ihr Buch bei XY«).

Fragt man beim Autor nach, ob denn der Verlag Geld für die Veröffentlichung will, und kommt als Antwort ein »Ja«, so ist der Fall klar: In unseren Augen und in den Augen vieler Autorenverbände ist das dann kein »richtiger« Verlag. Überhaupt sind wir der Meinung, dass es nicht sonderlich seriös ist, wenn nicht bereits vorab klar und deutlich auf der Website steht, dass der Verlag ein Zuschussverlag ist und sich der Autor an den Kosten »beteiligen« muss.

Zuschussverlage sind nicht automatisch ein Hort des Bösen. Es gibt durchaus Unternehmen in dieser Branche, da ist der Zuschuss tatsächlich ein Zuschuss. Doch wenn ein Unternehmen einen »Zuschuss« im fünfstelligen Eurobetrag verlangt, sollte sich eigentlich jeder ausrechnen können, dass hier für das Unternehmen ein satter Gewinn abfallen dürfte. Welches Interesse soll dieses Unternehmen noch haben, sich für den Titel in Sachen Werbung stark zu machen? Und für wie ehrlich halten Sie die Bewertung Ihres Manuskripts?

Wer uns also nach der Seriosität eines Verlages fragt, dem werden wir keine klare Antwort oder Bewertung geben. Aber wir werden ihm die genannten Rückfragen stellen und Hinweise geben. Und künftig werden wir auf diesen Artikel verweisen. Ansonsten steht es uns nicht zu und wäre es unseriös, über Verlage zu urteilen, die wir nicht kennen. Entscheiden muss die Autorin oder der Autor selbst.

Oftmals fragen uns dann die Autoren ratlos und nicht selten verzweifelt: Aber was soll ich denn sonst machen, wenn mich kein »normaler« Verlag nimmt und die anderen alle Geld von mir wollen?

Hinter dieser Frage steckt ein reichlich naives Bild des Buchmarktes. Viele Autoren glauben offenbar, dass es reicht, wenn Bücher nur produziert werden, damit sie wahrgenommen und gekauft werden. Dies mag auch damit zusammenhängen, dass ein Autor im Bekanntenkreis selbst zu einem schlechten Text eine positive Rückmeldung erhält. Man will ja niemandem weh tun. In seinem kleinen Universum rechnet sich der Schriftsteller so bereits massenhafte Abverkäufe aus.

Kommt in diesem Moment ein Unternehmen und sagt: »Sie haben recht! Zahlen Sie uns 8.000 Euro, und wir drucken Ihr Buch!«, dann scheint der gesunde Menschenverstand auszusetzen.

Bei den zweifelhaften Literaturagenten ist es ähnlich, und wird es für die Abzocker noch einfacher.

Agentur sucht Manuskripte!Nach wie vor registrieren wir mit Schrecken und Ungläubigkeit, dass es für die Abzocker reicht, sich unter falschem Namen eine wohlklingende Website zu erstellen und sich einen Briefkasten anzumieten, um über Google-Anzeigen dutzendweise hoffnungsvolle Autoren anzulocken und ihnen das Geld für eine angeblich notwendige Vorab-Lektorierung aus der Tasche zu ziehen. Man verspricht ihnen sogar in einem Angebot eine hochtrabend klingende Lektorierung nach DIN-Norm und DUDEN-Richtlinien. Das Perfide daran: Im Klartext bedeutet es, dass man den Text durch den DUDEN-Korrektor maschinell prüft und dafür einen vierstelligen Betrag verlangt. Die Software selbst kostet in der Basisversion keine 20 Euro und das »Lektorat« dauert fünf Minuten. So verwerflich diese Abzocke ist, dürfte sie juristisch nicht als Betrug zu werten sein.

»Ihr warnt immer vor gewissen Literaturagenten«, schrieb uns neulich ein Leser, »aber könnt ihr nicht mal eine Liste mit seriösen Agenturen veröffentlichen, die ihr empfehlen könnt?«

Zum einen gibt es bereits zwei Ratgeber, die solche Listen pflegen: Das ist der Uschtrin Verlag mit seinem Handbuch für Autorinnen und Autoren und der Autorenhaus Verlag mit dem Jahrbuch für Autorinnen und Autoren. Beide Werke sollten in keinem guten Autoren-Haushalt fehlen.

Zum anderen ersetzen auch diese Listen nicht kritisches Nachfragen und Überprüfen der Agenturen. Die Listen sind kein Freibrief, dass man den dort aufgeführten Literaturagenturen bedingungslos trauen sollte. So gab sich seinerzeit die Agentur Lindbergh & Well überaus seriös und landete auf der Liste des Uschtrin Verlags. Natürlich wurde sie rasch entfernt, als offenbar wurde, dass diese Agentur keinesfalls als seriös zu betrachten war.

Kurz und gut: Wir empfehlen solche Verlage, bei denen der Autor nichts für die Veröffentlichung zahlt, und Literaturagenten, die ausschließlich auf Erfolgsbasis arbeiten. Spätestens ein wie auch immer gearteter und begründeter Versuch, vom Autor Geld zu verlangen – z. B. durch ein bezahltes Lektorat -, sollte stutzig machen. Allerdings kann es dann schon zu spät oder problematisch werden, wenn bereits ein Vertrag geschlossen wurde.

Daher unser allgemeiner zweiter Ratschlag: Lassen Sie sich Referenzen geben und sprechen Sie mit diesen. Letzteres ist wichtig, da wir Fälle kennen, bei denen dubiose Literaturagenten klingende Verlagsnamen nannten und eine dortige Nachfrage ergab, dass diese Agentur dem Verlag völlig unbekannt ist.

Verweigert man Ihnen die Nennung von Referenzen – egal mit welcher Begründung -, sollten Sie nicht unterschreiben.

Dies sind  klare und deutliche Kriterien.

Aber wieso zahlen dennoch so viele Menschen Geld, um veröffentlicht zu werden?

Die Antwort ist oft schmerzlich und erfordert eine realistische Sicht auf die eigene Arbeit: Die meisten Texte sind einfach zu schlecht oder nur für eine so kleine Zielgruppe interessant, dass ein normaler Verlag völlig zu Recht keine wirtschaftliche Grundlage für eine Veröffentlichung sieht.

Wenn aber dann ein Unternehmen, das sich Verlag nennt, dem Text ein gewisses Potenzial bescheinigt, fühlt sich der Autor endlich bestätigt und verstanden und wirft jedes Misstrauen über Bord.

Es ist, als würden Sie einem wildfremden Menschen 100 Euro in die Hand drücken, wenn dieser Ihnen bescheinigt, dass Sie einfach umwerfend gut aussehen.

96 Kommentare zu diesem Beitrag lesen

  1. Roentgen, Hans Peter schrieb am 23. Januar 2009 um 12:36 Uhr

    Hallo,

    danke für den Artikel, da wäre sicher ein Beispiel interessant, das gerade im Montsegur Forum diskutiert wird:

    http://autorenforum.montsegur.de/cgi-bin/yabb/YaBB.pl?num=1232533480/0

    Hans Peter Roentgen

  2. Joachim Berke schrieb am 23. Januar 2009 um 12:41 Uhr

    Sehr berechtigt und gut dargebotene Notiz. Eskann nicht genug vor Dienstleistungsverlagen und ähnlichen Geschäftsmodellen gewarnt werden.
    Leider ist es fast unmöglich als unbekannter Autor von renommierten Verlagen ein Angebot zu erhalten. Ausnahmen sind sicherlich alle erotischen, nach Nöglichkeit drastischen Szenen, Publikationen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Joachim Berke

  3. Joachim Berke schrieb am 23. Januar 2009 um 12:42 Uhr

    In Ordnung… JB

  4. vve schrieb am 23. Januar 2009 um 15:01 Uhr

    Moin, alles richtig.
    Ganz einfach: Nie was voraus bezahlen!
    Die Behauptung, die Verlage würden nur Ami-Hits und Bestseller verlegen, wird durch Wiederholung nicht richtiger – die Verlage suchen händeringend nach richtig guten Manuskripten.
    Was sie nicht suchen ist “me too”, also Bücher die “sind wie …” – sondern Eigen-Art.
    Und, nee, die Sache mit der Erotik stimmt so auch nicht. Da gibt’s zwar eine Welle Frauen-Erotik – aber auch da wird Spreu vom Weizen getrennt.
    Auch Trivialität muß gekonnt sein – gerade das Einfache ist besonders schwer!
    So long
    Vito von Eichborn

  5. Roentgen, Hans Peter schrieb am 23. Januar 2009 um 20:04 Uhr

    Ich möchte auch Vito von Eichborn zustimmen. Seit Jahren sinken die Lizenzen aus Amerika, veröffentlichen VErlage mehr deutsche Autoren. Aus dem ganz banalen Grund, weil ameerikanische Verlage keine Wohltäter sind, sondern für die Rechte mittlerweile hohe Lizenzgebühren verlangen.

    Deutsche Autoren sind billiger. In den Neunzigern musste ein deutscher Thriller- oder Science Fiction Autor noch ein amerikanisches Pseudonym annehmen. Heute haben Andreas Eschbach, Sebastian Fitzek und viele andere längst bewiesen, dass sich deutsche Autoren verkaufen. Mittlerweile kaufen amerikanische VErlage deutsche Lizenzen und verfilmen sie sogar – siehe Tintenblut.

    Dieses Bla-Blah der VErlage, die abzocken möchten, ist einfach widerlich.

    Hans Peter Roentgen

  6. Paul Spinger schrieb am 24. Januar 2009 um 12:46 Uhr

    Danke für diesen Beitrag. – Es ist schon richtig: wirklich gute Qualität findet sich leider selten. Außerdem, wer kauft schon z.B. eine Lyrikanthologie mit lauter unbekannten Autoren, wenn er keinen Bezug dazu hat?
    Aber ich kann Vito von Eichborn nicht ganz recht geben. Die Verlage suchen zwar händeringend nach guten Manuskripten, dieses “gut” deffinieren sie aber zunehmed über die Verkaufbarkeit, und nicht über die litararische Qualität. Ausnahmen gibt es zwar, aber die sind noch seltender als richtig gute neue Literatur.

  7. Markus Dosch schrieb am 24. Januar 2009 um 15:15 Uhr

    Vor etlichen Jahren hatte ich als selbstgedachter ‘Nobelpreisaspirant’ ebenfalls eine agentur entdeckt, sogar kostenlos. Nun, ich gab ihnen meine gesammelte Kurzprosa, die die Agentur dann fast kommentarlos an einen Schweizer Verlag schickte. Natürlich schwebteich in höheren Literaturregionen, bis eines Tages ein Paket aus der Schweiz bei eintrudelte. Ich war aus dem Häuschen. Kaum geöffnet kam die kalte Dusche: Dieser Verlag meinte, schon lange habe er keinen solchen Schrott mehr gelesen! Das war natürlich für meine Agentur bestimmt. Da reißt es dir schon den Arsch auf. Natürlich habe ich weiter geschrieben aus einem bösartigen Trieb heraus, komme mir vor wie ein Sadomachotyp, der sich selbst geißelt und dann noch um Gnade winselt. So kann es einem mit Agenturen ergehen. Ciao Markus Dosch München

  8. Eduard Rosenzopf schrieb am 24. Januar 2009 um 16:36 Uhr

    Guter Bericht ¨
    @ v v e
    Einige Verlage bescheinigten mir ein “gut & spannend geschriebenes MS”,
    lehnten eine Veröffentlichung jedoch mit der Begründung ab ” kein Oel ins Feuer …”
    Der Plot: Pädophile Priester / Kindsmissbrauch-und -missshandlung /
    Sex im kath.Priesterseminar.
    Es braucht halt auch Mut.
    So long
    Eduard Rosenzopf

  9. Tasso J. Martens schrieb am 25. Januar 2009 um 11:47 Uhr

    Dem Artikel wäre – nichts hinzuzufügen – nur wenn er allgemein nicht an der Literaturlandschaft und im Speziellen an den vorzufindenden Gegebenheiten für die Lyrik vorbeiginge. Lyrik ist tot; es gibt hierfür nurmehr eine kleine eingeschworene Gemeinde, die (gute) Lyrik schreibt oder liest bzw. hört.
    Buchauflagen von mehr als 300 Exemplaren sind selten. Leider gilt auch für diese Sparte, ein Manuskript verkauft sich nur:
    a) wenn der Autor einen bekannten Namen hat (z.B. ein bekannter Sportler ist)
    b) wenn der Autor zudem jung ist (wegen der Folgebücher)
    c) das Manuskript dem Publikumsgeschmack entspricht und damit hohe Verkaufszahlen erzielt werden können.
    Nun ist es eher selten, dass ein Lyriker ein bekannter Sportler ist, noch entspricht Lyrik dem Geschmack des breiten Publikums. Damit dürfte die Verlegung von Lyrik aus wirtschaftlicher Sicht eigentlich abgehakt sein. Um die notwendigen Lyrikwerke bei Lesungen (in irgendwelchen Kellern, “Industriebrachen” oder an sonstigen unmöglichen Plätzen) auflegen zu können, muss deshalb der Lyriker “in Vorkasse” gehen bzw. sein Buch selbst finanzieren. Eine ISBN-Nummer ist in diesem Falle auch nicht notwendig, da sein Werk von der Öffentlichkeit ohnehin nicht beachtet wird und die eingeschworene Lyrikgemeinde ihn ohnehin kennt. In diesem Zusammenhang ist auch auf die Arroganz der deutschen Literaturhäuser hinzuweisen, die auf Leseanfragen von Autoren nicht einmal antworten.
    Tasso J. Martens

  10. Lisa schrieb am 25. Januar 2009 um 13:38 Uhr

    Hallo,
    der Bericht ist bis auf eine Kleinigkeit schon richtig: Bei Axel Poldner bekommt man Referenzen von vielen Prominenten, die sich leider für seine Werbezwecke hergeben, damit die Literaturagentur Axel Poldner noch unbekannte Autoren mit Versprechungen und teuren Lektoraten, die in meinem Fall nicht einmal stattgefunden hat, betrügen kann! Selbst Prominenten kann man nicht mehr trauen! Wie soll man dann Referenzen anderer überprüfen können?

    Gruss Lisa

  11. Jedimeister schrieb am 28. Januar 2009 um 02:04 Uhr

    Hallo,
    die Berichte in diesen Beitrag die ich mir in Ruhe durchgelesen habe sind sehr Interessant. Ich bin auch ein angehender Autor und versuche schon seit über 5 Jahren inklusive meiner Schreibarbeit Verlage und auch Literaturagenten zu finden die meine Werke veröffentlichen sollen.
    Leider bis Dato heute,, Erfolglos,,.
    Dubiose Literaturagenten gibt es wie Sand am Meer. Ich war auch ein Opfer einer solchen Agentur. Herauskam das ich für Leistungen bezahlt habe die absolut für nichts waren. Das macht schon jemanden ziemlich frustrierend. Aber es gab auch einige Literatur Agenten die Seriös waren und mir ein klares Nein zum Werk gaben mit der Begründung ,,keine Käuferkraft,,.
    Aber dennoch finde ich das gute Skripte von vielen gar nicht richtig gelesen werden, sondern landen prompt wieder zurück an den Absender, mit der Begründung kein Wirtschaftlicher Erfolg…
    Mir bleibt nichts weiter übrig als mein Werk selbst drucken zu lassen über die vielen BOD Angebote was zur Zeit im Internet angeboten werden.
    Deshalb rate ich jedem der sein Werk veröffentlichen will alles sorfälltig prüfen zu lassen, und nicht im Vorraus zu zahlen.

    Gruß

    Milan Zivojinovic

  12. Birgit schrieb am 28. Januar 2009 um 12:43 Uhr

    Leider wird von Seiten der Medien noch immer viel zu wenig Aufklärungsarbeit in Hinblick auf Buchveröffentlichungen bei sog. Zuschussverlagen geleistet. Hierzu möchte ich ausdrücklich der Redaktion des literaturcafe.de für die umfassende und ausgezeichnete Berichterstattung danken! Das literaturcafe.de trägt mit seinen ausgezeichneten Berichten und sorgfältiger Recherche viel zur Aufklärung bei.

    Fast jeden Monat lese ich in der Lokalzeitungen von irgendwelchen Autoren, die es “geschafft” haben und einen Verlag für ihr Manuskript “gefunden” haben. Ja, sogar zur Lesung auf die Frankfurter Buchmesse wurden sie eingeladen! Was in keiner Zeile zu erfahren ist: Wie viel 1000 Euro sie für diese Veröffentlichung hingeblättert haben. Natürlich regen solche Berichte andere Leser dazu an, es nun endlich auch einmal mit einer Veröffentlichung bei einem Verlag zu versuchen, so schwer scheint es ja wohl nicht zu sein….

  13. Rob schrieb am 12. Februar 2009 um 22:31 Uhr

    ein wiklich lehrreicher bericht. zum glück hat bei mir der gesunde menschenverstand nicht ausgesetzt nach dem der verlag fast 5000 euro für das verlegen verlangt hat. zwei wochen später sind sie dann runter gegangen diese schweine, natürlich auch noch viel zu hoch. man muss wirklich vorsichtig sein.

    warum ist es diesen verlagen (gerade die, die kein wort über die kosten verlieren) überhaupt erlaubt den leuten so das geld aus der tasche zu ziehen, das man da nichts tun kann. offenbar gibt es preislich keine grenzen für diese abzocker…..

    mfg rob

  14. Cornelia Lotter schrieb am 13. Februar 2009 um 17:23 Uhr

    Lieber Rob, diese “Verlage” sind keine Verlage, denn der Name kommt von “vorlegen”, d.h., die Verlage gehen in Vorleistung und hoffen, dass ihre Kosten durch den Verkauf des Buches wieder reinkommen.

    Auf der Website aller Verlage, die keine sind, gibt es deutliche Signale dafür. Man muss nur genau hinsehen und lesen. Im Zweifel eine kurze Mail und fragen, ob sie mit wie auch immer gearteten “Zuschüssen” von den Autoren arbeiten. In den meisten Fällen wirst du auf so eine mail nicht mal eine Antwort erhalten, dann ist eh alles klar. Aber niemals ein Manuskript wegschicken, wenn du Zweifel diesbezüglich hast. Und du tust geradeso, als wäre dir die Rechnung erst hinterher präsentiert worden. Du machst doch normalerweise einen Vertrag und da steht ja alles drin, was dich erwartet.

    Einfach Augen aufmachen, dann wird niemand gelinkt!

    Gruß C.L.

  15. Matthias schrieb am 4. Mai 2009 um 22:32 Uhr

    Guter Artikel,

    Ich bin mir manchmal gar nicht bewußt, für wen wir gerade drucke. So sollte es aber nicht sein. Unser Preis für ein Buch ist äußerst niedrig, und davon sollte der Autor natürlich seine Vorteile beim Verkauf haben.
    Die Alternative ist, das Buch selbst zu verlegen und die Herstellung/Produktion selbst zu veranlassen.
    Nachteil: Man muß selbst die Werbung/Vermarktung übernehmen.
    Bei einer begrenzter Leserschaft von Vorteil, wenn aber das Buch ein Highlight ist, ist natürlich ein guter Verlag der bessere Partner.

    Als Tipp: Im Internet recherieren und die beste Wahl für sich persönlich auswählen.

    Gruß und viel Erfolg an die Autoren

    Matthias

  16. Janine Musewald schrieb am 4. Juni 2009 um 11:29 Uhr

    Thema Verlage und Kosten. Ich habe mich selbst durch einen Dschungel von Verlagen gewälzt. Ein Verlag aus Frankfurt hat mir ein Angebot für das verlegen meines Sachbuch mit einer Summe zwischen 12 – 18 Tausend Euro angeboten. Der nächste Verlag liegt bei 2 – 4 Tausend Euro. Ich habe auch schon gehört, dass einem Autor für sein Buch keine Kosten entstehen sollen. Nun dann soll es auch so sein und der passende Verlag wird sich finden. Allen anderen Autoren wünsche ich von Herzen viel Glück und Freude.

    Herzensgrüße

    Janine Musewald

  17. Freude schrieb am 9. Juni 2009 um 15:56 Uhr

    Selbst ist der Schriftsteller

    Zunächst hat jeder Autor, wie es ein Recht auf freie Bildung gibt, ein Recht auf Veröffentlichung.
    Er muss sich bewähren. Ob er sich zuerst einem Knebelvertrag eines Großverlages unterwirft oder eine seriöse Lösung zum Druck gegen gerechte Bezahlung einsteigt, bleibt ihm überlassen. Wir wollen doch wirklich nicht behaupten, der namhafte Verleger achtet auf Qualität. Er glaubt an junge Talente, die er billig erwirbt um sie groß (im wahrsten Sinne) herauszubringen (selber den Markt machen) oder er zählt auf reißerische Namen oder er verlegt den längst Verstorbenen ohne zusätzliche Honorare. In jedem der drei Fälle bestimmt der Verleger den Markt! Aber bittschön, wo bleibt dann der Künstler, wo bleibt der gute Autor der sich aus der Masse verdichtet? Da wartet der Verleger doch lieber bis dieser gestorben ist und mindestens 70 Jahre tot ist. Der Dichter hat überhaupt keine Chance wenn er sich nicht nach dem Vorbild selbst herausbringt und das auf jeder Ebene. Sich selber herausbringen, das ist die Aufgabe des Dichters. Da jammern Verleger, die Lyrik verkauft sich nicht, dabei findet man überall Lyrik und nur wenig in den Lyrikabteilungen, da gibt es nur ein kleines Regal aber die komplette Buchhandlung ist von der Reiseabteilung über Belletristik bis zur Philosophie und Biografien voller Lyrik. Würde man alle Lyrik wegstreichen, wären die Büchereien und Bibliotheken nur halb so groß. Und dann dieses ewige Besserwissen der Germanisten in den Verlagen. Wie man schreibt und wo man seine Jota setzen muss. Welcher anständige Schriftsteller will das schon? Ich kann nur jedem Kreativen empfehlen seine Dinge selber in die Hand zu nehmen. Der Dichter kann sich doch nicht von einem Verleger zeigen lassen wohin er sein Komma und seinen Doppelpunkt zu setzen hat. Wie der Schriftsteller schreibt, so hat er es gewollt. Das ist eine klare Tatsache. Nicht der Dativ ist dem Genitiv Freund, der Dichter ist sich selbst genug. Warum also nicht selber machen. Das haben alle Großen Dichter und Schriftsteller vorgemacht. Nicht nur Selbstverlag, auch selbst das Wort setzen und selber den Akut, das bringt auch noch Spass und selber Befriedigung. Die Arroganz der Dichter ist ihre falsche Bescheidenheit. Andere töten, aber nur mit Freundlichkeiten. Bessersein? Ich weiß es nicht! In einer gewissen Qualität gleicht sich die Qualität der Menge an. Man findet keine Unterschiede. Es ist Vage, es ist ein Sorietes-Problem. Ab welchem Kriterium beginnt ein Gedicht Lyrik zu sein? Der Interpret wird zum Richter. Das Gedicht ist schuldlos. Der Dichter selber kennt seine Qualität. Der gute Dichter schätzt sich richtig ein. Derjenige der auswählt kann nicht über seine eigene Qualität hinaussteigen. Der Bauer erkennt den guten Apfel nicht. Seine Beurteilung ist eingeschränkt. Er kennt die Produktion eines Apfels aber, welcher Bauer hat schon einen guten Geschmack und welcher Bauer kennt etwas von Urteilen und Argumenten? Der Apfelbauer aber produziert den gewünschten Apfel oder den außergewöhnlichen Apfel. Ein Gedicht ist Ästhetisch oder Philosophisch zu betrachten oder Beides. Diese Lyrikzeitschriftverlage und die Etablierten bleiben unter sich, kein anerkennendes Wort, kein Urteil. Nur nicht die eigene Gruppe stören, etwa durch die Hereinnahme eines der besser sein könnte. Doch dann gibt es noch immer die Möglichkeit zu kontern, das dieser sich überschätzt und das die Neuen immer beleidigt wären. Es müsse ja nach dem Prinzip gehen: Abwarten. Alle mussten sie warten bis sie drankamen; außer natürlich die jungen Spatzen, die da im Frühling zwitschern. Man entdeckt einen Superstar! Die bourgeoisen Kulturbanausen nehmen es enthusiastisch zur Kenntnis. Mitentdecker eines neuen Goethe, soweit reicht der Lyrikhorizont. Qualität? Was ist das? Wo beginnt Qualität, wo hört sie auf? Vage, ein Sorietes-Problem, sie wissen schon.

    Diese Lyrikszene ist abartig
    Die heutige Literaturszene, insbesondere die Lyrikszene ist anormal abnormal. Wie mir ein Verleger im Vertrauen hinter hohler Hand versichert: „ wir suchen nur junge Mädchen als Talente für unsere Zeitschrift, ergänzen mit hochbekannten Preisträgern und mischen darunter unsere Freunde„. Das ist der Lyrikbetrieb, so läuft das Geschäft. Da suchen die „Lecktoren“ in Verlagen, die Herausgeber von Anthologien und Lyrikzeitschriften diese jungen, nackten Vögelchen und hacken mit ihren Spitzen in die jungen Leiber. Sie beschnäbeln das junge Gefieder in abartiger Perversität. In ihren Verlagen und Zeitschriften halten sie eine Brutstätte alternder, veralterter Abnormer Verehrer der Poesie, die ihre Lektorate dazu benützen, sich selber und ihre untalentierten Ergüsse, mit diesem jungen Federvieh, sowie mit Hochbetagten Ordensgeschmückten Pfauen, zu garnieren. Sie sammeln, organisiert von einer Not, die jungen Hungrigen und Dürstenden, und bieten ihnen kulturbeflissen Champagner und Kuchen für zweifelhafte Dienste; um in ihrer Sprache zu bleiben: alles Lyrikspanner.

    Die vertrauten gierigen Lyrikverleger
    Die netten freundlichen Manuskriptprüfer
    Die feisten stillen Rezensenten
    Die kleinen Vögelchen zwitschern

    Die alten Spanner warten
    Und geben gut die Achtern
    Ein Loch im System…
    Bringen sie groß raus

    Pornographische Halbwüchsige
    Zur Tarnung : Alte Preisträger
    Drüberhermachen aller Sauereien
    Hinten und Vorne mit Vergewaltigungen

    Unschuldig alle
    Wenn kleine Vögelchen zwitschern
    Im Frühling
    Und krächzen im Herbst

    Was veranlasst sie zu diesem Verhalten? Selber talentlos, sind sie frustriert, kommen nicht an im Lyrikbetrieb zwischen Sonntagsdichtung und großer Lyrik. Was liegt näher als selber die Rolle einer Jury anzunehmen. Ihr wahres unbestätigtes und gehasstes Vorbild: und ihre Auffassung, der schöne und geliebte, der kann sie alle haben. Wie in der Gruppe 47, … alle hingen bei der Bachmann im Schoß. Vergleichbar mit denen die sich seitenweise Schund im Internet herunterladen, dort lassen sie ihre Kindlein ebenfalls zu sich kommen. Und anschließend? Da beklagen die alternden Emporgekommenen, das in den großen Anthologien nur noch Männer vertreten sind. Ja, was war denn vorher? Was war denn mit den Entdeckern? Wir haben die Talente entdeckt und gefördert schreiben Literaturzeitschriftenverleger. Da meinen Verleger, wenn man nur ihre Produkte kauft, würde man Entdeckte finden und manche Entdeckung machen! Ja was glauben die denn? Man erkennt doch gerade an ihren Produkten was sie entdecken und vermarkten. Wo bleibt denn der kaufmännische Verstand? Es bleibt eben kein Geld mehr für den großen Wurf wenn man nur wie Trittbrettfahrer hinter den Anderen herläuft. Das gilt aber für beide Seiten, für den Verleger und für den Schriftsteller. Wer aber erkennt sich schon selbst?

  18. Freude schrieb am 9. Juni 2009 um 16:42 Uhr

    …und noch einen Nachtrag:

    Was ist schon ein Verlag? Ein Verlag will Bücher verlegen. Das heißt nicht dorthin wohin der Autor will. Der Verlag verlegt die Bücher dorthin wo sie niemand findet. Deshalb der Name Verlag. Glaubt denn irgendein Schriftsteller er käme bei einem der drei oder sagen wir fünf namhaften Verlage unter? Ehrlich, ob bezahlen oder nicht, insofern stimmt die These, alles andere sind doch keine richtigen Verlage. Wie man einen Verlag wählt, kann man auch eine Partei wählen. Da gibt es die zwei Großen, angeschlossen sind die Kleineren. Alles andere sind Zuschussparteien, so wie es auch Zuschussverlage gibt. Glaubt man denn vielleicht man zahlt bei einem großen Verlag nicht zu? Sicher nicht, wenn man Dieter Bohlen heißt, aber der bezahlt ja auch mit seinem großen Namen. Das heißt die großen Schriftsteller bezahlen mit ihrem großen Namen und die Unbekannten? Die Talente laufen vor verschlossenen Türen. Nur was
    Kommerziell zu vermarkten ist wird angenommen. Hinter den Sätzen liegt eine andere Vorstellungswelt! Natürlich ist, das wer Geld für „quasi NICHTS“ gibt, grundsätzlich selber schuld! Aber das hier angeschnittene Problem liegt doch nicht bei den Verlagen!
    Es geht doch nicht mehr darum! Wer sein Buch bei einem Unternehmen veröffentlicht, das sich »Verlag« nennt, der sollte dafür kein Geld bezahlen. Ein Verlag trägt das finanzielle Risiko der Buchveröffentlichung allein. Dieser Satz enthält doch eine Doppelmoral. Der erste Teil ist ein gewöhnlicher Hergang, eine normale Sprache; der zweite Teil eine selbstverständliche Konsequenz aber, man muss das nicht erzählen, das Wichtige (die Aufgabe eines Verlages) wird verschleiert. Lesen wir uns nur einmal die Autorenlisten der angepriesenen Verlage an. Der weltberühmte Schriftsteller, den auf jeder Straße niemand kennt. Wer richtig nachliest, der sieht doch, das es hier keinen Zweck hat anzuklopfen (wie bei Kafka vor der verschlossenen Tür) und sich dann wie in München am P1 vom Türsteher einen Korb zu holen (die Gäste sind alle geladen und sind bekannt) das ist das Kriterium. Wer als Schriftsteller erkannt hat, das er ein Niemand ist, ist sicher schon auf dem Richtigen Weg, aber bitte sehr, nicht bei einem Verlag anklopfen, der ebenfalls im Verlagswesen NIEMAND ist, sich aber sehr wohl für weltberühmt hält. Die Zeiten der großen Verlage sind vorbei, das muss man einfach so sehen und sie sehen nun ihre Felle wegschwimmen durch die preiswerten Druckverfahren und Vermarktungen denen sie nicht mehr nachkommen. Das wieder wollen sie wettmachen durch eine elitäre Haltung. Die kann aber nur der große Schriftsteller und Dichter haben. Sie steht keinem anderen, auch keinem Verlag zu. Ob man also zu den Auserwählten, oder Ausgezeichneten gehört, das spielt doch wirklich keine Rolle. Wer wirklich gut ist, weiß es mit Sicherheit selber, und darauf kommt es doch nur an. Also, machen und tun, aber nicht so viel anschreiben und vor allen Dingen kein Geld für noch so wenig Leistung zahlen. Alles andere kommt schon von selber.
    Liebe Grüße
    Manfred

  19. ryanjune schrieb am 16. Juni 2009 um 15:01 Uhr

    Hallo,
    Danke für den Beitrag. Die Nachricht ist eindeutig, und ich denke man
    kommt damit durch, auf dem schwer überschaubaren Markt.
    Ich suche zur Zeit nach einer Agentur für Comics und Karikaturen.
    Habt Ihr Erfahrungen oder Tipps?
    LG, ryan

  20. Julius Franzot schrieb am 9. Juli 2009 um 16:15 Uhr

    Liebe Frau Kollegin, liebe Leser,
    gestatten Sie, dass ich mich kurz vorstelle: Ich bin ein seltenes Exemplar einer bedrohten und noch nicht vom WWF geschützten Art. Bin deutschsprachiger Schriftsteller (und Übersetzer, von irgendwas muss man doch leben) in Triest. Auf meiner HP steht alles Wesentliche über meine Person, auf Facebook eher viel zu wenig und nicht immer das Richtige.
    Ich muss über frustrierende Erfahrungen mit Literaturagenturen berichten. Von einer ganz unseriösen abgesehem, die mich am Anfang meiner literarischen Karriere so richtig ausnehmen wollte, habe ich gemerkt, dass ein Autor bei einer Literaturagentur gegen eine Wand rennt. Die Ausflüchten sind etwas anders als die der Verlage, aber Positives habe ich nicht erlebt. Wie in guten alten zeiten in der Wirtschaft, geht es auch hier um die “Bewerbungsmappe”, von der ich bezweifle, dass sie immer gelesen wird. Dann hört man, dass die Agentur viel zu viele Manuskripte bekommt, dass man gerne handverlesene Autoren so richtig betreuen will und man daher kaum Zeit für Neuzugänge findet. Dann darf man selbstverständlich nochmal antufen, da die zuständige Dame gerade aus dem Urlaub zurück ist…und Pi-Pa-Po. Und das nach sieben publizierten Büchern und zahlreichen Auftritten auf den Buchmessen und Lesungen.
    Wenn mir jemand sagen würde, dass mein neuer Roman Mist ist, dass die Hauptperson zu kompliyiert denkt, dass es ein Sakrileg ist zu schreiben, dass Kant der Pate des Faschismus und des Kommunismus war, dann würde ich alles verstehen, mir Mühe geben, die beanstandeten Stellen auszumerzen. Aber so? Man bekommt das unschöne Gefühl, kein Mensch interessiere sich mehr für den Inhalt eines Buches, es gehe nur entweder um Vitamin B oder um das Potential zu einem – sei es auch “feuchten” – Verkaufsknüller.
    Da habe ich gedacht, dass ich es lieber über Umwege versuche und habe Bekannte, Schriftsteller, Journalisten, Verleger gefragt, ob sie eine aufnahmebereite Agentur kennen. Natürlich kennt man keine Agentur, ein guter Schriftsteller hat stets seinen Hausverleger, der ihn bemuttert. Kurz gegoogelt und festgestellt, das die meisten doch “on Demand” oder bei einem total unbekannten Verlägchen publizieren und dabei kräftig “Zuschuß” bezahlen.
    Ich hoffe, demnächst einen heitereren Eintrag auf ihrem Blog zu hinterlassen.
    Schöne Grüße aus der hitzigen Adria!

    Julius Franzot

  21. Erika Glatt schrieb am 23. Juli 2009 um 16:31 Uhr

    Hallo,

    Markus Dusch, kannst dich mal wieder melden, mir geht es genauso mit den Verlagen und Agenturen.

    Frage: Wie heißt denn die Literaturagentur, die kostenlos an den Schweizer Verlag Ihr Manuskript schickte?

    Bitte zurückmailen unter erika.glatt (at) web.de

    Mit freundlichen Grüßen

    Erika Glatt

  22. Brigitte Grote-Addo schrieb am 24. Oktober 2009 um 13:16 Uhr

    Ja, auch ich bin reingefallen mit einem dubiosen Verlag. Mein Buch “schwarz-weiße Ehe oder Rassismus in Deutschland” habe ich 20 Verlagen angeboten. Aber alle wollten sich diesem Thema nicht widmen. Ich fand meine Geschichte aber gelungen und gut geschrieben. Weil ich sie unbedingt an Mann/Frau bringen wollte, habe ich 4.000 € für die Veröffentlichung bezahlt. Aber habe mich natürlich schwarz geärgert, weil ich nur ca. 200 Exemplare verkauft habe. Der Verlag hat natürlich keine Werbung für mein Buch gemacht. Jetzt möchte ich ein 2. Buch veröffentlichen und es diesmal den richtigen Verlagen anbieten. Es wäre schön, wenn mir jemand helfen könnte einen guten Verlag zu finden. Das Buch soll “Nachkriegskind” heißen und eine sehr interessante Geschichte hervorbringen. Mit freundlichen Grüßen Brigitte Grote

  23. andrea schrieb am 25. Oktober 2009 um 06:48 Uhr

    Liebe Brigitte,

    vermutlich mache ich mich mit meiner Antwort bei Dir nicht beliebt, aber ich möchte aufrichtig sein:
    Wenn ich Dich richtig verstanden habe, suchst Du für Dein zweites Buch nach einem Publikumsverlag, der über seine Vertriebs- und Werbeschiene Dein Buch vermarktet. Der Vertag zwischen dem Verlag und Dir würde dann so aussehen, dass Du ein Vorschusshonorar erhältst, das Du auch dann behalten darfst, wenn das Buch sich nicht so gut verkaufen sollte. Wenn das Buch sich gut verkauft, bekommst Du über den Vorschuss hinaus natürlich auch noch ein weiteres Honorar.
    Der Titel NACHKRIEGSKIND lässt auf einen interessanten Stoff schließen, der viele Leser finden kann, wenn er gut und marktgerecht dargeboten wird. Vermutlich sprichst Du damit ein eher älteres Publikum an. Wenn Du also keinen Herz-Schmerz-Roman daraus machen willst, wird es vor allem auf die literarische Qualität ankommen.
    Da Du mit Deinem ersten Buch – wenn ich das richtig verstanden habe – trotz des grundsätzlich interessanten Themas bei Publikumsverlagen abgewiesen worden und schließlich bei einem Bezahl-Verlag gelandet bist, solltest Du Dich meiner Ansicht nach zunächst fragen, ob Dein Manuskript den Anforderungen eines Publikumsverlags mit ausgereifter Vertriebsschiene genügt.

    Mit ganz herzlichen Grüßen

    Andrea

  24. Peter schrieb am 25. Oktober 2009 um 08:40 Uhr

    Hallo,
    ich muss Brigitte zustimmen.
    Auf der einen Seite sind Kriegs- und Nachkriegsthemen immer gut. Man denke nur an die Buchpreisgewinner Arno Geiger oder Julia Franck. In gewisser Weise auch die Nobelpreisträger Grass und Müller.
    Auf der anderen Seite sind Kriegsthemen aber auch das Ödeste und Langweiligste, mit dem Verlage überschwemmt werden, weil viele ältere Leute ihr Leben in dieser Zeit aufschreiben. Und weil die Verwandschaft das meist ganz toll findet, sind sie der Meinung, dass müsste doch auch andere interessieren und da dürfte sich doch ein Verlag finden lassen.
    Leider überschätzen diese Menschen ihre Schreibkünste. Denn es zählt nicht nur der Inhalt, sondern auch die Umsetzung. Ist der Plot gut und interessant? Wie sind die Figuren gezeichnet? Wie kann die Autorin mit Sprach umgehen?
    Leider scheitern hier 99,9% der eingereichten Manuskipte und diese Leute sind ein gefundenes Fressen für Zuschussverlage. Die erwähnen dann nämlich gerne dass, was ich eingangs getan habe: Kriegsthemen sind immer gut. Aber die erwähnen eben leider nicht – wie es ein seriöser Verlag bei der Bewertung macht, weil er das wirtschaftliche Risiko tragen muss – dass das Manuskript leider völlig uninteressant geschrieben ist und außer der eigenen Verwandschaft niemand hinter dem Ofen vorlockt.
    Peter

  25. andrea schrieb am 25. Oktober 2009 um 09:22 Uhr

    Lieber Peter,

    nur zur Klärung: Du schreibst, Du musst Brigitte zustimmen. Aber aus dem, was Du weiter ausführst, nehme ich an, dass Du mir, Andrea, zustimmen möchtest.
    War aber sicherlich nur eine Namensverwechslung Deinerseits. Nichts für
    ungut. Was Du schreibst, Peter, finde ich sehr bedenkenswert. In einem Interview mit Elke Heidenreich habe ich mal gehört, dass sie oft Biografien von älteren Menschen zugeschickt bekomme mit der Bitte, bei der Vermittlung an einen Verlag zu helfen. Soweit ich Frau Heidenreich verstanden habe, liest sie diese Manuskripte gar nicht erst.

    Viele liebe Grüße

    Andrea

  26. Peter schrieb am 25. Oktober 2009 um 09:32 Uhr

    Liebe Andrea,
    du hast Recht: Die Zustimmung galt dir. Bitte entschuldigt die Verwechslung.
    Nun, Frau Heidenreich weiß, dass sie zu 99,9% schlechte Manuskripte lesen würde (oder zumindest die ersten Zeilen davon). Die Zeit kann man sich sparen. Man muss auch sehen, dass sich alte Menschen – sofern ihre Geschichte nicht die 00,1% trifft – sich schlecht vermarkten lassen. Eine junge hübsche Autorin wie Julia Franck ist das für den Verlag besser. Das mag zynisch klingen, aber es ist nun mal so, das echte Verlage vom Verkauf der Bücher leben. Da muss sich Buch und Autorin gut vermarkten lassen. Verlage sind Wirtschaftsunternehmen und keine Wohltätigkeitsorganisationen.
    Viele Grüße
    Peter

  27. Jochen schrieb am 17. November 2009 um 17:08 Uhr

    Hallo liebe Mitautoren,

    ich bin gerade auf dieses Forum gestossen und wollte Euch fragen, ob schon jemand von Euch mit der Berliner Agentur Poldner zusammengearbeitet hat. Ich habe von dort sehr gute Resonanz auf mein Manuskript bekommen, mir wurde sogar ein Vertrag angeboten!!

    Das kling alles sehr gut und positiv. Dennoch wollte ich mich noch etwas umhorchen.

    MfG
    Jochen

  28. andrea schrieb am 18. November 2009 um 08:42 Uhr

    Lieber Jochen,

    in diesem Forum findest Du jede Menge Hinweise als Antwort auf Deine Frage. Guck Dich einfach mal um.

    Schöne Grüße
    Andrea

  29. Beate Eickelmann schrieb am 18. November 2009 um 09:50 Uhr

    Lieber Jochen,
    Du kannst Dich hier auf dieser Seite unter dem Forum:
    “So erkennen Sie dubiose Literaturagenten und Literaturagenturen”
    erkundigen. Dort haben viele Autoren über ihre Erfahrungen mit Axel Poldner berichtet. Du solltest die Einträge sehr genau lesen, bevor Du Dich entscheidest!!!!

  30. Julius Franzot schrieb am 18. November 2009 um 11:38 Uhr

    Lieber Jochen,
    Mit der Agentur, die du ansprichst, habe ich die schlechstmögliche Erfahrung gemacht, allerdings im Jahre 1996, als sie noch in München war. Zuerst wurde mir ein Vertrag über die Lektorierung angeboten (etwa 6.000 Euro), ohne jede Verpflichtung seitens der Agentur, sich um die Vermarktung zu kümmern. Monatelang führte ich eine Korrespondenz mit einem Lektor, der mir suggerierte, ganze Kapitel umzuschreiben, was ich auch tat. Vor der Zurücksendung des unterschriebenen Vertrages machte ich noch den Vorschlag, auf einen Teil des Autorenhonorars zu verzichten und dafür weniger Geld für die Lektorierung zu bezahlen. Seitdem eisernes Schweigen, nicht einmal die Anständigkeit, “nein” zu sagen. Mag sein, dass heute die Agentur ihren Umgang mit Kunden verbessert hat, dass sich mehr Einsicht breit gemacht hat… ich will nicht pauschal urteilen, aber Vorsicht wäre schon geboten!
    Schöne Grüße und viel Glück!
    Juliu´s

  31. Jochen schrieb am 23. November 2009 um 15:30 Uhr

    Hallo liebe Mitautoren,

    vielen Dank für eure Antworten, besonders für Frau Eickelmanns Hinweis auf das andere Forum. Ihr habt mich vor einer großen Dummheit bewahrt.

    Ich werde einen großen Bogen um diesen Herrn Poldner machen!

    Danke nochmals!!!!!!!!!

    Jochen

  32. andrea schrieb am 24. November 2009 um 08:55 Uhr

    Lieber Jochen,

    mach ruhig noch ein paar große Bögen mehr, es gibt nämlich noch weitere schwarze Schafe im Agenturenmarkt. Lass Dich niemals auf einen Vertrag ein, in dem Du Geld an die Agentur zahlen musst. Auch nicht für ein Lektorat oder eine Übersetzung in eine andere Sprache (weil in dem betreffenden Land angeblich die Verkaufs-Chancen besser sind). Nicht mal 99 Euro “Aufwandsgebühr”. Auch dann nicht, wenn Dir darüber eine Verrechnung mit Deinem späteren (wortreich in Aussicht gestellten!) Verkaufs-Honorar angeboten wird.

    Beste Grüße
    Andrea

  33. Jochen schrieb am 26. November 2009 um 17:35 Uhr

    Liebe Andrea,

    vielen Dank für die Tipps, derartiges habe ich nun schon auch in anderen Foren gelesen. Gibt es denn in irgendeinem Formum eine Liste mit unseriösen Agenturen, damit ich weiss, um wen ich meine Bögen zu machen habe?

    MfG
    Jochen

  34. andrea schrieb am 27. November 2009 um 07:21 Uhr

    Lieber Jochen,

    eine solche Liste gibt es sicherlich, aber sie steht nicht offen im Internet.
    Leider versuchen Bezahl-Verlage/Agenturen immer wieder, bei warnenden Stellungnahmen die entsprechenden Forenbetreiber zu verklagen. Einige solcher Verlage/Agenturen gehen sogar so weit, durch “Spione” kritische Kommentare von anderen Forumsmitgliedern zu provozieren, um später vom Forumsbetreiber Schadensersatz fordern zu können.

    Aber Du hast ja jetzt jede Menge Tipps, wie Du seriöse von unseriösen Agenturen unterscheiden kannst.

    Beste Grüße
    Andrea

  35. Sabine schrieb am 13. Januar 2010 um 11:56 Uhr

    Vielen Dank für diesen Thread. Ihr habt auch mir eine “Poldner-Erfahrung” erspart!

  36. mike ries schrieb am 30. Januar 2010 um 14:07 Uhr

    Hallo, liebe Kollegen
    Klinken putzen, anders gehts nicht, leider.
    In der Zwischenzeit selbstverlägerisch on demand tätig werden.
    Den Eigenvertrieb organisieren.
    Das geht schon mit wenigen Euros.
    Kopf Hoch, das wird schon.
    viele Grüße
    mike

  37. Ferdinand Moors schrieb am 1. Februar 2010 um 13:42 Uhr

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    leider finde ich das oben genannte Forum “So erkennen Sie dubiose Literaturagenten und Literaturagenturen” mit den Erfahrungen über die Agentur Poldner nicht. Ich habe selbst einen Vertrag mit dieser Firma und würde gerne lesen, was andere erlebt haben.
    Können Sie die Seite vielleicht noch einmal verlinken?

    Vielen Dank!

    F. Moors

  38. Michael Groß schrieb am 2. Februar 2010 um 23:14 Uhr

    Ich denke auch, dass die großen Agenturen die Manuskripte überhaupt nicht lesen. Als kleiner Autor zu einer kleinen Agentur, einem kleinen Verlag, oder?
    Vielleicht klappt es ja mit dieser – neuen – Agentur: http://www.schoneburg.de

    Gibts da Erfahrungen?

    Viele Grüße
    Michael Groß

  39. Beate Eickelmann schrieb am 24. Februar 2010 um 09:02 Uhr

    Sehr geehrter Herr Moors,

    Sie können sich unter meiner E-Mail-Adresse melden.

    Liebe Grüße
    Beate Eickelmann

  40. Karin schrieb am 6. März 2010 um 01:28 Uhr

    Hallo,

    wollte mal fragen, ob jemand von Euch Erfahrungen mit Frauen-Verlagen hat oder aber eine gute Idee, wo man deutlich patriarchatskritische bzw. feministische Literatur auch noch unterbringen könnte? Was meint ihr: Ist das Thema ‘Frau-Mann’ in seiner gesellschaftlichen und emotionalen Realität – und also nicht als Anheizer – noch aktuell oder schon abgehakt?

    Grüße, Karin

  41. Karin schrieb am 6. März 2010 um 11:01 Uhr

    Hallo,

    wenn ich noch was hinzufügen darf, es ist nämlich so: Als ich anfing, das, was ich geschrieben habe, an Verlage zu schicken, drückte mir ein Freund erstmal ein Buch über Verlagssuche in die Hand und diesem entnahm ich, dass die Hauptschwierigkeit darin besteht, überhaupt eine Interessensbekundung zu bekommen. Aber, siehe da: Ich bekam eine Interessensbekundung und in mir brach nicht nur der helle Jubel aus, sondern auch die Gewissheit, dass einer Veröffentlichung nun nichts mehr im Wege stünde… Allein, das war im August letzten Jahres. Seitdem hält mich der Verlag hin mit Statements wie ‘viel Arbeit’, ‘noch etwas Geduld’ usw. Ich habe langsam das Gefühl, dass der Verlag auf diese Art eine direkte Absage umgehen will, um sich eventuelle Auseinandersetzungen mit der Autorin zu ersparen, denn aufgrund dieser langen Wartezeit reift in einem schon von ganz allein die Überzeugung, dass das wohl nichts mehr wird. Oder ist diese lange Zeit bis zu einer endgültigen Entscheidung in einem kleinen Verlag bzw. einem Frauen-Verlag durchaus normal, üblich, kann schon mal sein – oder oder? Ich kann die lange Wartezeit einfach nicht einschätzen und gehe innerlich die Wände hoch. Was meint ihr? Wie schätzt ihr das ein? Hat hier jemand Erfahrungen?

    Grüße, Karin

  42. Schmidt schrieb am 23. März 2010 um 09:29 Uhr

    Da hier von der Agentur Schoneburg Berlin die Rede ist – in der Regel möchte sie vorab 90 Euro kassieren. Die Vorkasse wird erst offensichtlich, wenn sie die erste Leseprobe erhalten hat. Vermutlich kennt diese Agentur nicht die Kommentare im Lit.-Café bzw. Internet, seriöse Agenturen betreffend.
    Der Leiter der AG, DR. Baumgärtel, legt sich da besonders ins Zeug. Er nimmt die Bewertung der Texte im Groben vor …
    Ich erinnere an Binia, Tübingen, die ähnliche Geldforderungen stellt.
    Und dann gibt es die giftigen Atorenmeinungen: “Im Monat bekommt eine AG bis zweihundert Texte – rechnet euch aus, was jene AG bei dieser Vorkasse schon einstreicht!”
    Leider gibt es noch keine Meinungen über Inge Kasan, Berlin. Sie bot mir einen Agenturvertrag an, allerdings forderte sie 385 Euro Vorkasse. Gleichzeitig nannte sie Rowohlt, Heine u.a. Großverlage, die sich für Mein Manuskript interessieren könnten. Bin ich nicht ein toller Hecht?

    Herzliche Grüße
    W. Schmidt

  43. Schmidt schrieb am 23. März 2010 um 09:51 Uhr

    Unseriöse Agenturen betreffend

    3 x 7 = 21, jedenfalls nach Adam Ries. Man setze sich mit einundzwanzig Agenturen in Verbindung. Vorher sondiere man, ob jener Text/Titel ins Agenturprogramm passt. Sieben der Agenturen reagieren gar nicht. Sieben sind überlastet. Den restlichen AG´s ist der Name des Schreibers nicht populär genug. Es ist schon Glücksache, eine Vertretung zu bekommen, vielleicht ab Nummer zweiundzwanzig?

    Unseriöse AG´s kennen diese Problematik nur zu gut. Deshalb sind Sie nett, höflich und reagieren schnell, und dann senden Sie, so z.B. Axel Poldner, das Manuskript ohne etwas zu verlangen, an den kritischen Autor zurück. Auch Wernicke hat großen Zulauf.
    Ich selbst bin Hausautor in einer jungen Agentur. Probleme gibt´s höchstens aufgrund der großen Anzahl der Texteingänge pro Monat. Diese AG verfügt über eigene Lektoren – sie achtet auf den guten Leumund – man schaue sich nur die Vertragsinhalte an!

    Es grüßt
    W. Schmidt

  44. Dr. Patrick Baumgärtel schrieb am 25. März 2010 um 09:10 Uhr

    Lieber Herr Schmidt,
    leider muss ich Sie noch einmal korrigieren: Die Schoneburg. Literaturagentur prüft Manuskripte kostenlos. Akzeptiert sie sie, nimmt sie 15% Provision, sonst nichts. Das Lektorat ist in einem solchen Fall inklusive. Gleichzeitig – und das haben sie verwechselt – offeriert sie Gutachten (z.B. zur Begründung einer Ablehnung) gegen Bezahlung. Beide Dienste sind aber voneinander unabhängig. Noch Fragen?

    Mit herzlichen Grüßen

    Dr. Patrick Baumgärtel
    Schoneburg. Literaturagentur.

  45. Myschkin schrieb am 30. März 2010 um 16:57 Uhr

    Lieber Herr Schmidt,

    ich empfehle einen großen Bogen um Inge Kasan zu machen. Sie entstammt dem Umfeld von Axel Poldner. Mehr muss man wohl nicht dazu sagen…

    Herzlichst,

    Myschkin

  46. Schmidt schrieb am 10. April 2010 um 19:36 Uhr

    Guten Tag Herr Dr. Baumgärtel,
    Sie schrieben, dass Sie mich nochmal korrigieren müssten. Sie?
    Es gibt übrigens eine halbe Mio Schmidts – hab soeben bei google nachgesehen!
    Ich heiße mit Vornamen Karl, falls Sie´s interessiert – prüfen sie doch mal Ihren Postverkehr – bestimmt haben Sie mich mit jemandem verwechselt!
    Wenn wir schon mal bei Vorkassen sind:
    in der 6. Zeile Ihres Textes ist von einer Barzahlung die Rede. Nicht dass Sie ein Selbsttor geschossen haben!
    Stelle fest, dass Sie eine neue AG sind – alle Achtung bei jenem Autorenandrang! “Nur Mut!”, sprach das Karnickel und flüchtete versehentlich in einen Fuchsbau.

    Es grüßt
    K. Schmidt

  47. Schmidt schrieb am 10. April 2010 um 20:09 Uhr

    Hallo Herr oder Frau Myschkin,
    ich finde Frau Kasan toll – ein Foto gibt´s im Internet!
    Sie hat mir 2009 gesagt, sie habe bei Poldner gearbeitet. Wie ichs geschafft habe, dies zu erfahren? Hab sie einfach nett gefragt, was sie vorher gemacht hat!
    Aber Danke – ist nett, dass Sie´s mir schrieben!
    Haben Sie eventuell noch interessantere Informationen auf Lager?
    Möglicherweise zu Lit.-Agenturen? Mitglieder meiner Literaturgruppe suchen eine Literarische Agentur …
    Man bekleckert sich eher mit Rum, als mit Ruhm, stimmts?

    Es grüßt
    K. Schmidt

  48. Myschkin schrieb am 14. April 2010 um 12:24 Uhr

    Lieber Herr oder Frau W. oder K. Schmidt,

    ich wollte Frau Kasan nichts Übles, aber angesichts ihrer Tätigkeit im Poldner-Sumpf schien mir eine Warnung angebracht. “Axel Poldner” ist bei mir ein Etikett, das mich zu großen Bögen veranlasst.

    Wenn Sie mit Frau Kasan gute Erfahrungen gemacht haben, ist’s schön. Noch schöner ist’s, wenn sie freimütig von ihrer Vergangenheit mit AP berichtet. Nur würde mich schon interessieren, was sie sagt. Poldner ist nun mal kein “normaler” Arbeitgeber, schon gar keiner, den man in seinem Lebenslauf haben will…

    Herzlichst,

    (Herr) Myschkin

  49. Schmidt schrieb am 14. April 2010 um 19:54 Uhr

    Sehr geehrter Herr Myschkin,
    wenn es Sie interessiert, was sie sagt, dann legen Sie sich eine warme, weiche Stimme auf und fragen Sie sie selbst – verstecken Sie ihren Groll – somit hegt sie keinen Argwohn!
    Walpurga Schmidt

  50. Myschkin schrieb am 22. April 2010 um 17:19 Uhr

    Werte Frau Schmidt,

    blickt man auf die Einträge Nr. 46 & 47, fragt man sich, wie sich Walpurge mit K. abkürzt…

    Wie dem auch sei, danke für den Tipp, aber so groß ist mein Interessa an Frau Kasan auch nicht, dass ich meine warme, weiche Stimme aus dem Keller holen würde. Sie arbeitete für Poldner und ist mir persönlich daher suspekt. Andere können das halten, wie sie wollen.

    Herzlichst,
    Myschkin

  51. Schmidt schrieb am 24. April 2010 um 20:48 Uhr

    “Geh mir nicht auf den Keks!”, sprach die Waffel zum Absatz.

    Doch nochmal zu Nr. 50 – Abkürzung, Herr Myschkin:

    Frau Schmidt hat ´ne Schwester
    im reifen “Semester”.
    Beide haben ´nen Bruder,
    aber nur einen Computer!

    Wieviel Leute sind´s?

    Schmidt

  52. Beate Eickelmann schrieb am 3. Mai 2010 um 09:20 Uhr

    Liebe Autorenkollegen,

    im Eintrag 42 schreibt W. Schmidt, dass auch Inge Kasan „Vorkasse“ (385 Euro) nimmt und nennt natürlich auch Rowohlt, Heine und andere Großverlage.

    Das hat Poldner bei mir nicht anders gemacht. Seine Vermittlungsgebühr liegt nicht viel höher als die von Frau Kasan. Er profitiert nur von Lektorierungen, die er sich bezahlen lässt, aber nicht macht. Ihr solltet mal sehen, wie viel Werbematerial er mir dazugelegt hat! Und erst die Versprechungen, die Axel Poldner auf der Frankfurter Buchmesse mir persönlich gemacht hat!

    Tut mir leid, aber wer Vorkasse nimmt, ist für mich nicht mehr akzeptabel. Werbung damit zu machen, dass man große Verlage nennt, ist Bauernfängerei. Niemals mehr würde ich mit einer solchen Person einen Vertrag unterzeichnen, egal was sie mir verspricht. Jeder, der mit Axel Poldner zusammengearbeitet hat oder noch arbeitet, ist für mich suspekt. Viel mehr auch dann, wenn – wie bei Axel Poldner – schon Vorkasse geleistet werden muss.

    Ich möchte hier Myschkin unterstützen, der wie ich, die Hintergründe der Betrugsserie kennt und weiß, wie sehr die Gläubiger um Gerechtigkeit kämpfen müssen.

    Herzliche Grüße
    Beate Eickelmann

  53. Myschkin schrieb am 5. Mai 2010 um 14:24 Uhr

    Besten Dank für Deine Unterstützung, Beate.

    Ich wollte lediglich eine Warnung aussprechen. Aber es schein eben immer Leute zu geben, die glauben, die Erfahungen anderer würde auf sie nicht zu treffen und die dubiosen Geschäftspartner würden bei ihnen alles anders machen als bei denen, die von ihren negativen Erfahrungen berichten. Versteh’s wer will…

    Herzlichst,
    Myschkin

  54. lesen-ist-mehr schrieb am 14. Mai 2010 um 15:19 Uhr

    Ich habe nicht alles gelesen, ist ja kaum möglich, aber nur eines und ganz grundsätzlich dazu: Ich schreibe seit über zwanzig Jahren und obwohl ich auch immer wieder mal das Bedürfnis werspürt habe mich zu veröffentlichen, erscheint mir das doch nicht das Wichtigste für jeden, der “Schreiben” kann. Das wichtigste ist doch die Erfahrung selbst.

  55. Nadja-Christin schrieb am 28. Mai 2010 um 17:21 Uhr

    Kenne ich auch schon, hab meiner Tochter gezeigt wie man einen Aufsatz zu stande bringt, das Resultat war ein ganzes Buch. Daraufhin haben wir uns dann gemeinsam mehrere Verlage aus dem Internet gezogen, und das Manuskript da hingeschickt. ( August von Goethe, Deutescher Literatur Verlag und andere) Insgesamt waren das Zehn Stück. Absage kamm nicht eine, dafür nur Zusagen plus Vertrag. Der Harken Produktionkosten – zwischen 12000- 22000 Euro alles Vertreten. Das jedoch stand auf den Betrefenden Seiten mit keinem Wort. Und das blöde daran ich weiß immernoch nicht ob mein Manuskript überhaupt zu was taugt. Kann mir da irgendeiner weiterhelfen?
    Weil hab irgendwie nicht soviel Lust irgendein Müll für viel Geld zu Veröffentlichen! Das sehe ich sowiso nicht ein , das wäre als wenn der Verlag mir mein eigenes Buch für viel Geld verscherbeln will!

  56. Myschkin schrieb am 31. Mai 2010 um 17:16 Uhr

    Sehr geehrte Nadja-Christin,

    ob das Manuskript etwas taugt, kann sich vielleicht zeigen, wenn sie das Buch an einen seriösen Verlag oder eine seriöse Agentur schicken. Wenn die Interesse zeigen OHNE Gebühren zu verlangen, dann sehen sie auch Potential in dem Text und dann halten ihn zumindest die Lektoren dort für tauglich. Wenn ihnen dann ein Vertrag angeboten wird, in dem es so geregelt ist, dass nur Geld vom Verlag bzw. der Agentur zum Autor läuft (selbstverständlich abzügl. einer Provision), dann dürfte er seriös sein.

    Niemals jedoch sollte Geld vom Autor zum Verlag/Agenten gehen!!

    Wenn alle Autoren das beherzigen trocknet der Sumpf der Axel Poldners, Anna Mechlers, Werneckes und wie sie alle heißen aus. Vorher nicht…

    Herzlichst,

    Myschkin

  57. Cashimae schrieb am 1. Juni 2010 um 03:07 Uhr

    Die Frage Liebe Nadja kenne ich auch,
    mir wäre ein “Ihr Manuscribt ist MIst” lieber
    wie garkein Reinlesen
    diverse Erfahrungen mit gewissen Frankfurtern und P.s hab ich auch schon gemacht und der Verstand funktionierte soweit das ein EIGEN Investieren von tausender Euros, bei mir die Alarmglocken schrillen lies und ich dachte “ihr brennt doch”
    also Stolz bin ich drauf das ich niemals auch nur drüber nachgedacht habe das das Seriös sein kann.

    Man hört immer von den Bösen möchtegern schreibern, die keine Kritik abkönnen,
    und wie schlechte Manuscribte eingehen…

    öhm….

    Also das man seinen HIntern bewegen muss und auch sein Buch bekannt machen muss, und nicht warten bis dann doch bitte der Großverlag alle Arbeit getan hat, sollte der normale VErstand voraus setzen.
    Die Denkweise, weil einem das die Besten Freunde erzählen, man Habe einen Bestseller geschrieben, na hallo, ich darf herzlich lachen.

    Erfahrung meinerseits?
    Klar dubiose Verlage, aber nichts von mir unterschieben, nene.

    Bisschen Verzweiflung, weil eine SERIÖSE Kritik, es taugt nicht zum drucken, mir Lieber wäre, als ein nichtmal lesen.
    Da weis man wenigstens wo man dran ist.

    Was habe ich gemacht, alles nochmal SELBSTKRITISCH überarbeitet.
    (bei 4 Büchern brutal viel aber egal)
    Leseauszüge ins Internet gestellt
    und geschaut, was sagen Leute die dich NICHT kennen.
    Also wirkliche LESER

    das Feetback, ok es hat mich überrascht, dabei war auch tolle konstruktive Kritik, die mich auf stellen aufmerksam machte, wo es für den leser zu schwer wird, usw usw
    nochmal dran arbeiten.

    Alle vier Bücher habe ich vor 5 Jahren fertig gestellt, nach Anfänger trotelismus ;) und den obig genannten weg,
    vieles gelernt, mich selbst weiter entwickelt (ich lache heute über meine ersten Grundschriften, weil sie mir selber kindergartenmäßig vorkommen ;))

    Und Heute? gehe ich einen anderen weg.
    Ich mache Werbung, ich mache die Leute drauf aufmerksam.
    ich arbeite dran und bete nicht das irgendwann jemand an die Tür klopft und sagt “Genau sie haben wir gesucht”
    Ich nerve nun die Verlag und fahre Paralel weiter Werbung für Leseauszüge, mache im Radio Hörlesungen dazu
    die mitlerweile eine große Fangemeinde hat.

    Und hoffe drauf das irgendwann ein verlag das Manuskribt doch in die Hand nimmt weil jemand mitbekommen hat, die schickt uns das nicht nur, die Arbeitet auch hart da dran, weil die Frau keine Träumerin ist, sondern weis, dafür muss man Klinken putzen und was tun.
    Und dann! Wenn ein Seriöser Verlag mir sagt:
    “Frau …. ist ne Nette Geschichte, aber ehrlich zum Druck nicht geeignet” Dann werde ich das akzeptieren, und weiter als Hobby schreiben,
    man wünscht sich die andere Seite,
    aber ich geh in diesen Dingen lieber vom negativen aus, dann ist man nicht so enttäuscht ;)

    Also vielleicht zwischen 100.000 Zugesandten Manusscribten die die Seriösen VErlage sicher dauernd bekommen, hab ich mal das Glück das es auch wirklich eingelesen wird…

    Frei mit selbst Humor “Lieber ein Ende mit Schrecken (man schreiben sie schlecht ;) als ein Schrecken ohne Ende (garkeine Antwort und damit unwissenheit das ist schlimmer)

    In selbsthumortauglichen Grüßen
    Cashimae

  58. Hendrik - Lars Malström schrieb am 8. Juni 2010 um 22:35 Uhr

    Hallo erstmal,

    auch ich habe nur schlechte Erfahrungen mit diesen Zuschussverlagen gemacht.Es war nie die Rede von ” Ja wir wollen Ihr Buch und Verlegen es ” es war immer nur der Tenor zu Lesen ” Bezahlen Sie uns z.B. 2500 Euro und wir tun alles das Ihr Buch auf den Markt kommt “.Alles Shit wenn Ihr mich fragt.Natürlich verstehe ich das nicht jedes Manuskript und jeder geschriebene Text ein literarischer Volltreffer ist,aber das man ehrliche Autoren die stunden um stunden und Nacht um Nacht,sich um die Ohren geschlagen haben um ihr Manuskript zu einem Abschluss zu bringen,derart um ihr Geld Betrügen darf.Ich denke ich spreche vielen hier aus der Seele das man mit Pseudoverlagsnamen wie: Novum Verlags mbH,Deutsche Literaturgesellschaft Berlin,Goethe Literarturgesellschaft und die am großen Hirschgraben in Frankfurt/Main ” besonders vorsichtig sein muss !!

    In diesem Sinne meine verehrten Kolegen,nicht gleich die Flinte ins Korn werfen,wenn mal ein richtiger Verlag das Manuskript ablehnt.Hier heisst die Devise,an sich Arbeiten und nie aufgeben !!

    Grüße

    H – L Malström

  59. Hendrik - Lars Malström schrieb am 8. Juni 2010 um 23:49 Uhr

    Nochmals Hallo meine lieben Kollegen,

    viele Berufsspieler haben einen Leitsatz: ” Der erste Gedanke ist meistens der Beste “.
    Ich denke das kann man in beschränktem Maße auch auf das Schreiben eines Buches beziehen.

    Grüße

    H – L Malström

  60. Hendrik - Lars Malström schrieb am 10. Juni 2010 um 14:31 Uhr

    Hallo liebe Kollegen,

    ein kleiner Tipp für diejenigen unter Euch die ihr Manuskript schnellst möglich in ein Buch Verwandeln wollen.Probiert es mal bei:www.lulu.com ,
    diese Seite ist vollständig in Deutsch gehalten und sehr übersichtlich.Das einzige Manko ist,dass man alles selbst machen muss,Lektorat,exakte Seitenverhältnisse Einhalten,eben alles was zu einem Korrekten Buch gehört.Aber das ist eigentlich selbstverständlich für einen guten Autor.Die Qualität der Bücher die geliefert werden von Lulu,entsprechen dem internationalen Standard.Schaut doch einfach mal vorbei,es lohnt sich für den ein oder anderen unter Euch bestimmt.

    Mit Kollegialen Grüßen

    H – L Malström

  61. Julius Franzot schrieb am 11. Juni 2010 um 10:04 Uhr

    Hallo liebe Kollegen!

    Im Grunde genommen ist Lulu ein Ableger von Books on Demand. Mit dem “Mutterhaus” habe ich gute Erfahrungen gemacht, es gibt nur ein Manko: On-Demand-Druckereien sind eben Druckereien und keine Verlage, daher läuft man konkret Gefahr, dass das Buch in der Schublade bleibt, da kein Marketing betrieben wird (wird aber auch nicht versprochen, insoweit ist das Angebot fair). On-Demand-Bücher zählen auch nicht als Publikationen, wenn es darum geht, an einem Wettbewerb teilzunehmen oder wenn man eine Mitgliedschaft (z.B. F.D.A. oder PEN-Club) beantragt.

  62. Hendrik - Lars Malström schrieb am 15. Juni 2010 um 23:04 Uhr

    Hallo werte Kollegen,

    zu dem Kommentar von herrn Julius Franzot,möchte ich folgendes Bemerken.Sobald ein Manuskript zu einem Buch wird und dieses dann eine 13 stellige ISBN zugeteilt bekommt,gilt es als Publikation,hierbei ist es ohne Bedeutung wer das Buch herausgibt oder Verlegt.Es wird desweiteren auch in die Analen der deutschen Nationalbibliothek aufgenommen und es wird der “Verwertungsgesellschaft Wort”,als Publikation gemeldet,diese setzt sich ein für die Rechte der Autoren und handelt eventuelle Tantiemen aus,unendgeldlich für den Autor.Ich denke hier Irren Sie werter Kollege,Franzot.
    Aber mit BoD und Lulu muss ich Ihnen Recht geben,es sind faire Druckereien die Ihren Kunden(Autoren),nur die Dienstleistungen in Rechnung stellen die sie wirklich gebucht haben.

    Mit besten Grüßen

    H – L Malström

  63. Klaus P. schrieb am 18. Juni 2010 um 14:30 Uhr

    Interessant hier: Mal eine generelle Frage, weil ich nicht genau weiß, ob ich mich an eine Literaturagentur wenden soll oder an einem Verlag.
    Wie lange dauert es üblicherweise so ungefähr, bis eine Agentur das Manuskript an einem Verlag vermittelt hat?

    Vielen Dank
    Klaus

  64. Peter schrieb am 18. Juni 2010 um 14:47 Uhr

    Lieber Klaus P.,
    deine Frage impliziert, dass jedes Manuskript vermittelbar wäre. Dem ist aber nicht so.
    Ist das Manuskript gut und trifft es eine Lücke, auf einen Text, den ein Verlag für sein übernächstes Halbjahresprogramm noch sucht, dann kann das ganz fix gehen.
    Kurz: Es gibt keine Antwort auf deine Frage, die sich in Zeit ausdrücken ließe. Es hängt vom Manuskript, von den Kontakten des Agenten und den Bedürfnissen eines Verlages ab.

  65. eduard rosenzopf schrieb am 20. Juni 2010 um 09:21 Uhr

    Der Verleger hat Beitrag 8 gelesen! Jetzt ist das Buch, – weil eben brandaktuell -, gedruckt und auf dem Markt. Geht doch!
    Also: NACHMACHEN d.h. SCHREIBEN und nicht JAMMERN.
    Mein Verlags-Vertrag gilt nur für die 1. Auflage !
    Und ich ‘verdaue’ soeben die erste anonyme telefonische Beschimpfung.
    Diese sprachliche Diarrhoe war hirnfrei wie Weihrauch. Vermutlich ein
    BETROFFENER, der nicht dort ist – wo er hingehört: IN DEN KNAST !
    Beschimpfungen gab’s schon bei meinem ersten Buch, damals im 1997
    war es ein Aufschrei der Tierquäler-Connection.
    Nur Mut – und WEITERSCHREIBEN !!!

  66. Nadja-Christin schrieb am 20. Juni 2010 um 14:52 Uhr

    So auf Beitrag 56-60,
    Ich habe mir einfach mal son paar sachen stiebitzt, ;-)
    habe das Manuskript jetzt ein paar mal durchgelesen , etliche Rechtschreibfehler gefunden und beseitigt, noch so bummelig 60 Seiten zugefügt und einfach mal son paar Ausschnitte an voll kommen fremde Leute verteilt -Ergebniss wann landet das im Buchhandel?- :-)
    Habe mir dann die Adressen aus dem Beitrag genommen und diese erst einmal gefragt ob ich denen mein Manuskript zuschieken darf – Jeep ich darf ! Das sehe ich einfach mal als zusage das sie das dann auch zumindest einmal lesen werden – besser als nichts! ;-) dann habe bei Books on Demand geschaut – bin ch zu doof zu steig ich nicht durch – und Lulu nee laß mal stecken war ich auch schon aber- erstmaal hatte mein Manuskript vorher 368 Seiten und nicht 150 . Und dafür allen ernstes 42,90 Euro verlangen – nee sorry geht ja wohl garnich!
    Jetzt schau ich erst mal wem ich denn noch nerven kann ;-) Will schließlich erst einmal wissen ob das überhaupt brauchbar ist:-)
    da verlaß ich mich nich nur auf son ne Handvoll von Meinung , denn ein Verlag ist dann doch etwas andere Meinung als man selber oder irgendwelche Privat Personen!
    Bis denn dann halt euch auf den laufenden! ;-)

  67. Hendrik - Lars Malström schrieb am 20. Juni 2010 um 18:34 Uhr

    Glückwunsch werter Kollege Rosenzopf,ich freue mich für Sie :))
    Und ganz meine Meinung,Schreiben und nicht Jammern ;)

    Grüße

    H – L Malström

  68. Hendrik - Lars Malström schrieb am 21. Juni 2010 um 20:31 Uhr

    Hallo werte Kollegen,

    werte Kollegin Nadja-Christin,ich schrieb ja auch,wer sein Manuskript möglichst schnell in ein Buch Verwandeln will,sollte bei Lulu.com Vorbeischauen ;))
    Diese Möglichkeit ist eben nur was für ” Do it yourself Autoren ” !
    Die wirklich alles selbst machen wollen/können,vom Lektorat über die korrekten Seitenverhältnisse bis zum fertigen Hard oder Softcover Buch.
    Und am Rande bemerkt,es braucht natürlich vor allem anderen Sorgfallt und jede Menge Zeit,bis das Buch fertig und perfekt ist ;))
    In diesem Sinne.

    Grüße

    H – L Malström

  69. Sabine schrieb am 30. Juni 2010 um 14:14 Uhr

    Hallo liebe Auorenkollegen,

    hat jemand von euch schon Erfahrungen mit der Berliner Agentur “Lesen und Hören” gemacht oder kann mir weitere Informationen darüber geben?

    Dort hat man nämlich Interesse an meinem Manuskript gezeigt und ich will mich doch vorher ein wenig umhören, ehe ich dort etwas unterschreibe.

    Danke im Vorraus für die Antworten,

    Sabine

  70. Beate Eickelmann schrieb am 16. Juli 2010 um 14:13 Uhr

    Liebe Sabine,
    Anna Mechler hat bei Axel Poldner gearbeitet. Das sagt schon viel aus. Vielleicht siehst Du Dir erst die Foren an, in denen die Leute über Axel Poldner berichten, dann kannst Du ganz allein für Dich entscheiden, wie es mit Deinem Buch weitergehen soll. Du kannst sie fragen, ob sie die Lektorierung und Vermittlung für Dich umsonst macht und nur, wie es auch andere Agenturen vereinbaren, einen gewissen Prozentsatz bekommt, wenn sie Dein Buch vermittelt hat. Mal sehen, was sie Dir antwortet. Lass Dir das aber auch schriftlich geben, dass Du nichts bezahlen musst! Sicher ist sicher.

    Liebe Grüsse
    Beate Eickelmann

  71. Sabine schrieb am 19. Juli 2010 um 11:48 Uhr

    Liebe Frau Eickelmann,

    vielen Dank für Ihre Ausführungen. Ich bin mittlerweile auf das Forum von Renate Blaes gestoßen und habe mir mein Bild über Anna Mechler gemacht.

    Mit schönen Grüßen,

    Sabine

  72. Schmidt schrieb am 24. Juli 2010 um 20:12 Uhr

    Wer hat bereits Erfahrungen mit der Literaturagentur scriptzz gemacht?

    I. Ruckdäschel

  73. Language without borders schrieb am 8. August 2010 um 14:36 Uhr

    Mich wundert, dass bei dieser Diskussionskette recht kreativ mit der Rechtschreibung umgegangen wird. Gerade bei Autoren rächt sich ein Schreiben.

  74. Andreas Spindler schrieb am 16. August 2010 um 21:15 Uhr

    Hallo liebe Schreiberlinge,
    ja, es ist nicht einfach seine eigenen Buchideen zu verwirklichen. Habe auch mit einigen Verlagen korrespondiert. Antwort: Gutes Manuskript, zur Zeit aber kaum Bedarf.
    Na ja! Dafür gibt es ja wohl Bedarf für die Biographie eines idiotischen, schlecht singenden, ungebildeten DSDS-Sängers. Wie hiess der nur wieder? Ach ja. Medlock.Oder war es Madlook? Keine Ahnung.
    Werde mich wohl auch dort bewerben. Singen kann ich nicht, aber was soll´s? Ist ja keine zwingende Kompetenz bei DSDS.
    Dafür interessiert sich dann wenigstens ein Verlag für meine, dann noch zu schreibende, Biographie!?
    Habe 2 Bücher über BOD veröffentlicht. Ergebnis? Schön, dass es die Bücher dort als druckbares Exemplar gibt. Aber ohne werbende Unterstützung, tragen die Verkaufszahlen noch nicht einmal die Gebühren.
    Weiteres Fazit:
    Habe nun mein drittes Buch fertiggestellt, diesmal mit Lektor. Aber veröffentlichen? Nein! Habe ja noch nicht bei Bohlen vorgesungen. Werde also erst das Singen üben und so lange das Werk im Regal aufbewahren.
    Oder sollte man vielleicht doch weiterhin an sich und seine “Kunst” glauben?
    Mal sehen.
    Werde Euch auf dem Laufenden halten.
    Gruß
    A.SP.

  75. Siri D. schrieb am 8. September 2010 um 16:34 Uhr

    Zuschussverlage – Pseudoverlage?
    Nett, dass dies nun so oft zur Sprache kommt. Habe selbst diesen Fehler beinahe begangen, bekam dennoch mein skirpt zurück. Erst hoch gelobt, gepriesen, halleluja….. und dann, Satz mit X, war wohl nix.
    Aber Unerfahrenheit, schützt ja bekanntlich vor Torheit nicht. Habe zwei Jahre lang Arbeit investiert, dann war mein Roman fertig. Jetzt ist er bei zwei namhaften Verlagen und ich warte auf Antwort. Belletristik, Krimi, Liebesgeschichte mit evtl. Fortsetzung….. – tja, bin gespannt ob das was wird.

  76. Myschkin schrieb am 12. Oktober 2010 um 17:00 Uhr

    Nach langer Zeit mal wieder etwas zur Agentur Axel Poldner…nein, verzeihung, vielleicht doch nicht. Es ist ja nicht gesagt, dass der betrügerische Agent, um den es in einem Artikel in der “Süddeutschen” vom Wochenende geht, wirklich Axel Poldner ist. Natürlich gilt die Unschuldsvermutung…

    http://www.sueddeutsche.de/bayern/coburg-wie-im-schlechten-krimi-1.1010046

    Herzlichst,
    Myschkin

  77. gudrun schrieb am 18. Oktober 2010 um 20:57 Uhr

    da schwirrt einem greenhorn ja der kopf ;)
    aber…sehr interessante beiträge – und sehr hilfreich
    der dschungel ist mir doch zu groß und unübersichtlich
    und den zu erwartenden ärger und kummer muss ich mir nicht antun
    ich hatte schon vorher ‘bauchgrummeln’ – jetzt fällt mir die entschedung leichter
    ich werde mein ‘machwerk’ selbst drucken und binden lassen, es dekorativ auf meinen wohnzimmertisch legen und auf die ‘schnapsidee’ es verlegen lassen zu wollen verzichten
    vielen dank an alle, die mir durch ihre beiträge hier geholfen haben

  78. Pushkin schrieb am 2. November 2010 um 14:17 Uhr

    Hi!
    Wollte nur eben mal von mir berichten. schreibe seit ich ein kleines Kind bin. Habe jetzt mal etwas von mir an gemischte Verlage (Publikum/Zuschuss) gesendet und bei BEIDEN nur Zusagen erhalten. Habe dann mit allen telefoniert und mich dasnn für die entschieden, die am NETTESTEN und am wenigsten ELITÄR waren. Resultet: Ein günstiger Zuschussverlag (Novum). Ich muss vom Schreiben nicht leben und das GEld für den Zuschuss tut mir nicht weh. Ich schreibevor allem, weil es mir Spaß macht, weil ich es schon immer gewohnt bin und weil mir einfach was einfällt. MIR geht es nicht um Ruhm und ich hoffe, nie einen Nobelpreis o.ä. zu kriegen, denn dasnn wüsste ich, dass meine Texte nicht mehr “special interest” sind und darauf kommt es mir an: spezielle Geschichten für spezielle Menschen. Nebenbei bemerkt:Meine Bücher verkaufen sich gut, werden sogar als Klassenlektüre gelesen, auch wenn ich kaum Zeit für Werbung habe. UND: Ich musste sie nicht verstümmeln, wie es einer der Publikumsverlage verlangt hätte, damit die Geschichte in sein Taschenbuchformat gepasst hätte. (Danke, aber NEIN-danke). Also Fazit: Wer entspannt an die Sache rangeht und nicht gleich den Mond erreichen will, kann auch mit kleineren Verlagen anständige Zahlen verkaufen. Nicht jeder ist eine Stephenie Myers und das ist auch gut so. Kopf hoch, schreibt, weil es Spaß macht und weil ihr was zu erzählen habt! Wenn ihr schnell Kohle machen wollt, müsst Ihr Euch einen anderen (hoffentlich legalen)Job suchen. UND: Nicht jeder in einem Publikumsverlag ist integer! (Denkt an AXOLOTL…) Also: sparen wir uns die Polemik und gehen wir weiter den Weg der Rechtschaffenheit, jeder so, wie er meint, dass es für Ihn am besten ist. P.S. Oh mein Gott, ich habe es getan. Ich habe auf einem Forum geschrieben. Hoffe, es droht mir jetzt nicht wieder die Folter derer, die meine Meinung nicht teilen, denn ich möchte weiter angstfrei “computern”. Also: Kontenance

  79. Jeda schrieb am 14. November 2010 um 12:46 Uhr

    Pushkin, dank Leuten wie Ihnen muss man überhaupt noch über DKZ aufklären. Man sollte meinen, Sie haben nichts, aber auch gar nichts gelesen, was hier auf dieser Seite steht. Blödsinn, unfundierter, schade, dass Sie es besser gewusst haben könnten.

  80. Myschkin schrieb am 27. Dezember 2010 um 12:41 Uhr

    Ein weiteres Kapitel zum leidigen Thema Axel Poldner. In der SZ wird berichtet, dass gegen Poldner wegen Unterschlagung wertvoller Fotos von Bert Brecht ermittelt wird.

    Herzlichst,
    Myschkin

  81. Heinz Kornemann schrieb am 3. Februar 2011 um 19:23 Uhr

    Vor ca. 12 Jahren, da hatte Axel Poldner seine Literatur-Agentur noch in München, habe ich ihm auch ein Manuskript angeboten.
    Seine Antwort auf mein Manuskriptangebot war auf den ersten Blick sehr beeindruckend. Ein großes Paket voller Werbematerial mit den Namen bekannter Autoren, die er vermittelt hatte. Dazu ein Ordner voller Kopien von Briefen, die Autoren voller Begeisterung über die “einfühlsame Lektoratsarbeit” der Literatur-Agentur Poldner geschrieben hatten. Als Krönung erhielt ich auch noch ein kostenloses Gutachten für mein Manuskript. Doch damit nicht genug, ein von Poldner unterschriebener Vertrag lag auch schon bei.
    Das alles konnte mich nicht vom Hocker reißen, denn in Poldner seinen Zeilen stand, ich müsse nur noch sechstausend Mark Lektoratsgebühren zahlen und dann würde es mit der Vermittlung an einen Verlag überhaupt kein Problem geben.
    Höflich habe ich Poldner geantwortet, wenn dem so ist, dann darf er mein Manuskript an einen Verlag vermitteln und die sechstausend Mark von meinem Verlagshonorar abziehen.
    Von Poldner kam die sehr höfliche Antwort, das ginge nicht, er müsse sich an die Regularien halten. So sind wir nichts ins “Geschäft” gekommen und ich habe auf eigene Faust einen kleinen Verlag in Görlitz gefunden, der auf mein Thema spezialisiert war.

  82. Hagen schrieb am 12. Mai 2011 um 09:08 Uhr

    Kurz zu den Verlagen: Die großen schicken(Fischer, DTV, Lübbe) meist unberührt zurück. Die anderen – das sind die meisten – verlangen unsummen(Auch Fischer, aber Karin; Deutsche Literaturgesellschaft, etc.).

    Ein anderer neuer(sponsored-books) verlegt die Bücher umsonst, aber sehr langsam, sehr umständlich und ich frag mich wie lange sowas dauern soll???. – liest aber zumindest und lehnt auch gerne ab :D

    Es ist wirklich fast unmöglich sein Buch auf dem Markt zu bringen, gerade wenn es keine Belletristik ist.

  83. thomdo schrieb am 19. Januar 2012 um 11:04 Uhr

    tja, diese Zuschussverlage. Ich kann mich nur wundern, dass man überhaupt darüber Aufklärung betreiben muss. Man schmiere dem Autor ein wenig Honig um den Mund und schon setzt das Gehirn bei den meisten aus. Wer hier den Pseudoverlagen sein gutes Geld in den Rachen schmeisst, ist selber schuld. Schon in der Kindheit lernt man heute die Worte “billiger” “zu teuer” “Zwischenhandel” “Ausschalten” etc. Niemand kauft tausend Rosen für seine Hochzeit im Tante Ema Blumenladen um die Ecke. Man geht zum Großmarkt. Wer sein Buch gedruckt bekommen will, suche sich doch bitte selbst eine Druckerei. Dort herrscht ein erbitterter Preiskampf und man ist auch als Privatperson willkommen. Denn dorthin leitet ein Zuschussverlag alle Manuskripte auch weiter. Digitaldruckereien machen auch eine Kleinauflage zum guten EK. Vernünftige Korrekturen und das ganze Workflow bekommt man dort auch noch kostenlos. Im ergebnis bekommt man auch den Stappel Bücher bis vor die Tür nach hause geliefert und dann kann man alles selbst verkaufen. Solche Druckereien gibt es inzwischen wie Sand am Meer. Wie man dann wirksame PR macht damit sich das Buch verkauft steht im Ebook von Herrn Tischer beschrieben. Denn, hat sich das Ding schon mal als eBook gut verkauft, so wird es vermutlich später als gedrucktes Werk auch gut vermarkten lassen. Dazu brauche ich die Halsabschneider der Zuschussverlage doch nicht. Merkwürdig, wenn es im täglichen Leben darum geht Geld zu sparen und dafür kreative Ideen zu entwickeln benehmen sich die meisten wie gestandene Kaufleute. (Geuz ist geil Mentalität) Geht es um ein Buch, so sind sie unbeholfen wie ein Kleinkind.
    Also, nicht vergessen. Mindestens 6 Angebote von Digitaldruckereien aus ganz Deutschland zeigen wie groß die Preisunterschiede sein können. Ein heißer Tip: Nicht mehr als 20-30 km hinter der Grenze in Polen bekommt man das ganze für die Hälfte. Man spricht dort meist auch brauchbares Deutsch. Das Buch sollte aber schon vorher korrigiert sein. Vor 2 Jahren hatte ich in Deutschland einen Fleyer angefragt. Der Tausenderpreis war 119 Euro + MwSt. In Polen wollte man von mir lausige 69,90/Tsd. Macht es doch einfach wie die Spechte. Benutzt den Kopf beim Arbeiten.

  84. Horst Wörner schrieb am 29. Januar 2012 um 04:54 Uhr

    Ich halte diesen Artikel für hervorragend und meine, dass man bei der Einschätzung eines Verlages mit dem Begriff “Zuschuss” sehr vorsichtig sein sollte. Eine Großzahl der Verlage, wenn nicht sogar alle Verlage, arbeiten oder haben zumindest bei bestimmten Projekten gewisse Leistungen erhalten. Diese Leistungen, wie immer sie im einzelnen geartet sind, könnte man auch immer als “Zuschüsse” werten.
    Insofern werden auch viele Autoren verunsichert, wenn beispielsweise in einem Forum Verlage als Vorschussverlage geführt werden, die vielleicht in Einzelfällen Unterstützung jedweder Art von Autoren oder Dritten erfahren haben, jedoch mit den klassischen Zuschussverlagen eigentlich in keinem Zusammenhang stehen. Beispiel: Gerhard Hess Verlag, stellvertretend für andere…

  85. Andreas J. Kampe schrieb am 15. April 2012 um 13:08 Uhr

    Hallo, Wolfgang Tisch(l)er und Team,

    Vielen Dank für eure Seiten. Darf ich mal ein Probe-Kommi machen?
    Im meinem Umfeld ist eine Gottes-Erscheinung, oder Durchscheinung, die beständig sichtbar ist, und von vielen gesehen werden kann. Sie besteht seit 1976, und ist rund um die Uhr – für viele liebe Leute, auch für ganz normale – zu sehen –

    Mit Sekte und Kirchengemeinde hat dies nichts zu tun; doch das “C” wird in gewisser Weise unterstützt. Es ist eine Ausnahme-Situation, “me too” bezieht sich darauf, daß auch andere dieses stille Antlitz sehen – und darüber schreiben können…

    Nun fürchte ich, für die normalen Lektorate ist dies kaum verständlich. Diese Gottes-Durchscheinung kann vorgeführt werden, fotografiert, und auch per Fernsehen übermittelt werden. Dadurch kann auch ein Buch, können auch Bücher entstehen. Auch auf den vielen Fotos, die ich meinen Artikeln beigefügt habe, ist das offenbare, dezent sichtbare Antlitz zu sehen – für viele User.

    Nun wurde die “Sache” mehrfach bestätigt, von anderen.

    E i n e Lit. Agentur war ganz aus dem Häuschen, doch dann finden sie es zu umständlich, oder “innovativ – neuwertig”, und scheuen, dies an Verlage weiter zu vermelden…
    Nun habe ich einen neuen Drucker anschaffen müssen, und entwerfe wieder mehr “Papiere”, für Anschreiben, etc.

    Doch an sich ist diese Gottesaktivität im Sichtbaren sichtbar und vorführbar; und kann dann durch Fotos in Bücher eingebracht werden –

    Es könnte jedoch mehr Chancen geben, als im normalen “harten Autorendasein”, wenn man an die richtige Adresse schreibt.

    Diese Gottesgabe nenne ich Sichtoffenbarung, und mit diesem Suchwort ist nun vieles im net. Es ist wirklich ein “Füller” der besonderen Art. Sie gleicht einem ‘Wohnzimmer Gottes” – durch dieses Antlitz, das in einer DirektSicht von vielen gesehen werden kann. Wohnzimmer Gottes, dieses Wort fiel mir bei Euch ein…

    Dank Euch, und gute Inspirationen

  86. Bettina schrieb am 26. Juni 2012 um 19:13 Uhr

    Ich bin noch am Schreiben und habe mein Buch noch keinem Verlag angeboten. Aber habe Artikel/Interviews gelesen, dass die meisten Verlage zwischen 1000-3000 jährlich unangeforderte Mamuskripte erhalten. Davon werden ALLE DREI JAHRE mal 2-3 (!!!!) veröffentlicht. Das ist doch Irsinn?!! Bei Agenten muss es ETWAS besser aussehen, aber auch nicht wirklich.
    Ich frage mich, wie man da überhaupt Erfolg haben soll.

  87. Julius Franzot schrieb am 26. Juni 2012 um 21:04 Uhr

    Ich bin auch von Literaturagenten maßlos enttäuscht. Die Standardantwort lautet: “Wir haben für INSERE Autoren genug zu tun und halzen wir zurück beim Eingehen neuer Verpflichtungen”. Es sieht auch nicht so au, als ob sie das Manusktipt überhaupt gelesen hätten. Wenn diese Kerle mit “ihren” Autoren so eingedeckz sind, dass sie keine Nauen aufnehmen können, dann ust es schlecht um die Erneuerung der deutschen Literaturszene bestellt. Ich frage mich manchmal in meinen Fruststunden, ib es nicht besser war “Staatskünstler” zu haben. Wenigstens wußte man, dass man anständig schreiben und Parteimitglied sein musste. Die Regelkreise der sog. freien Marktwirtschaft sind mir sehr unheimlich. Ich werde den verdacht nicht los, dass es nur um Vit. B geht…

  88. Hans Peter Roentgen schrieb am 26. Juni 2012 um 21:46 Uhr

    Liebe Bettina,

    Sie haben recht und auch wieder nicht. Denn neben den unverlangten Einsendungen an Verlagen (wenige), den Einsendungen an Agenten (da sieht es wesentlich besser aus) gibt es weitere Wege, wie Verlage an Autoren kommen.

    Wettbewerbe, Lesungen, Anthologien, Empfehlungen arrivierter Autoren etc. pp.

    Ich staune immer wieder, wieviele von denen, die ich vor vielen Jahren in Schreibseminaren, in Foren, in Diskussionsgruppen erlebt habe, nun doch noch veröffentlicht wurden. Darunter Bestsellerautoren wie Wulf Dorn und Ursula Poznanski und, und, und …

    Allerdings, auch das muss ich hinzufügen: Es dauert meist 7-15 Jahre, bis diese Autoren soweit waren.

    Also: Nicht aufgeben, das Bulldoggentalent ist das wichtigste Talent eines Autors. Und nicht vergessen: Man lernt in 7-15 Jahren eine Menge hinzu – und ist später froh, dass niemand das erste Manuskript veröffentlichen wollte ;-).

  89. Ramona Lotter schrieb am 15. Juli 2012 um 14:23 Uhr

    Hallo,

    ich schreibe Fantasy und habe mittlerweile zwei komplette Romane in der Schublade, die ich gerne veröffentlichen würde. Hat es überhaupt einen Sinn diese Bücher anzubieten, wo der Markt schon überquillt von Fantasy und alles in Richtung Vampire geht?( In meinem ersten Buch geht es um Politik in einer fremden Welt und wie sie die verschiedenen Wesen beeinflusst, also ein etwas anspruchsvolleres Thema.) Soll ich mich also trauen, das irgendwem anzubieten und wenn ja, wo wendet man sich damit am besten hin? (Ich habe schon schlechte Erfahrungen mit einem Zuschussverlag.)

    Danke schon im Voraus.

  90. Andreas J. Kampe schrieb am 16. Juli 2012 um 14:21 Uhr

    Mit meinem wirklich bedeutenden Bereich habe ich nun Mails geschickt an J.KamphausenVerlag, und dachte, das können sie sich – da dort noch ein persönlicher Chef ist – kaum entgehen lassen. Diese HolySpirit-Erscheinung, Durchscheinung, ist ja hauptsächlich vorführbar, und man kann sie fotografieren oder auch filmen.

    So etwas gab es noch nie, real, überreal und potent von Kopf bis Fuß. Tick, Tack, Tick, Tack, Tick, Tack – die Tage vergingen, an Reaktionen null. Vielleicht rufe ich mal an, ob sie auf EMail Anfragen bearbeiten…

    Bei Hoffmann und Campe im “Kontakt” die Gegebenheit dieser vorführbaren Gotteserscheinung, -Durchscheinung geschildert, und gefragt, ob, wie und bei wem ich mich bewerben dürfe… Keine Reaktion, mausetot –

    Ich könnte sie sogar hier am Marktrand vorstellen, und da sie fotografierbar ist, diese Fotos mitbringen. Da ich kein Auto habe (nur Motorrad) braucht man eine größere Karre, um Tisch und Sonnenschirm zu transportieren…

    Ein indirekter Weg hat immer was besonderes. Auch an Ramona: wenn Du kleine Vorlesungen machen würdest, in Jugendclubs, bei solchen Treffs, beschäftigt man sich praktisch mit den eventuell Interessierten.

    Wie beschrieben, ließe sich diese Durchscheinung und die Fotos auch in den städtischen Räumen des Kunstvereins vorstellen. Da eine Anfrage gemacht? Diese Obermacher des Vereins haben eine hohe Nase, so was wird ignoriert.

  91. Luzie schrieb am 18. Juli 2012 um 15:59 Uhr

    Diese Diskussion ist so spannend… Habe zwei dicke Krimis geschrieben, sogar eine große Agentur, die mich vertritt ABER: seit zwei Jahren keine Rückmeldung von der Agentin, wenn ich sie nicht anspreche, hätte ich seit der Vertragsunterzeichnung nie mehr was von denen gehört. Ist das normal? Sollten Agenten nicht den Kontakt zu ihren Autoren pflegen? Meine Bücher verschimmeln in deren Schubladen, und ich bin vertraglich gebunden. Ich weiß noch nicht einmal, ob sie die Bücher überhaupt angeboten haben. Was sagt ihr dazu?
    Luzie

  92. Meister Sänger schrieb am 22. August 2012 um 09:50 Uhr

    Aber warum ist dann Werbung von eben diesen Zuschußverlagen auf der Website zugelassen?

  93. Petra Janine Dröscher schrieb am 18. September 2013 um 19:08 Uhr

    Hallo, sehr geehrte, werte Forumsbesucher/innen,

    offensichtlich tut sich hier im Forum seit einem guten Jahr nichts mehr in Punkto Austausch !?
    Als “Herzblut”-Autorin habe ich auch so meine Erfahrungen im grossen “Haifischbecken” der so “Menschen freundlichen” Literaturverlage gemacht.
    Meiner Ansicht nach ändert man nichts an der Situation, wenn man sie fortwährend beklagt, statt sie aufgrund – hoffentlich – lehrreicher Erfahrung, mit einer “gesunden” Mischung aus Bauchgefühl und Verstand in Ruhe und Besonnenheit zu verbessern.
    Fehler sind dazu da, um gemacht zu werden; ein Mal, um daran zu reifen…

    In diesem Sinne !

    Mit freundlichen (kollegialen) Grüßen aus der Kur- und Landeshauptstadt Hessens

    Ihre Petra J. Dröscher

    Mein Lebensmotto lautet
    “Carpe diem” und “Man sieht nur mit dem Herzen wirklich gut”.

  94. Liliana schrieb am 11. März 2014 um 03:27 Uhr

    Guten Morgen!

    Schade, dass hier bereits ‘tote Hose’ herrscht, aber dennoch möchte ich zum Ganzen etwas loswerden:
    1. Mir fiel auf, dass weiter oben eine Autorin schrieb, dass sie ihr erstes Buch für gut befand und 4.000€ investierte, als sie eine Absage bekam.
    Jeder Autor sollte zuerst Selbstkritik üben und sich fragen, ob sie selbst so ein Buch kaufen und lesen würden. Objektiv bleiben!
    Logisch, dass man seine eigene Idee für gut genug hält, weil es einen Mühe und Herzblut gekostet hat. Aber das reicht leider nicht aus.
    Wäre es so einfach, würde ich an meinem 1. Roman nicht seit Ende 2008 sitzen.
    2. Book-on-Demand sind Bücher zweiter Klasse und werden ungerne von Offsetdruck-Verlagen gesehen/akzeptiert.
    Denn gerade in diesem Bereich gibt es viele Selbstveröffentlicher, ohne Lektorat. Ich fand bereits ein paar eBooks auf Amazon von Jungautoren und konnte nur den Kopf schütteln. A) Rechtschreibfehler fanden sich dort viel zu oft! B) Keine richtige Charaktertiefe. C) Kein richtiger Plot. Es wurden halbfertige Szenen geschrieben.

    Bei einer Jungautorin war ich schockiert! Sie schrieb eine Fanfiction im Bereich Homosexualität mit ca. 100 Seiten und verlangte dafür satte 11€!
    Das ist nicht nur eine Unverschämtheit, sondern zeugt von typischen Book-on-Demand-Stil, ohne die Autorin angreifen zu wollen. Aber das ist das beste Beispiel, wie wenig Qualität zu hohem Preis geboten wird. 4€ mehr und ich erhalte einen Bestseller von dem weltberühmten Autor Dan Brown mit 500 und mehr Seiten, dessen Werke verfilmt wurden. Selbstredend wünsche ich mir auch Erfolg, sollte ich publizieren, würde jedoch vom Preis ganz unten anfangen, sollte ich selbst veröffentlichen. Wie gut man bei Lesern ankommt kann man, im Übrigen, auch mit einer Kurzgeschichte testen, die man in Foren veröffentlicht oder gegen 99 Cent auf Amazon vertreibt.

    Wisse jedoch: Kritik ist hart und Du wirst es nicht allen recht machen können! Selbst die Harry Potter Autorin hat mehrere tausend negative Rezensionen erhalten!
    Sei kritikfähig und lerne aus ihr und deinen Fehlern. Ein Lektorat aber ist i. d. R. unerlässlich!
    Ein guter Syntax, eine gute Rechtschreibung und Zeichensetzung bieten eine gute Grundlage, den Text flüssig lesen zu können. Holt eine schlechte Orthographie hingegen den Leser oft aus seinem Lesefluss heraus, wird er es wohl kaum bis zum Schluss lesen.

    In dem Sinne wünsche ich allen viel Erfolg und immer viel Kreativität und Durchhaltevermögen! ♥
    Lily

  95. Renate Blaes schrieb am 2. April 2014 um 22:01 Uhr

    Zum Thema Poldner gibt es auf meinem Blog “Renate Blaes” ausführliche Informationen.
    Zum Thema Zuschussverlage gibt es auf meinem Blog “Edition Blaes” ebenfalls ausführliche Informationen.
    Ich bin seit über 20 Jahren Autorin und habe umfangreiche Erfahrungen sammeln können. Mit seriösen Verlagen und Agenturen, aber auch mit genau dem Gegenteil. Aus diesem Grund habe ich vor drei Jahren meinen kleinen Verlag gegründet. Er zählt zu den berüchtigten Zuschussverlagen, aber meine Autoren bekommen von mir engagierte und seriöse Diensteistung. Dafür kassieren sie die Einnahmen aus dem Buchverkauf auch zu 100 %.
    Wie ich arbeite, wird ausführlich auf meinem Blog Edition Blaes erläutert.
    Ich staune immer wieder über die Summen, die Autoren auszugeben bereit sind – für windige Versprechungen und noch windigere Verträge. Es gibt einen Verlag in Frankfurt, der verlangte für einen Fachbuch-Vertrag sage und schreibe 11.000 Euro (in Worten: elftausend). Wer, um Gottes willen, ist so gierig nach Veröffentlichung seines Manuskriptes, dass er bereit ist, eine derartige Summe zu bezahlen? Die sich NIEMALS amortisieren wird. Und was für eine Leistung (Lektorat?) er dafür bekommt, steht in den Sternen.
    So, genug der Selbstbeweihräucherung. Ich bin einfach nur eine Dienstleisterin, die von ihrer Arbeit lebt und sich über zufriedene Autoren freuen kann.
    Beste Grüße vom Ammersee – Renate Blaes

  96. Judith Weber schrieb am 1. Juni 2014 um 18:53 Uhr

    Das, was ich in diesen Artikeln gelesen habe ist sehr sehr sehr desillusionierend. Langsam gebe ich schon auf, bevor ich es abschicken kann. Ich verstehe nicht, warum sich so viele Verlage vor neuen Autoren scheuen? Ich meine, die Ideen, die Kreativität und das Bahnbrechende ist nunmal nur bei neuen zu finden!

    Es ist wichtig, nicht aufzugeben. Ich weiß selber nicht, ob mein Buch für den Markt tauglich ist, oder nicht, aber von den Verlagen lasse ich mir nicht meinen Traum nehmen. Fallt auf die Nase und steht dann wieder auf! Und die besten Autoren sind meistens die, die tausend Absagen bekommen und dann von einem wie durch ein Wunder genommen werden, siehe JK Rowling oder Stephenie Meyer.

    Es ist wichtig, an sein Werk zu glauben und “scheiße” wird meiner Meinung nach viel zu oft verlegt und verkauft. Nicht selten lese ich ein Buch und werfe es nach zwei Kapiteln weg, weil es unmöglich ist. Das zeigt uns, dass die wahren Künstler oft die sind, dich NOCH nicht verlegt wurden!

    Mag das für eine kindisch klingen, aber das lasse ich mir nicht nehmen! Nur so schafft man es, voller Kraft und Kreativität weiter zu arbeiten und Kunstwerke aus Buchstaben zu erschaffen!

    Alles Liebe und lasst euch nicht desillusionieren,

    Judith

    Zu mir: Ich bin 19 Jahre alt und habe vor wenigen Tagen Abitur gemacht. Während der Qualifikationsphase habe ich mein Buch geschrieben. Da ich nun Zeit habe, verbessere ich es auf Strich und Faden und versuche, es so perfekt wie möglich zu machen. Ich glaube, dass das einige Wochen in Anspruch nehmen wird. Es ist ein Fantasy-Buch perfekt für Jugendliche und voller Schrecken, Magie und Freude.

Kommentar zu diesem Beitrag schreiben

  1. erforderlich
  2. gültige E-Mail-Adresse / wird nicht veröffentlicht
  3. erforderlich
  4. Senden
  5. Captcha
 

Blogs, die auf diesen Beitrag verlinken

  1. Eine Literaturagentur finden « Federwerk verlinkte am 23. Januar 2009 um 16:33 Uhr

    […] »Welche Verlage und Literaturagenturen wir empfehlen« […]

  2. “Toller Text! Zahlen Sie nur 8.000 und wir veröffentlichen ihn!” « Mischa-Sarim Vérollet. Bloggt allein. verlinkte am 3. Februar 2009 um 00:10 Uhr

    […] ambitionierter Autoren und der Unehrlichkeit deren Umfelder. Im Literaturcafé habe ich hierzu einen sehr guten Artikel gefunden, der für alle angehenden Autoren Ratschläge bereithält, die helfen, sich durch den Dickicht der Halsabschneider hindurchzunavigieren. Aber wieso zahlen […]

  3. Literaturagentur Poldner – mal wieder » Poldner, Agentur, Autoren, Herrn, Axel, Münchner » verlinkte am 3. Juli 2010 um 10:19 Uhr

    […] Auch in einem Thread bei BoD wird Poldners “Wirken” durchleutet. Ebenfalls im “Literaturcafe”. […]

  4. 18. Überarbeitung und Lektor auf Gegenseitigkeit | Schreiboase's Blog verlinkte am 9. Mai 2014 um 22:18 Uhr

    […] http://www.literaturcafe.de/welche-verlage-und-literaturagenten-wir-empfehlen/http://www.dieterwunderlich.de/links_literaturagenturen.htm Ein wenig Aufklärung über Literaturagenten und eine Liste von Literaturagenturen mit Links. Oder besser doch über einen Agenten. […]

Diesen Beitrag per E-Mail weiterempfehlen

Empfehlen Sie diesen Beitrag weiter
  1. benötigt
  2. gültige eMail-Adresse
  3. benötigt
  4. gültige eMail-Adresse
  5. benötigt
  6. Captcha