Der Lübbe Verlag hat kürzlich seine Website neu gestaltet, »relaunched« wie man in Fachkreisen dazu sagt. Aber mal ehrlich: Erinnern Sie sich daran, wie die alte Website aussah?
Der neue Internet-Auftritt wirkt wie aus dem Lehrbuch der Web-Gestaltung: Unterschiedliche Menü- und Navigationsstrukturen sollen optimalen Zugang zu Büchern, Hörbüchern, Autoren und Sprechern, zu Buch-Genres und zielgruppenspezifischen Informationen schaffen. Man findet aktuelle Titel auf der Startseite positioniert, und YouTube-, Facebook- und Twitter-Links verknüpfen die Site mit den sozialen Netzwerken im Web. Über allem thront eine sogenannte »Bühne«, eine Werbefläche, die pro Rubrik, Genre oder Unterseite mit einem passenden Flash-Filmchen bespielt werden kann.
Doch gerade der scheinbar perfekte Lehrbuchaufbau lässt die Website beliebig, austauschbar und steril wirken. Die Website besitzt nichts Individuelles und hat den Charme eines gebohnerten Hausflurs – sauber, aufgeräumt aber unpersönlich. Würde man Verlagslogo, Farben und »Bühnenbilder« austauschen, ist sie nicht mehr als ein Passepartout, das für viele Verlag passen könnte.
Ein ernüchterndes Ergebnis, wenn man sich vergegenwärtigt, wie viel Zeit, Geld, Aufwand und Abstimmung hinter jeder »relaunchten« Website stecken. Lohnt sich das überhaupt noch?
Ist die große und allumfassende Verlags-Website eines Belletristikverlages nicht ein Relikt von gestern? Braucht ein Verlag derzeit überhaupt noch eine solche Website? Hier klicken und weiterlesen »
Wenn sich die wunderbare Gelegenheit für ein Gespräch mit Matthias Politycki ergibt, dann wollen wir natürlich nicht nur über sein neues Buch »Jenseitsnovelle« sprechen.
Bereits in den 1990er-Jahren lotete Politycki die Möglichkeiten des Internets fürs Schreiben aus. Was ist, wenn ein Roman »öffentlich im Web« vor den Augen aller geschrieben wird und jeder mitreden kann und darf? Sein Roman »Ein Mann von 40 Jahren« entstand damals als viel beachtetes Web-Projekt zusammen mit dem ZDF.
Welche Rolle spielt für Matthias Politycki das Internet heute? Und hätte er eine stille und intime Geschichte wie die »Jenseitsnovelle« auf diese Art schreiben können?
Es wurde das längste Gespräch, das je im Buchmesse-Podcast geführt wurde. Und es lohnt sich zuzuhören, denn Politycki gibt interessante Einblicke in das Leben und Schreiben – und er bricht am Schluss eine Lanze für den Buchtrailer, denn der zur »Jenseitsnovelle« entstandene Film ist alles andere als »nur« ein Werbeclip.
Elfriede Jelinek hat die Todesfahrt Jörg Haiders bereits literarisch verarbeitet und dank des Internet’ auch schon veröffentlicht. Auf ihrer Homepage kann der knapp über 3.500 Wörter umfassende Text »Von Ewigkeit zu Ewigkeit« nachgelesen werden (Menüpunkt Aktuelles). Ein sprachlich fulminantes und dichtes Werk voll bitterböser Anspielungen auf den »Erlöser« Haider, der bei Jelinek dem Erlkönig gleich die österreichischen Bauernbuben verführt hat – und das nicht nur im Geiste. Haiders Name wird im Text jedoch nicht explizit genannt. Wie bei allen im Internet veröffentlichten Texten Jelineks darf daraus leider nicht zitiert werden, also hilft nur selber lesen.
Jelinek veröffentlicht ihre Texte seit geraumer Zeit ausschließlich im Web, darunter auch den Roman »Neid«.
Schmunzeln mussten wir bei einigen Medienberichten, die erneut zeigen, wie wenig Medienkompetenz in Internet-Dingen besteht. Hier klicken und weiterlesen »
Der in Zürich ansässige Diogenes Verlag war seinerzeit einer der letzten großen Publikumsverlage, der eine eigene Website hatte. Erst seit dem Jahr 2000 kann man den Schweizer Verlag auch online besuchen. Acht Jahre lang hat diese Website überdauert.
Dabei war diogenes.ch am Schluss mit modernen Browsern fast nicht mehr nutzbar. Die Inhalte wurden zwangsweise in einem Popup-Fenster dargestellt, das sich aufgrund der modernen Popup-Blocker oftmals gar nicht mehr öffnete. Und es war fast unmöglich, sich seine Lieblingsbücher oder -autoren per Browser-Lesezeichen zu merken. Auch eine Querverlinkung von anderen Websites war unmöglich.
Julia Roebke hat sich für die FAZ Bücher-Communities im Internet näher angesehen und darüber einen Artikel geschrieben. Sie kommt zu dem Schluss, zu dem wohl jeder kommen muss, der sich beispielsweise bei lovelybooks.de einmal umgesehen hat: so richtig viel los ist dort leider nicht. Roebke schreibt, dass es meist beim Austausch von Höflichkeiten bleibe und nicht zu tiefergehenden Diskussionen über Bücher komme.
Dabei ist die Idee, die Bücher des eigenen Buchregals auch virtuell ins Netz zu stellen und diese mit anderen Nutzern zu vergleichen, gar nicht so schlecht. Aber eigentlich bietet das Amazon in ähnlicher Form schon seit Jahren mit der Option »Kunden, die den gleichen Titel wie Sie gekauft haben, kauften auch …«. Und selbst Diskussionsforen bietet Amazon mittlerweile an.
Nun könnte man entgegnen, dass Amazon nicht unbedingt ein unabhängiges Angebot sei und hier der Verkauf im Vordergrund stehe. Aber ist das bei lovelybook nicht ebenso? Hier klicken und weiterlesen »
Gestern wurde auf der Leipziger Buchmesse zum 9. Mal der BuchMarkt-AWARD für Marketingkommunikation vergeben. Nach Angaben der Veranstalter ist es der einzige Marketing-Preis der Buchbranche und eine Zusammenarbeit zwischen dem Branchenmagazins BuchMarkt, der Zeitung DIE WELT, Mohn media und der Leipziger Buchmesse. Neben eher klassischen Marketingmaßnahmen wird der Preis auch in der Kategorie »Internet« vergeben.
Jedoch belegen die Auszeichnungen der Kategorie »Internet«, wie wenig die Verlagsbranche das Medium verstanden hat. Genauer muss man sagen: Die Liste der Gewinner ist der Beleg, dass die Jurymitglieder vom Internet keine Ahnung haben und offenbar nur toll finden, was sich bewegt und dreht. Denn die vier Gewinnerbeiträge oder Websites sind ausnahmslos zum Teil sehr üppig und aufwändig gestaltete Flash-Animationen. Viele davon öffnen Popup-Fenster und scheitern bereits am Popup-Blocker moderner Browser. Internet von vorgestern, Multimedia-Schlachten wie einst in der Welt der CD-ROM.
Das ist ohne Frage alles nett und schön gemacht und wahrscheinlich saß die Jury begeistert vor den Bildschirmen, beispielsweise beim Gold-Gewinner-Flash »Das System«. Aber es hat nichts mit der aktuellen Internet-Welt zu tun. Hier klicken und weiterlesen »
»Schreiben in der Blogosphäre – Der literarische Alltag im Internet« so lautete der Titel einer halbstündigen Sendung, die am 22. Januar 2008 um 19:30 Uhr im Deutschlandradio Kultur zu hören war. Der Radio-Beitrag von Ralph Gerstenberg über bloggende Schriftsteller war überaus gelungen. Gerstenberg ließ die Autorinnen und Autoren selbst zu Wort kommen und hielt sich mit der Bewertung des Gesagten angenehm zurück. Man merkte, dass der Beitrag von jemandem erstellt war, der sich mit der Materie auskennt und die porträtierten Schriftsteller und ihre Beiträge im Web schon länger verfolgt. Erfreulich auch, dass nicht – wie sonst meist der Fall – die üblichen Web-2.0-Selbstdarsteller für die Interviews ausgesucht wurden, sondern überwiegend gestandene Literatinnen und Literaten, die meist schon seit Jahren bloggen. So beispielsweise die bei diesem Thema oft vergessene Else Buschheuer, die bereits täglich Texte ins Netz stellte, als es noch gar keine Weblogs gab, sondern das Ganze schlicht »Internet-Tagebuch« genannt wurde. Auch Alban Nikolai Herbst mit »Die Dschungel. Anderswelt.« kam zu Wort. Und ebenfalls die vom Literatur-Café für den Hanser Verlag produzierten Podcasts mit Thomas Glavinic und Arno Geiger waren Thema.
Bislang noch relativ unbemerkt hat der Verlag Kein & Aber noch vor dem Weihnachtsfest seine Website neu gestaltet. So können nun auch die Termine der Verlagsautoren und die aktuellen Buch- und Audioproduktionen des Verlages per RSS-Feed beobachtet werden.
Highlight des neuen Internet-Auftritts ist jedoch ohne Frage das »Internetradio«, in dem nonstop verlagseigene Hör(buch)-Produktionen abgespielt werden, darunter Gerhard Polt, Harry Rowohlt oder auch Eckhard Henscheid. Der notwendige Flashplayer öffnet sich dabei praktischerweise in einem eigenen kleinen Browserfenster, sodass man weiterhören kann, auch wenn man bereits auf einer anderen Website surft oder – nicht nur am Computer – anderen Tätigkeiten nachgeht.
Eine feine Idee der Schweizer Verlagsmenschen, denn viele Produktionen machen Lust auf mehr, wie z.B. der Live-Mitschnitt des Saufens nach Regieanweisung mit Harry Rowohlt.
Unter dieser provokaten Überschrift hat der Inhaber und Herausgeber des Literatur-Cafés, Wolfgang Tischer, einen Gastbeitrag für das Kunden- und Autorenmagazin von BoD »BoD AKTUELL« verfasst. Wolfgang Tischer nennt in diesem Artikel seine wichtigsten Tipps für den gelungenen Auftritt im Netz.
literaturcafe.de präsentiert den Artikel an dieser Stelle online zum Nachlesen, da er über bod.de nicht mehr abrufbar ist. Hier klicken und weiterlesen »
Vermute, dass die Typen, die tagsüber am Hauptbahnhof Abos der Süddeutschen verticken, nachts als Türsteher arbeiten.10.02.2012 12:54 Uhrfrom Tweetings for iPhone
Vermute, dass die Typen, die tagsüber am Hauptbahnhof Abos der Süddeutschen verticken, nachts als Türsteher arbeiten.10.02.2012 12:54 Uhrfrom Tweetings for iPhone
Die Veranstaltungen sind vorbei. Die Abschlussfeier läuft. Danke an alle Besucher. Bis zum nächsten Jahr!17.09.2011 22:36 Uhrfrom web
Zum Abschluss heute abend: Susanne Heinrich, Thalstroem und das Eb: „WIR“ - eine Performance. Es gibt noch Karten! http://t.co/SRwkjbL817.09.2011 16:17 Uhrfrom web
Und das Forum des BBC World Service: Warum Grün das neue Rot ist mit Paul Harding, Tanja Dückers & Luis Berrios-Negron http://t.co/BmqLrM8d17.09.2011 09:58 Uhrfrom web
Um 14 Uhr beginnen wir mit 2 Veranstaltungen: THEATERTREFFEN: NEUE DRAMATIK AUS EUROPA. Lesungen und Autorenportraits http://t.co/yMu9bUpj17.09.2011 09:56 Uhrfrom web
Der letzte Festivaltag ist angebrochen. Letzte Chance dieses Jahr eine der tollen ilb-Veranstaltungen zu besuchen! #ilb201117.09.2011 08:59 Uhrfrom web
Forum d. BBC World Service: Gedanken der erfolgreichsten Schriftsteller und Denker: Warum Grün das neue Rot ist. Infos: http://t.co/2yZgqEts15.09.2011 16:58 Uhrfrom web
Das Forum des BBC World Service in Berlin! "Gedanken der erfolgreichsten Schriftsteller und Denker" Ist Berlin ein kulturelles Wunderkind?15.09.2011 16:56 Uhrfrom web
RT @literaturwelt: Gary Shteyngart mit „Super Sad True Love Story“ auf dem Berliner Literaturfestival: „I thought that Russia would... h ...15.09.2011 13:45 Uhrfrom web
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