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Beitrag vom 13. Dezember 2007 | Rubrik: Literarisches Leben, Schreiben, Zuschussverlage

Rodja Smolny und Lindbergh & Well: Bauernfängerei unter arglosen Autoren

Abgeschaltet: Die Website von Lindbergh & WellAus gegebenem Anlass warnen wir alle Autorinnen und Autoren davor, direkt oder indirekt Geld für eine Veröffentlichung zu zahlen! Dies gilt auch für etwaige Lektoratsdienstleistungen, egal wie diese begründet werden. Eine Ausnahme hiervon bilden selbstverständlich seriöse Print-on-Demand-Anbieter wie BoD oder lulu.com.

In letzter Zeit wurden Autorinnen und Autoren von einem Mann namens Rodja Smolny angeschrieben, der als Agent der angeblich aus Schweden stammenden Literaturagentur Lindbergh & Well auftritt (Websites mittlerweile gelöscht). Er schreibt bevorzugt Autoren an, die in Internet-Foren veröffentlichen und schaltete Werbebanner auf entsprechenden Websites, um neue »Kunden« zu gewinnen. Sein Auftreten ist dabei tadellos und sein Stil absolut Vertrauen erweckend. Er warnt sogar vor Zuschussverlagen und betont glaubhaft, dass es absolut in seinem Interesse sei, dass ein Autor gerecht bezahlt werde. Eine flüchtige Google-Recherche weist ihn ebenfalls als absoluten Experten im Agenturgeschäft aus. Zitat aus einem Artikel:

“Ich bekomme jetzt noch Anfragen, ob ich auf der Buchmesse Zeit für Autoren habe”, sagt Rodja Smolny, Aushängeschild der schwedischen Literaturagentur “Lindbergh & Well” im deutschsprachigen Raum. “Dabei bin ich seit Wochen ausgebucht, selbst beim Essen sitze ich mit Kollegen aus aller Welt zusammen”, so Smolny. Er macht dabei allerdings keinen traurigen Eindruck, er freut sich auf das weltgrößte Treffen seiner Branche.

Die meisten dieser Artikel wurden jedoch zuvor von ihm selbst in Presseportalen wie open-pr.de veröffentlicht, was für den Laien nicht immer sofort ersichtlich ist. Mit diesen Artikeln will Smolny offenbar verhindern, dass seine nicht unumstrittenen Tätigkeiten als Geschäftsführer der mittlerweile insolventen MeinBuch oHG sofort ins Auge fallen und entsprechende Artikel von Google nicht gleich auf der ersten Seite gelistet werden. Unliebsame Beiträge in Weblogs lässt er auch schon mal gegen den Willen der Bloggerin durch den Blog-Provider entfernen.

Schickt die Autorin oder der Autor einen Text an Smolny, so erhält sie oder er in der Regel eine positive Rückmeldung zum Manuskript und die Zusage des Agenten, den Autor zu vertreten. Der zugeschickte Vertrag zwischen Agentur und Autor ist dabei rechtlich absolut einwandfrei und die nur bei Vermittlungserfolg zu zahlenden Provisionen absolut branchenüblich.

Zunächst sieht alles vielversprechend aus, aber dann…

Dann meldet Smolny kurze Zeit später, dass er einen Verlag für das Manuskript begeistern konnte. Natürlich dürften die meisten Autoren und Autorinnen hocherfreut sein. Doch dann kommt eine schlechte Nachricht: Der Verlag sei nicht bereit, das Manuskript anzunehmen, solange noch so viele Fehler enthalten seien. Der Agent empfiehlt nun dem Autor, das Manuskript kostenpflichtig überarbeiten zu lassen, um die Chancen auf Vermittlung zu erhöhen. Soll man als Autor so kurz vor dem Ziel aufgeben?

Für die Korrektur des Manuskripts wird von Smolny gleich ein konkreter und dem Agent bekannter Dienstleister genannt, da nur so dem Agenten eine Qualitätskontrolle möglich sei. Die Kosten für die Korrektur habe leider der Autor zu zahlen.

Nicht selten wird für das Lektorat ein Betrag im fünfstelligen Bereich verlangt.

Wir warnen daher Autorinnen und Autoren dringend davor, eine solche Dienstleistung in Anspruch zu nehmen, da Kosten und Nutzen in keinerlei Aufwand zum Resultat stehen, egal wie glaubhaft dies begründet wird!

Es ist zu vermuten, dass ein solches Vorgehen zwar in keinster Weise illegal ist, jedoch handelt es sich um das, was man gemeinhin als Bauernfängerei bezeichnet. Wer zahlt, dürfte somit rechtlich keine Chance haben und sein Geld nie wiedersehen.

Wie eingangs erwähnt, erfolgt die Warnung aus gegebenem Anlass, da sich beim literaturcafe.de bereits einige Autoren gemeldet haben, denen das genannte Widerfahren ist.

Kritiker versucht Smolny zudem mit Beleidigungen und Drohungen per eMail einzuschüchtern. Dabei schreckt er auch vor der Behauptung falscher Tatsachen nicht zurück.

Aufruf: Melden Sie sich bitte bei der Redaktion des literaturcafe.de

Sollte auch Ihnen Ähnliches passiert sein, so melden Sie sich bitte beim literaturcafe.de, denn wir wollen versuchen, die Fälle weiter zu dokumentieren. Schreiben Sie uns an redaktion@literaturcafe.de. Selbstverständlich garantieren wir Ihnen einen vertrauensvollen Umgang mit Ihren Daten und Informationen.

20 Kommentare zu diesem Beitrag lesen

  1. Carolin H. schrieb am 14. Dezember 2007 um 10:09 Uhr

    Mir ist es so ergangen und eine gute Freundin hat exakt das gleiche Angebot bekommen wie ich. Inzwischen haben wir beide unseren Vertrag gekündigt und nichts mehr von dem Mann gehört. Erwarte ich auch nicht.

    Wir sollten für das Lektorat ca. 12.000 bezahlen.

  2. Lothar schrieb am 14. Dezember 2007 um 18:27 Uhr

    Meines Wissens nach gehört das Lektorat in der Schweiz Herrn Smolny selbst. Er hat es vor kurzem erworben.
    Um 12 000 .
    So ein windiges Bürschchen ;-)

  3. Sven schrieb am 15. Dezember 2007 um 12:39 Uhr

    … und Herrn Smolny kennt man ja in einschlägigen Kreisen bereits.

  4. Teja Bernardy schrieb am 15. Dezember 2007 um 16:05 Uhr

    BINGO! Rodja Alexander SMOLNY ist durch den Elchtest gefallen!!!
    Warnung!!!
    1) Die Website Lindbergh & Well ist vom Netz, die gelbe Villa auch. Alles andere ist nach wie vor online, feinste Werbung für das Schwindelunternehmen Lindbergh & Well. Sogar der Smolny-Literaturagenten-Blog läuft weiter.
    2) Deutscher Literaturverlag DLV GmbH mit dem Geschäftsführer Oliver Melzer ist Teil des Smolny-Systems! Finger weg!!!
    Was das Lektorat in der Schweiz angeht: Mit Statutenänderung der Firma zum 14.11.2007 ist der Geschäftsführer Smolny unter Mtnahme seines Kapitals i.H.v. CHF 10.000,- ausgeschieden. Die papiertechnische Änderung macht aus Biographie-Service GmbH und Merkammer-Basel KEINE seriöse Adresse !

  5. Bernd schrieb am 15. Dezember 2007 um 22:29 Uhr

    Ja, liebe Freunde, ich stehe bei diesem Herrn R.S. quasi noch in der “Pipeline”, da ein Vertrag mit ihm und mir noch läuft. Bin echt gespannt, ob da noch ein Angebot kommt…
    Übrigens: mein Buch, welches auch auf meiner Website angeboten wird, habe ich auch anderen Literaturagenten angeboten. Sehr interessant, die meisten Antworten: Nicht schlecht, vielversprechend, gutes Potential,… usw usf. Nur: das Buch müsse “natürlich” noch lektoriert werden oder aber man biete selbstverständlich auch Coaching-Lehrgänge an… Ok; steckt sie allesamt in einen Sack und haut drauf! Es trifft keinen Falschen!
    Viele Grüße: Bernd

  6. Günther Peer schrieb am 17. Dezember 2007 um 16:44 Uhr

    Guten Tag
    und einen herzlichen Gruß aus Innsbruck in Tirol.
    Auch mir hat dieser Herr Smolny ein solches dubioses Angebot unter breitet. Zu einem Preis von 12.000 Euro. Natürlich bin ich nicht darauf eingegangen, da mir die PREISE FÜR EIN LEKTORAT BEKANNT SIND: ARBEITE SELBST ALS KORREKTOR IN EINER DRUCKEREI:
    SCHLEIERHAFT IST MIR NUR EINES. WARUM MACHT MAN KEINE STRAFANZEIGE GEGEN DIESEN BETRÜGER? Solchen skurpellosen Typen muss man das HANDWERK LEGEN UND NICHT NUR WARNEN:
    VERBRECHER SOLLTEN BESTRAFT WERDEN:
    Das ist meine Meinung.
    Günther Peer, Buchautor

  7. Zoe schrieb am 18. Dezember 2007 um 21:30 Uhr

    allgemein muss klar sein: wer ein buch anbietet, bietet damit eine erbrachte leistung an, die von einem verlag zu bezahlen ist. und agenten arbeiten auf erfolgsbasis mit beteiligungen zwischen 15 und 25%. @bernd: nicht alle agenten sind so, man muss nur eben nach den richtigen suchen. ich habe z.b. nur gute erfahrungen mit meiner agentur gemacht. es gibt im netz viele listen mit den wirklich seriösen agenturen, die bei den verlagen (ebenfalls den seriösen) auch bekannt sind.

  8. Raymund schrieb am 19. Dezember 2007 um 06:46 Uhr

    Danke an alle Leute, die in diesem Fall zur Aufklärung beitrugen!! Ich wurde selbst auch von Hr. Smolny umgarnt, habe damals aber keiner Vertragsunterzeichnung zugestimmt, weil ich von Anfang an ein schlechtes Gefühl bei der Sache hatte. Offensichtlich nicht zu Unrecht…
    Mein Mansukript habe ich allerdings noch nicht zurück. Mal sehen, ob das am Ende wenigstens klappt.

    Raymund

  9. Thomas schrieb am 20. Dezember 2007 um 20:15 Uhr

    Uff!
    Da habe ich wohl nochmal Glück gehabt…
    Habe am 02. 10.07 ein Manuskript von mir an diese Agentur gesendet, hörte sich ja alles zu gut an.
    Und wie Oma sagte: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.
    Auf meine Anfragen, was denn nun mit dem Skript sei, erhielt ich bis jetzt keine Antwort.
    Bin mal gespannt, ob (und was) da noch kommt…
    P.S.: Wo gibt’s denn die Listen mit seriösen Agenturen im http://www.?

  10. Wildis Streng schrieb am 24. Dezember 2007 um 00:19 Uhr

    Mir ist es genauso ergangen. Natürlich habe ich auch nicht angenommen. Vielmehr habe ich gefragt, was wohl 12000 Euro daran kostet, wenn jemand ein Buch liest. Naja. Nicht aufregen, er hat’s halt probiert. Ich finde nur schade, dass man bei all dem auf finanziellen Profit ausgerichteten Geschleime nie eine echt Kritik seiner Bücher kriegt. Bei mir waren bisher alle himmelhochjauchzend und dann sollte ich zahlen. Mich würde mal eine objektive Einschätzung von jemand kompetentem interessieren. Schade, das gibt’s offenbar nicht…

  11. britta khokhar schrieb am 1. Januar 2008 um 18:16 Uhr

    Liebe redaktion des Literarcafe

    Ich würde jedem Autoren raten nur an Wettbewerbe ihre Manuskripte abschicken wo keine Teilnahmegebühr.ich habe einige Veröffentlichungen über Auschreibungen. Nur eine von diesen Veröffentlichungen habe ich einer Mindestabnahme zugestimmt und das auch nur weil es mir in diesem Fall wichtig war auf einen jungen Mann aufmerksam zu machen wo unschuldig im Gefängniss sitzt.
    Schreiben ist harte Arbeit und wire stecken ja schon sehr viel Geld hinein, Portokosten, Telefonkosten, Strom und unsrere Stunden zu rechiergen unn schreiben sind so lange wir kein Wettbewerb gewonnen haben oder ein Buch veröffentlicht haben wo wir Geld verdien unbezahlte überstunden . die meisten haben noch einen Hauptberuf und als Autorin haben wir noch eine Famile zu versogen. Nicht immer hat der Ehemann oder die Kinder, sogar die schwiegertöchter dafür Verständniss.
    Ich habe da noch Glück mein Mann fördert mein Schreiben und einer meiner Söhne und dessen Frau die schreiben auch. Und eine andere schwiegertochter manchmal.
    Für mich kommt auch nicht eine Bod- Veröffentlichung in Frage. Ich möchte auch wenn es schwer ist mit meinem schreiben zwar nicht das grosse geld verdienen, aber doch damit Geld verdienen.

    Mit freundlichen Grüssen

    Britta khokhar

  12. t.bernardy schrieb am 2. Januar 2008 um 15:41 Uhr

    @Günther Peer: “Warum macht man keine Strafanzeige gegen diesen Betrüger?”
    Gute Frage! Wichtige Frage! Und zuerst in den Spiegel geschaut, was “man” selbst macht und/oder läßt. In der gesamten leidigen Angelegenheit ist bisher nur 1 (in Worten: eine!) einzige Strafanzeige bekannt. Angesichts der unzähligen betrügerischen L&W/Smolny/DLV-Angebote eine unglaubliche, eine unglaublich beschämende Tatsache. Deshalb die Frage an all diejenigen zurück, die nach solcher Strafanzeige verlangen, ohne selbst tätig zu werden: Warum keine Strafanzeige?

  13. Markus schrieb am 12. März 2008 um 23:29 Uhr

    Ich habe von der Literaturagentur “Friedr. Wilh. von Werneke, Berlin” eine Zusage erhalten für die Vermittlung meines Romans. Nun wurde mir auch nahegelegt, dass Manuskript vorab lektorieren zu lassen und zwar von einer “Biographie-Service” in der Schweiz. Kosten: Normseite mit 1.650 Zeichen á 8 EUR.

    Da mir hier vieles ähnlich erscheint wie bereits hier geschrieben, stellt sich für mich die Frage, ob es das gleiche System ist?
    Ich habe das Angebot jetzt mal abgelehnt, da ich ein anderes Angebot erhalten habe und bin gespannt, wie die Reaktion sein wird.

    Gibt es auch hier eine Verbindung zu dieser Art Schneeballsystem, sprich: Werde ich ebenfalls dann einen Verlag angeboten bekommen mit Lektoratskosten von 12.000,– EUR?

    Wer kann mir etwas über diese (o.g.) Verbindungen sagen?

    Vielen Dank!

  14. Edith Stantke schrieb am 10. April 2008 um 09:46 Uhr

    Ich hatte ebenfalls die Absicht mein Manuskript von der Literaturagentur, Friedr. Wilh. von Werneke begutachten zu lassen.

    Ich habe eine autobiographische Erzählung geschrieben, in der ich die Lebensumstände der vergangenen 50 Jahre beschreibe und gute Kritiken dafür bekommen. Warum sich dennoch kein Verlag finden lässt, der mein geplantes Buchprojekt umsetzt, hat mir erst kürzlich eine Lektorin begründet.

    Sie schrieb mir, dass ich nicht prominent bin und der Verlag befürchtet, ich könnte nicht die breite Öffentlichkeit erreichen. Sie fand das ungerecht, konnte mir aber nicht weiterhelfen.

    Es ist unglaublich, dass Verlage nur Prominente veröffentlichen und unbekannten Autoren keine Chance geben.

    Ich helfe mir jetzt selber und gebe kostenlose Lesungen. Das wird dankbar angenommen und ich erreiche interessierte Leser.

    Aufgeben werde ich nicht und suche weiter nach einem Verlag. Aber nicht um jeden Preis!!!

  15. David Schön schrieb am 19. April 2008 um 19:41 Uhr

    ich habe vor kurzem mein manuskript an die literaturagentur friedr. wilh. von werneke gesendet und warte noch auf antwort. in drei bis vier tagen sollte ich wissen, ob sie es annehmen wollen oder nicht. jedoch bin ich nun durch markus’ kommentar (nr. 13) ziemlich verunsichert in bezug auf deren seriösität. es wäre wirklich super, wenn jemand, der schon erfahrungen mit dieser literaturagentur gemacht hat, einen kommentar hier lassen würde und mir in diesem seine/ihre meinung über die agentur schreiben könnte.

  16. m.tuffi schrieb am 14. Juli 2008 um 11:48 Uhr

    2001 muß es gewesen sein, da sandte ich ein Gedicht zu einem Wettbewerb, wo es eben um das beste deutschsprachige Gedicht ging. Mein Gedicht wurde dankend angenommen, die Autoren mußten jedoch selbst bezahlen, wenn sie das Buch ihr eigen nennen wollten, wo ihr Gedicht enthalten ist. Habe nun zwar ein Gedichtband deutschsprachiger Literatur im Schrank stehen, tippe ich aber meinen Originalnamen HIER ins Internet, wird natürlich (?) nicht auf den Gedichtband verwiesen, zu dem es wohl auch keine www-Seite jemals gab. Hoffnung war, das beste Gedicht abgeliefert zu haben, andere schrieben auch gut. Druckkosten usw. wurden wohl teilweise mit Erwerb des Buches wieder hereingeholt. Lieber schreibe ich meine Gedichte direkt ins Internet, als Geld für ein Buch zu bezahlen, wo ich “mitgenannt” werde.Da ich nicht weiß, wie seriös dieser Verlag ist, der mit berühmten Namen wirbt, nenne ich ihn nicht, man kann sich evtl.denken, um welchen Verlag es hierbei geht. Ohne Spesen fast nix gewesen..

  17. m.tuffi schrieb am 14. Juli 2008 um 11:53 Uhr

    Ich bekam auch Post, wo ich als Autorin jenes Verlages betitelt wurde, toll,ja? Ein unbekannter Autor mag sich geschmeichelt fühlen, doch was steckt dahinter? Berühmte Autoren möchten nicht mit jenen Verlagen in Verbindung gebracht werden, die sich ihrer rühmen und sie werden ihren Grund haben. Es wird nicht nur Stolz sein, der flöten geht. Ein unbekannter Autor schreibt und zahlt und hofft auf Förderung ominöser Verlage und hofft wohl dann vergebens.

  18. Friedrich Bammel schrieb am 10. September 2008 um 17:17 Uhr

    Ich habe meinen Text auch an Friedrich von Wernecke geschickt. Gute Kritik bekommen, und ein Vertretungsangebot, gleichzeitig mit 8 Lektoratskosten pro Seite verbunden. Das ist heute am 10.09.2008 geschehen. Natürlich habe ich mich über die gute Kritik und das Angebot gefreut, aber nicht auf die Kosten die auf mich zukommen würden. Nach kurzer Recherche im Netz bin ich dann zu dem Entschluss gekommen, eine Absage an Herrn v. Wernecke zu schicken, mit dem Hinweis auf seine Unseriiösität, mit dem entsprechenden Link.
    Minuten später, nachdem ich diese Mail abgeschickt hatte, schrieb er, mir erbost zurück, schimpfte auf mich: “kleiner Bammel auf Hintertupfingen und er vertrete Politiker und und und.”
    Na ja was soll es, ich hab ja noch einige Verlage angeschrieben und warte auf deren Antwort. Auf jeden Fall zahle ich nicht einen Cent.
    Fritz

  19. käthe schrieb am 3. November 2008 um 11:12 Uhr

    bin vor einigen wochen in einem webblog “entdeckt” worden und hab ne nette mail einer agentur bekommen. ich habe alle in bewegung gesetzt, von denen ich wusste, daß sie sich damit besser auskennen als ich und glaube nun, daß ich ausreichend informiert losfahren kann, um mich mit der agentin zu treffen.
    die vorstellung, irgendwelchen gelackten schleimscheißern auf den leim zu gehen, finde ich dermaßen finster, daß ich allen, denen sowas widerfahren ist wünsche, daß sie da schleunigst wieder rauskommen und eine adäquate lösung für diese menge wut im bauch finden!

  20. Adrian Kovacs schrieb am 7. Juli 2017 um 19:19 Uhr

    Unbeteiligt und unvoreingenommen darf ich annehmen, dass es sich bei den “Autoren”, die das Literaturcafé volljammern, weder um Geistesgiganten noch um Erfolgsautoren handelt. Immerhin gibt es hier die Möglichkeit, Frust loszuwerden, wenn auch sonst kein nennenswertes Erfolgserlebnis oder konkreter Gewinn dabei herausspringt. Eine Bitte an alle Schriftsteller: Haltet euch doch an die Mindestvoraussetzungen einer sauberen Orthografie, um die Leser nicht unnötig zu ärgern!

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