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Beitrag vom 15. September 2017 | Rubrik: Podcast

Podcast: Bücher, Buchpreis, Filme und zu preisende Hörbücher

Der Podcast des literaturcafe.de: Bücher und Aufnahmegerät

Diesmal sprechen Wolfgang Tischer und Fabian Neidhardt im Podcast des literaturcafe.de über den Deutschen Buchpreis und zwei Bücher der Longlist: »Nach Onkalo« von Kerstin Preiwuß und »Wiener Straße« von Sven Regener.

Außerdem geht um die Verfilmung von »The Circle«, die derzeit in den Kinos zu sehen ist, und um den Roman »Wunder«, der im Januar 2018 in die Kinos kommen wird.

Zum Abschluss werden Hörbücher von Selim Özdoğan und Margaret Atwood empfohlen, die in diesem Jahr den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhalten wird.

Als Intro des Podcasts ist Selim Özdoğan zu hören, dessen Mixt-Text-CD später empfohlen wird.

Nach der Begrüßung geht es zunächst einmal um den Deutschen Buchpreis. Malte Bremers Besprechungen der 20 Titel der Longlist sind hier im literaturcafe.de nachzulesen. Aktuell finden sich noch sechs Bücher auf der Shortlist. Der Buchpreis selbst wird am Montag vor der Buchmesse, am 9. Oktober 2017 verliehen.

Wolfgang Tischer stellt das Buch »Nach Onkalo« von Kerstin Preiwuß vor. Es ist der zweite Roman der Lyrikerin. Es zeigt sich, das falsche Erwartungen durchaus zu ersten falschen Bucheinschätzungen führen können. Wolfgang Tischer hält das Buch für sehr gelungen.

Fabian Neidhardt spricht anschließend über ein weiteres Buch der Longlist, das es nicht auf die Shortlist geschafft hat, das jedoch in dieser Woche direkt auf Platz 4 der SPIEGEL-Bestsellerliste eingestiegen ist: »Wiener Straße« von Sven Regener. Die im Podcast erwähnte legendäre Wutrede Regeners zum Urheberrecht ist beim Bayerischen Rundfunk nachzuhören.

Podcast: Vier Bücher, ein Film, drei Rückblicke und ein Bonus 2

In dieser Podcast-Folge nicht unerwähnt bleiben darf ein weiteres Buch, das den Sprung auf die Shortlist ebenfalls leider nicht geschafft hat: »Evangelio« von Feridun Zaimoglu. Dieses literarische Meisterwerk hat Wolfgang Tischer bereits in einer früheren Podcast-Folge gelobt. Zudem hat sich Wolfgang Tischer auf der Leipziger Buchmesse mit dem Autor unterhalten. Der Mitschnitt dieses Gesprächs mit Feridun Zaimoglu findet sich hier im literaturcafe.de.

Im Jahre 2014 hat Wolfgang Tischer den Roman »The Circle« von Dave Eggers zu den wichtigsten Romanen dieses Jahres gezählt. Jetzt läuft die Verfilmung mit Emma Watson und Tom Hanks in den deutschen Kinos. Diese ist jedoch reichlich misslungen. Die ausführliche Kritik ist im literaturcafe.de nachzulesen.

»Wunder« von Raquel J. Palacio

Erst im Januar 2018 wird die Verfilmung des Jugendromans »Wunder« von Raquel J. Palacio in die deutschen Kinos kommen u.a. mit Julia Roberts. Viele dürften den Roman aus dem Jahre 2013 schon gelesen haben. Wer es nicht getan hat, der sollte es ruhig noch vor dem Kinostart machen, denn es könnte sein, dass die Verfilmung mit einem höheren Kitschfaktor aufwartet. Das ist nicht immer gut, wie ab dem 21. September 2017 wiederum die Verfilmung von »Schloss aus Glas« beweist. Die Kritik zu dieser Literaturverfilmung kann ebenfalls demnächst im literaturcafe.de nachgelesen werden.

Stephen King: ES als Hörbuch auf dem Smartphone

Beim Thema Literaturverfilmungen darf natürlich der Hinweis auf Stephen King nicht fehlen, der am 21. September 2017 seinen 70. Geburtstag feiert. Stephen King und sein Werk haben wir aus diesem Grund bereits schon Anfang des Jahres in einer Podcast-Sonderfolge ausführlich gewürdigt. Aktuell sind zwei Verfilmungen (bald) im Kino zu sehen: »Der dunkle Turm«, dessen Kritik im literaturcafe.de hier nachzulesen ist, und die Neuverfilmung von ES. Hier ist auch das ungekürzte Hörbuch eine Empfehlung, das von der deutschen Stephen-King-Stimme David Nathan eingelesen wurde.

Nur im Netz: »Capsaicin« von Selim Özdoğan

Zum Abschluss des Podcasts gibt es zwei Hör(buch)empfehlungen. Fabian Neidhardt stellt die akustische Textsammlung »Capsaicin« von Selim Özdoğan vor. Sie kann über die Website wortmachtklang.bandcamp.com erworben und heruntergeladen werden.

Das Hörbuch »Oryx und Crake« der kanadischen Schriftstellerin Margaret Atwood

Wolfgang Tischer ist begeistert vom Hörbuch »Oryx und Crake« der kanadischen Schriftstellerin Margaret Atwood, die in diesem Jahr mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet wird. Bei diesem Hörbuch, das im kleinen aber feinen Hörbuchverlag Ronin erschienen ist, stimmt einfach alles: die tolle Story von Margaret Atwood, die fulminante Übersetzung von Barbara Lüdemann und die kongeniale stimmliche Interpretation durch »Sprechergott« Uve Teschner. Ein Interview mit ihm war in der letzten Podcast-Ausgabe zu hören.

Wie immer freuen sich Wolfgang Tischer und Fabian Neidhardt über eine positive Bewertung des Podcasts bei iTunes. Gerne können Sie auch schreiben oder einfach unten einen Kommentar zu dieser Podcast-Folge abgeben. Um künftig weiter Podcast-Folgen automatisch z. B. auf Ihr Smartphone zu erhalten, können Sie den Podcast auch abonnieren. Nutzen Sie dazu die entsprechende Verlinkung im rechten Randbereich dieser Seite.

Viel Spaß beim Anhören dieser Podcast-Folge!

4 Kommentare zu diesem Beitrag lesen

  1. Eva Jancak schrieb am 15. September 2017 um 23:47 Uhr

    Der Matuschek heißt glaube ich Hans oder Heinz, es steht aber drin

  2. Eva Jancak schrieb am 16. September 2017 um 07:32 Uhr

    Ein paar Nachträge, weils gestern schon so spät war, “Evangelio” https://literaturgefluester.wordpress.com/2017/03/26/evangelio/ wäre auch mein Buchpreisfavorit gewesen und “Wiener Straße” https://literaturgefluester.wordpress.com/2017/09/14/wiener-strasse/ hätte ich nicht nur wegen des Titels auf die Shortlist getan, denn es passiert zwar nichts, könnte man auf dem ersten Blick sagen, außer daß hundert Leute eine Stelle in dem Cafe wollen und die Kaffeemaschine nicht geht, aber diese “Belanglosigkeiten” sind eigentlich phantastisch beiläufig aneinander gefügt und dann ist es eine herrliche Satire auf den Kunstbetrieb, schon diese Szene auf dem Dach oder die im Baumarkt oder bei der Vernissage, die österreichischen Aktionisten kommen in der Wiener Straße vor und der Tafelspitz, den man angeblich in Berlin nicht kriegt, aber wahrscheinlich muß man etwas anderes verlagen, kein Faschiertes sondern Hackepeter und, daß auf diesen Listen, ob geplant oder nicht, denn letztendlich entscheidet wahrscheinlich der Jurygeschmack und ich glaube nicht, daß die Jury hergeht und sagt und jetzt zwanzig Prozent für den Mainstreamleser und zwanzig Experimentelles oder Kleinverlag, ist ja eigentlich sehr schön und das was mir besonders an meinem Longlistenlesen gefällt.
    Dann noch Gratulation zur Shortlis des Bloggerarwards, fein, daß Sie das trotz der “roten kurzen Hosen schafften” und zur Preisverleihung ist es schon wahrscheinlich kälter und da werden Sie sicher lange tragen, liebe Grüße aus Wien beziehungsweise Harland bei St. <Pölten wo es auch eine Wiener Straße gibt!

  3. Martin Pozdrowicz schrieb am 18. September 2017 um 15:09 Uhr

    Seit ca einem Jahr höre ich mit großem Vergnügen regelmäßig den Podcast. Große Klasse! Mit Herzblut und Sachverstand bringt ihr mir in lockerer Plauderatmosphäre Literatur nahe. Herzlichen Dank dafür.
    Meine einzige Kritk ist technischer Natur. Vielleicht liegt es daran, dass an eurem Zoom-Recorder oder bei der anschließenden Bearbeitung der Aufnahme ein sehr starker Kompressor eingesetzt wird (?). Jedenfalls ist ein starkes Grundrauschen zu hören, das besonders deshalb nervig ist, weil es in Sprechpausen komplett weg ist und beim Sprecheinsatz mit der Stimme wieder auftaucht.
    Ansonsten weiter so, ich freue mich auf jede Sendung.
    Gruß
    Martin

  4. Wolfgang Tischer schrieb am 19. September 2017 um 09:55 Uhr

    Lieber Martin,
    vielen herzlichen Dank für die Rückmeldung. Und vielen, vielen Dank für das Lob!
    Was die technische Kritik angeht: Ja, Du hast vollkommen Recht. Mir ist das selbst leider auch erst sehr spät aufgefallen, als ich testweise in den eigenen Podcast reingehört habe. Bei der Nachbearbeitung im Schnittprogramm ist leider ein zu starkes Noisegate “reingerutscht”, sodass bei längeren Sprechpausen die Stille unnatürlich wirkt, weil das Grundrauschen komplett gekappt wird. Interessanter wirkt das in der fertigen MP3-Datei noch heftiger, als direkt im Programm. Werden wir beim nächsten Mal drauf achten und besser machen. Leider kann ich die Datei nicht einfach tauschen, weil dann die Statistiken verfälscht werden.
    Beste Grüße
    Wolfgang
    literaturcafe.de

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