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Whatchareadin: Warum noch eine Lese-Community, Herr Pöll?

Screenshot: whatchareadin.de

Helmut Pöll ist Indie-Autor (»Die Elefanten meines Bruders«) und im Hauptberuf Software-Entwickler. In den letzten 10 Monaten hat er mit whatchareadin.de eine neue, multimediale Literaturplattform programmiert, die zudem für mobile Endgeräte optimiert ist. Fürs literaturcafe.de hat sich Wolfgang Tischer mit Helmut Pöll unterhalten.

literaturcafe.de: Herr Pöll, »Noch eine Lese-Community!?«, möchte man ausrufen. Gibt es da nicht schon genug? Warum haben Sie whatchareadin.de gegründet?

Differenziert und widersprüchlich – PEN-Literaten zum Thema Urheberrecht

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Eines der neuen PEN-Mitglieder: Titus Müller (Foto: Birgit-Cathrin Duval)
Eines der neuen PEN-Mitglieder: Titus Müller (Foto: Birgit-Cathrin Duval)

Am Wochenende tagte das deutsche PEN-Zentrum in Schwäbisch Hall. Der PEN ist die bedeutendste internationale Schriftstellervereinigung. Erfreulich, dass in dieser Vereinigung nach Club-Prinzip zum Jahrestreffen erneut jüngere Autoren wie Titus Müller aufgenommen wurden, die sich nicht unbedingt der Hochliteratur verschrieben haben.

Beim Treffen wurde zudem ein »Manifest für das Urheberrecht« vorgestellt. »Nicht schon wieder eine Urheber-Erklärung!«, mag man da ausrufen.

Doch der Text des PEN erstaunt durch differenzierte Forderungen und benennt Widersprüche ­– ohne jedoch Lösungen zu bieten.

Lesetipp Literaturnovelle: Joachim Zelter, Einen Blick werfen

Joachim Zelter: Einen Blick werfenDas kenn ich doch: Viele Einsender für die Rubrik Textkritik wünschen sich zumindest einen kurzen Blick auf den Text sowie eine kurze Rückmeldung an den Verfasser, falls sie nicht öffentlich besprochen werden sollten: Wenn schon, denn schon.

Nun: Auf jeden eingesandten Text werfe ich einen Blick – aber Rückmeldungen lasse ich.

Und jetzt weiß ich, dass das gut für mich ist!

Textkritik: Sprechen Sie die Wassersprache?

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Wenn Wasser würde Worte wagen:
Was hätte Wasser uns zu sagen?
Würd’s uns aus Urzeiten berichten,
würd’s uns geheime Wunder sichten,
würde es Wortkaskaden dichten,
würd’s unser Denken ganz vernichten?
Wenn Wasser würde Worte wagen:
Warum sollt’s grade uns was sagen?

© 2014 by Peter Winter. Unerlaubte Vervielfältigung oder Weitergabe - gleich welcher Art - verboten.

Zusammenfassende Bewertung

Heiteres Spiel mit der Alliteration bei sauberem Aufbau und ironischem Schluss!

Die Kritik im Einzelnen

Das ist alles so fein – doch hier holpert das Metrum! Wäre es eine mittlere Zeile (die es hier nicht geben kann), wäre würde es akzeptabel, so aber sollte doch würd’s bleiben! Aber wie den Inhalt retten? Hier drei Versuche meinerseits:

würd’s Wörterfluten an uns richten?
würd’s Wortkaskaden an uns richten?
würd’s Wortkaskaden für uns dichten?

(Zuschriften mit weiteren Verbesserungsvorschlägen erbeten! Die werden dann angehängt – mit Namensnennung oder anonym, je nach Wunsch!).

Stephen-King-Serie »Under the Dome« auf DVD und Blu-ray

Stephen King in der Kulisse von »Under the Dome« (Foto: CBS)
Stephen King in der Kulisse von »Under the Dome« (Foto: CBS)

In seinem Roman »Under the Dome« (dt. »Die Arena«) stülpt Stephen King so etwas wie eine riesige energetisch aufgeladene Glaskuppel über die Kleinstadt Chester’s Mill. Basierend auf dem über 1.000 Seiten starken Roman entstand daraus 2013 eine Fernsehserie. Am 8. Mai 2014 erscheint die 1. Staffel in Deutschland auf Blu-ray und DVD.

Neben den 13 Folgen der 1. Staffel enthalten die vier Silberscheiben reichliches Bonusmaterial, das nicht nur Stephen-King-Fans erfreuen wird.

Ihr Krimitölpel! Lasset ab von eurem schlichten Tun!

Krimis

Ein Satz der Zeit-Feuilletonleiterin hat Krimiautor David Gray aufgeschreckt. Der Satz bezog sich auf Sybille Lewitscharoffs neues Buch »Killmousky«.

Letzeres ist egal. Aber dieser Satz von Frau Radisch blieb im Gedächtnis. Ein Aufruf an alle Krimiautorinnen und -autoren von David Gray.

Jetzt als Literatin 2014 bewerben: Fotoshooting und ein Wochenende im Schwarzwald gewinnen

Rebecca war unsere Literatin 2005
Rebecca war unsere erste Literatin (Foto: Birgit-Cathrin Duval)

Ab sofort können Sie sich beim literaturcafe.de als Literatin 2014 bewerben. Nach Rebecca und Jun suchen wir wieder ein weibliches Model, das unsere T-Shirt-Kollektion im gerade neu eröffneten Fanshop attraktiv präsentiert. Wir suchen keine Top-Models, sondern normale Menschen, die idealerweise Gedichte, Kurzgeschichten oder Bücher schreiben.

Zu gewinnen gibt es neben dem eintägigen Shooting mit Profi-Fotografin Brigit-Cathrin Duval ein Wochenende mit zwei Übernachtungen in Baiersbronn im Schwarzwald.

Bewerben Sie sich bis zum 8. Mai 2014 über unser Formular. Alles, was Sie wissen müssen, lesen Sie hier.

Unser Fanshop für Literaten und Leseratten hat wieder geöffnet

Neues T-Shirt-Motiv: Baby schreib mir ...Die Umbauarbeiten haben – wie so oft im Internet – etwas länger gedauert, doch nun ist unser Fanshop für Literaten und Leseratten endlich wieder geöffnet! Alles wurde neu gestaltet und technisch überarbeitet. Neben den Klassikern gibt es viele neue Motive!

Und bis zum 8. Mai 2014 können Sie ab einem Bestellwert von 30 Euro 5 Euro sparen.

Welttag des Buches: 111 Gründe, Bücher zu lieben

Buch: 111 Gründe, Bücher zu lieben

Am 23. April ist der UNESCO-Welttag des Buches. Da könnte man doch mal ein Buch verschenken – oder lesen. Warum nicht eines  über »111 Gründe, Bücher zu lieben«. Denn ein solches ist gerade im Verlag Schwarzkopf & Schwarzkopf erschienen.

Die »111 Gründe« sind bzw. ist eine ganze Buchreihe des Verlags. Man kann Katzen, Hunde, Autos, Heavy Metal oder seinen Garten lieben. Eine solche Themenvielfalt lässt zunächst vermuten, dass man sich beim Verlag zwanghaft Gründe aus den Fingern saugt, um noch eine neue Zielgruppe zu bedienen.

Doch weit gefehlt! Der Autor Stefan Müller hat sich den Untertitel des Buchbuches mit Recht erschrieben, denn es ist ist wahrlich eine »Liebeserklärung an das Lesen«.

Veranstaltungstipp in Kassel: Wem das E-Book auf den Magen schlägt

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Veranstaltung »Brennpunkt ›Medien und Recht‹« im Gießhaus Kassel (Fotos: Kassel Law / Patrick Gsell)
Veranstaltung »Brennpunkt ›Medien und Recht‹« im Gießhaus Kassel (Fotos: Kassel Law / Patrick Gsell)

In der Veranstaltungsreihe »Brennpunkt ›Medien und Recht‹« widmet man sich an der Universität Kassel am 7. Mai 2014 dem Thema elektronisches Lesen. »All you can read! – Wem das E-Book auf den Magen schlägt« ist das Motto des Abends.

Den Einführungsvortrag hält der renommierte Urheberrechtler Prof. Dr. Reto M. Hilty, Direktor des Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb in München. Moderiert von literaturcafe.de-Herausgeber Wolfgang Tischer geht anschließend eine hochkarätig besetzte Diskussionsrunde der Frage nach, welche positiven und negativen Veränderungen das E-Book für Verlage, Autoren und Leser mit sich bringt.

Spenden, damit die Leser der Wanderhure keine Vollidioten bleiben

Ausschnitt aus der Spendenseite zum »Wanderhurenstreit«

Der Verlag Voland & Quist unterlag im Rechtsstreit gegen Droemer Knaur (wir berichteten). Voland & Quist darf das Buch »Die schönsten Wanderwege der Wanderhure – Kein historischer Roman« künftig nicht weiter verkaufen. Das Gericht bewertete das wirtschaftliche Interesse höher als die Kunst- und Satirefreiheit. Mit dem Buch machte sich der Autor Julius Fischer über die Bestseller-Geilheit der Verlage und absurde Titel lustig. Jetzt wurden er und sein Verlag ein Opfer derselben. Doch was noch viel schlimmer ist:

Das Gericht geht davon aus, dass Kunden des Droemer Knaur Verlags absolut hirnlos sind!

TV-Tipp nicht nur für Self-Publisher: Storyseller – Wie Amazon den Buchmarkt aufmischt [jetzt online]

Die Self-Publisherin Emily Bold (Foto: Arte)
Die deutsche Self-Publisherin Emily Bold (Foto: Arte)

Am Mittwoch (16. April 2014) zeigt arte um 22:30 Uhr die Dokumentation »Storyseller – Wie Amazon den Buchmarkt aufmischt«. Nachtrag: Jetzt im Netz online anzusehen. Brigitte Kleine, Autorin des TV-Beitrags, porträtiert darin u. a. die deutsche Self-Publisherin Emily Bold und ihre französische Kollegin Agnès Martin-Lugand.

Der TV-Beitrag beleuchtet die verlegerischen Ambitionen Amazons und welche Rolle dabei die Autoren spielen. Kleine hat zudem Amanda Hocking in den USA besucht, die als erste erfolgreiche Self-Publisherin gilt – und die schließlich psychische Probleme bekam.

Wir haben die TV-Dokumentation bereits vorab gesehen und verraten, ob sich das Einschalten lohnt.

Tolino Vision im ausführlichen Test: Ich sehe Geister!

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Der neue Tolino Vision ist unterwegs

Nach gut einem Jahr kommt mit dem Tolinio Vision das Nachfolgemodell des Tolino Shine auf den Markt. Besitzer der ersten Tolino-Reader-Generation können sich jetzt die Frage stellen: Ist mein Gerät veraltet? Denn der neue E-Ink-Reader verspricht das Übliche: schneller, leichter, akkuschonender und einfach besser.

Doch ist der neue Tolino auch besser als der große Konkurrent, der Kindle Paperwhite?

Wir haben den Tolino Vision ausführlich getestet – und sind erstaunt: Ausgerechnet in der wichtigsten Kategorie leistet sich das neue Modell einen schweren Patzer.

Digitale Empfehlung: »Ein Kuss ist ein analoges Erlebnis«

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Ein Travnicek-Text auf dem E-Reader

Die Bücher von Cornelia Travnicek haben wir schon des Öfteren gelobt und empfohlen. Und das nicht, weil die Autorin seinerzeit für uns aus dem Leben einer Jungautorin berichtete, sondern weil die Österreicherin schlichtweg gute Geschichten schreibt! Nicht von ungefähr gewann sie 2012 beim Bachmann-Wettbewerb den Publikumspreis.

Als E-Book ist nun eine vergriffene Geschichtensammlung neu erschienen. Ein literarisches Schnäppchen, das man sich flugs aufs Elektrolesegerät laden sollte.

Sibylle und Sisyphos – Eine Erinnerung an Leipzig

Erinnerungsfoto: Besucher der Leipziger Buchmesse 2014
Erinnerungsfoto: Besucher der Leipziger Buchmesse 2014

Was hat die Frau Lewitscharoff in Dresden noch mal gesagt? War es irgendetwas über Homunculi oder Succubae?

Ich weiß es nicht mehr.

Woran ich mich jedoch erinnere, sind Facebook-Posts und Kommentare, die meisten künstlich erregt, andere witzig, ein paar wenige sicher auch sachlich (Dass ein paar sachliche Kommentare dabei sein mussten, gebietet schon allein die Mathematik der Wahrscheinlichkeit).

Woran sollte man sich erinnern?