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Lesetipp: 100 Gründe, keine Bücher mehr zu schreiben

Eine leere Buchmesse, weil keiner mehr Bücher schreibt?
Eine leere Buchmesse, weil keiner mehr Bücher schreibt?

Autor Michael Höfler war auf der Leipziger Buchmesse 2016 unterwegs und pitchte bei verschiedenen Verlagen und Literaturagenturen den Buchtitel 100 Gründe, keine Bücher mehr zu schreiben. »Der Widerspruch darin sollte neugierig machen und die Branche die zur Veröffentlichung nötige Selbstironie aufbringen«, beschreibt Höfler das geplante Buch.

Doch bringt die Buchbranche soviel Selbstironie auf? Wie stehen die Verkaufschancen?

Das Lesen auf dem E-Reader gefährdet Ihre Gesundheit

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E-Reader bei Nacht

Wer vor dem Einschlafen auf Mobiltelefon oder E-Reader liest, gefährdet seine Gesundheit. Der hohe Blauanteil im Licht der Gerätedisplays verhindert die Freisetzung des schlaffördernden Hormons Melatonin. Den verschlechterten Schlafrhythmus machen einige Wissenschaftler sogar für Krankheiten wie Krebs oder Diabetes verantwortlich.

Ist das Lesen auf Papierbüchern gesünder? Apple hat bereits reagiert, und das iPhone ändert nachts das Farbspektrum des Gerätedisplays. Doch Kindle und Tolino können das nicht. Ist die abendliche Lektüre auf dem E-Reader wirklich ein Gesundheitsrisiko?

Rainer Dresen: Juristische Fallstricke bei der Buchveröffentlichung – Ausgabe 2016

Rainer Dresen, Rechtsanwalt und Leiter der Rechtsabteilung bei Random House, auf der Bühne in Leipzig
Rainer Dresen, Rechtsanwalt und Leiter der Rechtsabteilung bei Random House, auf der Bühne in Leipzig

Rainer Dresen leitet die Rechtsabteilung der Random House Verlagsgruppe. Bereits vor drei Jahren hat der Rechtsanwalt anhand vieler Praxisbeispiele aufgezeigt, wo es bei einer Buchveröffentlichung Probleme geben könnte.

Zitate, Plagiate, ähnliche Cover und Titelschutz: Auch 2016 hat Rainer Dresen wieder interessante Beispiele mitgebracht, die für Verleger, Autoren und Self-Publisher gleichermaßen interessant sind.

André Hille im Gespräch über »Titel, Pitch und Exposé für Romane«

André Hille im Gespräch auf der Leipziger Buchmesse 2016
André Hille im Gespräch auf der Leipziger Buchmesse 2016

André Hille ist Literaturagent (»Hille & Jung«), Lektor und hat in der von ihm gegründeten Text-Manufaktur unzählige Autorinnen und Autoren geschult. Speziell zu den Themen Titel, Pitch und Exposé sind es immer wieder die gleichen Fragen, die dem Literaturagenten und Seminarleiter gestellt werden.

Jetzt hat André Hille die Antworten aufgeschrieben und mit Wolfgang Tischer vom literaturcafe.de darüber gesprochen.

Nina George im Gespräch über »Das Traumbuch« und die Politik

Nina George im Gespräch auf der Leipziger Buchmesse 2016
Nina George im Gespräch auf der Leipziger Buchmesse 2016

Ihr Bestseller »Das Lavendelzimmer« war nicht nur in Deutschland ein Mega-Erfolg. Der Roman von Nina George wurde in 33 Sprachen übersetzt. Nun ist der Nachfolger da: »Das Traumbuch«.

Doch dazwischen erlebte Nina George durchaus eine Krise: »Da hat man einmal diesen verdammten doppelten Salto geschafft … und dann muss man es nochmal machen?«

Peter Stamm im Gespräch: Weit über das Land

Peter Stamm im Gespräch mit Wolfgang Tischer auf der Bühne autoren@leipzig
Peter Stamm im Gespräch mit Wolfgang Tischer auf der Bühne autoren@leipzig

Der Schriftsteller Peter Stamm gilt als Meister des lakonischen Textes. Einfach Aufstehen, sein Leben, seine Familie verlassen. Geht das? Der Protagonist seines neuen Romans »Weit über das Land« macht es.

Auf der Bühne autoren@leipzig gab Peter Stamm einen Einblick, wie seine Texte entstehen.

Markus Naegele im Gespräch: Lektorieren, verlegen, Leser finden

Markus Naegele auf der Leipziger Buchmesse 2016
Markus Naegele auf der Leipziger Buchmesse 2016

Literatur braucht Rọck ’n‘ Roll! Davon ist Markus Naegele überzeugt. Als Cheflektor beim Heyne Taschenbuch Verlag konzipierte er sehr erfolgreich die Reihe Heyne Hardcore. Heute verantwortet er als Verlagsleiter den Bereich Heyne Core, der sich der »gehobenen Unterhaltungsliteratur« widmet.

Ein Gespräch übers Verlegen und Finden von nicht alltäglichen Autoren und außergewöhnlichen Manuskripten.

Dora Heldt im Gespräch über »Böse Leute«

Dora Heldt im Gespräch mit Wolfgang Tischer auf der Leipziger Buchmesse 2016
Dora Heldt im Gespräch mit Wolfgang Tischer auf der Leipziger Buchmesse 2016

»Das kann ich auch«, soll Dora Heldt gedacht haben, als sie als Verlagsvertreterin in Manuskripte schaute. So steht es in der Wikipedia. Aber so war es gar nicht, korrigiert Dora Heldt im Gespräch mit Wolfgang Tischer.

Mit »Böse Leute« hat die Bestsellerautorin erstmals einen Krimi veröffentlicht.

Anna Galkina im Gespräch: »Das kalte Licht der fernen Sterne«

Anna Galkina auf der Leipziger Buchmesse 2016
Anna Galkina auf der Leipziger Buchmesse 2016

Panik! Die Autorin umfährt Baustellen und steckt noch im Stau. Doch vor der Bühne in Halle 5 der Leipziger Buchmesse warten viele Zuhörer auf Anna Galkina. Was tun?

Moderator Wolfgang Tischer kommt allein auf die Bühne und erzählt die ungewöhnliche Geschichte, die ihn zum Roman »Das kalte Licht der fernen Sterne« führte – und liest den Anfang des Romans in der Hoffnung, dass die Autorin noch erscheint.

Tilman Rammstedt im Gespräch über »Morgen mehr«

Tilman Rammstedt auf der Leipziger Buchmesse 2016
Tilman Rammstedt auf der Leipziger Buchmesse 2016

Täglich schreibt Tilman Rammstedt seit Januar 2016 an seinem Roman »Morgen mehr«, der im Frühjahr bei Hanser erscheinen wird. Das Besondere: Unter der Adresse morgen-mehr.de kann man die Entstehung (fast) live mitverfolgen.

Als Tilman Rammstedt auf der Leipziger Buchmesse auf der Bühne über das Projekt spricht und welche besonderen Herausforderungen, Erfahrungen und Tücken es hervorbringt, ist gerade die 50. Folge von »Morgen mehr« erschienen.

Florian Kessler: Lektorat und Literatur – Was ist ein gutes Buch?

Florian Kessler auf der Bühne autoren@leipzig der Leipziger Buchmesse
Florian Kessler auf der Bühne autoren@leipzig der Leipziger Buchmesse

Florian Kessler ist seit 2015 Lektor beim Hanser Verlag. Unter dem schönen Titel »Lassen Sie mich durch, ich bin Arztsohn« beklagte er Anfang 2014 den Zustand der deutschen Literatur und Literaten in einem Artikel in der ZEIT.

Wie beurteilt er die Situation heute? Wie findet man gute Texte? Was für Manuskripte sind es Wert, gelesen zu werden? Wie sieht der Lektorenalltag bei Hanser aus?

Hören Sie einen Mitschnitt von der Leipziger Buchmesse.

Tipps für die literarische Winterreise nach Ottawa

Die Parlamentsbibliothek von Ottawa
Und in der Mitte steht Victoria: Die Parlamentsbibliothek von Ottawa

Ontario ist literaturnobelpreisgekrönt. Hier lebt Alice Munro. Und ihre nach Meinung vieler Kritiker beste Geschichte trägt den Namen der Hauptstadt im Titel: Das Tal von Ottawa. Wohlgemerkt: Ottawa ist die Hauptstadt Kanadas, während die Provinzhauptstadt Ontarios Toronto ist.

Eine Winterreise nach Ottawa ist lohnenswert, denn fast hat man den Eindruck, dass man hier mehr erleben kann als im Sommer. Ein paar Tipps aus erster Hand.

Textkritik: Mit 30 Wörtern auf den Punkt

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Als ich ihr geschrieben
»hab nie dich belogen«,
hat spöttisch der Bleistift
die Mine verzogen.

Als ich es bereute
nach einigen Wochen,
da streikte mein Bleistift,
er war dran zerbrochen.

© 2016 by Manfred Ende. Unerlaubte Vervielfältigung oder Weitergabe - gleich welcher Art - verboten.

Zusammenfassende Bewertung

Inhaltlich und formal überzeugend

Zunächst fällt das Metrum auf: Gewählt wurde der in unserem Sprachraum seltene Amphibrachys (unbetont-betont-unbetont) und bis zum Ende sauber durchgehalten. Weiter überzeugt das Spiel mit dem Homonym Mine-Miene und dem konkreten und metaphorischen zerbrechen. Und es zeugt von Humor, wenn der Bleistift besser weiß als der Schreiber, dass letzterer lügt! Sonst würde er ja wohl einen Kuli verwenden.

Offen bleibt, warum der Schreiber das bereute: Hat der Empfänger des Briefes ihm die Lüge nachgewiesen? Musste er das eingestehen und wollte sich jetzt ehrlich entschuldigen?

Und wieder weiß der Bleistift besser Bescheid: Er lässt eine weitere Lüge nicht zu, verweigert den Dienst, denn er war bereits an der ersten Lüge zerbrochen.

Manche machen aus einer Liebeslüge einen Roman, andere kitschen, was die Feder hergibt. Manfred Ende bringt es formal und inhaltlich mit 30 Wörtern auf den Punkt!

Die Kritik im Einzelnen

entfällt

Von Stamm bis Heldt: Unsere Veranstaltungen auf der Leipziger Buchmesse 2016

Leipziger Buchmesse - Forum autoren@leipzig: Halle 5, Stand D600

Erneut ist das literaturcafe.de offizieller Programmpartner der Leipziger Buchmesse. Vom 17. bis 20. März 2016 gibt es auf der Bühne des Forum autoren@leipzig in Halle 5 D600 wieder hochkarätige Gesprächspartner. Darunter Bestseller-Autoren wie Dora Heldt, Nina George und Peter Stamm. Zudem geben Experten Tipps zum Schreiben und Veröffentlichen von Büchern.