
Barbara Fellgiebels Messimpressionen aus Frankfurt – respektlos, subjektiv, frech, erfrischend und noch so einiges.
Teil 2: Bewegen Sie sich gesittet auf Herrn Hockney zu!


Hä? Was machen die denn in drei Teufels Namen nach dem Gewinn des Deutschen Buchpreises aus Bodo Kirchhoffs grandioser Novelle »Widerfahrnis?«

Der Deutsche Buchpreis 2016 geht an Bodo Kirchhoff für sein Buch »Widerfahrnis«. Er sei, so sagte Kirchhoff, glücklicher über den Preis, als man es ihm vielleicht ansehe. Am Abend des 17. Oktobers 2016 wurde der Deutsche Buchpreis 2016 in Frankfurt am Main vergeben.
Damit lag auch unser Kritiker Malte Bremer richtig, für den »Widerfahrnis« ebenfalls auf Platz 1 der Longlist mit insgesamt 20 Titeln stand.

Das kalte Herz kommt ab dem 20. Oktober 2016 wieder ins Kino. Nach der betulich-biederen ZDF-Verfilmung von 2014 wagt sich Regisseur und Co-Autor Johannes Naber an eine Neuverfilmung des Märchens von Wilhelm Hauff. Dabei wird der übliche Schwarzwald-Kitsch wohltuend aus der Story entfernt. Leider kommt ein Haufen anderer Kitsch hinzu.
Das Hauptproblem der bildgewaltigen Umsetzung mit Fantasy-Feeling: Wer soll sich den Film im Kino anschauen?

Dies sind die Anmerkungen zum Literarischen Quartett vom Oktober 2016. Sie können sich aber auch die Besprechungen der früheren Sendungen durchlesen. Diese sind zeitlos. Es tut sich nichts in dieser neuaufgelegten Literatursendung des ZDF, nur der Gast wird ausgetauscht. Diesmal war es der österreichische Schriftsteller Thomas Glavinic. Gelegentlich bringt zumindest der Austauschkandidat etwas Pepp in die Diskussion. Diesmal jedoch nicht.

Man kann darauf warten: Amazon hat den Preis seiner E-Reader erneut gesenkt – wie immer jedoch zeitlich befristet. Derzeit gibt es nicht nur das kleine Modell und den Kindle Paperwhite günstiger, sondern auch der Preis des ehemaligen Spitzengerätes Kindle Voyage wurde erstmals um 30 Euro reduziert. Sollte man zugreifen?

Der Verband der Digitalbranche Bitkom hat seine jährliche Buch- und E-Book-Studie veröffentlicht. Jeder Vierte liest demnach Bücher auch in der Digitalform, was in etwa dem Vorjahreswert entspricht. Klar, dass sich ein Digitalverband wünscht, dass das mehr werden. Aber warum eigentlich?
Eine andere Zahl der Studie belegt, dass die individuell beratende Buchhändlerin immer mehr zu einer Legende wird. Weitaus mehr Menschen vertrauen lieber der automatisch generierten Empfehlung im Internet.

Am Donnerstag, 13. Oktober 2016, kommt die Verfilmung des Dan-Brown-Thrillers »Inferno« in die deutschen Kinos, und hier bei uns auf dem Redaktionsschreibtisch liegt noch ein eingeschweißtes Exemplar des Buches herum.
Will wer Dan Brown lesen? Wenn ja, bitte sagen warum, wir verlosen und verschicken das Buch sehr gerne.

Amazon hat die fünf Titel der Shortlist bekannt gegeben, die in diesem Jahr Aussicht auf den Gewinn des Storyteller Awards für Self-Publisher haben. Der Gewinnertitel wird auf der Frankfurter Buchmesse bekannt gegeben und mit 10.000 Euro prämiert.
Unser Textkritiker Malte Bremer hat sich die fünf Titel angesehen. Während er im letzten Jahr einzig den späteren tatsächlichen Gewinner Phillip P. Peterson preiswürdig fand, ist in diesem Jahr nichts dabei, was auch nur ansatzweise einen Preis verdient hat.

Einige sagen »Dear Esther« sei ein Videospiel. Das ist Unsinn! Hier kann man keine Punkte machen, niemanden besiegen, nichts abschießen. »Dear Esther« ist eine Geschichte. Man kann sie erfahren und erleben, indem man über eine einsame Hebrideninsel wandert.
»Dear Esther« ist ein Klassiker des digitalten Geschichtenerzählens. Als »Landmark Edition« wurde das Werk nun nochmals fein überarbeitet. Neben den Versionen für PC und Mac, ist »Dear Esther« nun in einer überarbeiteten Version für Playstation 4 und Xbox One erhältlich.
Wir streifen über eine Hebrideninsel und stellen das erzählerische Meisterwerk vor.

Manchmal wundert man sich: 38% der E-Book-Leser nutzen ein Smartphone für die Lektüre. Das sind mehr als die 34%, die einen E-Reader verwenden. Und dennoch hat es die Tolino-Allianz bislang nicht geschafft, eine gemeinsame Tolino-App auf den Markt zu bringen. Amazon hingegen streut seine kostenlosen Lese-Apps seit jeher sehr breit.
Es sollten ganze drei Jahre vergehen, doch nun ist es endlich soweit: Ab heute gibt es eine gemeinsame kostenlose Tolino-App für iOS und Android. Doch das wichtigste Lesegerät fehlt weiterhin.

Fünf Tage nach Halloween: Am Samstag, 5. November 2016 um 19 Uhr, lesen Lilian Wilfart und Wolfgang Tischer wieder Bram Stokers »Dracula«. Das blutsaugende Original, das bis heute unübertroffen ist – eine fulminante Horrorstory und zwei Stunden Text, die sie atemlos zurücklassen werden.
Diesmal findet die Lesung tief unter der Erde statt: im Bergwerkstollen in Neubulach im Schwarzwald. Ob sich in diesem ehemaligen Silberbergwerk noch genügend Material für eine geweihte Kugel finden wird? Doch ein Holzpflock tut es auch. Eine Grusel-Lesung mit einer ganz besonderen Atmosphäre. Das Grauen ist nah.

Morgen, am 20. September 2016 um 10 Uhr wird die offizielle Shortlist des Deutschen Buchpreises 2016 bekannt gegeben. Am 17. Oktober 2016 wird dann in Frankfurt der mit 25.000 Euro dotierten Preis vergeben.
Unser Kritiker Malte Bremer mag nicht spekulieren, sondern stellt auf Basis seiner Testlektüre der Longlist schon heute seine ganz persönlichen sechs Favoriten für die Shortlist zum Deutschen Buchpreis vor.
Nachtrag: Die offizielle Liste ist nun bekannt und in diesem Beitrag ergänzt.