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Notizen

In der Rubrik »Notizen« finden Sie interessante Fundstücke und Hinweise, die in keine der anderen Rubriken so recht hineinpassen wollten.

Beitrag vom 10. September 2008 | Rubrik: Notizen

Nur ein peinliches Missverständnis? Einige Bundesländer fordern Abschaffung der Künstlersozialversicherung

Für Künstler oft lebenswichtig: Die KSKDass Baden-Württembergs Ministerpräsident Oettinger mit Kunst und Kultur wenig anfangen kann und ihm insbesondere auch literarische Werte reichlich schnuppe sind, hat er bereits bewiesen. Da erstaunt es nicht, dass Baden-Württemberg zusammen mit den Ländern Brandenburg, Bremen, Hessen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein die Künstlersozialkasse (KSK) abschaffen will.

Ein Schlag ins Gesicht von Künstlern und Journalisten, der wieder einmal zeigt, wie gering Kunst und Kultur in diesem Lande von der Politik geschätzt werden, weil wirtschaftliche Interessen offenbar grundsätzlich wichtiger sind.

Weil die Abwicklung der KSK-Beiträge sei nicht »unternehmerfreundlich« ist, soll als Ergänzung zum »Mittelstandsentlastungsgesetz« die KSK abgeschafft oder reformiert werden, wie FOCUS und Tagesspiegel berichten.

Beitrag vom 9. September 2008 | Rubrik: Notizen, Schreiben

Rechtschreibung im Test: Duden veröffentlicht die Version 5.0 des Korrektors für Microsoft Office

Duden Korrektor PLUS Version 5.0Die Version 5.0 des Duden-Korrektors für Microsoft Office ist auf dem Markt. Demnächst sollen auch die neuen Versionen für OpenOffice und Adobe InDesign erscheinen.

Der Korrektor ersetzt die eingebaute Rechtschreibprüfung der Office-Anwendungen durch eine wesentlich leistungsfähigere aus dem Hause Duden.

Der Vorgängerversion bescheinigte das Computermagazin c’t hervorragende Korrekturleistungen, die weit über denen der eingebauten Rechtschreibprüfungen liegen. Eine Wertung, der wir uns damals absolut anschließen konnten. Doch in den Nutzer-Kommentaren bei unserem Test der Version 4.0 und auch bei Amazon wurde immer wieder bemängelt, dass bei der Aktivierung sämtlicher Korrekturoptionen die Textverarbeitung gnadenlos langsam wurde und kein sinnvolles Arbeiten mehr möglich war.

Nach unserem damaligen Test der Version 4 haben wir uns nun die Version 5.0 in der PLUS-Version angeschaut.

Beitrag vom 29. August 2008 | Rubrik: Notizen

Bin ich doch blöd, Mann?

ACHTUNG! Software Rückgabe und Umtausch nur Original Verpackt! Und nicht Geöffnet!Ein fotokopierter DIN-A4-Zettel im Kassenbereich eines bekannten Elektronikmarktes. Vielleicht der Grund, warum man den alten Werbeslogan doch nicht mehr für passend hielt. Gesehen am 28. August 2008.

Gegenvorschlag: »Rückgabe oder Umtausch von Software nur in ungeöffneter Originalverpackung.«

Und obwohl wir hier in Deutschland sind, möchte man als Kunde nicht mit ACHTUNG! angebrüllt werden. Und auch die übrigen Ausrufezeichen sind nicht wirklich nett. Das kann man doch höflich und in normaler Lautstärke sagen. Wie wäre es mit einem »Bitte beachten Sie:«? Ansonsten signalisieren die Ausrufezeichen doch zu sehr den ungeschriebenen Zusatz: »Du Depp!«

Und wer den Nominalstil vermeiden möchte, der kann auch persönlicher schreiben: »Bitte beachten Sie, dass wir Software nur in der ungeöffneten Originalverpackung zurücknehmen oder umtauschen können.«

Beitrag vom 16. August 2008 | Rubrik: Notizen

Rollende Augen, geballte Fäuste und kichernde Schüler

Schauspieler (Bildquelle: zeitensprung.de)»(…) rollende Augen, geballte Fäuste, stampfende Füße, heisere Aufschreie (…)! Fremde Menschen fielen einander schluchzend in die Arme, Frauen wankten, einer Ohnmacht nahe, zur Thüre. Es war eine allgemeine Auflösung wie im Chaos, aus dessen Nebeln eine neue Schöpfung hervorbricht.«

Solche Reaktionen gibt es heutzutage nur noch bei der »Feuchtgebiete«-Lektüre. Jedoch beschreiben diese Sätze die Wirkung eines Theaterstückes auf die Zuschauer. Ein Werk, das man heute definitiv zu den Klassikern zählt; woran man wieder einmal sieht, dass sich die Sicht auf einen Text und die Reaktionen darauf durchaus in 230 Jahren erheblich ändern können.

Heute bringt dieses Werk lediglich Teenager zum Kichern, wie Natalie Puttkammer in ihrem monatlichen Quiztext und als Theaterbesucherin feststellen muss. Wie immer können Sie mitraten.

Wer und wessen Werk war es?

Beitrag vom 8. August 2008 | Rubrik: Notizen, Schreiben

Breaking News: CNN enthüllt die Geheimnisse des Geschichtenerzählens

CNN Doku: The spirit of storytellingDer amerikanische Nachrichtensender CNN zeigt am kommenden Samstag und Sonntag (9. und 10. August 2008) eine Dokumentation über »The spirit of storytelling« – den Geist des Geschichtenerzählens. Darin kommen die Autoren Paolo Coelho, Isabel Allende, Nadine Gordimer und Doris Lessing zu Wort. Und auch Kurt Vonneguts Schreibregeln werden beleuchtet.

Nachtrag: Der Beitrag ist nun in drei Teilen auch im Internet anzusehen (Teil 1, Teil 2, Teil 3).

Was macht gutes Schreiben und Geschichtenerzählen aus? Welche Rolle spielt es in der heutigen digitalen Welt? »Es ist erstaunlich«, so ist auf der CNN-Website zur Dokumentation zu lesen,  »wie viele Bücher, Filme, Theaterstücke und sogar betrunkene Freunde auf Partys vergessen, dass eine gute Geschichte in erster Linie unterhalten muss.« Und wie sieht es mit dem belehrenden Aspekt einer guten Story aus?

Beitrag vom 7. August 2008 | Rubrik: Notizen

Auch Google feiert den 125. Geburtstag von Jachim Ringelnatz

Google feiert RingelnatzHeute vor 125 Jahren wurde der Schriftsteller, Seemann, Kabarettist und Maler Joachim Ringelnatz geboren. Auch Google präsentiert daher heute auf seiner deutschen Startseite das Logo im Ringelnatz-Look. Und wir erfreuen uns an einem seiner Gedicht (»Im Park«):

Ein ganz kleines Reh stand am ganz kleinen Baum
still und verklärt wie im Traum.
Das war des Nachts elf Uhr zwei.
Und dann kam ich um vier
Morgens wieder vorbei.
Und da träumte noch immer das Tier.
Nun schlich ich mich leise – ich atmete kaum –
gegen den Wind an den Baum,
und gab dem Reh einen ganz kleinen Stips.
Und da war es aus Gips.

Beitrag vom 7. August 2008 | Rubrik: Notizen

Boah ey! Kafka war voll Porno!

Aus Kafkas Porno-SammlungMit medial inszenierter Entrüstung, um den Absatz seines neuen Buches anzukurbeln,  verkündet der britische Wissenschaftler James Hawes Schockierendes: Franz Kafka hat Pornos besessen! Ja, wirklich! Es ist vielleicht sogar davon auszugehen, dass er sich die auch angesehen hat. Schockierend! Die »Heftchen« mit Goldprägung trugen den unverfänglichen Titel »Der Amethyst« und waren von Franz Blei herausgegeben.

In den Bänden enthalten waren nicht nur erotische Texte von Goethe und Waldemar Bonsels (ja, genau, der mit der Biene Maja! Bienen und Blüten… na, Sie wissen schon), sondern auch schockierende pornografische Darstellungen. Hawes verkündet nur ganz wenige Details, aber es gäbe darin Darstellungen von »girl-on-girl action«, also Mädels, die miteinander… Oh Gott, man mag es gar nicht aussprechen… Und auch Darstellungen mit Tieren seien dabei! Auch das mögen wir gar nicht aussprechen, sondern haben still danach gegoogelt. Das Ergebnis finden Sie rechts. Wi-der-wärtig, was da Kafkas Franz so alles konsumiert hat.

Nur unser Redaktionspraktikant hat müde gelächelt. »Er habe da«, so sagte er uns, »viel besseres Material auf seinem Handy.«

Beitrag vom 1. August 2008 | Rubrik: Literatur online, Notizen

Gebraucht gekauft: AbeBooks gehört nun zu Amazon

AbeBooks gehört jetzt AmazonDer Online-Buchhändler Amazon war wieder auf Einkaufstour. Ab sofort gehört auch AbeBooks, das nach eigener Aussage weltweit größte Web-Angebot für gebrauchte und antiquarische Bücher, zu Amazon. Nach Angaben von paidContent soll dies jedoch künftig nicht unbedingt sichtbar sein, denn AbeBooks wird weiterhin als eigenständige Website auftreten. An dem ursprünglich aus Kanada stammenden Angebot AbeBooks war zuletzt auch Burda mit rund 70% beteiligt.

Nach Europa breitete sich AbeBooks 2001 durch den Kauf von JustBooks aus. Interessant, dass der Link auf justbooks.de noch auf AbeBooks.de zu finden ist, obwohl die Domain justbooks.de schon längst im Besitz des Suchdienstes Bookfinder ist und nichts mehr mit dem ursprünglichen Anbieter zu tun hat.

Die letzte größere Einkaufstour von Amazon fand Anfang des Jahres statt. Da erwarb man mit Audible.com einen der größten Hörbuch-Download-Anbieter.

Beitrag vom 1. August 2008 | Rubrik: Hörbücher, Notizen

Sonnen(ver)finsternis mit Stifter – Hier und auf Amrum

SonnenverfinsterungHeute war Sonnenverfinsterung in Deutschland. Je nach Standort waren 8 (Stuttgart) bis 20% (Hamburg) der Sonnenfläche um 11:32 Uhr durch den Mond verdeckt. Allerdings war die Sonne an vielen Orten bereits von den Wolken verfinstert, sodass das Schauspiel fast nur in Stuttgart oder in Sachsen-Anhalt zu sehen war.

Wer nichts gesehen hat, kann hören. Wir empfehlen unsere Vertonung des Textes »Die Sonnenfinsternis am 8. Juli 1842« von Adalbert Stifter, die wir seinerzeit anlässlich der totalen Sonnenfinsternis am 11. August 1999 ins Netz gestellt haben.

Ausschnitte aus dieser Lesung waren heute auch auf der Norseeinsel Amrum zu hören, wo sie Hobby-Astronom Jost Jahn in einem Vortrag verwendete. War dort der Himmel klar?

Beitrag vom 23. Juli 2008 | Rubrik: Literatur online, Notizen

Der Leiter des Hamburger Literaturhauses surft am liebsten im literaturcafe.de

Die Ausgabe August 2008 der Zeitschrift myselfRainer Moritz ist der Chef des Hamburger Literaturhauses. Der Frauenzeitschrift myself hat er in der aktuellen August-Ausgabe 2008 auf Seite 58 verraten, wo er am liebsten durch Texte und Kritiken surft. Seine vier Favoriten sind das Krimiblog von Bibliothekar und RTL-Redakteur (geht das überhaupt?) Ludger Menke, der Schreibclub von Andreas Krämer, der Perlentaucher (natürlich!) und das literaturcafe.de.

Wir sagen danke für die namhafte und kompetente Empfehlung! Schließlich haben wir auch immer brav alle Anrufer weitergeleitet, die bei uns in den letzten Wochen einen Tisch mit Blick auf die Alster bestellen wollten. Auf die Frage, warum sie dazu bei uns und nicht beim Hamburger Literaturhaus anrufen, erhielten wir stets die Antwort: »Bei Google standen Sie ganz oben, als ich nach ‘literaturcafe’ und ‘hamburg’ gesucht habe

Beitrag vom 9. Juli 2008 | Rubrik: Notizen

Leider nur Lese- statt Hörtipp: Der Frontsoldat der Literaturwissenschaft

Eine interessante Literatursendung - Nur leider keine Gelegenheit, sie zu hörenManchmal kommt einem die Flüchtigkeit von Radiosendungen richtig altmodisch vor. Da kann man eine Stunde Radio in eine kleine Audiodatei packen, und immer mehr Sendungen sind als Podcast verfügbar. Da gibt es die ARD-Mediathek, doch just die Sendung, die man leider nur im Auto 10 Minuten verfolgen konnte und die man gerne nochmal in Ruhe ganz gehört hätte tja, gerade die gibt es nicht als Audio-Download.

Dabei war die SWR2-Sendung am 8. Juli 2008 von Gisa Funck über die Lage der heutigen Literaturkritik überaus hörenswert. Unter dem Titel »Der Frontsoldat der Literaturwissenschaft oder Vom Heroismus, Bücher zu besprechen« ging die Autorin der Frage nach, welche Rolle die Literaturkritik in der heutigen Zeit spielt und warum sie anders ist als noch in den 60er und 70er-Jahren. Viele O-Töne von Reich-Ranicki bis Sigrid Löffler waren zu hören. Doch leider nur für die, die an diesem Tag von 20 bis 21 Uhr die Sendung »SWR2 Literatur« hören konnten.

So bleibt als einziger Trost, dass man zumindest das Sendemanuskript auf der SWR-Website herunterladen und nachlesen kann. Lesetipp statt Hörtipp!

Beitrag vom 7. Juli 2008 | Rubrik: Notizen, Willms' Woche

Willms’ Woche: Dem großartigen Saul Bellow gewidmet

Willms' WocheJede Woche blickte Jennifer Willms in den Jahren 2007/2008 knapp und subjektiv auf die aktuellen literarischen Jahrestage.

Leider darf Saul Bellow seinen 93. Geburtstag nicht mehr mit uns feiern. Da der Nobelpreisträger aber noch immer unbestritten zu den Größten der amerikanischen Literaturszene zählt, erinnern wir an dieser Stelle mit einer kurzen Biografie an sein bewegtes Leben.

Saul Bellow wurde am 10. Juli 1915 im kanadischen Lachine, einem verarmten Arbeitervorort von Montreal in Quebec geboren. Seine Eltern waren zwei Jahre zuvor aus Russland eingewandert, wo der Vater in St. Petersburg ein kleines Importgeschäft betrieben hatte. Saul Bellow war das jüngste von 4 Geschwistern, mit denen er die ersten 9 Jahre seines Lebens in einem Armenviertel wohnte, das zu dieser Zeit vielen jüdischen Einwanderern Zuflucht bot. Seine Eltern hätten es gerne gesehen, wenn er Schriftgelehrter geworden wäre, und so lernte er neben Englisch und Französisch auch Hebräisch und Jiddisch.

Beitrag vom 4. Juli 2008 | Rubrik: Notizen

Bürgerrechtler warnen: EU plant lückenlose Überwachung des Internet

1984Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt finden am 7. Juli 2008 im Europaparlament Abstimmungen statt, die maßgeblich die Weichen dafür stellen, dass das Internet künftig lückenlos überwacht wird. Wie Heise Online berichtet, wollen insbesondere britische konservative Politiker »die Nutzung “illegaler Inhalte” über ein staatlich lizenziertes Überwachungssystem verhindern«.

Was dabei legal und illegal ist und dass Legales schnell zum Illegalen werden kann und wie eine lückenlose Überwachung aussehen kann, wissen wir spätestens seit der Lektüre von Orwells 1984. Die von vielen immer wieder naiv geäußerte Meinung »Wer nichts zu verbergen hat, dem kann das egal sein« gilt schon lange nicht mehr.

Wieder einmal dient unter anderem auch der Urheberschutz als Deckmantel, um sämtliche Netz-Aktivitäten der Bürger zu überwachen. Heise berichtet weiter, dass sogar die Entwicklung und Verbreitung von Open-Source-Software bedroht sein könnte. Wir empfehlen nachdrücklich die Lektüre des Heise-Artikels. Auf netzpolitik.org kann nachgelesen werden, was man als Bürger tun kann und tun sollte, um das EU-initiierte Voranschreiten des Überwachungsstaates zu verhindern.

Infos und Ratschläge finden sich ebenfalls auf der mehrsprachingen Aktions-Webiste »Mobilisation Paquet-Telecom« der Bürgerrechtsorganisationen La Quadrature du Net aus Frankreich.

Beitrag vom 3. Juli 2008 | Rubrik: Literarisches Leben, Notizen

Lesetipp: Interview mit dem Übersetzer Wolfgang Butt

Von Wolfgang Butt übersetzte Krimis von Henning MankellAufmerksamen Krimi-Lesern sollte der Name Wolfgang Butt ein Begriff sein. Denn Butt sorgt als Übersetzer dafür, dass viele der Wallander- bzw. Mankell-Krimis auch im Deutschen ihren unverwechselbare Ton erhalten.

Auf boersenblatt.net ist ein jetzt ein Interview mit dem 1937 geborenen Skandinavist, Übersetzer und (Ex-)Verleger Wolfgang Butt zu lesen. Darin geht es um seine Sympathien für die schwedische Gesellschaft, das Übersetzen von Krimis und anderen Büchern (beispielsweise Per Olov Enquist) und die Frage, für welche der drei Tätigkeiten Hochschulprofessor, Verleger oder Übersetzer sein Herz am meisten schlägt.

Butt berichtet, dass er an 600 Seiten Mankell vier bis fünf Monate arbeitet. Beim aktuellen Werk »Der Chinese« schrieb Henning Mankell noch am Roman, während ihn Butt bereits ins Deutsche übertrug. »Gelegentlich kam dann eine neue Version…«, so Butt im Gespräch mit dem Börsenblatt.

Außerdem gehört Butt zu den beneidenswerten Zeitgenossen, deren Lebenslauf mit »Seit vier Jahren lebt er überwiegend in Südfrankreich« endet.

Henning Mankell: Der Chinese. Taschenbuch. 2010. dtv. ISBN/EAN: 9783423212038. EUR 10,95 » Bestellen bei Amazon.de
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Henning Mankell: Der Chinese: Roman. Gebundene Ausgabe. 2008. Paul Zsolnay Verlag. ISBN/EAN: 9783552054363. EUR 24,90 » Bestellen bei Amazon.de
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Henning Mankell: Der Chinese: Roman. Kindle Edition. 2008.  » Herunterladen bei Amazon.de

Beitrag vom 3. Juli 2008 | Rubrik: Notizen

Ein neuer Buchstabe im deutschen Alphabet: Das große ß

Großstatt mit großem ß»In der deutschen Rechtschreibung ist das ß durchaus unentbehrlich, und gegen seine Beseitigung, die in der neuen Schweizer Schulschrift leider durchgeführt ist, sollte sich jeder wehren.« Das schrieb der berühmte Typograf Jan Tschichold in seinem MEISTERBUCH DER SCHRIFT bereits 1952. Tschichold, der 1974 starb, würde sich freuen, denn das ß hat nicht nur die Rechtschreibreform überstanden, sondern bereits seit 4. April 2008 gibt es das ß nun auch offiziell als Großbuchstaben.

Das Problem ist nur: Man kann es noch nicht schreiben oder tippen, denn in den aktuellen Schriftsätzen ist dieser Buchstabe noch nicht vorhanden. Er sieht irgendwie so aus, wie ein Mittelding zwischen ß und B und nimmt offiziell nach ISO-Norm die Nummer U+1E9E im Unicode-5.1-Zeichensatz ein. Und auch auf den deutschen Tastaturen ist ein großes ß nicht vorhanden. Drückt man Großschreibtaste und ß, so erhält man ein ? angezeigt. Ob sich das Tastaturlayout tatsächlich wegen eines neuen Buchstabens ändern wird?

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