In der Rubrik »Notizen« finden Sie interessante Fundstücke und Hinweise, die in keine der anderen Rubriken so recht hineinpassen wollten.

Publishing Perspectives: Germany's Best Book Sites
Freude in unser Redaktion: Das literaturcafe.de zählt laut »Publishing Perspectives« zu den besten Bücher-Websites Deutschlands.
»Publishing Perspectives« ist ein englischsprachiges Online-Magazin für die Verlagsbranche. Es wird vom amerikanischen Büro der Frankfurter Buchmesse in New York herausgegeben.
»Was zählt, sind innovative Konzepte, die Leser binden und sie in die Online-Welt entführen. […] Prägnante Ideen, die dem literarischen Leben eine Bühne im Internet bieten.«
Neben dem literaturcafe.de finden sich weitere herausragende Websites auf der Liste.

Foto: Wikipedia / Gel: unbekannt
Die Süddeutsche Zeitung berichtet, dass Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg Teile seiner Doktorarbeit offenbar von anderen Quellen übernommen habe, ohne in den Fußnoten darauf hinzuweisen. Die Süddeutsche spricht von »eklatanten Lücken«. Die betreffenden Stellen seien »teilweise über eine Seite lang«.
Der SPIEGEL zitiert Guttenberg mit den Worten: »Ich … würde dies bei einer Neuauflage berücksichtigen«.
Berichte von geklauten Textpassagen und angeblich vergessene Quellenangaben, die in einer Neuauflage nachgereicht werden? Das erinnert fatal an Helene Hegemann, der vor genau einem Jahr nachgewiesen wurde, dass sie Textpassagen aus einem anderen Buch geklaut hatte.
Hier stand ein Artikel, der anhand eines prominenten Beispiels aus dem Verlagsbereich erläuterte, welchen Zugriff sogenannte Facebook-Applikationen auf die Datenprofile der dortigen Mitglieder haben.
Obwohl im Artikel deutlich darauf hingewiesen wurde, dass eine solche Datengewinnung in keiner Weise illegal oder »ungesetzlich« sei und die im Beispiel genannte Firma sich verpflichtet hat, die Daten nicht an Dritte weiterzugeben, haben wir uns dazu entschlossen, den Artikel in dieser Form vom Netz zu nehmen.
Losgelöst von diesem anschaulichen Beispiel – und somit leider auch von dem für uns relevanten Buch- und Verlagsbereich, lesen Sie daher hier die allgemeinen Passagen aus dem Artikel.
Am Buchmesse-Samstag, dem 9. Oktober 2010, um 13 Uhr wird das Team von twitterlesung.de auf der Bühne des »Literature & Special Interest Hot Spot« in Halle 3.1 die besten, schönsten, witzigsten und großartigsten Tweets aus dem Buch » Twitter – Das Leben in 140 Zeichen« vortragen. Das Buch ist bei PONS erschienen.
Präsentiert wird die knapp einstündige Lesung von literaturcafe.de. Wer genau in Frankfurt lesen wird, das ist demnächst auf twitterlesung.de und hier zu lesen. Außerdem gibt’s preisgekrönte Kurz-Gedichte des 2. Twitter-Lyrik Wettbewerbs zu hören. Das zweite Twitter-Lyrik-Buch ist nun ebenfalls im Buchhandel erhältlich und steht als PDF-Datei zum Download bereit.
Die Twitter-Lesung wird unterstützt von PONS und Books on Demand (BoD).
Für kurze Zeit war er auch im Literatur-Café eingebaut: der kleine »Gefällt mir«-Button von Facebook unter jedem unserer Beiträge. Immer häufiger sieht man ihn auf Blogs und anderen Websites.
Wer auf Facebook eingeloggt ist und einen solchen Link klickt, auf dessen Facebook-Seite erscheint ein entsprechender Hinweis. Parallel sieht man auf der jeweiligen Website – je nach Konfiguration des Buttons – wer den Beitrag ebenfalls gut fand. Facebook arbeitet psychologisch raffiniert, indem an erster Stelle die eigenen Freunde angezeigt werden, die den Button ebenfalls geklickt haben. Wer kann sich da dem Gruppenzwang entziehen?
Doch hinter dem scheinbar harmlosen Web-Gimmick steckt mehr. Facebook kann auf diesem Weg Nutzerstatistiken externer Websites und personenbezogene Nutzerprofile erstellen. Ist der Button nach deutschem Recht überhaupt zulässig?
Heute, am 23. April 2010, findet er zum 15. Mal statt: der UNESCO Welttag des Buches und des Urheberrechts. Ein Tag, an dem das Buch und das Lesen gefeiert werden soll. Der 23. April ist der Todestag von Shakespeare und Cervantes (»Don Quijote«). Laut UNESCO war der so genannte Sankt Georgstag in Katalonien immer schon der Tag gewesen, an dem man zu jedem gekauften Buch eine Rose erhielt. Ein sehr schönes symbolisches Bild.
Vor 15 Jahren freilich kannte man diesen Tag noch nicht. In Deutschland wurde er erstmals 1996 »gefeiert«, und der Buchhandel brauchte einige Jahre, bis er auch das Marketingpotenzial dieses Tages erkannte. Dabei haben es die Blumenhändler mit dem Muttertag und mittlerweile auch mit dem Valentinstag vorgemacht, dass diese Tage, sind sie erst einmal im öffentlichen Bewusstsein verankert, durchaus auch Umsatz bringen.
Im 15. Jahr seines Bestehens dürfte der Welttag des Buches zumindest bei denen bekannt sein, die hin und wieder mal ein Buch in die Hand nehmen. Vor fünf Jahren hatte der deutsche Buchhandel mit der Aktion »Leseköpfe« eine große und u.a. mit Ulrich Wickert prominent geförderte Aktion fürs Lesen ins Leben gerufen, die es heute nicht mehr gibt. Heute konzentriert man sich in erster Linie auf Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche.
Heute finden landauf landab zahlreiche Veranstaltungen in Buchhandlungen, Schulen und an anderen Orten statt.
Es ist so weit: Malte Bremer hat in seiner Textkritik den ersten Romananfang besprochen. In einer Sonderrunde, gesponsert vom Verlag Nagel & Kimche, wird Malte Bremer insgesamt sechs Romananfänge besprechen, die über die Website SchreibStar.tv eingeschickt werden können.
SchreibStar.tv ist die Website zum Roman »Möchtegern« von Milena Moser. Die Autorin beschreibt darin eine fiktive Casting-Show im Schweizer Fernsehen, in der der neue Star am Literatur-Himmel gesucht wird. In den 10 Kandidaten der Show, dürfte sich so manche Schreibende und so mancher Schreibender wiederfinden.
Im »Trainingscamp« der Website, die vom Literatur-Café für den Verlag Nagel & Kimche realisiert wurde, gibt es neben der Möglichkeit, seinen Romananfang von Literatur-Café-Kritiker Malte Bremer öffentlich besprechen zu lassen, auch eine regelmäßige Schreibaufgabe. Unter den Teilnehmern aller Runden wird am Schluss ein Schreibseminar mit Milena Moser verlost. Die aktuelle Aufgabe bis zum 21. März 2010 lautet: »Beschreiben Sie eine Kaffeemaschine.«
Zu Malte Bremers Textkritik von »Das Kuhmädchen« auf SchreibStar.tv »
Am Schluss waren 134 Leute auf der Teilnehmerliste des »Lovelybooks-Events« zu finden. Und tatsächlich war der große Saal des Münchner Literaturhauses am 5. Februar 2010 bis auf den letzten Platz gefüllt.
»Social Web: Der direkte Kontakt zum Leser« lautete der Titel der Veranstaltung. In erster Linie wollten die Lovelybooks-Betreiber Verlagen nahebringen, welche wichtige Rolle das Internet und speziell aktuelle Anwendungen wie der 140-Zeichen-Mitteilungsdienst Twitter und die Vernetzungsplattform Facebook spielen.
Die kostenfreie Veranstaltung stand auch Autoren, Buchhandlungen und »Nur-Lesern« offen, und den Organisatoren ist das fast Unmögliche gelungen: Die sonst bei solchen Tagungen enorm hohe Dichte an Beratern, selbst ernannten Experten und Dampfplauderern war hier nicht zu finden.
Barbara Rampf (Foto) hat ihre Magisterarbeit über das Thems »Podcasts« geschrieben. Als Podcaster der ersten Stunde haben wir damals unsere Hörer und Leser gebeten, Barbara Rampf bei ihrer Umfrage zum Thema zu unterstützen.
Jetzt arbeitet Barbara an ihrer Dissertation, und sie ist dem Thema Podcasts treu geblieben. Erneut möchte sie für ihre wissenschaftliche Arbeit von Podcast-Hörern und -Sehern wissen, wann sie wo wie lange welche Podcasts konsumieren, ob ob sich dadurch die Nutzungszeit anderer Medien geändert hat.
Daher heute unser neuer Aufruf: Wer den Podcast des Literatur-Cafés oder andere Podcasts hört, der sollte sich 10 Minuten Zeit nehmen und Barbara bei ihrer Magisterarbeit unterstützen. Die Umfrage ist bis Weihnachten 2009 online.
Hier klicken und an der Umfrage teilnehmen »
Über 100 Einsendungen haben uns zu unserem Fotowettbewerb »Lesen to go« erreicht. Passend zum Podcast mit Hörbuchausschnitten aus der handlichen dtv-Buchreihe »Books to go« hatten wir gemeinsam mit dem Deutschen Taschenbuchverlag dazu aufgerufen, uns Bilder von lesenden Menschen einzusenden. Tolle Fotos waren dabei und wir danken allen, die mitgemacht haben.
15 Fotos haben wir vorab ausgesucht – und jetzt sind Sie gefragt: Welches Bild gefällt Ihnen am besten? Stimmen Sie ab, und verhelfen Sie den Einsenderinnen und Einsender der 3 besten Fotos zu einem roten Rollkoffer voll mit dtv-Büchern im Gesamtwert von über 375 Euro! Bis zum 30. September 2009 darf abgestimmt werden unter www.dtv-books-to-go.de. Und welches ist ihr Lieblingsbild?
Direkt zur Abstimmung »