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Literatur online

In dieser Rubrik finden Sie Beiträge, die sich generell mit dem Thema »Internet und Literatur« befassen. Wir werfen dabei auch immer wieder einen kritischen Blick auf literarische Websites oder Internet-Angebote von Verlagen und stellen interessante Entwicklungen in diesem Bereich vor.

Beitrag vom 2. Juni 2008 | Rubrik: Literatur online

buecher.blog des Bayerischen Rundfunks von Rüdiger Dingemann

buecher.blog des Bayerischen RundfunksWerktäglich stellt Rüdiger Dingemann für perlentaucher.de u.a den Medienticker zusammen. Da Dingemann aus der Verlagswelt kommt, spielen Meldungen von dort eine wichtige Rolle.

Heute nun meldet der Ticker: »Auf br-online hat ein Buecher-Blog seine Seiten geoeffnet …«. Klickt man auf den Link zum Blog, so kommt einem der Blog-Autor sehr bekannt vor: es ist Rüdiger Dingemann!

So bloggt Rüdiger Dingemann nun für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, und der hat mit Dingemann einen fachkundigen und engagierten Blogger zum Thema gefunden. Ein für die Kontinuität eines Blogs enorm wichtiger Faktor, denn Firmen und Unternehmensblogs existieren – entgegen der Aussagen mancher Berater – nur so lange, wie dahinter ein engagierter Autor steckt. Und Engagement lässt sich mit Geld nur bedingt kaufen.

Beitrag vom 15. Mai 2008 | Rubrik: E-Books, Literatur online, Notizen

Das Internet als Motor der Verlagsbranche – in China

Chinesische eBook-WebsiteUnter dem Titel »Vom Blogger zum Bestsellerautor« berichtet die Frankfurter Buchmesse darüber, welche Rolle das Internet für die chinesische Verlagsbranche spielt. China ist im kommenden Jahr 2009 Gastland der Messe.

»Innerhalb kürzester Zeit hat das Internet die verkrusteten Strukturen der chinesischen Buchbranche aufgebrochen«, schreibt Dr. Jing Bartz, die das Außenbüro der Franfurter Buchmesse in Peking leitet. Ursprünglich im Netz veröffentlichte Texte erscheinen immer häufiger in gedruckter Form auf den Bestsellerlisten. Generell boomen im Netz veröffentlichte literarische Texte und E-Books. »Allerdings«, so sagt uns Britta Friedrich von der Frankfurter Buchmesse in einem Gespräch, »darf man sich beim Begriff E-Book nicht täuschen lassen, da eine Studie des »China Book Business Report« unter diesem Begriff sämtliche literarischen und im Netz veröffentlichten Texte zusammenfasst«. Somit verdienen auch nur die wenigsten der ausschließlich im Netz veröffentlichenden Autoren Geld mit ihren Texten. Die literarischen Netzangebote in China finanzieren sich zum Teil durch Werbung.

Durch die im Netz neu zu entdeckenden Talente werden Literatur-Scouts und -Agenten in China immer wichtiger. Ein Berufsbild, das dort relativ neu ist. Inhaltlich bewegen sich die Texte meist im Unterhaltungsbereich, doch bietet das Internet in China – trotz staatlicher Zensur – auch für politische Texte mehr Freiräume.

Beitrag vom 14. Mai 2008 | Rubrik: Literatur online, Notizen

»Druckfrisch« endlich als Video-Podcast

Druckfrisch als PodcastDie neue ARD-Mediathek, die an Pfingsten online gegangen ist, kommt bei Bloggern und Zeitungen überaus schlecht weg. Alles wirke wenig durchdacht und es sei ein »unübersichtlicher Clip-Salat«.

Doch die ARD-Mediathek hat im wahrsten Sinne des Wortes auch ihre guten Seiten, denn endlich kann man dort die Büchersendung »Druckfrisch« mit Denis Scheck ansehen und sogar als Video-Podcast abonnieren. Vorbei also die Zeiten, an denen man sich geärgert hat, weil man diese gut gemachte Literatursendung am Sonntagabend um 23:30 Uhr verpasst hat und sie auch im Netz nachträglich nicht abrufen konnte.

Jetzt kann man Autoren-Interviews, Buchtipps und -kritiken auch unterwegs auf dem iPod »nachsehen«. Die Sendungen liegen dabei nicht jeweils als komplette Datei vor, sondern sind unterteilt, was den Vorteil hat, dass man Interviews wie z.B. mit Ray Bradbury oder Siri Hustvedt auch gezielt auswählen und ansehen kann.

Eine feine Sache!

Beitrag vom 9. Mai 2008 | Rubrik: Literatur online, Notizen

Zwei literarische Websites für den Grimme Online Award 2008 nominiert – aber warum?

Grimme Online AwardGestern wurden die Nominierungen für den Grimme Online Award 2008 bekannt gegeben. Seit Jahr 2001 werden mit diesem Preis durch das Adolf-Grimme-Institut qualitativ hochwertige Websites ausgezeichnet.

Leider bröckelte das Ansehen des Preises im letzen Jahr gewaltig, nachdem aufgrund einer technischen Panne die Gewinner vorab im Internet zu lesen waren und der Eindruck entstand, dass sich die Jury die Preise gegenseitig zuschanzt.

Unter den vier nominierten im Bereich »Kultur und Unterhaltung« finden sich in diesem Jahr gleich zwei literarische Websites. Eine Quote von 50% für die Literatur ist in dieser Rubrik ja schon mal nicht schlecht. Zumindest darüber kann man sich freuen.

Doch ein Blick auf die beiden Angebote lässt die Frage aufkommen, was an diesen Websites denn so herausragend »qualitativ hochwertig« sein soll, dass sie einen Preis verdient hätten.

Beitrag vom 5. Mai 2008 | Rubrik: Literatur online

Abzockversuch: Erneute Warnung vor Gedichte-Websites

Betrügerisch: Die Website gedichteonkel.comAus aktuellem Anlass muss erneut vor Websites mit angeblich kostenlosen Gedichten gewarnt werden. Besonders auffällig und verdächtig sind perfiderweise Websites, die bereits auf der Startseite betonen, dass die Gedichte dort »100 % KOSTENLOS« seien.

Namentlich betrifft dies Angebote wie z. B. www.gedichteonkel.com oder www.gedichteservice.com, die von der in Dubai ansässigen Firma Web Content FZE betrieben werden.

Sämtliche Links auf diesen Websites führen nicht auf Gedichte, sondern auf ein Programm namens gedichte.exe. Hierbei handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um einen Virus oder ein Dialer-Programm, das den betroffenen Computer schädigt. Das Programm sollte auf keinen Fall heruntergeladen und ausgeführt werden. Mit frei erfundenen Logos wird dreist behauptet, das Programm diene dazu, »die Vorlagen vor unerlaubten Zugriffen von falschen Suchmaschinen oder Seiten die unsere Inhalte böswillig kopieren« zu schützen.

Insbesondere bei Nutzern, die sich nachwievor mit einem Modem ins Netz einwählen, besteht die Gefahr, dass dieses in betrügerischer Absicht auf eine kostenpflichtige Einwahlnummer umgestellt wird. Für die erwähnten Websites wird aktuell mit Google-Anzeigen geworben.

Virenscanner erkennen in der Regel solche Dialerprogramme. Daher ist unbedingt zum Einsatz eines Virenschutzprogrammes zu raten.

Nie sollte man unbekannte Programme von dubiosen Websites herunterladen und ausführen.

Beitrag vom 5. Mai 2008 | Rubrik: Literarisches Leben, Literatur online

Mut zur einfachen Form: Die neue Website der Frankfurter Buchmesse

Die neue Website der Frankfurter BuchmesseSeit Anfang Mai 2008 hat die Frankfurter Buchmesse eine neue Website, und es erstaunt zunächst, was da seit letzter Woche unter www.buchmesse.de zu sehen ist.

Wir haben einen Blick auf die neue Website der Messe geworfen und uns mit Marifé Boix-García unterhalten, die als Leiterin der Abteilung eServices der Frankfurter Buchmesse für den neuen Webauftritt verantwortlich ist.

Eine internationale Wirtschafts- und Kulturveranstaltung wie die Frankfurter Buchmesse im Internet abzubilden ist keine leichte Aufgabe. Zielgruppen wie Aussteller, Fachbesucher und Journalisten haben unterschiedliche Anforderungen an eine solche Site. Zahlreiche Kataloge und Datenbanken – vom Ausstellerverzeichnis bis zum Veranstaltungskalender – müssen abrufbar sein. Darüber hinaus ist die Frankfurter Buchmesse ein Service-Unternehmen, das nicht »nur« für fünf Messetage im Oktober zuständig, sondern ganzjährig aktiv ist und die deutsche Buchbranche auf zahlreichen Buchmessen weltweit repräsentiert.

Beitrag vom 9. April 2008 | Rubrik: Literarisches Leben, Literatur online

Website-Kritik: Das Literaturportal Westfalen

Literaturportal WestfalenJetzt hat auch Westfalen seit einigen Tagen sein eigenes Literaturportal. Unter der Web-Adresse www.literaturportal-westfalen.de soll die Literatur dieser Region vom 15. Jahrhundert bis heute in ihrer Vielfalt präsentiert werden. Träger des Web-Angebots sind die Stiftung Westfalen-Initiative, der Landschaftsverband Westfalen-Lippe, die Nyland-Stiftung und der mentis Verlag.

Wie präsentiert sich die Literaturlandschaft Westfalen im Netz? Nach dem recht ansprechenden Literaturport aus Berlin-Brandenburg und der desaströsen bundesweiten Internet-Ruine literaturportal.de haben wir einen Blick auf das neue westfälische Angebot geworfen.

Nach dem Aufruf von www.literaturportal-westfalen.de der erste Schock: Das literarische Info-Portal startet mit einer sage und schreibe 5 Megabyte großen Flash-Animation! Ein Website-Einstieg wie aus der Internet-Steinzeit, wobei Modem- und ISDN-Anwender, die trotz DSL nachwievor zahlreich vertreten sind, geschätzte 12 Minuten warten müssten, bis sie diesen überflüssigen Schnickschnack zu sehen bekämen.

Beitrag vom 31. März 2008 | Rubrik: Literatur online, Neues im Café

Pfarrer Menzel kommt. Immer werktags außer Samstag.

Pfarrer Menzel kommtAb heute starten wir wieder ein literarisches Projekt mit Fortsetzungen. Jeden Tag können Sie im literaturcafe.de eine kleine Geschichte über Pfarrer Menzel lesen. Der Autor ist den Gästen des literaturcafe.de natürlich bestens bekannt, obwohl er ansonsten eher auf der anderen Seite sitzt: Unser Textkritiker Malte Bremer schreibt jetzt also selbst.

Wobei das mit dem jetzt so nicht ganz richtig ist. Jetzt erscheinen die literarischen Miniaturen im literaturcafe.de. Geschrieben wurden sie allerdings bereits in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts. Die wenigen noch im Copy-Shop erstellten Exemplare wurden damals nur an eine Handvoll Leute verteilt.

Nach all den Jahren sind die Geschichten jetzt frisch überarbeitet von Montag bis Freitag (außer an Feiertagen) exklusiv im
literaturcafe.de zu lesen. Die Menzel-Geschichten besitzen einen eigenen RSS-Feed, sodass Sie diese gezielt abonnieren können, um sich werktäglich über Menzel zu freuen oder zu wundern.

Hier geht’s zu Pfarrer Menzel »

Beitrag vom 17. März 2008 | Rubrik: Literatur online, Notizen

Bezahlter Inhalt: Ein Literaturportal wurde zum Bösen verführt

Geld für eine KrimitippDerzeit (März 2008) hat der Lübbe-Verlag eine Anzeige im literaturcafe.de für den Titel »Und verführe uns nicht zum Bösen« geschaltet. Das freut uns, denn das Geld von Anzeigenkunden hilft mit, unser Angebot zu finanzieren und auszubauen. Dabei bemühen wir uns, Anzeigen als solche kenntlich zu machen, denn die Verlockung, bezahlte Werbung und redaktionelle Berichte zu vermischen, ist nicht nur bei der »Bild« groß, sondern auch bei vielen Literaturportalen im Netz gängige Praxis.

Ist eine positive Buchbesprechung nur platziert, weil der Verlag dafür Geld bezahlt hat? Wie unauffällig bezahlte Werbung und redaktioneller Inhalt vermischt und Leser getäuscht werden, ist derzeit sehr gut auf dem Angebot literature.de zu sehen. Auf der Startseite findet sich der »Krimitipp«, und für Tipps ist man als Leser ja immer dankbar. Uns hat dieser Tipp jedoch stutzig gemacht, da es genau der Titel ist, den Lübbe derzeit im literaturcafe.de bewirbt. Doch nirgendwo findet sich bei literature.de der Hinweis »Anzeige«. Klickt man auf den Artikel, so fällt auf, dass der »Empfehlungstext« aus den Versatzstücken der Verlagswerbung besteht.

Beitrag vom 15. März 2008 | Rubrik: Literatur online, Notizen

9. BuchMarkt-AWARD für Marketingkommunikation belegt die Internet-Defizite der Verlagsbranche

Ein Virus im SYSTEM?Gestern wurde auf der Leipziger Buchmesse zum 9. Mal der BuchMarkt-AWARD für Marketingkommunikation vergeben. Nach Angaben der Veranstalter ist es der einzige Marketing-Preis der Buchbranche und eine Zusammenarbeit zwischen dem Branchenmagazins BuchMarkt, der Zeitung DIE WELT, Mohn media und der Leipziger Buchmesse. Neben eher klassischen Marketingmaßnahmen wird der Preis auch in der Kategorie »Internet« vergeben.

Jedoch belegen die Auszeichnungen der Kategorie »Internet«, wie wenig die Verlagsbranche das Medium verstanden hat. Genauer muss man sagen: Die Liste der Gewinner ist der Beleg, dass die Jurymitglieder vom Internet keine Ahnung haben und offenbar nur toll finden, was sich bewegt und dreht. Denn die vier Gewinnerbeiträge oder Websites sind ausnahmslos zum Teil sehr üppig und aufwändig gestaltete Flash-Animationen. Viele davon öffnen Popup-Fenster und scheitern bereits am Popup-Blocker moderner Browser. Internet von vorgestern, Multimedia-Schlachten wie einst in der Welt der CD-ROM.

Das ist ohne Frage alles nett und schön gemacht und wahrscheinlich saß die Jury begeistert vor den Bildschirmen, beispielsweise beim Gold-Gewinner-Flash »Das System«. Aber es hat nichts mit der aktuellen Internet-Welt zu tun.

Beitrag vom 4. März 2008 | Rubrik: Literatur online, Notizen

Abzocker-Website: Wenn ein Goethe-Gedicht plötzlich 60 Euro kostet

Abgezockt auf www.gedichte-datenbank.deDaniela K.* kann es nicht fassen. Für den Geburtstag eines Freundes suchte sie im Internet nach einem passenden Gedicht. Unter anderem stieß sie auf das Angebot www.gedichte-datenbank.de, in dem laut Anbieter über 2.000 Gedichte verzeichnet sind. Diese sind »Nur noch 1 Klick entfernt«. Zuvor musste Daniela lediglich ihre Adresse eingeben. Das kam ihr zwar merkwürdig vor, doch sie dachte sich nicht viel dabei. Leider erwiesen sich die Gedichte, die sie im Angebot fand, als nicht sonderlich originell. Fast alle hatte sie bereits zuvor auch schon beim Projekt Gutenberg gefunden, bei dem sie ihre Adresse nicht hinterlassen musste.

Die Überraschung kam einige Tage später per Post: Die NETContent Ltd. stellte für den Zugang zu der von ihr betriebenen gedichte-datenbank.de exakt 59,95 Euro für einen Halbjahreszugang in Rechnung. Daniela K. schaute nochmals auf der Website nach. Und tatsächlich: Ganz unten auf der Anmeldeseite stand im Kleingedruckten, dass sie per Klick auf den »Zum Gedichte-Archiv«-Link diesen Bedingungen einwilligte. Leider hatte sie bei ihrer Gedicht-Recherche gar nicht so weit nach unten gescrollt.

Beitrag vom 14. Februar 2008 | Rubrik: Literatur online, Notizen

Buchtrailer: Wie man einen Marketing-Text schlecht vorliest und in Suchmaschinen nicht gefunden wird

Wir sind HeldenDa veröffentlicht die junge sympathische Band »Wir sind Helden« ihr Tourtagebuch bei S. Fischer, was ja ganz nett ist, vor allen Dingen für Fans. Und der Verlag erreicht neue Zielgruppen. »Wir-sind-Helden«-Hörer passen sicherlich besser zum Fischer-Verlag als Tokio-Hotel-Fans.

Es wäre ein gutes Potenzial gewesen, das Ganze online pfiffig zu bewerben. Stattdessen ist als »Trailer« auf der Website ein ziemlich peinliches Video zu sehen. Die Bandmitglieder sitzen und stehen gediegen vor einem offenen Kamin (wie witzig!) und lesen einen Text vor, den ihnen offenbar die Marketingabteilung in die Hand gedrückt hat. Die Vier scheinen ihn davor noch nie gesehen zu haben. Denn wie ist zu erklären, dass selbst Judith Holofernes ihn so schlecht vorliest abliest, als wüsste sie gar nicht, worum es in dem Text geht? Die Frau ist doch ein Bühnenprofi! Ihre Liedtexte singt sie doch auch mit der richtigen Betonung (Nachtrag: Mittlerweile hat der Verlag das Video entfernt).

Es ist ein Vorlese-Stil, wie man ihn manchmal bei Müttern und Vätern hören kann, wenn ein Kind sie bittet, aus einem Buch vorzulesen, das sie nicht kennen. Dann wird meist deutlich und etwas überbetont gelesen, ohne dass die Betonungen wirklich stimmig sind. Beim Lesen selbst erst merkt der Vorleser, was er da eigentlich liest und macht mit einer leichten Verzögerung Gesten oder Grimassen dazu.

Beitrag vom 13. Februar 2008 | Rubrik: Buchkritiken und Tipps, Literatur online

Harper Collins Verlag stellt aktuellen Bestseller von Paulo Coelho kostenlos ins Netz

Jeweils einen Monat lang bietet der Harper Collins Verlag ab sofort ausgewählte Bücher vollständig und kostenlos im Internet an, darunter aktuell die englische Ausgabe von Paulo Coelhos »Die Hexe von Portobello« (The Witch of Portobello). Ob Coelho mit seinen provokanten Thesen zum Thema »Raubkopien« Einfluss auf diese Aktion hatte? Coelho selbst gibt sich in gewohnter Weise naiv und schreibt in seinem Blog, er habe davon in der Zeitung erfahren.

Die kostenlosen Bücher werden Seite für Seite als Bilddateien angeboten, sodass ein Ausdruck schwer möglich ist. Auf Handys oder gar dem Amazon Kindle kann das Werk nicht gelesen werden, theoretisch muss man also am Bildschirm schmökern. Es ist klar, dass die Aktion zum Kauf der Bücher anregen soll. Wie in einer Buchhandlung kann man allerdings vor dem Kauf im Werk blättern und mal hier und mal dort reinlesen. Zum Einbetten des Buches in die eigene Website steht zudem ein Flash-Widget bereit, das wir hier rechts beispielhaft eingebettet haben. Über ein Eingabefeld kann der Text vollständig durchsucht werden.

Unsere Meinung: Eine begrüßenswerte Aktion, die zeigt, dass mittlerweile einige Verlage das Internet verstanden haben.

Beitrag vom 1. Februar 2008 | Rubrik: Literarisches Leben, Literatur online

Paulo Coelho stellt Raubkopien der eigenen Werke ins Netz – und verkauft mehr Bücher

Screenshot aus dem Video mit der Rede Paulo Coelhos»Raubkopierer sind Verbrecher.« So lautet die einfache Kampagnen-Logik der Musikindustrie, der sich mittlerweile auch die Verlage angeschlossen haben. Demnach ist auch der Bestsellerautor Paulo Coelho (»Der Alchemist«, »Die Hexe von Portobello«) ein Verbrecher. Man hätte ihn am vorvergangenen Montag in München gleich verhaften sollen.

Vor über 100 Zuhörern gestand Coelho auf der DLD-Konferenz, dass nicht ein anonymer Fan, sondern er selbst die Website »Pirate Coelho« (piratecoelho.wordpress.com) ins Netz gestellt habe.

Coelho hat sämtliche illegalen digitalen Kopien seiner Werke im WWW und in den Tauschbörsen zusammengesammelt und verlinkt sie auf dieser Website. Um die Site noch populärer zu machen, hat er sie sogar auf seiner offiziellen Website verlinkt und in einem Blog-Eintrag mit gespieltem Entsetzen darauf verwiesen.

Warum tut dieser Mann das?

Beitrag vom 27. Januar 2008 | Rubrik: Literarisches Leben, Literatur online, Schreiben

Die Netzliteratur hat sich gesundgeschrumpft – Ein Interview mit Susanne Berkenheger

Susanne Berkenheger (Foto: privat)Susanne Berkenheger wurde als »Online-Literatin« bekannt und ist auf diesem Gebiet mehrfach preisgekrönt. Wie keine andere nutzte und nutzt sie das Medium als Kunstplattform. Hin und wieder trat sie mit ihren Internet-Werken auch live vor Publikum auf. Am 31. Januar 2008 ist Susanne Berkenheger in Second Life unterwegs, denn mit einer Lesung von ihr wird das virtuelle Literaturhaus der multikulturellen Internet-Literaturplattform readme.cc eröffnet. Künftig will man dort in der digitalen Welt regelmäßig Lesungen durchführen. Wolfgang Tischer vom literaturcafe.de sprach mit Susanne Berkenheger über Kunst und Literatur im Internet damals und heute.

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