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Beitrag vom 19. April 2006 | Rubrik: Literarisches Leben, Schreiben

Die Normseite: Dokumentvorlagen zum Download für Ihre Textverarbeitung (Word/OpenOffice/ LibreOffice/Pages)

SchreibmaschinentastaturDie Normseite ist eine wichtige Maßeinheit für Autorinnen und Autoren, mit der die Länge von Manuskripten ermittelt wird.

literaturcafe.de erklärt Ihnen, was es mit dieser wichtigen Seitenformatierung auf sich hat und stellen Ihnen eine Dateivorlage für Microsoft Word , Apple Pages und OpenOffice Writer bzw. LibreOffice Writer zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Unsere Vorlagen können für neue Texte eingesetzt werden, helfen jedoch auch bei der Umwandlung bereits fertiggestellter Manuskripte In Normseiten.

Eine im Literaturbetrieb verbreitete Hilfsgröße

»Die Normseite ist eine vor allem im Literaturbetrieb verbreitete Hilfsgröße, mit der man den Umfang eines Manuskripts abschätzen kann. Sie dient als Berechnungsgrundlage für das Honorar von Autoren, Übersetzern oder Lektoren. Festgelegt wurde sie in dem zwischen dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels und dem Verband deutscher Schriftsteller vereinbarten Normvertrag vom 1. Juli 1992.

Die Normseite wird definiert als Seite, die dergestalt formatiert wurde, dass sie 30 Zeilen zu jeweils maximal 60 Anschlägen enthält.«

Soweit ein Zitat aus Wikipedia.

Die Normseite ist somit auch eine einheitliche und »unbestechliche« Formatierung, die den Umfang eines Werkes definiert.

Die Normseite wurde zu Zeiten der Schreibmaschine erfunden. Schreibmaschinen arbeiten mit einem festen Zeichenabstand. Moderne Textverarbeitungssysteme nutzen hingegen als Voreinstellung – wie der Buchdruck selbst – Schriftarten mit proportionalem Zeichenabstand, die jedem Zeichen nur soviel Platz in der Zeile geben, wie es aufgrund seiner Breite benötigt. Ein i benötigt somit weniger Raum als ein m. Schriftarten mit festem Zeichenabstand sind hingegen z.B. Courier (New) und Pica, wobei die normale Schriftgröße 12pt beträgt, was einer Schreibmaschinenschrift mit einer Schrittweite von 10 Zeichen pro Zoll entspricht. Die im Web angebotenen Anleitungen zur Erstellung einer Formatvorlage für eine Normseite erfüllen daher, sofern sie auf Proportionalschriftarten wie Arial basieren, die festgelegten Anforderungen nicht.

Die Zeichenzahl durch 1.800 zu teilen wäre falsch

Bei der Zählung der Zeichen sind Leerzeichen und freie Bereiche am Absatzende mitzurechnen. Die in Word oder OpenOffice Writer über Datei/Eigenschaften und Statistik aufzurufende Zeichenzahl eines Textes hilft daher bei der Ermittlung der Normseitenzahl wenig, denn es wäre eine falsche Rechnung, die angezeigte Zeichenzahl einfach durch 1.800 (30 Zeilen mit 60 Anschlägen) zu teilen. In der Regel umfasst ein Manuskript in Normformatierung mehr Seiten, als diese ungenaue Rechnung ergibt.

Die Grafik zeigt den Unterschied zwischen der Zeichenberechnung einer Textverarbeitung und bei der Normseite

Die Grafik zeigt den Unterschied zwischen der (Leer-)Zeichenberechnung einer Textverarbeitung und der Normseite. Bei der Normseite zählen die rot markierten Leerzeichen mit.

Ebenso zählen auch Leerzeilen als volle Zeile. Daher sollte man sein am Computer getipptes Werk spätestens nach der Fertigstellung ins Format der Normseite umformatieren. Ist beispielsweise im Kleingedruckten eines Schreibwettbewerbs zu lesen, dass der eingereichte Text »nicht länger als 10 Normseiten« sein darf, so sollte man den Beitrag gleich mit dieser Formatierung beginnen, um hinterher keine bösen Überraschungen hinsichtlich der »wahren« Textlänge zu erleben. Die Normseite ist immer im Flattersatz zu formatieren, und Wörter werden am Zeilenende nicht getrennt. Die automatische Silbentrennung der Textverarbeitung ist daher abzuschalten.

Selbstverständlich sollte eine Seitenzahl vorhanden sein. Jede Seite sollte zudem den Namen des Autors und den Arbeitstitel des Werkes tragen. Diese Angaben können in einer anderen Schrift und etwas kleiner formatiert sein, da sie nur informativen Charakter besitzen. Der Zeilenabstand sollte auf 1 1/2 Zeilen eingestellt sein.

Wer sein Manuskript im Normseitenformat abgeben möchte oder muss, für die oder den stellt das literaturcafe.de hier entsprechende Formatvorlagen und je ein Beispieldokument für Word, Apple Pages und OpenOffice Writer bzw. LibreOffice zum Download bereit. Bei LibreOffice handelt es sich um eine eigenständige Weiterentwicklung von OpenOffice. Da der Name OpenOffice von Oracle mitsamt der Firma Sun aufgekauft wurde, arbeiten viele der Entwickler nun an LibreOffice weiter.

Die Download-Links der Vorlagen finden Sie unten.

Wenn Sie anschließend die auf Ihrer Festplatte gespeicherte Dokumentvorlage doppelt anklicken öffnet sich die entsprechende Textverarbeitung, und auf Basis der Vorlage wird ein neues, leeres Dokument erstellt. Öffnet sich wider Erwarten eine andere Textverarbeitung als die gewünschte, so versuchen Sie es mit einem Rechtsklick auf die gespeicherte Datei und dem Menüpunkt Öffnen mit …

Abschaltbare Zeilennummerierung

Das Zeilenlineal ist auf die Einheit »Zoll« eingestellt. So lassen sich die tatsächliche Anzahl der Zeichen pro Zeile und die maximal möglichen ablesen. Die Zeilennummerierung am rechten Rand wird bei jedem Zeilenumbruch oder jeder Zeilenschaltung (Eingabetaste/Enter) fortgezählt. Nach 30 Zeilen wird ein Seitenumbruch eingefügt. Die Anzeige der Zeilennummern lässt sich bei Bedarf ausschalten. Bei älteren Word-Versionen geschieht dies unter Datei/Seite einrichten, Registerblatt Seitenlayout, Schaltfläche Zeilennummern… Dort ist das Häkchen bei Zeilennummern hinzufügen zu entfernen. Bei den neuen Word-Versionen mit Menüband findet sich die Zeilennummerierung im Bereich Layout/Textlayout/Zeilennummern. Dort den Eintrag Keine auswählen. Bei OpenOffice/LibreOffice Writer rufen Sie zum Abschalten der Zeilennummern Extras, Zeilennummerierung… auf und entfernen den Haken bei Nummerierung einschalten. Bei Apples Textverarbeitung Pages wird die Zeilennummerierung nicht angezeigt.

Wenn Sie öfters mit Normseiten arbeiten, dann legen Sie am besten die Formatvorlage mit der Datei-Endung dot bzw. ott im Ordner für die Benutzervorlagen ab. Wenn Sie dann über Datei/Neu künftig eine neue Datei erstellen, können Sie die Normvorlage auswählen. Wo sich der Ordner mit den Vorlagen auf Ihrem Rechner befindet, können Sie in Word unter Extras/Optionen und dann auf dem Registerblatt Speicherort für Dateien nachsehen. Bei OpenOffice/LibreOffice Writer finden Sie den Speicherpfad über Extras/Optionen. Den Pfad können Sie unter OpenOffice.org/Pfade ablesen.

Anders müssen Sie vorgehen, wenn Sie einen bereits bestehenden Text nachträglich ins Normseiten-Format bringen wollen. Welche Schritte dazu notwendig sind, das lesen Sie hier.

Wenn Sie Ihr Werk als Ausdruck einreichen müssen oder wollen, so sind die Seiten nur einseitig im Format DIN A4 zu bedrucken.

Zum Abschluss empfehlen wir außerdem noch unseren Beitrag »Aufgeklärt: Fünf Missverständnisse über die Normseite«.

Die Normseite: Dokumentvorlagen und Beispieldokumente kostenlos zum Download

Für Microsoft Word 2000/2003/XP/2007/2010/Mac 2011/Office 365 und Apple Pages:

Für OpenOffice Writer 2.x-4.x bzw. LibreOffice Writer:

Alternative Version für OpenOffice Writer 2.x-4.x bzw. LibreOffice Writer:

Erstellt von Matthias C. Hormann/OpenOffice.org Templates
Breiterer rechter Rand, kleinere Schrift, größerer Zeilenabstand:

Tipps zum Download: Link der entsprechenden Datei mit der rechten (!) Maustaste anklicken und im erscheinenden Kontext-Menü den Eintrag “Ziel speichern unter” anklicken und den Speicherort auswählen. Infos, wo Sie die Dokumentvorlagen am besten abspeichern, finden Sie oben im Text.

 

Kurzratgeber: Alles, was Sie schon immer über die Normseite wissen wollten

Cover: Die Normseite (mit Dokumentvorlage): Was Autoren über die Maßeinheit für Manuskripte wissen solltenIn unserem E-Book-Kurzratgeber »Die Normseite (mit Dokumentvorlage): Was Autoren über die Maßeinheit für Manuskripte wissen sollten« haben wir für Sie kompakt alle Infos zusammengestellt:

  • Wie berechnet man die Länge eines Manuskripts in Normseiten?
  • Welche Rolle spielt die Normseite heutzutage noch?
  • Ist die Normseite eine Dokumentvorlage für E-Books?
  • Welche Schrift und welche Schriftgröße sind korrekt?
  • Was gilt bei Schreibwettbewerben als Einheit?
  • Wie formatiere ich bei einer Normseite Abbildungen, Tabellen und spezielle Texte?
  • Theorie und Abrechnung: Wie viele Zeichen hat die Normseite wirklich?
  • Wie konvertiere ich ein Manuskript korrekt in Normseiten

Zum Lesen des E-Book benötigen Sie kein Kindle-Gerät. Amazon bietet kostenlose Lese-Software für Kindle-Bücher auch für mobile Geräte (iPhone, iPad, Android oder Desktop-PC und Mac an. Einmal erworbene Kindle-Bücher können Sie auf allen Geräten lesen.

Wolfgang Tischer: Die Normseite (mit Dokumentvorlage): Was Autoren über die Maßeinheit für Manuskripte wissen sollten. Kindle Edition. 2014. BoD E-Short für Amazon Kindle (alle Modelle) und die entsprechenden Apps für iPhone, iPad, Android, Mac und PC, 2012. literaturcafe.de.
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12 Kommentare zu diesem Beitrag lesen

  1. thomas schrieb am 11. Januar 2012 um 11:32 Uhr

    die Normseite schafft Klarheit und macht alle eBooks vergleichbar hinsichtlich deren Umfangs- gar keine Frage.
    Doch, dieser Beitrag sagt nichts darüber aus ob und wie mit Autoformen wie z.B. aus Word gearbeitet werden kann.
    Nicht alle eBooks können textlich in der Eigenschaft als Prosa geschrieben werden. Ein Sach- und/oder Fachbuch in dem der Text nur so als s.g. Fließtext geruntergeschrieben ist wirkt langweilig und wäre sehr anstrengend. Hier ist gewisse Seitengestaltung durch graphische Elemente unverzichtbar. Erst durch Linien, Tabellen, Diagramme, Legenden und Banner etc. lassen sich besitmmte Sachverhalte verständlich darstellen. Wie man das so schön sagt, “Bilder sagen mehr als Tausend Worte” möchte man an dieser Stelle noch das Wort “Graphiken” hinzufügen. Die Frage ist nun, welche Erfahrungen beim Konvertieren in MOBI-Format bestehen. Werden solche Autoformen auch sauber umgesetzt. Bleiben diese Autoformen da wo sie sein sollen oder Tanzen sie im Text aus der Reihe?

  2. thomdo schrieb am 13. Januar 2012 um 11:24 Uhr

    Hallo Herr Tischer,
    nun habe auch ich Ihr eBook gekauft und die Vorlage Ihrer Normseite heruntergeladen. (für Word) Hier bin ich auch gleich über einige Widersprüche gestolpert.
    Diese Normseite scheint sehr platzverschwenderisch zu sein.
    Im Gegensatz zu dieser Normseite habe ich den Eindruck, dass auch Ihr eBook nicht wie dort angegeben mit 1.5-facher, sondern mit einer einfachen Zeilenschaltung arbeitet. Auch die von Ihnen gewählte Schriftart ist weder Courier (New) noch Pica. Können Sie bitte den Sachverhalt gleich unten im Kommentar aufklären. Welche Schriftart und welche Zeilenschaltung verwendet Ihr eBook ? Mir gefällt diese Schrift auch besser und wenn die Zeilen enger gesetzt sind. Ihr eBook liest sich am Bildschirm meines PC´s hervorragend. Mit 1.5 ist mir der Text allerdings zu zerschossen. Kann sein, dass der Zeilenabstand erst später im Zuge der Konvertierung beeinflusst wird ? (enger gesetzt wird)

  3. Wolfgang Tischer schrieb am 13. Januar 2012 um 17:52 Uhr

    Lieber tomdo und lieber thomas,

    ich weiß nicht, wie Sie darauf kommen oder woraus dieses Missverständnis resultiert, aber die Normseite hat zunächst überhaupt nichts mit E-Books zu tun!

    Die Normseite ist, wie im Artikel beschrieben, eine Maßeinheit, um die Länge eines Manuskript zu ermitteln, unabhängig von der späteren Form. Natürlich kann es gerade bei E-Books sinnvoll sein, den Umfang in Normseiten anzugeben, um eine Vergleichsbasis zu haben, doch in keiner Weise ist die Normseite so etwas wie eine Formatvorlage für E-Books.

    Die Normseite dient genauso dazu, den Umfang eines Manuskripts für ein gedrucktes Buch zu ermitteln. Schließlich wurde die Normseite schon lange definiert, bevor es elektronische Bücher gab.

    Beim E-Book übernehmen in der Regel die Reader wie Amazons Kindle selbst die Aufbereitung und diese kann vom Leser auch modifiziert werden, indem der Textgröße, Laufweite und Zeilenabstand selbst einstellen kann.

    Es wäre klasse, wenn Sie kurz schreiben, wie Sie darauf kommen, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen E-Book und Normseite gäbe, da weder in diesem Artikel das E-Book erwähnt ist, noch in meinem Buch das Wort »Normseite« auftaucht. Vielleicht ist es dann auch sinnvoll, an anderer Stelle darauf hinzuweisen, dass die Normseite keine Druck- oder Layoutvorlage ist, sondern eine Maßeinheit wie Liter oder Meter. Sie müssen also nicht Tabellen oder Grafiken ins Layout einer Normseite pressen. Schließlich werden auch Papierbücher nicht im Normseitenlayout ausgedruckt.

    Unabhängig davon wird es aber demnächst im literaturcafe.de nochmals einen Beitrag dazu geben, welche Bedeutung die Normseite heutzutage überhaupt noch hat.

    Beste Grüße
    Wolfgang Tischer

  4. thomdo schrieb am 13. Januar 2012 um 22:27 Uhr

    Hallo Herr Tischer,
    die Normseite erwähnen Sie nur einmal und gleich am Anfang Ihres Erfahrungsberichts unter der Rubrik “Der digitale E-Book-Block” letzte Zeile, die nach hierhin verlinkt. Deshalb war ich, wohl zu Unrecht davon ausgegangen, dass die Normseite etwas mit einem eBook zu tun haben muss, wo doch – wie Sie schreiben- zu Beginn ein Text, der immerhin 30 Normseiten umfasst entstanden ist.
    Durch diesen Hinweis und die Verlinkung zu diesem Beitrag habe ich mich wohl auf die Normseite zu sehr fixiert. Direkten Zusammenhang gibt es in der Tat nicht.
    Ansonsten habe ich durch die Lektüre Ihres eBooks gelernt, dass eigentlich nichts schief gehen kann, solange die Regeln zum Seiten- und Zeilenumbruch sowie Dokumentvorlage für Überschriften beachtet werden.

  5. Wolfgang Tischer schrieb am 15. Januar 2012 um 11:13 Uhr

    Lieber thomdo,

    herzlichen Dank für die Erläuterung dieses Missverständnisses. Damit es anderen nicht auch so geht, habe ich die Formulierung am Anfang des Erfahrungsberichts gerade geändert in

    »Entstanden ist ein Text, der – auf Normseiten umgerechnet – zu Beginn 30 und mittlerweile über 80 Seiten umfasst.«

    Somit wird hoffentlich deutlich, dass die Normseite eine Maßeinheit bzw. ein Umrechungsfaktor ist.

    Unabhängig davon wird es aber wie angekündigt in den nächsten Tagen nochmals einen Beitrag zur Normseite im literaturcafe.de geben.

    Beste Grüße
    Wolfgang Tischer

  6. Judith Nana schrieb am 29. März 2012 um 22:40 Uhr

    Wenn ich mein Manuskript mit Ihrer Formatierungsvorlage umwandle, erscheinen jeweils 37 Zeilen (nicht 30 wie im Beitrag)pro Seite. Ist das normalß

  7. Redaktion schrieb am 30. März 2012 um 01:54 Uhr

    Natürlich nicht.

    Wie es richtig mit der Umwandlung funktioniert, kann hier nachgelesen werden.

  8. sabbeljan schrieb am 22. März 2013 um 16:48 Uhr

    Vielen Dank für diesen Service! Zwei Fragen dazu:

    1) Ist die Word-Vorlage in der Office für Mac Wordversion auch korrekt?
    2) Planen Sie in näheren Zukunft eine Download-Vorlage für das inzwischen aktuelle .docx Format?

    Viele Grüße
    sabbeljan

  9. Redaktion schrieb am 22. März 2013 um 17:36 Uhr

    @sabbeljan

    zu 1) Ja, die Vorlagen funktionieren ebenfalls auf Office für Mac (getestet mit der 2011er-Version)
    zu 2) Eine docx bzw. dotx-Version ist nicht erforderlich. Die späteren Office-Versionen erkennen die dot-Vorlage problemlos, und sie ist mit aktuellen Versionen kompatibel.

  10. sabbeljan schrieb am 22. März 2013 um 17:44 Uhr

    Danke für die schnelle Antwort!

  11. Jens Richter schrieb am 22. Mai 2013 um 10:21 Uhr

    “Bei der Zählung der Zeichen sind Leerzeichen und freie Bereiche am Absatzende mitzurechnen. Die in Word oder OpenOffice Writer über Datei/Eigenschaften und Statistik aufzurufende Zeichenzahl eines Textes hilft daher bei der Ermittlung der Normseitenzahl wenig…”

    Also in meinem LibreOffice wird unterschieden zwischen “Zeichen” und “Zeichen ohne Leerzeichen”. Ist meiner Meinung nach schon immer so gewesen, auch in MS Office.

    “…denn es wäre eine falsche Rechnung, die angezeigte Zeichenzahl einfach durch 1.800 (30 Zeilen mit 60 Anschlägen) zu teilen.”

    Das ist ganz sicher KEINE falsche Rechnung, was auch immer mit dem Satz gemeint sein mag.

  12. Redaktion schrieb am 22. Mai 2013 um 11:40 Uhr

    Lieber Herr Richter,

    Ihr Kommentar zeigt, dass Sie das Zählprinzip der Normseite noch nicht ganz verstanden haben. Da es vielleicht anderen genauso ergeht, haben wir (auch im Artikel) eine zusätzliche Grafik ergänzt, die die unterschiedlichen Zählweisen hoffentlich deutlicher aufzeigt. Die Textverarbeitungen zählen nur die tatsächlich eingegeben Leerzeichen über die entsprechende große Taste unten auf der Tastatur. Diese Leerzeichen befinden sich meist zwischen den Wörtern.

    Bei der Normseite zählen jedoch auch die nicht aufgefüllten Bereiche am rechten Rand mit. Besonders an den Absatzenden sind das einige.

    Die Grafik zeigt den Unterschied zwischen der Zeichenberechnung einer Textverarbeitung und bei der Normseite

    Die Grafik macht hoffentlich deutlich, warum die Rechnung auf Basis der Angaben der Textverarbeitung in der Regel eine falsche Normseitenzahl ermittelt. Die Abweichungen werden größer, je mehr Seiten das Manuskript umfasst. Auch die Annahme von durchschnittlich 1.600 Zeichen ist daher nur ein Näherungswert. Siehe dazu auch »Fünf Missverständnisse über die Normseite und eine Bonusfrage«.

    Herzliche Grüße
    Wolfgang Tischer
    literaturcafe.de

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