Laurie: Stephen King verschenkt eine Kurzgeschichte

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Bernsteinfarbene Hundeaugen

Stephen King stellt auf seiner Website stephenking.com eine Kurzgeschichte kostenlos zum Download bereit. Einfach so, als PDF-Datei. Ohne Registrierung und ohne Kopierschutz.

Es ist die Geschichte eines Hundewelpen. Niedlich, doch nicht ganz stubenrein, denn es gibt einen blutigen Teil. Wir zeigen, wie Sie die Datei perfekt aufbereitet auch auf Ihren E-Reader bekommen.

Die Short-Story steht im englischen Original bereit, und die Lesedauer beträgt eine gute halbe Stunde. »Laurie« ist eine von Kings langsameren philosophischen Geschichten. Trotz eines spektakulären Zwischenfalls scheint nicht allzu viel zu passieren. Eine Frau schenkt ihrem Bruder ein Hundebaby. Doch der will das Tier nicht. Er trauert um seine Frau, die nach 40 Jahren Ehe verstorben ist. Ein Hund ist das Letzte, was er in dieser Situation gebrauchen kann. Doch seine Schwester besteht darauf, dass das Tier bei ihm bleibt. Er nennt es schließlich Laurie.

Es ist bemerkenswert, dass Stephen King die Geschichte als 32-seitige PDF-Datei einfach so über einen Link auf seiner Website ohne großes Brimborium zum Download bereitstellt. Man muss sich nicht registrieren, wird nicht zum Facebook-Like genötigt, man muss nicht einmal seine E-Mail-Adresse hinterlassen, man bekommt die Story einfach so. Man darf sie auch weitergeben, solange man kein Geld dafür verlangt. In der Datei gibt es nicht einmal Werbung, kein Link zur Website, nur eine letzte Urheberzeile »Copyright © 2018 by Stephen King«.

Leider ist eine PDF-Datei nur auf Tablets einigermaßen komfortabel auf dem Sofa lesbar, allerdings kann und darf man die Datei auch ausdrucken. Als E-Book im EPUB oder Kindle-Format (MOBI) steht sie leider nicht bereit. Zwar können E-Reader wie Tolino und Kindle auch PDF-Dateien darstellen, doch die fürs DIN-A4-Format (bzw. US Letter) gestalteten Seiten wirken auf den 6-Zoll-Displays der Reader recht klein.

Es gibt Online-Konverter, die eine PDF-Datei ins EPUB- oder MOBI-Format umwandeln, doch die meisten sind nicht sonderlich intelligent. An den Zeilenenden erzeugen fast alle fälschlicherweise einen »harten« Umbruch, wodurch der Text  ziemlich zerrissen wird. Eine PDF-Datei ist nun einmal keine gute Basis für eine E-Book-Konvertierung.

In Bilder: So entsteht aus der PDF-Datei eine perfekt formatiert E-Book-Datei

Wer »Laurie« etwas besser aufbereitet auf seinem E-Reader lesen möchte, sollte zur Konvertierung das kostenlose Programm Calibre verwenden. Man importiert die PDF-Datei in das Programm und konvertiert sie zunächst ins Word-Format DOCX oder ins LibreOffice-Format ODT. Dabei aktiviert man die »Heuristische Verarbeitung«, die dafür sorgt, dass die Absätze sauber als Fließtext umgewandelt werden. Lediglich die Seitenzahlen der Quelldatei werden wie Kapitelüberschriften interpretiert und stehen noch mitten im Text. Daher öffnet man die Datei direkt aus Calibre mit der entsprechenden Textverarbeitung und entfernt die Seitenzahlen manuell. Wo sie eine Zeile trennen, fügt man diese wieder zusammen. Die zehn tatsächlichen Kapitelnummern der Erzählung sollte man jedoch im Text belassen und am besten als Überschrift 1 formatieren.

Will man ganz sauber arbeiten, so entfernt man zusätzlich die Abstände zwischen den Absätzen und gibt diesen – bis auf den jeweils ersten im Kapitel – einen kleinen Einzug. Die Formatierung als Blocksatz rundet das Ganze ab.

Warum wir die Konvertierung hier so genau zum Nachmachen beschreiben? Zwar ist die nicht-kommerzielle Weitergabe des Textes erlaubt, aber es ist fraglich, ob dies auch den Download in einem anderen Format einschließt. Daher lassen wir das lieber.

Wir haben die beiden E-Book-Dateien aber einfach mal an den Webmaster von Stephen King geschickt, vielleicht mag man sie ja über die offizielle Website zum Download bereitstellen.

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