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Beitrag vom 12. Juli 2009 | Rubrik: Literarisches Leben, Zuschussverlage

Nach Elke Heidenreich jetzt auch Börsenblatt des Deutschen Buchhandels von Zuschussverlag instrumentalisiert [Nachtrag]

Bericht auf boersenblatt.netDie kurze Meldung, die das Börsenblatt des Deutschen Buchhandels am vergangene Freitag in seiner Online-Ausgabe boersenblatt.net in der Rubrik »Hintergrund Recht & Gesetz« verbreitet, klingt edel und gutmütig. Dort ist zu lesen:

»Nachdem bekannt wurde, dass die ‚FAZ‘ die Rechte an Texten von Elke Heidenreich gegen Ihren Willen veräußert hat, hat sich die Deutsche Literaturgesellschaft dazu entschlossen, das Buch „Bücher könnte ich lassen, Oper nie!“ freiwillig vom Markt zu nehmen.«

Das klingt wahrlich nobel von dieser Deutschen Literaturgesellschaft. Dort arbeiten offenbar noch Menschen mit Anstand. Allen voran deren Geschäfsführer Jörgen Ellenrieder, der laut Börsenblatt verkündet: »Es ist nicht in unserem Interesse, gegen den Willen unserer Autoren zu publizieren. Wir konnten nicht davon ausgehen, dass die ‚FAZ‘ ohne Rücksprache mit Elke Heidenreich und gegen ihren Willen die Rechte an uns vermittelt hat.«

Mit dem Satz »Die Rechte wurden von der ‚FAZ‘ lizenziert, wie Verlagsrechte aller großen Verlage weltweit üblicherweise gehandelt werden« endet die kurze Meldung des Börsenblattes. Quelle des Textfragmentes: Die Pressemitteilung der Deutschen Literaturgesellschaft, deren Anfang das Börsenblatt ohne jeglichen journalistischen Ehrgeiz 1:1 übernommen hat und das so den wahren Hintergrund der Deutschen Literaturgesellschaft verschweigt.

Nach Elke Heidenreich ist nun also auch das Börsenblatt des Deutschen Buchhandels ein Opfer der »Werbemaßnahmen« eines Zuschussverlages geworden.

Die Pressemitteilung, die die Deutsche Literaturgesellschaft über den nicht ganz billigen Bezahldienst »news aktuell« der dpa verbreiten lässt, geht indes noch weiter und nimmt einen deutlichen Trauerton an. Oder sollte man in diesem Zusammenhang besser von einer Opernschmonzette reden?

Dort heißt es nämlich: »Gerade weil es so ein schönes Buch über die Liebe zur Oper geworden ist, sind wir natürlich traurig, dass mehr über die Form als über den Inhalt gesprochen wird.«

Und in der Selbstdarstellung der Deutschen Literaturgesellschaft am Ende der Meldung liest man: »Die Deutsche Literaturgesellschaft veröffentlicht Bücher bekannter und neuer Schriftsteller. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Förderung noch unbekannter Autoren.«

Da ist, so dürfte es der unbedarfte Leser heraushören, einer engagierten Gesellschaft von der FAZ ein übler Streich gespielt worden, und nur wegen irgendwelcher kleinkrämerischen juristischen Spitzfindigkeiten ist die Welt um ein Kleinod der Literatur ärmer geworden.

Man möchte in die Tauentzienstraße 9-11 nach Berlin fahren, wo die Deutsche Literaturgesellschaft ihren Sitz hat und Herrn Ellenrieder unter Tränen für so viel nobles Gutmenschentum danken.

Freilich wird man ihn dort aber wahrscheinlich eher nicht antreffen. Selbst telefonisch war es der literaturcafe.de-Redaktion nicht möglich, ihn dort zu erreichen. Ob es daran liegen mag, dass praktisch jedermann sich die wohlklingende Adresse im Berliner Europa-Center von der Firma Dussmann-Office kaufen kann, um so etwas Ähnliches wie eine Briefkastenfirma zu betreiben? Dussman selbst nennt es »virtuelles Büro«.

Und auch von den folgenden Dingen ist weder in der Pressemitteilung der Deutschen Literaturgesellschaft noch im Artikel des Börsenblattes zu lesen:

  • dass es in der Tat nichts Illegales ist, der FAZ ein paar Artikel abzukaufen, wenn die FAZ lt. eigener Aussage von Frau Heidenreich die Rechte hierzu bekommen hat, die Deutsche Literaturgesellschaft jedoch verschweigt, dass sie darüber hinaus Elke Heidenreich dreist und ungefragt zur Herausgeberin des Buches gemacht hat. Eine Herausgeberschaft lässt sich jedoch so von der FAZ nicht kaufen.
  • dass die Deutsche Literaturgesellschaft groß ein Bild von Elke Heidenreich auf dem Buchtitel platziert hat. Auch das natürlich gegen den Willen Elke Heidenreichs, aber die Bildrechte sind wahrscheinlich genauso legal wie die FAZ-Abdruckrechte von der dpa erworben.
  • dass die Meldung, man ziehe das Buch zurück, vom Freitag ist, aber noch am Sonntag auf der Website des Verlages Frau Heidenreich als »Autorin des Monats« aufgeführt wird und »ihr« Buch weiterhin auf Platz 1 einer verlagsinternen Bestsellerliste gesetzt ist. Gleich zweimal taucht so ihr Gesicht werbewirksam und Vertrauen erweckend auf der Website auf. Begründen wird man es sicherlich damit, dass leider bei der Web-Agentur am Freitag niemand mehr erreichbar war. Auch Online-Buchhandlungen listen den Titel weiterhin als lieferbar auf.
  • dass die Zurücknahme des angeblichen Heidenreich-Buches vielleicht gar nicht so freiwillig erfolgte, da sowohl Elke Heidenreich wie auch ihre Verlage Hanser und Bertelsmann (Random House) juristische Schritte gegen die Deutsche Literaturgesellschaft einleiteten.
  • dass die nobel klingende Förderung von unbekannten Autoren durch die Deutsche Literaturgesellschaft so ausschauen kann, dass sie von den Autoren für die Veröffentlichung knapp 10.000 Euro verlangt und die ehrenwerte Gesellschaft also in diesem Fall nichts weiter ist als ein Zuschussverlag, der gegen »Autorenzuschüsse« Bücher druckt. Ein entsprechender Vertragsentwurf liegt der literaturcafe.de-Redaktion vor.
  • dass sich die Deutsche Literaturgesellschaft nicht nur damit schmückt, Elke Heidenreich würde dort als Herausgeberin arbeiten, sondern auch in Werbepostkarten an unbekannte Autoren behauptet wird, Marcel Reich-Ranicki würde dort das Vorwort zu einer Gedichtanthologie schreiben und dass die Autoren rund 800 Euro und mehr zahlen müssen, wenn sie dort Gedichte unterbringen möchten.
  • dass die Autoren von der Deutschen Literaturgesellschaft unter Druck gesetzt werden, sie mögen sich mit Entscheidung und Geldüberweisung beeilen, da die Anthologie kurz vor Vollendung stehe und darin nur noch wenige Plätze für Gedichte frei wären.
  • dass die Deutsche Literaturgesellschaft, nachdem das literaturcafe.de die Herkunft der Heidenreich-Texte recherchierte und darüber auch der Perlentaucher, Telepolis, der Freitag und Stefan Niggemeier berichteten, ihre Website massiv »aufgerüstet« hat. Getreu dem Motto, dass auch schlechte Nachrichten eine gute Form der Werbung sind, platzierte man die erwähnte Bestsellerliste mit dem Heidenreich-Titel auf der Startseite und verstärkte die Umgarnung unbekannter Autoren. Die üblichen Floskeln der Zuschussverlage wie »Autoren gesucht«, »Jetzt kostenlos Manuskript prüfen lassen« und »Autor werden« sind nun dort groß und unübersehbar platziert.
  • dass mit dem Umbau der Website auch die Zahl der dort vorgestellten Verlagspublikationen zunahm und dass einige davon vormals mit gleichem Cover und gleicher ISBN beim Deutschen Literaturverlag erschienen. Selbst jetzt noch ist teilweise auf dem bei der Deutschen Literaturgesellschaft dargestellten Covern das Kürzel »DLV« zu erkennen. Nach Recherchen des Norddeutschen Rundfunks vom Herbst 2007 stand dieser Verlag mit den merkwürdigen Machenschaften einer Literaturagentur in Verbindung. Nach bzw. unmittelbar vor der damaligen Ausstrahlung des NDR-Berichtes wurde die Website der Agentur und des Deutschen Literaturverlags von den Betreibern gelöscht. Der Webhoster ist mit dem der Deutschen Literaturgesellschaft identisch.
  • dass die Deutsche Literaturgesellschaft derzeit massiv Werbung bei Suchmaschinen schaltet. Bei Microsofts »Bing« beispielsweise mit dem Suchbegriff »literatur«, bei Google erscheint die Anzeige »Senden Sie uns Ihr Manuskript zur kostenlosen Begutachtung«, wenn man beispielsweise nach »Autor werden« sucht – klare Indizien, worum es der »Deutschen Literaturgesellschaft« geht.

Es versteht sich von selbst, dass die Deutsche Literaturgesellschaft all diese Punkte in ihrer Pressemeldung verschweigt. Allerdings hätte man beim Börsenblatt-Bericht gerne einige davon gelesen, um die Pressemeldung und die Deutsche Literaturgesellschaft deutlich in ein anderes Licht zu rücken. Durch die unbearbeitete Übernahme des Pressetextes muss sich das Börsenblatt so jedoch den Vorwurf gefallen lassen, dass es sich durch die journalistische Nachlässigkeit unbeabsichtigt von der Deutschen Literaturgesellschaft zu Werbezwecken missbrauchen lassen kann, da potenziellen »Kunden« der Gesellschaft die wahren Hintergründe nicht bekannt werden. Im Gegenteil: Die Deutsche Literaturgesellschaft könnte sogar problemlos und werbewirksam in einer Presseschau auf den Börsenblatt Artikel verweisen, da nach der Lektüre niemand etwas Böses ahnen würde.

Es bleibt zu hoffen, dass eine baldige Ergänzung oder Richtigstellung im Börsenblatt erfolgt.

Außerdem ist festzustellen, dass durch den Missbrauch von Elke Heidenreich und Marcel Reich-Ranicki – dank dem legalen Erwerb von Abdruckrechten und der erfolgten Uminterpretation per »news aktuell«-Pressemeldung – die Werbung der Zuschussverlage um Autoren und deren »Zuschüsse« in neue Dimensionen vorgestoßen ist. Es sind Mittel und Wege, die man als dreist und unverfroren bezeichnen könnte, die jedoch – und auch das muss nüchtern festhalten werden – gerade in ihrer Dreistigkeit unglaublich clever und raffiniert sind.

Nachtrag vom 13. Juli 2009:
Das Börsenblatt hat den Artikel leicht abgeändert und berichtet nun, dass die Deutsche Literaturgesellschaft in dieser Sache abgemahnt worden sei. Seit den Mittagsstunden des heutigen Tages sind nun auch die Bilder von Frau Heidenreich von der Website der Deutschen Literaturgesellschaft verschwunden und sie taucht nicht mehr in der Liste der Autoren auf. Bei Amazon ist der Titel noch gelistet, aber als mittlerweile nicht mehr lieferbar gekennzeichnet.

9 Kommentare zu diesem Beitrag lesen

  1. PvC schrieb am 12. Juli 2009 um 12:49 Uhr

    Darf ich in einem Punkt heftig widersprechen? Es handelt sich weder um eine Instrumentalisierung noch um Missbrauch durch andere, wenn man Presseerklärungen ungeprüft – und in diesem Fall unkommentiert – abdruckt, es kann auch keine Rede davon sein, dass ein Blatt dadurch zum Opfer wird.

    Man nennt das in Medienberufen schlicht journalistische Schlamperei und fehlende Sorgfalt. Da kritische Hintergrundinformationen längst im Internet, bei Fairlag (dem Börsenblatt bekannt?) und in diversen Redaktionen im Umlauf und bekannt sind, umso schlimmer.

    Die „Opfer und Missbrauchten“ sitzen diesmal auf Leserseite – denn Laien verlassen sich – noch – auf journalistische Sorgfalt, Objektivität und Recherche.

    In diesem Sinne eine naive Laienfrage: Ist die Deutsche Literaturgesellschaft eigentlich Mitglied im Börsenverein?

  2. Willie Benzen schrieb am 14. Juli 2009 um 14:42 Uhr

    Warum wird den Zuschussverlagen (wieso eigentlich Zuschuss) nicht endlich das Handwerk gelegt. Ein Zuschuss waere ein Teil der Druckkosten. Wenn ich lese es handelt sich um 10 000 €, rechne ich mit etwa 8000 € Gewinn des Verlages.

  3. HWenig schrieb am 11. März 2010 um 07:49 Uhr

    Meine erste Euphorie über die „positive Bewertung meines Manuskriptes durch den Erstlektor“ war recht groß – hatte ich es doch erst 2 Tage vor Erhalt dieses Schreibens per Email an die „Deutsche Literaturgesellschaft“ geschickt. Und doch auch nur 15 Seiten – den Anfang meiner Geschichte – einfach mal so. Nach jetzt 2 Wochen erhalte ich einen kompletten Vertrag und für nur ca. 10.000 Euro würde „mein Buch“ gedruckt werden…. Gut, dass ich mich auf meinen Bauch verlassen kann – ich war nicht mehr euphorisch, sondern skeptisch… Und wenn ich das hier alles so lese, scheint mein Bauchgefühl doch gut zu funktionieren! Vielen Dank…. Ich schreibe trotzdem weiter an meiner Geschichte und erfreue mich einfach selbst daran!

  4. matthias kürschner schrieb am 30. Mai 2010 um 21:49 Uhr

    leider habe ich diese seite zu spät entdeckt.
    anfang des jahres sande ich diesem „verlag“ im auftrag eines bekannten ein gedichtemanuskript zu.nach kurzer zeit kam auch eine antwort, das buch werde an das fachlektorat weitergeleitet.da man dort wohl nicht allzuviel zu tun hat lag auch bald ein brief im kasten mit der freudigen nachricht zur veröffentlichung des buches.es wären lediglich 14.681,13,-
    oder bei geringeren autorenhonorar 8.619,22,- zu zahlen( ohne mehrwertsteuer).da das der kontostand und die gewisse skepsis nicht zuliesen antworteten wir negativ mit der bitte das manuskript doch wieder zurückzuschicken.leider haben die mitarbeiter die beigelegten 5,-euro wohl verpraßt denn anders kann ich mir es nicht erklären ds bis zum jetzigen zeitpunkt nichts ankam.zwischenzeitlich wurden telefonate geführt, e-mails geschrieben und briefe verschickt.keine dieser kommunikationsmethoden fruchtete es entstand vielmehr der eindruck das es einen herrn ellenreider gar nicht gibt.
    ich kann nur jeden warnen mit der gesellschaft in kontakt zu treten

  5. D. Obermeier schrieb am 31. Mai 2010 um 19:21 Uhr

    Mit grossem Interesse habe ich die Beiträge gelesen. Da ich neu in der Branche „Autor“ bin, würde ich gerne wissen, welcher Verlag seriös ist. Welcher Verlag arbeitet ohne Publikationskosten? Z. Zt. schreibe ich als Neuling gerade an einem Roman und an einem Kochbuch. Wer kann mir eine Antwort auf meine Fragen geben. Ich freue mich auf eine Nachricht.
    D. O.

  6. Marie schrieb am 27. Juni 2010 um 16:32 Uhr

    Ich habe mich gestern zunächst gefreut über die positive Antwort der Deutschen Literaturgesellschaft Berlin kurz nach Einreichung meines 350 seitigen Manuskripts. Als ich den Verlagsvertrag gelesen habe, fiel mir der Schleier von den Augen und ich mußte erstmal kräftig lachen. Ziemlich unseriös aufgemacht, sie wollen 14.000 Euro dafür haben, der Autor soll alles finanzieren und natürlich noch viel mehr. Einen Gewinn an dem Buch, falls es sich verkauft, womit sie sicher nicht rechnen, haben sie aber trotzdem. Natürlich soll ich mich schnell entscheiden… Mich macht der Gedanke, daß jemand darauf hereinfällt, total wütend. Ich würde so gerne dazu beitragen denen das Handwerk zu legen, was sicherlich schwierig ist, da ein solches Angebot ja nicht illegal ist. Aber vielleicht gibt es andere Wege.

  7. Eine schrieb am 18. August 2010 um 16:18 Uhr

    Hallo! Ich bin ein Mädchen, dessen Buch bei Deutsche Literaturgessellschaft im April 2010 erschienen ist. Es ist ein Lyrikband. Seitdem ist überall im Internet zu kaufen, auf Seiten de., .at, .it, .com, .ch, .fr sogar. Der Verlag hat von mit nur 2 Raten mal 200 Euro bis jetzt gekriegt. Ich dürfte erst ab Juli bezahlen. Was bedeutet das? Legen sie mich rein? Mein Buch wird auch bei der Buchmesse, am 6 Oktober dabei sein. Meine Mutter kriegt eine Mail von jedem Mitglied des Verlags nach maximal 2 Stunden. Und sie fragt nur, wie es ihnen geht. Aber, was bedeutet, dass ein Buch wert ist, veröffentlicht zu sein, oder einfach für Geld veröffenlicht ist? Ich komme aus Rumänien, und ich würde so gerne wissen, ob alles was der Verlag macht, überhaupt nicht mit der Qualität meiner Gedichten zu tun hatte, weil ich keine Erfahrungen habe, und ich stelle mir diese Frage tagtäglich. Nicht wegen des Geldes, meine Familie zahlt, ich bin schwerbehindert, sondern wegen diese Frage: sind meine Gedichte gut, waren die, die veröffentlicht waren gut, oder nur das Geld? Danke, vielen lieben Dank!

  8. Gerberga schrieb am 15. September 2010 um 11:41 Uhr

    Im Juni suchte die Deutsche Verlagsgesellschaft für ihren Schweriner Ableger Mitarbeiter über die Jobbörse des Arbeitsamtes. Ich hatte zunächst überlegt, mich zu bewerben, dann die einschlägigen Suchmaschinen bemüht und mich sofort dagegen entschieden.

    Heute erschien nun in der Lokalzeitung dieser Artikel:
    http://www.svz.de/nachrichten/home/top-thema/article/111/krimi-um-literatur-agenten-geht-in-naechste-runde.html

    Da ist also offenbar noch viel mehr unseriös.

  9. Bernd-D. Paulußen schrieb am 16. Dezember 2010 um 19:58 Uhr

    Ich werde wütend, wenn ich diese Artikel Lese. Man sollte diesem Pseudoverlag doch endlich das Handwerk legen. Mir ist es ähnlich ergangen wie Herrn Matthias Kürschner. Nachdem ich mein 450 Seiten Manuskript eingesendet hatte, kam innerhalb kürzester Zeit ein Brief mit einem Glückwunsch zurück. Der Verlag wollte mein Buch veröffendlichen. Verträge lagen dabei. Ich habe mich natürlich in meiner blauäugigkeit sehr gefreut. Nachdem ich aber den Vertrag genau geprüft habe, kamen mir große Bedenken. Der ganze Vertrag war unseriös und was mich jetzt nicht mehr wundert nachdem ich den Beitrag von Herrn Kürschner las, ich sollte den Betrag von 14.681,13 Euro schnell überweisen und nicht lage warten. Ich habe jetzt natürlich sehr große Bedenken, dass mein Manuskript missbräuchlich benutzt wird. Wie kann man so etwas verhindern. Ich werde nach Berlin fahren und dort wohl einen kräftigen Eindruck hinterlasse.

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