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Literarisches Leben
Hier finden Sie ausführliche Berichte, Interviews und Tipps für Leser und Autoren. Informationen aus der und über die Welt der Literatur innerhalb und außerhalb des Netzes. Auch hier freuen wir uns immer über Beiträge unsrer Gäste.
Louisiana Literaturfestival 2025: Begegnungen mit Charlotte Gneuß
Das Louisiana Literaturfestival in Dänemarks schönstem Museum für moderne Kunst lockt jedes Jahr Literaturbegeisterte aus aller Welt an. Barbara Fellgiebel war erneut vor Ort und sprach mit Charlotte Gneuß über ihren gefeierten Roman »Gittersee« – ein Gespräch über DDR-Geschichte, Spurensuche und die Kunst des Erzählens.
Keine Mehrwertsteuer auf Bücher: Dänemarks fiskale Leseförderung
Dänemark will 2026 die 25% Mehrwertsteuer auf Bücher komplett abschaffen. Es wäre dann das dritte EU-Land mit steuerbefreiten Büchern. Anlass: Eine »Lesekrise« – ein Fünftel der 15-Jährigen kann keine einfachen Texte verstehen.
Longlist Deutscher Buchpreis 2025: Wer steht drauf und wer nicht
Punkt 10 Uhr am Dienstag, 19.08.2025, verkündete die Jury des Deutschen Buchpreises die mit Spannung erwarteten 20 Nominierten für 2025. Aus 200 eingereichten Romanen von 124 Verlagen haben die sieben Jurymitglieder unter Vorsitz von Laura de Weck ihre Auswahl getroffen - und dabei für die eine oder andere Überraschung gesorgt.
Verlagsabsage garantiert: Warum Thomas Mann heute keine Chance mehr hätte
Thomas Mann, Kafka oder Musil würden heute wahrscheinlich keinen Verlagsvertrag mehr bekommen – nicht weil sie schlecht sind, sondern weil wir anders lesen. Was früher große Literatur war, gilt heute oft als zu langsam, zu sperrig, zu unklar. Unverkäuflich! Das kann man beklagen oder mit der Zeit gehen.
KI-Cover für Thomas Mann: Fehlende Beine auf dem Berg
Liegestühle mit fehlenden Beinen und ein groteskes Metronom: Die neuen Thomas-Mann-Cover bei S. Fischer stammen von der KI. Der Traditionsverlag geht offensiv mit dem Thema um – und zeigt, wie tief der Widerspruch in den Verlagen reicht.
Spurensucherin gegen das Vergessen: Ursula Krechel erhält den Georg-Büchner-Preis 2025
Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung verleiht den Georg-Büchner-Preis 2025 an die Schriftstellerin Ursula Krechel, die mit ihrer Romantrilogie über Verfolgung und Exil sowie ihrem vielfältigen Werk »den Verheerungen der deutschen Geschichte und Verhärtungen der Gegenwart die Kraft ihrer Literatur entgegensetzt«.
Conni und die Meme-Verwirrung: Ein Rückblick auf drei Missverständnisse
Das blonde Mädchen mit dem rot-weiß gestreiften Shirt sollte eigentlich nur Abenteuer im Kindergarten, Supermarkt oder Reiterhof-Besuche erleben. Doch KI-generierte Conni-Bilder, sogenannte Memes, sorgten für Verwirrung, sodass der Carlsen Verlag eine Klarstellungen klarstellen musste. Ein Rückblick auf drei Missverständnisse.
Vom Weltuntergang zum Bestseller: Klimawandel in der Literatur
Noch vor wenigen Jahren galten Romane über Klimakatastrophen als Science-Fiction-Nische. Heute erobern sie deutsche Bestsellerlisten und Feuilletons. Die sogenannte »Climate Fiction« ist populär geworden – und bringt Verlage ins Schwitzen.
Bachmannpreis 2025: Auffälligkeiten bei der Punktevergabe werfen Fragen auf
Der Bachmannpreis 2025 zeigt einmal mehr, wie komplex die Entscheidungsfindung bei literarischen Wettbewerben sein kann. Eine Analyse der Punktevergabe offenbart einige bemerkenswerte Entscheidungen, die möglicherweise über rein literarische Urteile hinausgehen – oder vergessene Aspekte berichtigen.
Thomas Strässle ist der beliebteste Bachmannpreis-Juror des Jahres 2025
Thomas Strässle ist der beliebteste Bachmannpreis-Juror des Jahres 2025. Bei der Publikumsabstimmung auf literaturcafe.de setzte er sich um haaresbreite gegen die Vorjahresgewinnerin Brigitte Schwens-Harrant durch, die diesmal den 2. Platz belegt. Deutliches Schlusslicht bildet ein Juror, der vor 10 Jahren noch an der Spitze stand.
Heinz Bachmanns Schwester Ingeborg und das Haus in der Henselstraße
Mit einem Straßenfest am 27. Juni 2025 wird das Elternhaus von Ingeborg Bachmann der Öffentlichkeit als Museum und Ort der Kultur zugänglich gemacht. Ingeborgs Bachmanns Bruder Heinz wird zur Eröffnung anreisen. »Ingeborg Bachmann, meine Schwester« heißt das Buch, in dem er sich an die gemeinsame Zeit erinnert.
Den Zauberberg in vier Stunden entzaubert – Bericht einer Lesung auf dem größten Marktplatz Deutschlands
Zwischen »literarisches Monument« und »langatmiger Langweiler«: Der Zauberberg von Thomas Mann schreckt ab, begeistert und polarisiert. Wenn man aber vier Stunden daraus laut auf einem Marktplatz liest, sieht der 1.000-Seiten-Roman plötzlich ganz anders aus. Der Bericht einer öffentlichen Lesung von Wolfgang Tischer.
»Schreibe wie J. Bree«: Vergessener KI-Prompt entlarvt Romance-Autorin
Was passiert, wenn man beim Schreiben eines Romans einer KI befiehlt, den Stil einer erfolgreichen Autorin zu kopieren – und dann vergisst, diese Anweisung aus dem fertigen Roman zu löschen? Eine peinliche Panne offenbart das wahre Ausmaß der KI-Flut im Buchmarkt.
Der Mann mit dem Elektroarchiv – Ein Nachruf auf Reinhard Kaiser (1950–2025)
Der Autor, Übersetzer und Lektor Reinhard Kaiser ist tot. Ein Nachruf von Wolfgang Tischer auf einen Mann, der sich als Autor und Übersetzer früh fürs Internet begeisterte und darin literarisch spazierte.
Tote Agatha Christie gibt Schreibseminar: Innovation oder Geisterstunde?
Wenn lebende Bestsellerautoren wie Ken Follett nicht mehr reichen: Die BBC erweckt Agatha Christie per KI zum Leben, um Schreibkurse zu geben. Ein faszinierendes Experiment zwischen Innovation und Nekromantie – oder doch nur Marketing-Gag mit ethischen Fragezeichen?

