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Doris Brockmann auf der Longlist des Blogbuster-Literaturpreis‘

Doris Brockmann bei der Aufzeichnung des Bachmannpreis-Podcasts
Doris Brockmann bei der Aufzeichnung des Bachmannpreis-Podcasts

Doris Brockmann hat es mit ihrem Romanmanuskript »In Bhutan steckt Hut« auf die Longlist des »Blogbuster« geschafft, dem Preis der Literaturblogger, der in diesem Jahr zum ersten Mal vergeben wird.

Das literaturcafe.de gratuliert Doris Brockmann ganz herzlich. Denn die Autorin ist nicht nur die Co-Moderatorin unseres Bachmannpreis-Podcasts, sondern auch Literaturkritiker Malte Bremer ist schon seit geraumer Zeit von ihren schriftstellerischen Qualitäten überzeugt.

Preis der Leipziger Buchmesse 2017: Der erste Blick auf die Shortlist (1/2)

Preis der Leipziger Buchmesse 2017 - Belletristik

Letzte Woche sind sie bekannt gegeben worden: die fünf nominierten Bücher für den Preis der Leipziger Buchmesse 2017 in der Rubrik Belletristik.

Unser Kritiker Malte Bremer greift zu den ersten drei Titeln und macht den Buchhandelstest: Was lassen die ersten Seiten der Bücher erkennen? Will man sie weiterlesen?

Im ersten Teil geht es um eine provisorische Biografie, ein offenbar konkurrenzloses Buch und Gedichte mit Gebrauchsanweisung.

buchmesse:blogger sessions 17 in Leipzig: Warum es keine Buchblogger gibt

buchmesse:blogger (Foto: Leipziger Buchmesse)
buchmesse:blogger (Foto: Leipziger Buchmesse)

Zum zweiten Mal findet auf der Leipziger Buchmesse 2017 am Messe-Sonntag eine Konferenz für Buchblogger statt. Austausch und Information stehen am 26. März 2017 im Mittelpunkt der »buchmesse:blogger sessions 17«.

Ich habe in diesem Jahr die Ehre und das Vergnügen, die Veranstaltung zu moderieren. Daher an dieser Stelle ein paar Gedanken über Buchblogs und warum der Besuch der buchmesse:blogger sessions für Profis und Anfänger wichtig ist.

Self-Publishing-Seminar in Wien: Eigene E-Books erstellen und verkaufen [ausverkauft]

Riesenrad auf dem Wiener Prater

Am Sonntag, 23. April 2017 findet das E-Book- und Self-Publishing-Seminar mit Wolfgang Tischer zum zweiten Mal in Österreich statt – und zwar in Wien.

In seinem viel gelobten Seminar zeigt E-Book-Experte und literaturcafe.de-Herausgeber Wolfgang Tischer, wie man eigene E-Books bei Amazon, Tolino & Co veröffentlicht und verkauft. Auch der Weg zum gedruckten Buch wird besprochen. Ein weiterer Teil widmet sich den Verkaufsstrategien und dem (Selbst-)Marketing für das eigene Buch.

narrativa: Tagung in Frankfurt beschäftigt sich mit dem Erzählen

narrativa: Tagung in Frankfurt beschäftigt sich mit dem Erzählen 1»narrativa« heißt eine Tagung für Autoren, Lektoren und Agenten, die zum ersten Mal am Samstag, 13. Mai 2017 in Frankfurt stattfinden wird. Sie beschäftigt sich mit »mit Aspekten, Techniken und neuen Formen des Erzählens«. Organisiert wird die Tagung durch die bekannte Autorenschule »Textmanufaktur«.

Wir haben mit dem Leiter und Organisator André Hille gesprochen.

Blogger-Fotoaktion auf der Leipziger Buchmesse

Birgit-Cathrin Duval (Foto: takkiwrites)
Birgit-Cathrin Duval (Foto: takkiwrites)

Bestsellerautoren, Selfpublisher, Hobbyautoren – in den vergangenen Jahren hat die Profi-Fotografin Birgit-Cathrin Duval hunderte Autorenporträts aufgenommen, die 2014 und 2015 in der Online-Galerie des literaturcafe.de veröffentlicht wurden.

Dieses Jahr ist geplant, Bloggerinnen und Blogger auf der Blogger-Konferenz am Messe-Sonntag, 25. März 2017 zu porträtieren.

»Puls« – Stephen-King-Verfilmung erscheint direkt auf DVD [Verlosung]

John Cusack, Isabelle Fuhrmann und Samuel L. Jackson in der Stephen-King-Verfilmung »Puls« (Foto: Concorde Home Entertainment)
John Cusack, Isabelle Fuhrmann und Samuel L. Jackson in der Stephen-King-Verfilmung »Puls« (Foto: Concorde Home Entertainment)

John Cusack und Samuel L. Jackson spielen die Hauptrollen in der Stephen-King-Verfilmung »Puls«. In den deutschen Kinos war sie nie zu sehen, stattdessen ist sie nun direkt auf DVD und Blu-ray erschienen.

Obwohl die Dreharbeiten bereits 2014 stattfanden, wirkt die Umsetzung von Kings Technikhorror-Story ein klein wenig wie ein Sinnbild für Amerika unter Trump.

Wir verlosen 3 Exemplare der DVD.

Paul Auster zum 70. Geburtstag: Ein Mann fürs Intellektuelle

Das beste fast zu Beginn: »Stadt aus Glas« ist Paul Austers bestes Werk
Das beste fast zu Beginn: »Stadt aus Glas« ist Paul Austers Meisterwerk

Paul Auster wird 70. Zeitgleich erscheint sein neuer Roman »4 3 2 1« in Deutschland und den USA. Und Paul Auster kommt nach Deutschland. Und die Veranstaltungen sind ausverkauft.

Für mich war Paul Auster ein Autor, dessen Geschichten spannend und unterhaltsam waren. Als er mit »Timbuktu« seinen erzählerischen Tiefpunkt erlangt hatte, wurde er plötzlich populär. Seitdem frage ich mich: Warum begeistert dieser Mann die Feuilletons und Leser so sehr?

Basler Lyrikpreis 2017 an Walle Sayer: »Mikroskopischer Blick für das Detail«

Walle Sayer erhielt den Basler Lyrikpreis 2017 (Foto: Birgit-Cathrin Duval)
Walle Sayer erhielt den Basler Lyrikpreis 2017 (Foto: Birgit-Cathrin Duval)

Der mit 10.000 Schweizer Franken dotierte Basler Lyrikpreis wurde am 28. Januar 2017 an Walle Sayer vergeben.

Sayer sei in seinen Werken ein Zeit- und Ding-Forscher, so Laudatorin Claudia Gabler bei der Preisverleihung im Literaturhaus Basel, und die Dinge seien eben meist mächtiger als ihre Betrachter. Und nie sei so ganz klar, wer da einen Blick auf wen werfe.

Live im Stream: Rainer Dresen gibt Rechtstipps für Self-Publisher

Rainer Dresen, Rechtsanwalt und Leiter der Rechtsabteilung bei Random House, auf der Bühne in Leipzig
Rainer Dresen, Rechtsanwalt und Leiter der Rechtsabteilung bei Random House

Rechtsanwalt Rainer Dresen ist der Justiziar der Random House Verlagsgruppe und vertritt die juristischen Interessen von über 40 Verlagen. Auf Einladung des literaturcafe.de hat er auf der Leipziger Buchmesse bereits zweimal von den juristischen Fallstricken bei der Buchveröffentlichung berichtet.

Auf Einladung des zu Random House gehörenden Self-Publishing-Anbieters Twentysix gab Dresen am 25. Januar 2017 in einem Livestream Rechtstipps für Self-Publisher. Die Zuschauer konnten zudem direkt Fragen stellen. Die Aufzeichnung ist weiterhin online.

Horror-Kitsch in der Textkritik: Überflüssige Wörter und hilfloses Übertreiben

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„Quantenphysik!“, wispert der Nachtmahr auf Lillys Brust. Die roten Augen mit den sternförmigen Pupillen glitzern, der groteske Körper ist so schwer wie ein Felsbrocken, raubt ihr den Atem.
Lilly starrt auf den hässlichen Dämon, versucht sich einzureden, dass dies nur ein schrecklicher, viel zu realistischer Traum ist. Sie hat aufgehört, sich zu wehren, gegen das Monster anzukämpfen, denn mit jedem Versuch wird es nur noch schwerer, erdrückender.
„Quanten … was?“ keucht sie. Sie muss Zeit gewinnen. Einen Plan aushecken, um dem Nachtmahr zu entkommen, aber in ihrer Panik schafft sie es kaum, einen klaren Gedanken zu fassen.
„Quantenphysik!“, wiederholt der Nachtmahr ungerührt. „Eine Art von sich selbst erfüllender Prophezeiung. Seit grauer Vorzeit habt ihr Menschen Angst vor tausend Dingen. Vor Göttern. Monstern. Kobolden. Nachtmahren, wie man uns früher auch nannte.“
„Ich verstehe nicht …“, keucht Lilly.
„Hätte mich auch gewundert.“ Der Nachtmahr bewegt seine großen, krallenbewehrten Füße, und der Druck auf Lillys Brustkorb nimmt weiter zu, wird vernichtend. Noch ein wenig mehr, und ihre Rippen werden brechen wie dürre Äste.
„Eure Angst ist eine Form der Energie, verstehst du?“, flüstert der Nachtmahr. „Und jene Energie, ausgestrahlt von Millionen von Menschen über tausende von Jahren, beginnt sich zu verdichten. Sickert aus der Dimension der Möglichkeiten in das materielle Universum. Und nun bin ich hier.“
Lilly schaut in das schreckliche, grobschlächtige Gesicht, in die unmöglich roten Augen.
„Warum ich?“, stöhnt sie.
„Weil du an mich glaubst.“ Der Nachtmahr schürzt die wulstigen Lippen. „Und zwar mehr als viele junge Mädchen deines Alters. Du bist eine Art … Portal, verstehst du? Ein Zugang für Wesen wie mich. Und wenn ich dich jetzt dann gleich töte, bleibt dieser Zugang, dieses Tor weit offen — und ich kann in eure Dimension gelangen, wann immer ich will.“
Lilly atmet tief ein, so tief es mit diesem schrecklichen Gewicht auf der Brust geht. Wenn sie sich wie eine Feder anspannt und dann ihre ganze Kraft auf einmal freisetzt, kann sie das Monster vielleicht abwerfen, davonrennen, um Hilfe schreien …
„Vergiss es!“, haucht der Nachtmahr, und der Druck wird stärker, unerträglich. „Du glaubst nicht wirklich daran, dass du mich besiegen kannst — und somit kannst du es auch nicht. Du wirst sterben. Jämmerlich ersticken, während ich dir dabei in die Augen sehe. Und wenn der Gerichtsmediziner dich dann morgen seziert, wird es aussehen, als hätte dein Herz einfach zu schlagen aufgehört. Selten, in deinem Alter, aber es kommt vor.“
Lillys Widerstand erschlafft. Der Dämon hat Recht. Sie glaubt an ihn — fühlt es mit jeder erdrückenden Sekunde! — und nein, sie glaubt nicht daran, dass sie ihn besiegen kann. Sie wird heute Nacht sterben, wahrscheinlich in den nächsten Minuten.
Die Erkenntnis bringt eine lähmende innere Leere. Tränen rinnen über ihre Wangen, während sie nach Atem ringt.
„Bitte!“, keucht sie. „Geh einfach …“
„Keine Chance. Ich bin hier, um dir deine Lebensenergie abzusaugen.“
Die Wut kommt unerwartet. Lilly ballt die Fäuste und beginnt, von der Seite auf den Nachtmahr einzuschlagen, auf seine groben Arme, seine angewinkelten Beine. Die Haut des Dämons fühlt sich an wie die eines Krokodils, rau und unangenehm warm. Lilly zwingt einen tiefen Atemzug in ihre Brust, doch statt eines Schreis kommt nur ein heiseres Krächzen. Ihre Eltern im Zimmer nebenan können sie nicht hören.
„Macht dir das eigentlich Spaß, du Missgeburt?“ presst sie hervor.
Der Nachtmahr runzelt die fliehende Stirn. Schweigt. Scheint über die Frage nachzudenken.
„Spaß … keine Ahnung. Woher soll ich das wissen?“
Lilly schaut ihn entgeistert an, ihr Atem gequält und flach. „Was?“
„Woher soll ich das wissen?“ wiederholt der Dämon. „Ihr Menschen habt euch ein Bild geschaffen. Von einem Monster, einem Nachtmahr, der sich nachts auf Schlafende setzt, ihnen den Atem, den Seelenfrieden und schließlich das Leben raubt. Aber keiner hat sich je Gedanken darüber gemacht, ob mir das Spaß machen sollte!“
Lilly schließt die Augen. Öffnet sie blinzelnd wieder. Ihre Lebenskraft nimmt mit jeder Sekunde ab.
„Ich glaub’s einfach nicht.“ Sie atmet röchelnd durch. „Du tust einfach das, was man von dir denkt, ohne es zu hinterfragen? Ohne wissen zu wollen, ob das Ganze einen … einen Sinn ergibt?“
Wieder scheint der Dämon nachzudenken. „Interessante Frage!“, sagt er. „Wahrscheinlich tue ich das tatsächlich.“
„Und?“ sagt Lilly. „Könntest du das nicht ändern?“
„Ändern?“ Die roten Augen des Nachtmahrs werden zu Schlitzen. Er schaut sich um, als wäre ihm auf einmal nicht mehr so richtig wohl. „Wie sollte ich die Situation ändern? Und warum?“
„Du hast die Wahl!“, sagt sie matt. „Du kannst weiterhin Dinge tun, von denen du nicht mal weißt, ob sie dir Spaß machen, nur, weil man es von dir erwartet. Oder“ — ein gequälter Atemzug — „du machst dich frei von den Erwartungen der anderen. Tust das, was dich erfüllt.“
Der Druck auf Lillys Brust nimmt zu, und ihre Augen quellen hervor, während sie verzweifelt nach Luft ringt. Es macht ihm Spaß, denkt sie panisch. Oh Gott, es macht ihm wirklich Spaß!
Plötzlich ist das Gewicht weg.
Lilly sitzt im Bett auf, atmet keuchend durch. Vor dem offenen Fenster bewegt sich der Vorhang — und hängt dann wieder ruhig.

© 2016 by Yves Patak. Unerlaubte Vervielfältigung oder Weitergabe - gleich welcher Art - verboten.

Zusammenfassende Bewertung

Grauslich zusammengepfuschter Horror-Kitsch
Da passt gar nichts zusammen, kann auch nicht, denn da wird nur wild herumgeblödelt. Zu verbessern ist auch nichts, das kann man nur löschen.
PS: Ich habe mir erlaubt, den Schweizer Sprach- und Schreibgebrauch dem Hochdeutschen anzupassen.

Die Kritik im Einzelnen

Ich würde schrecklicher, viel zu realistischer streichen, denn das ist bereits durch die Umstände deutlich. zurück

Auch hier wieder zu viele überflüssige Wörter: Es reicht doch, wenn sie aufhört, sich gegen das Monster zu wehren. Da braucht es kein anzukämpfen mehr. zurück

Und wieder zuviel der Wörter! Oder soll das eine Erklärung für Dummis sein, die davon völlig überrascht sind, dass etwas, das auf einem lastet, auch erdrückender wird, wenn es schwerer wird? zurück

Ja was denn jetzt: Muss sie Zeit gewinnen, um einen Plan auszuhecken, um dem Nachtmahr zu entkommen? Kann sie nicht einfach einen Plan aushecken zu diesem Zweck? Und wozu all diese albernen Überlegungen, wenn sie es kaum schafft, einen klaren Gedanken zu fassen?
Löschte man diesen Abschnitt, würde ein Leser jedweden Geschlechts nichts vermissen! zurück

Erneut dieses hilflose Übertreiben! Soll das eigentlich Spannung erzeugen? Da wird ein Druck vernichtend – aber die Rippen halten das spielend aus: Dafür müsste ein Druck nämlich vernichtendER werden, vernichtend ist nicht genug, damit kann man keinen Toten töter machen … zurück

Der Nachtmahr hat ein schreckliches & grobschlächtiges Gesicht, und seine Augen sind unmöglich rot, an die sternförmigen Pupillen hat sich Lilly offenbar gewöhnt. Was aber ist ein schreckliches Gesicht? Grobschlächtig kann ich mir vorstellen, schrecklich hingegen ist schrecklich nichtssagend. Und was ist ein unmögliches Rot, wenn es doch möglich ist, Lilly sieht es schließlich?
Dieser Pfusch darf ersatzlos gestrichen werden! zurück

Jetzt dann gleich … warum sagt er das? Warum tötet er Lilly nicht einfach? Schließlich ist das doch ein Nachtmahr! zurück

Vorhin war das Gewicht noch vernichtend, jetzt ist es nur noch schrecklich – das verstehe, wer will! zurück

Munter weiter mit diesem hilf- und substanzlosen Wörtergewimmel: War der Druck vorhin vernichtend, dann nur noch schrecklich, so wird er jetzt wieder stärker – jedoch selbstverständlich ohne dass Lillies Rippen endlich brechen, wie der Erzähler versprochen hatte.
Je nun: Was geht einen Erzähler auch sein Geschreibsel von vorher an! zurück

Jetzt drücken Lilly auch noch die Sekunden – aber immer noch bleiben die Rippen heil! Hey, was für Monsterrippen muss das Mädel haben! zurück

Hach, endlich mal wieder diese begnadete, in keiner Kitscherzählung fehlende lähmende innere Leere! Wären die Rippen wie versprochen doch noch wie dürre Äste zerbrochen, wäre es innen zumindest nicht ganz so leer! zurück

Soso, die Haut eines Krokodils fühlt sich unangenehm warm an? Wer weiß denn so was? Nun: Das spürt frau, wenn sie mit Fäusten draufschlägt … Egal – jedenfalls scheinen die jetzt überflüssigerweise hinzugezogenen Eltern einen gesunden Tiefschlaf zu haben, wo doch Töchterchen und Nachtmahr schon die ganze Zeit krächzen und keuchen und stöhnen, dass es eine Art hat. Diese Eltern können wir getrost vergessen! zurück

Fassen wir zusammen: Zunächst raubt der Nachtmahr seinem Opfer den Atem. Wenn das Opfer erstickt ist, wird ihm der Seelenfrieden gemopst und anschließend dem erstickten Opfer noch das Leben geraubt – das wiederum kann dann nur das kirchlich angedrohte ewige sein, das andere war ja bereits erlegt! Immerhin eine gute Tat, jemanden vor dem ewigen Leben (sprich: ewige innere Leere) zu bewahren … Chapeau! zurück

Bei jedem Menschen nimmt die Lebenskraft seit Geburt mit jeder Sekunde ab: Was ist da so besonders, dass es bei Lilly extra erwähnt werden muss? Und wann stoppt diese Abnahme, schließlich lebt Lilly ja heiter weiter?
Das soll vermutlich bloß dramatisch und spannend sein, steckt aber leider zu tief im Allerwertesten des Kitsches. zurück

Dieser immer weiter zunehmenden Drücke bin ich überdrüssig: Wann in Dreiteufelsnamen kommt es denn endlich zu den versprochenen Rippenbrüchen? Das hat mit Spannung schon lange nichts mehr zu tun, das ist Stümperei pur! zurück

Nix mit Dimension der Möglichkeiten oder Quantenphysik – unser Nachtmahr verschwindet profan durch ein Fenster! Was ein Schrott! zurück

Bye-bye, Biller! Was wird aus dem Literarischen Quartett? [Update]

Maxim Biller (Foto: ZDF)
Maxim Biller im Literarischen Quartett (Foto: ZDF)

Auf Facebook hat Maxim Biller gestern seinen Rückzug aus dem Literarischen Quartett bekannt gegeben. Schon in der nächsten Sendung am 3. März 2017 wird er nicht mehr dabei sein. Statt über Bücher zu streiten, will sich Biller künftig wieder mehr aufs Schreiben konzentrieren.

Was jedoch wird aus dem Literarischen Quartett? Ohne den polarisierenden meinungsstarken Biller droht die Bücherrunde zur spätabendlichen Einschlafhilfe zu werden.

Rakuten statt Telekom: Was wird aus den Tolino-Geräten und der Self-Publishing-Plattform? [Update]

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Wird der Tolino zum Kobo? (Fotomontage)
Ungewiss: Wird der Tolino zum Kobo? (Fotomontage)

Zum Jahresanfang 2017 hat die Telekom ihren Ausstieg aus der sogenannten Tolino-Allianz verkündet. Zusammen mit den großen deutschen Buchhandelsketten hat die Telekom hierzulande mit den Tolino-Geräten eine ebenbürtige Konkurrenz zu Amazons Kindle-Welt aufgebaut. Die Telekom war für die Hard- und Software der Geräte verantwortlich.

Neuer Technologiepartner der Buchhändler wird der japanische Rakuten-Konzern. Der hat jedoch hierzulande bereits die wenig bekannten Kobo-Reader im Portfolio. Stehen die Tolino-Reader damit in Deutschland vor dem Aus?

Update: Das Kartellamt hat der Übernahme am 20.01.2017 zugestimmt (siehe Nachtrag).

Textkritik: Gedankenspiel aus einer zufälligen Berührung

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und alles was ich an dir fände
bleibt ein unerwünschtes rempeln
in der menge
und wenn ich dich küsste
(ich wüsste schon wohin)
wenn ich dich liebte
es bleibt auch nur beim »wenn«

© 2016 by Sorytoc Residence. Unerlaubte Vervielfältigung oder Weitergabe - gleich welcher Art - verboten.

Zusammenfassende Bewertung

Feines Gedankenspiel, das sich aus einer zufälligen Berührung entwickeln könnte.

Die Kritik im Einzelnen

Das und zu Beginn weist darauf hin, dass davor schon etwas geschehen sein muss, denn das lyrische Ich wendet sich an eine andere Person, mit der es sich bereits duzt. Und es bringt einen Einwand vor, was im Irrealis fände deutlich wird. zurück

Das war also der Anlass: In einer Menschenmenge haben sich zwei Personen (versehentlich? Oder absichtlich?) angerempelt. zurück

Das Spiel geht weiter: Das lyrische Ich erwägt eine intimere Kontaktaufnahme als das Anrempeln, es stellt sich vor, die andere Person zu küssen! Das heißt, die andere Person hatte das lyrische Ich schon beeindruckt! zurück

Das Küssen wird jetzt sehr konkret in der Vorstellung vom lyrischen Ich, aber es behält die Details für sich, denn das geht niemanden etwas an, vor allem nicht die betreffende Person! zurück

Das lyrische Ich weicht wieder zurück, bändigt seine Fantasie: Es darf die andere Person nur küssen, wenn (oder falls?) es die andere Person lieben würde. Offen bleibt, ob es die andere Person bereits liebt (die berüchtigte Liebe auf den ersten Blick) oder sich dagegen wehrt. zurück

Der schöne Augenblick ist vorüber, die Begegnung ist vorbei, die Fantasie ist ins Leere gelaufen, denn es bleibt beim »wenn«. zurück

Die besten Wünsche für 2017 mit unserem Jahresrückblick 2016!

Die besten Wünsche für 2017 mit unserem Jahresrückblick 2016!
Fotos: Birgit-Cathrin Duval, X-Verleih, Wolfgang Tischer

»Sie mögen sich die Köpfe spalten, (…) Doch nur zu Hause bleib’s beim alten«, steht schon im Faust. Und hätte es da draußen im Jahre 2016 nicht so viele Idioten gegeben, hätte alles so schön sein können. Noch besteht wenige Hoffnung, dass deren Zahl 2017 abnimmt.

Dennoch wünschen wir Ihnen ein gutes, gesundes, glückliches und friedvolles Jahr 2017 mit unserem traditionellen persönlichen literarischen Jahresrückblick auf 2016.