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Dillingen will Texte und Sketche

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Der Landkreis Dillingen an der Donau schreibt anlässlich der 15. Kulturtage vom 29. September bis 31. Oktober 2007 wieder einen Kurzgeschichten- und Sketchwettbewerb aus. Nähere Infos dazu gibt es auf der spartanischen Internet-Site zu lesen (»Lassen Sie sich überraschen, was wir Ihnen das nächste Mal bieten können!!!«).

Aber immerhin gibt es 7.000 Euro Preisgeld zu gewinnen. Und in Dillingen, da stimmt noch alles, denn das Geld stiftet die örtliche Sparkasse und die Gewinnersketche werden ab 28. Oktober 2007 vom Stadeltheater Lauingen aufgeführt.

»Es wäre schön, wenn die Leute von einem Taxi überfahren würden«

»Es wäre schön, wenn die Leute beim Verlassen des Theaters gedankenverloren auf die Fahrbahn gerieten und von einem Taxi überfahren würden. Manchmal denke ich, das wäre schön. Nicht, dass ich wünschte, die Leute möchten sich verletzen! Aber es wäre besser, so gedankenverloren aus dem Theater zu kommen, statt nur den einen Gedanken zu kennen: Wo hatte ich bloß den Wagen geparkt?«

Der Verfasser dieser Zeilen hat ein sehr bekanntes Theaterstück geschrieben. Wissen Sie wer es ist und wie das Stück heißt? Testen Sie wieder Ihr literarisches Wissen in unserem monatlichen Literatur-Quiz in Zusammenarbeit mit der Schiller Buchhandlung in Stuttgart.

Scientology-Sekte will offenbar Bücher an Bibliotheken verschenken

Die New Era GmbH (bzw. New Era Publications International) ist die Buchvertriebsfirma der Scientology-Sekte. Dort erscheinen u.a. die Werke des Sekten-Gründers L. Ron Hubbard, allen voran natürlich die »Scientologie-Bibel« Dianetics. In eMails an Bibliotheken versucht man nun – getarnt als Umfrage – herauszufinden, auf welchem Wege Buchgeschenke an Bibliotheken am besten in deren Bestand übergehen. Der Hintergrund dürfte klar sein, denn man möchte später die Publikationen der Sekte den Büchereien möglichst mundgerecht servieren. Bleibt zu hoffen, dass alle Bibliotheken über den Absender bescheid wissen und die eMail ignorieren. [via netbib]

SPIEGEL kauft Fachmagazin Buchreport

Der SPIEGEL-Verlag hat rückwirkend zum 1. Januar 2007 den Buchreport gekauft, berichtet das Börsenblatt. Der Buchreport ist ein monatliches Fachmagazin für den Buchhandel, das bislang im Harenberg-Verlag erschien. Laut Börsenblatt regelt Verleger Bodo Harenberg damit die Nachfolgefrage. Er bleibt weiterhin als Herausgeber tätig.

SPIEGEL und Buchreport arbeiten schon seit 1972 zusammen. Seit dieser Zeit erstellt der Buchreport für den SPIEGEL die berühmte Hardcover-Bestsellerlisten für die Bereiche Belletristik und Sachbuch.

BoD bietet Möglichkeit der kostenlosen Buchveröffentlichung

BoD Fun - AdministrationswebsiteUnter dem Namen BoD-Fun bietet Book on Demand (BoD) ab sofort die Möglichkeit, das eigene Buch kostenlos zu veröffentlichen. Hierzu wird das Manuskript in digitaler Form einfach an BoD übermittelt. BoD druckt die Exemplare erst bei einer Bestellung und der Autor verdient sofort am ersten verkauften Exemplar.

BoD Fun scheint eine Reaktion auf die auch in Deutschland stark wachsende Popularität des amerikanischen Print-on-Demand-Dienstleisters lulu.com zu sein. Die Möglichkeit einer kostenlosen Veröffentlichung bietet lulu.com bereits von Anfang an.

Wie bei lulu.com ist allerdings im Fun-Tarif von BoD keine eigene ISBN für den Titel enthalten und das Buch ist nicht im Buchhandel zu bestellen, sondern ausschließlich über einen BoD-eigenen Online-Shop, der jedoch erst im März zur Leipziger Buchmesse online gehen wird.

Viele glauben, »creative writing« sei so eine Art Hobbykurs

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In der Online-Ausgabe des Cicero ist ein Interview mit Hans-Ulrich Treichel zu lesen. Treichel leitet im Wechsel mit Josef Haslinger das Literaturinstitut in Leipzig, an dem Schriftsteller ausgebildet werden. Treichel legt im Interview die Gründe dar, weshalb seiner Meinung nach Harry Potter so erfolgreich ist und wie das »Kreative Schreiben« in Deutschland und den USA gesehen wird.

Natürlich versäumen wir an dieser Stelle nicht, nochmals auf das Interview mit Hans-Ulrich Treichel hinzuweisen, das wir 2005 mit ihm für das literaturcafe.de geführt haben. Darin veranstalten wir eine Art Mini-Schreibworkshop mit ihm, denn wir hatten Treichel aufgefordert, einmal den ersten Satz seines Romans Menschenflug zu analysieren.

Fee Katrin Kanzler: »Literatur ist wie Liebe«

Fee Katrin Kanzler am Tübinger NeckaruferFee Katrin Kanzler lebt und studiert in Tübingen. Außerdem schreibt sie wunderbare Gedichte und verstörend schöne Kurzprosa. Im kleinen Hagenlocher Verlag ist von ihr ein Band mit Gedichten erschienen. Und man kann Fee ab und zu auf Bühnen lesen hören und sehen. Ihre schöne Stimme ist den regelmäßigen Besuchern des Cafés natürlich nicht ganz unbekannt, denn einige "Gedichte aus dem Garten der Poesie" wurden von ihr vorgetragen.

Wir haben uns mit Fee in Tübingen getroffen, und entstanden ist eine Neuerung im Café. Erstmals gibt es im Bereich Lyrik nicht nur ein Gedicht einer Autorin oder eines Autors zu lesen, sondern wir haben ein kleines Portrait über Fee erstellt. Neben ein paar Fragen zu ihren Texten, die sie uns beantwortet hat, können Sie vier ihrer Gedichte lesen – und natürlich auch hören! Gelesen selbstverständlich von der Autorin selbst. Viel Spaß dabei!

Zweite Runde: Perlentaucher vs FAZ und SZ

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung und die Süddeutsche Zeitung wollen es dem Perlentaucher verbieten lassen, dass er redaktionelle Zusammenfassungen der in den Zeitungen enthaltenen Buchbesprechungen an Online-Buchhandlungen weiterverkauft. Die Buchhandlungen reichern mit diese Art Presseschau ihre Buchdatenbanken um hilfreich Infos darüber an, was denn die Presse über ein bestimmtes Buch geschrieben hat.

FAZ und SZ argumentieren, dass der Perlentaucher mit ihrer Arbeit Geld verdient, da das Erstellen der Zusammenfassungen keine großartige redaktionelle Arbeit sei. Der Perlentaucher hält dem entgegen, dass das Schreiben der Zusammenfassungen sehr wohl eine eigenständige Leistung darstelle, die darüber hinaus zur Lektüre der Originalrezensionen in den jeweiligen Zeitungen anregen könne.

In der ersten Instanz hat das Landgericht Frankfurt die Beschwerde der Zeitungen abgewiesen und dem Perlentaucher weiterhin erlaubt, die Besprechungen an Dritte zu verkaufen.

Laut einem Bericht des Börsenblattes wollen die beiden Zeitungen diese Entscheidung nicht hinnehmen und gehen nun in Berufung.

Unsere Meinung: Es bleibt zu hoffen, dass der Perlentaucher auch in zweiter Instanz gewinnt. In Zeiten, in denen Buchrezensionen größtenteils nur aus Inhaltsbeschreibungen bestehen, könnte man ansonsten diese gleich ganz verbieten. Egal auf welcher Ebene also zusammengefasst und bewertet wird: es muss erlaubt sein, das mit eigenen Worten zusammenzufassen, was andere schreiben. Egal, ob man damit Geld verdient oder nicht.

Wie bereits erwähnt, wären andere sogar froh, vom Perlentaucher überhaupt beachtet zu werden.

Die Sonnenfinsternis funktioniert wieder

Sonnenfinsternis am 11. August 1999Anlässlich der totalen Sonnenfinsternis, die am 11. August 1999 in den südlichen Teilen Deutschlands zu beobachten war, hatten wir seinerzeit die sehr bewegende Schilderung „Die Sonnenfinsternis am 8. Juli 1842“ von Adalbert Stifter im literaturcafe.de veröffentlicht. Neben der Textversion im HTML- und eBook-Format, war darunter auch eine gelesene Fassung von Wolfgang Tischer. Die Erzählung wurde damals einen Tag vor der Finsternis vom Café-Herausgeber Tischer auch im Stuttgarter Kunstmuseum live gelesen.

Ein Besucher des literaturcafe.de machte uns nun darauf aufmerksam, dass die Real-Audio-Datei nicht mehr funktionierte, da der Real-Server nicht mehr zur Verfügung steht. Wir haben etwas an den Einstellungen geschraubt, und nun ist die Version wieder zu hören. Und da das Real-Format schon lange nicht mehr das praktischte ist, haben wir die Tondatei auch gleich noch ins MP3-Format gebracht. Die Tonqualität ist nicht mehr ganz die beste, aber der ergreifende Text Stifters kann dennoch überzeugen.

»Nie und nie in meinem ganzen Leben war ich so erschüttert, von Schauer und Erhabenheit so erschüttert, wie in diesen zwei Minuten, es war nicht anders, als hätte Gott auf einmal ein deutliches Wort gesprochen und ich hätte es verstanden.« Adalbert Stifter

Sucht jemand eine Wohnung nahe Kassel?

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Immer wieder landen merkwürdige und seltsame Einträge in unserem Gästebuch. Einträge, die wir dort nicht immer übernehmen, um die es aber schade wäre, wenn sie im digitalen Papierkorb verschwinden würden. Gestern wurde gleich eine ganze Wohnungsanzeige dort eingetragen:

Ich hätte in meinem wunderschönen alten Fachwerkhof eine 2 Zimmer Wohnung zu vermieten. Hell, sonnig ruhig.
Wir wohnen 30km westlich von Kassel inmitten der Natur. Sie sollten schon Pferde mögen, denn die gibt es hier auch.
Wir suchen NT, NR bitte keinen Hund, ruhige, liebe künstlerische Menschen.
Mietpreis WM 450,- Euro VB. Die Wohnung ist teilmöbiliert.

Interesse? Dann einfach eMail an redaktion(at)literaturcafe.de und wir leiten Ihre Anfrage weiter.

Being Boyle: 13 Geschichten stehen zur Diskussion

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Die umfangreiche TC-Boyle- Fan-Website www.tcboyle.de, die bereits seit einiger Zeit auch auf unserer Linkliste zu finden ist, hatte zum dritten Mal den Kurzgeschichtenwettbewerb "Being Boyle" ausgeschrieben. Obwohl wir über die Vergabe von Buchpreisen noch nicht hinaus gekommen sind, erhielten wir nicht weniger als 70 Einsendungen auf unsere letzte Ausschreibung "Geschichte wird geschrieben", so Holger Reichard, der Webmaster der Boyle-Website, in einer eMail ans literaturcafe.de.

Die 13 besten Geschichten sind nun auf der Website zu finden. Man kann sie dort lesen, man kann über sie diskutieren und man kann sie bewerten. Die Wettbewerbsbeiträge sollten sich laut Ausschreibung vom Stil her an den
Short Storys und Romanen von TC Boyle orientieren
– ohne diese jedoch zu kopieren oder plagiieren. Und so sind in der Tat sehr interessante Geschichten zusammengekommen. Einsendeschluss war der 10. Dezember 2006. Mitte April wird dann eine Fachjury ihr Urteil abgeben und der oder die Siegerin gekürt.

PRAXIS DEUTSCH lobt das literaturcafe.de

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PRAXIS DEUTSCH Ausgabe 201
In der aktuellen Januar-Ausgabe 201 von PRAXIS DEUTSCH, der Zeitschrift für den Deutschunterricht, die im Friedrich Verlag in Zusammenarbeit mit Klett erscheint, ist das literaturcafe.de der aktuelle "Surf-Tipp". Eine ganze Seite der Zeitschrift – nämlich die 63. – nimmt die Besprechung von Axel Krommer ein. Sie trägt den Titel Das literaturcafe.de als motivierender Medienverbund – Authentische Literaturbegeisterung im Netz.

Krommer lobt das literaturcafe.de, weil man gleichsam in jeder Nische des Cafés den literarischen Enthusiasmus spürt, der dem gesamten Projekt eine Authentizität verleiht, die kommerziell orientierte Webauftritte niemals besitzen können. Mit unserem Podcast, so Krommer, zählen wir gar zur medialen Avantgarde.

Wir sagen vielen Dank für diese wunderbare Besprechung! Da werden sicher wieder einige Deutschlehrer ihre Schüler aufs Café loslassen. Willkommen!

Neuinszenierung von Günter Eichs »Träume«

TräumeDas Hörspiel Träume von Günter Eich (1907-1972) ist ein Hörspielklassiker. Wer es – vielleicht sogar noch in Kindheitstagen – gehört hat, der vergisst die gruselige und bedrohliche Stimmung dieser Hörbilder nie.

Aus Anlass des 100. Geburtstags von Eich am 1. Februar 2007 wurde der Produktion aus dem Jahre 1951 eine Neuinszenierung aus dem Jahre 2006 gegenübergestellt. Mit dabei sind bekannte Schauspieler und Sprecher wie Barbara Auer, Traugott Buhre, Felix von Manteuffel und Udo Wachtveitl.

Beide Produktionen erscheinen am 26. Januar beim Hörverlag auf 3 CDs, die zusammen für 24,95 EUR erhältlich sind. Außerdem wird die neue Produktion auch bundesweit am 1. Februar in einer ARD-Radionacht ausgestrahlt. Die Ursendung ist am 31. Januar um 20 Uhr auf NDR2 zu hören.

Tut das Unnütze, singt die Lieder, die man aus eurem Mund nicht erwartet!
Seid unbequem, seid Sand, nicht das Öl im Getriebe der Welt!
Aus dem Hörspiel Träume von Günter Eich

Das literaturcafe.de ist wieder mobil

Das Café auf einem MDABereits seit mehreren Jahren bieten wir eine mobile Version des literaturcafe.de an. Nutzer mobiler Geräte können so die neuesten Beiträge in einer „schlanken“ Form auch unterwegs lesen, die schnell auf das Handy oder den mobilen digitalen Assistenten geladen ist. Durch den Umbau der Startseite zum Jahreswechsel war die mobile Version einige Tage nicht aktuell. Nun sind auch diese Anpassungsarbeiten abgeschlossen und die mobile Version des Cafés ist wieder aktuell.

Die Version für mobile Geräte können Sie wie bisher unter der Adresse www.literaturcafe.de/pda und jetzt neu unter www.literaturcafe.mobi erreichen (Ja, ohne l am Schluss, das ist richtig so). Geben Sie diese Adressen einfach in den Browser Ihres mobilen Gerätes ein. Selbstverständlich können Sie auf das Café von unterwegs auch weiterhin über Dienste wie z.B. Avantgo aufrufen.

Nachtrag vom 26. Juli 2010: Avantgo gibt es nicht mehr und mittlerweile erkennt literaturcafe.de automatisch, ob Sie unsere Website z.B. mit einem iPhone oder Andriod-Handy besuchen und stellt die Seiten optimiert für mobile Geräte dar. Eine spezielle URL muss nicht mehr eingegeben werden.

Die heil’gen Drei Könige aus dem Morgenland

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WintergedichteDas folgende Gedicht von Heinrich Heine – und weitere 11
Wintergedichte – gibt es im literaturcafe.de auch gelesen als
MP3-Download
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Die heil’gen Drei Könige
von Heinrich Heine

Die heil’gen Drei Könige aus dem Morgenland,
sie frugen in jedem Städtchen:
"Wo geht der Weg nach Bethlehem,
ihr lieben Buben und Mädchen?"

Die Jungen und Alten, sie wussten es nicht,
die Könige zogen weiter,
sie folgten einem goldenen Stern,
der leuchtete lieblich und heiter.

Der Stern bleibt stehn über Josefs Haus,
da sind sie hineingegangen;
das Öchslein brüllte, das Kindlein schrie,
die heil’gen Drei Könige sangen.

Zum Download