Bachmannpreis 2020 vergeben. Auf dem Weg zum Hotel. – Bachmannpreis-Podcast Tag 4

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Zufrieden zurück im Hotel: Bachmannpreis-Moderator Christian Ankowitsch (Foto: Tischer)
Zufrieden zurück im Hotel: Bachmannpreis-Moderator Christian Ankowitsch (Foto: Tischer)

Der Bachmannpreis 2020 ging an Helga Schubert. Verdient! Andrea Diener und Wolfgang Tischer blicken im Podcast auf die Preisverleihung, auf die Shortlist und die Jury-Abstimmung, die für Laura Freudenthaler fast zu einem Drama wurde. Vor Ort in Klagenfurt unterhält sich Wolfgang Tischer zudem mit den beiden Bachmann-Moderatoren Julya Rabinowich und Christian Ankowitsch.

Die 80-jährige Helga Schubert hat den Bachmannpreis 2020 mehr als verdient, war doch ihr Text über die Minuten nach dem Aufwachen der stärkste im diesjährigen Wettbewerb. Nachdem Helga Schubert bereits 1980 am Lesen teilnehmen wollte, die DDR ihr jedoch die Ausreise verweigerte, gewann sie den Preis nun 40 Jahre später. Das ist allein schon eine ergreifende Geschichte, und Helga Schubert war bei ihrer kurzen Dankesrede sichtlich gerührt.

Die Bachmannpreisträgerin Helga Schubert bei der aufgezeichneten Lesung im Garten ihres Hauses (Foto: Screenshot/ORF)
Die Bachmannpreisträgerin Helga Schubert bei der aufgezeichneten Lesung im Garten ihres Hauses (Foto: Screenshot/ORF)

In dieser Podcast-Folge reden Andrea Diener und Wolfgang Tischer zunächst über die Shortlist, auf die die Jury am Sonntagmorgen die folgenden Autor*innen setzte: Laura Freudenthaler, Hanna Herbst, Lisa Krusche, Egon Christian Leitner, Helga Schubert, Matthias Senkel und Levin Westermann. Wer überraschte auf dieser Liste?

Nur die Autor*innen auf der Shortlist haben Chancen auf die vier Jury-Preise. Obwohl das Abstimmungsverfahren im letzten Jahr auch nach Kritik des literaturcafe.de geändert wurde, können die Abstimmungen länger dauern. Nach der Stimmabgabe der Jury mussten auch in diesem Jahr oftmals Stichwahlen zwischen den Zweit- und Drittplatzierten vorgenommen werden, deren Gewinner dann nochmals gegen den oder die Stimmmeiste antreten mussten.

Da bei jedem der vier Preise erneut abgestimmt wird, traf es diesmal Laura Freudenthaler, die bei den ersten drei Jury-Preisen zwar immer zur engeren Wahl stand, aber die dann doch immer unterlag. Sie gewann am Ende den 3sat-Preis.

Der Deutschlandfunk-Preis – quasi Platz 2 – ging an Lisa Krusche, den 3. Platz (Kelag-Preis) erhielt Egon Christian Leitner. Der Publikumspreis schließlich ging an Lydia Haider, die offenbar mehr Online-Fans mobilisieren konnte, als die ebenfalls Follower-starke Hanna Herbst.

Interessant ist auch, dass Matthias Senkel – wie berichtet – in Klagenfurt zum zweiten Mal las. Nun landete er auch zum zweiten Mal auf der Shortlist, ging aber erneut ohne Preis nach Hause. Wobei: Dort war er ja schon, da in diesem Jahr kein Autor und keine Autorin in Klagenfurt war.

Vor Ort im ORF-Studio war jedoch Moderator Christian Ankowitsch, den Wolfgang Tischer in dieser Podcastfolge hörbar auf dem Weg vom ORF-Studio zurück ins Hotel begleitet – fast mit einer Motorrad-Eskorte.

Autorin und Moderatorin Julya Rabinowich und Wolfgang Tischer vom literaturcafe.de
Autorin und Moderatorin Julya Rabinowich und Wolfgang Tischer vom literaturcafe.de

Außerdem in dieser Podcast-Folge zu hören: Ein Gespräch mit der Autorin Julya Rabinowich, die im Jahre 2011 selbst beim Bachmannpreis gelesen hatte und in diesem Jahr ihre Premiere als Kommentatorin und »Außenreporterin« feierte. Wie es dazu kam und wie sie diese neue Rolle empfand, das erzählt sie im Podcast.

Obwohl der »Bachmannpreis spezial« eine überaus gelungene Sache war und dem ORF für die technische Umsetzung ein großes Lob auszusprechen ist, hoffen wir auf ein persönliches Wiedersehen in Klagenfurt vom 16. bis 20. Juni 2021.

Die Technik hinter dem Preis: ORF-Übertragungswagen beim Studio in Klagenfurt
Die Technik hinter dem Preis: ORF-Übertragungswagen beim Studio in Klagenfurt

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