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Beitrag vom 24. Dezember 2011 | Rubrik: E-Books

Praxistest: Die beste Hülle für Amazons Kindle und Kindle Touch

Hüllen für Amazons Kindle 4Amazon hat verkündet, dass der Kindle das meistverkaufte Produkt der Saison sei. Unzählige Menschen werden die E-Book-Lesegeräte verschenken und geschenkt bekommen.

Doch so gut und günstig die Reader sind (siehe unsere Tests des Kindle und Kindle Paperwhite), in der Ausstattung kommen sie spartanisch daher. Lediglich ein USB-Kabel wird mitgeliefert.

Wer unterwegs lesen oder das Gerät in der Wohnung vor Staub schützen möchte, wird als erste sinnvolle Anschaffung eine Hülle oder Tasche für den Kindle erwerben. Aber welche?

Wir haben Amazons Originalhülle und das Produkt eines Drittherstellers angesehen und verglichen. Unser Testergebnis fällt eindeutig aus.

Nachtrag: Besitzer des Kindle Paperwhite sollten zudem unseren speziellen Test der Hüllen für dieses Gerät lesen.

Drei Hüllen kosten ein Kindle

Wer bei Amazon nach Hüllen für den 69-Euro-Kindle (Kindle 4) oder den Kindle Touch sucht, wird erst einmal schlucken: Fast 30 Euro will der Buchversender für das einfache original Kindle-Zip-Sleeve haben. Mit anderen Worten: Drei dieser Hüllen kosten so viel wie das ganze Gerät! Da scheint klar zu sein, womit Amazon sein Geld verdient.

Nur 1 Euro teurer ist die sogenannte »Embrace«-Tasche des englischen Anbieters Tuff-Luv. Sie wird nicht direkt von Amazon angeboten, kann aber dennoch via amazon.de bestellt werden und wird ebenso fix via Amazon ausgeliefert.

Wir haben uns diese beiden Schutzhüllen angesehen und sie in der Praxis getestet, denn eine Lederhülle mit eingebauter Leselampe zu erwerben, die mit 55 Euro mehr als halb so viel kostet wie der E-Book-Reader, erscheint uns unverhältnismäßig teuer.

Der Vergleich der Hüllen in acht Bildern

Amazons Zip Sleeve: Einsteckhülle mit Reisverschluss

Amazons Zip Sleeve ist das, was die englische Bezeichnung verspricht: eine Einsteckhülle mit Reisverschluss über zwei Seiten. Mit rund 55 Gramm ist der Schutz sehr leicht. Die Nylonoberfläche ist Schmutz abweisend. Ein applizierter Halteriemen aus Kunstleder schaut chic aus und man kann damit das Täschlein sicher halten. Zum Lesen muss man das Gerät jedoch komplett aus der Tasche nehmen, sodass man z. B. auf einer Zugfahrt die Hülle irgendwo ablegen oder im Netz des Vordersitzes unterbringen muss. Innen ist die Tasche mit einer Noppenstruktur ausreichend gepolstert. Der Reißverschluss verschließt sie sicher. Das eingeprägte Kindle-Logo im Halteriemen weist die Schutzhülle als original Amazon-Zubehör aus. Es soll ja Leute geben, die auf so etwas Wert legen. Das Zip Sleeve ist in mehreren Farben erhältlich. Sie passt für den Kindle und Kindle Touch.

Weicher Handschmeichler: die »Embrace«-Hülle von Tuff-Luv

Ebenfalls in verschiedenen Farben ist die »Embrace«-Hülle von Tuff-Luv zu haben. Die Kunstleder-Oberfläche ist angenehm weich und ein Handschmeichler. Die Tuff-Luv-Hülle hat die Form eines Buchcovers und der Kindle bleibt beim Lesen in der Hülle. Mittels zweier Laschen und zweier Gummizugbänder wird das Gerät sicher in der Hülle befestigt, kann aber bei Bedarf auch rasch entnommen werden. Keine der Laschen verdeckt das Display oder die Bedienknöpfe des Kindle. Auf diese Weise kann man den Kindle beim Lesen halten wie ein aufgeklapptes Buch. Die Innenseiten sind samtartig gut gepolstert. Die Hüllen sind optimal für die Geräte angepasst, daher gibt es unterschiedliche Varianten für Kindle und Kindle Touch, da letzterer ein paar Millimeter größer ist.

Leseschlaufe der Tuff-Luv-HülleDer Clou der Tuff-Luv-Hülle ist jedoch die integrierte Halteschlaufe auf der Innenseite der Schutzhülle. Indem man eine Seite nach hinten wegklappt und mit dem Gummiband fixiert, das ansonsten das unbeabsichtigte Aufklappen der geschlossenen Hülle verhindert, kann man zwei, drei oder vier Finger durch die Schlaufe stecken, die sich jetzt auf der Rückseite des Gerätes befindet. Ein angesetztes Gummiband sorgt für absolut sicheren Halt bei dicken und dünnen Fingern. Der Daumen bleibt frei, um bequem die Blättertasten an der Seite des Kindle zu bedienen. Das klappt genauso gut mit der rechten wie mit der linken Hand.

Somit kann man entspannt und unverkrampft lesen, weil man das Lesegerät nicht festhalten muss. Es klebt förmlich an der Hand. Besonders beim Kindle Touch ist dies wichtig, da man zum Umblättern den Daumen ständig bewegen muss. Der Hersteller wirbt damit, dass man mit der anderen freien Hand bequem nach einer Tasse Tee oder Kaffee greifen kann.

Beim Größenvergleich mit der Amazon-Hülle fällt auf, dass die Tuff-Luv-Tasche für das 99-Euro-Kindle-Modell sogar einige Millimeter kleiner ist. Dafür passen in die Kindle-Hülle (abwechselnd) auch beide Kindle-Modelle. Die Tuff-Luv-Hülle ist im zugeklappten Zustand an drei Seiten offen. Da die Hülle aber immer noch etwas übersteht, ist genügend Schutz bei einem Sturz gegeben. Theoretisch ist sogar noch Platz für einen Stift im Rücken der Tasche und dieser könnte mit einem weiteren integrierten Gummiband gesichert werden. Wir wüssten jedoch nicht, wozu man bei der Lektüre auf einem Kindle einen Stift benötigt. Mit rund 85 Gramm ist die »Embrace«-Hülle ein klein wenig schwerer als die Originalhülle von Amazon. Beim Kauf der Tuff-Luv-Hülle sollte man darauf achten, die Version für das richtige Kindle-Modell zu erwerben, da der Touch nicht in die Hülle des 4er-Modells passt.

Fazit: Tuff-Luv schlägt Amazon mit der besseren Kindle-Hülle

Eine Schutzhülle für den Kindle ist eine gute und sinnvolle Anschaffung. Wer rund 30 Euro dafür ausgeben will, der sollte definitiv die Tuff-Luv »Embrace«-Tasche wählen. Sie schützt nicht nur das Gerät, sondern steigert die Lesebequemlichkeit durch die genial im »Umschlag« integrierte Halteschlaufe. Ein Plus ist auch, dass die Hülle beim Lesen am Gerät verbleibt.

Zwar ist Amazons Kindle-Hülle gut verarbeitet, doch wer nur einen solch einfachen Schutz benötigt und jemanden mit handarbeitlichen Fähigkeiten kennen sollte, kann sich eine simple Einsteckhülle auch schneidern lassen. Oder sie oder er schaut mal bei Dawanda vorbei, wo es ebenfalls selbst gemachte Kindle-Hüllen auch unter 30 Euro gibt.

Nachtrag: Unseren Test der Hüllen für den Kindle Paperwhite lesen Sie hier.

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7 Kommentare zu diesem Beitrag lesen

  1. Stefan Müller schrieb am 24. Dezember 2011 um 09:42 Uhr

    Ich hab’ mir meine Kindle-Hülle selbst gebastelt. Bei einer Federmappe die Stifthalter rausgetrennt und zwei Staubtücher reingenäht/geklebt. Ist zwar recht voluminös, dafür aber gut gepolstert.

  2. Elli Radinger schrieb am 1. Januar 2012 um 14:45 Uhr

    Ich hab meine Hülle von Elfenstall hier gekauft und bin begeistert:
    http://www.amazon.de/gp/product/B005VYD9JO

  3. Martin Ebeling schrieb am 3. Januar 2012 um 15:09 Uhr

    Mein Kindle steckt in einer alten VHS-Videokassettenhülle. Einfach eine leere VHS-Hülle mit etwas Schaumstoff oder weichem Stoff ausfüllen. Lesen lässt sich unterwegs so auch ganz gut. Das Cover kann individuell gestaltet werden…

  4. DL2MCD schrieb am 11. Februar 2012 um 19:18 Uhr

    “eine Einsteckhülle mit Reisverschluss über zwei Seiten”

    Ich hätte aber lieber eine mit Kartoffelverschluß!!! :o)

    Nee, ich hab eine Noname aus Hongkong für 13 € genommen, war auch noch Lampe und Netzteil dabei, letzteres taugt wenig (Lampe läuft mit Knopfzellen), aber Hülle ist ok!

  5. Martin schrieb am 22. August 2013 um 15:57 Uhr

    Ich bin noch immer skeptisch was das Kindle angeht, und dieser Beiträg bestärkt mich darin nur. Allerdings wird es schon immer verführerischer seinen Lesestoff einfach runterzuladen…

  6. jesse schrieb am 13. September 2013 um 17:05 Uhr

    Servus, da kann ich nur ergänzen und nahelegen. Was handgemachtes:

    http://de.dawanda.com/shop/filzstueck/1016685-Kindle-Huellen

  7. Tom schrieb am 16. September 2013 um 23:32 Uhr

    Danke für diesen Artikel! Allerdings sehe ich das ein bisschen anders, im Gegensatz zu Tuff-Luv-Hülle finde ich die von Amazon etwas besser verarbeitet – die Halteschlaufe kann ich verschmerzen.

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