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Beitrag vom 24. Februar 2007 | Rubrik: Literarisches Leben

Die lesen, die Pariser!

Ausschnitt aus dem MetroplanUnd wie sie lesen! Da kann man als Deutscher nur staunen: Sie lesen, während sie auf den Bus warten, sie lesen, während sie auf die Metro warten, sie lesen, während sie die Metro besteigen, oder auch nur, wenn sie mit diesen Verkehrsmitteln fahren – dabei sind jetzt nicht Zeitungen oder Zeitschriften gemeint, die werden auch gelesen, sondern richtige Bücher! Und was für Wälzer!

Man könnte Wetten abschließen: 5 steigen ein, wie viele davon zücken ein Buch, sobald sie drin sind? Drei waren es! Manchmal allerdings ist kein Raum fürs Zücken, wenn es allzu eng zugeht.

Aber leider: Es sind nicht die Jugendlichen, die lesen! Wie sagte das Nina Hagen damals 1978, als sie noch erträglich war, so treffend? »Ich krieg’ne Meise weil / Na, ich fass’ kein Buch mehr an / Literatur?? Kotz kotz uuuuaah! / Da wird mir übel« und »Ich kann mich doch gar nicht entscheiden, ist alles so schön bunt hier!« Das haben viele verstanden, auch in Paris! Die haben wie unsere den Knopf im Ohr und spielen sich Fragmente per Kreuzstöpselungen zu, während sie eifrig die imaginären iPod-Rädchen drehen und keines ihrer gewählten Stücke länger als ein paar Sekunden ertragen. Und falls kein iPod zur Hand, wird ununterbrochen am Händi rumgefummelt, damit das Leben einen Sinn hat! Welche Ruhe, welche Gelassenheit dagegen bei den Lesenden …

PS: Selbstverständlich lesen nicht ALLE in öffentlichen Verkehrsmitteln, aber doch so viel, dass es einem deutschen Leser einfach auffällt!

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2 Kommentare zu diesem Beitrag lesen

  1. Herr Macht Nichts schrieb am 27. Februar 2007 um 20:05 Uhr

    Das Leben hat einen Sinn wenn man ließt? Wäre mir ja ganz neu. Tja, Verallgemeinerungen kann man so stehen lassen, wenn man weiß das die Realität nicht ganz so übertrieben ist wie hier geschildert, siehe PS: nicht ALLE lesen :)

  2. Angel schrieb am 14. März 2007 um 12:02 Uhr

    Das Leben ist bemerkenswert und wunderbar(er), wenn man liest! Bin selbst eine Vielleserin, lese natürlich auch in öffentlichen Verkehrsmitteln. In Wien gibt es auch immer wieder einige Fahrgäste, die in der U-Bahn dicke Schinken lesen, ist mir aufgefallen!
    Meine Empfehlung: Lesen, lesen und lesen – immer und überall, sobald es die Zeit zulässt! Bücher sind etwas so Herrliches, ich könnte nicht ohne sie sein!!

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