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Schlagwort: Maltes Meinung

Textkritik: Noch zwei Schippen drauf! Töröööh!

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Satire setzt meist auf Übertreibung. Aber man sollte es nicht übertreiben. Die Pointe auszuwalzen und breitzutreten, bis der Autor der Meinung ist, dass sie nun auch der dümmste Leser begriffen hat, ist ärgerlich und schadet dem Text. Weniger ist - wie so oft - mehr.

Textkritik: Beklemmend, stimmig – vielleicht ein Anfang

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Texte benötigen keine Einleitungen, die dem Leser sagen sollen: Was jetzt kommt, das ist spannend! Wenn die Autorin gut schreiben kann, dann ist der Text einfach spannend, und solch ein Einstieg ist überflüssig, auch wenn es nur ein kleiner Satz ist. Denn die Autorin, deren Text Malte Bremer heute bespricht, kann erzählen. Ihre Beschreibungen sind klar, stimmig und präzise. Ein gutes Beispiel für die Schreibregel: »Show, don't tell!«. Schleichend wird auch dem Leser unwohl, und man möchte wissen, was weiter passiert. Und das wird einfach nur beschrieben, ohne überflüssige Erläuterungen und Erklärungen. Es könnte auch ein Romananfang sein.

Textkritik: Pfiffig, nässend, unzufrieden – und doch sehr zufrieden

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Ein »feines, überraschendes, pfiffig sauberes kleines Gedicht« hatte unser Textkritiker Malte Bremer diesmal vorliegen und vergibt dafür 5 Lesebrillen - die Höchstwertung. Doch da wäre noch eine Kleinigkeit, da könnte man noch ... Malte Bremer macht einen Vorschlag, ist nicht ganz zufrieden, aber dann doch, denn er traut dem Verfasser durchaus zu, daran weiter zu arbeiten, wenn es denn tatsächlich nötig sein sollte.

Textkritik: 110 fehlende Leerzeichen

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Kennen Sie das? Sie lesen einen Text und alles wird Ihnen vom Autor erklärt und erläutert. Der Autor hält sie offenbar für dumm - oder traut der eigenen Geschichte und Erzählkraft nicht. Doch auch das kann noch getoppt werden, indem die Personen im Text ihr eigenes Handeln für den Leser kommentieren. Nicht nur der Autor, sondern auch seine Charaktere halten Sie für dumm. Solche Texte mag man nicht lesen - es sei denn, man ist Textkritiker im literaturcafe.de und seziert einen solchen Text, damit andere daraus etwas lernen können.

Textkritik: Liebe in Gruben und Gräben

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Bei dem Gedicht, das sich Malte Bremer diesmal angesehen hat, beginnt das Spiel mit Andeutungen, Assoziationen und Mehrfachbedeutungen bereits im Titel. Es sei inhaltlich und formal überaus gelungen, meint unser Textkritiker, und im Detail gibt es daher nichts zu kritisieren oder anzumerken.

Textkritik: Das Bild hängt schief

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Die Tage sind trüb, da wollen wir uns heute zumindest lyrisch der Sonne zuwenden. Textkritiker Malte Bremer schaut sich ein kurzes Gedicht an, dem er attestiert, dass es handwerklich zwar sauber gearbeitet sein, doch am Inhalt hapere es. Das stimmige Metrum wird durch unpassende oder abgegriffene Adjektive gestört. Und auch am Bild mit Kleid sollte die Autorin noch arbeiten. Obwohl Bilder oder Vergleiche fantasievoll genutzt werden können, sollten sie dennoch in sich logisch sein, denn sonst hängen auch diese Bilder schief, was ja - wie wir spätestens seit Loriot wissen - für den Betrachter unangenehme Folgen haben kann.

Textkritik: Wenn der Frost nach Sommer schmeckt

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»Man wird förmlich hineingesaugt in die Stimmung durch Sprache und Rhythmus, und am Schluss hält man ebenfalls still und rätselt darüber, was einem gerade widerfahren ist. Das ist eigentlich mehr wert als 5 Brillen«, meint Malte Bremer und zieht seinen Kritikerhut vor der Autorin des heutigen Textes. Lassen auch Sie sich hineinsaugen in einen Text, in dem der Frost nach Sommer schmeckt.

Textkritik: Fabelhaft missglückt

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»Fabeln haben eigentlich keine Moral. Diese ist eine Erfindung von Pädagogen aus dem 19. Jahrhundert«, meint unser Textkritiker Malte Bremer. Doch egal, ob mit oder ohne: Die heutige Textkritik einer Fabel zeigt erneut, dass viele Fehler im Detail den Gesamteindruck trüben. Streichen, überarbeiten und die Logik überprüfen, das sind die Grundpfeiler der Textarbeit. Dem Autor fällt dies nicht immer leicht, er (oder sie) ist befangen und hat nicht die notwendige Distanz zum Text. Da hilft nur ein ehrlicher und konstruktiver Kritiker.

Textkritik: Lockende Locken vor Lok

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Dass man Liebesgeschichten auch mal ganz anders präsentieren kann, zeigt dieser von unserem Textkritiker besprochene Prosabeitrag. Kurz, knapp und ironisch lässt er den Kritiker schmunzeln - und hoffentlich auch den Rest der Leserschaft. Höchstens an Details wäre zu feilen. Und wie so oft gilt: Gute Literatur lässt Raum für die Gedanken von Leserin und Leser. Lassen Sie sich locken!

Drama mit dem Drama: Es gibt zu tun in Hülle und...

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Unser Textkritiker bespricht meist Prosa und Lyrik. Doch ab und zu widmet er sich auch anderen Formen. Diesmal ist ein Drama dran - also ein Theatertext. Auch diesmal wird an diesem Text Exemplarisches gezeigt, denn es sollen ja alle aus den Kritiken lernen können. Ein Problem des Dramentextes besteht in den Regieanweisungen. Wann sind sie notwendig? Wann sind sie überflüssig? Wann sind sie unlogisch? Und wann schränken Sie später Regisseur oder Schauspieler zu sehr ein?

Textkritik: Innenhof der Bibliothek mit wenigen überflüssigen Wörtern

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Wasser ist nass, Schnee ist kalt und Vergissmeinnicht ist blau. Das weiß man und das muss man nicht sagen. Hinterfragen Sie in einem Gedicht jedes Wort. Nie sollte eines als Notreim dienen oder überflüssige Adjektive des Rhythmus‘ wegen im Satz verbleiben. Es gibt immer bessere Alternativen - zumindest für den guten Dichter. In der heutigen Textkritik hat Malte Bremer jedoch nur wenig Überflüssiges gefunden.

Textkritik: Bei dieser Lyrik hilft keine Meduzin

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Krankheit, Liebeskummer, Tod, sexueller Missbrauch, Umweltkatastrophen und Depressionen: Erlebnisse, die oft spontan in einem Gedicht verarbeitet werden. Lyrik kann Lebenshilfe sein, doch man sollte solche Werke besser im Tagebuch belassen, bei der Gruppentherapie vortragen oder bei der nächsten Sitzung dem Psychiater zeigen. Auf keinen Fall sollte man sie veröffentlichen oder gar bei Wettbewerben einsenden, denn dann leiden auch Leser, Kritiker oder Juroren, wenngleich eher unter missglückten Sprachbildern, Grammatik, Syntax, Form und Versmaß. Unser Kritiker Malte Bremer blickt diesmal auf solches Leid.

Textkritik: Kurz, schmucklos – und doch nicht ohne

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Der Text, den Malte Bremer heute bespricht, ist kurz. Und kurz sind auch seine Anmerkungen. Viel gibt es nicht zu sagen, da der Prosabeitrag von ihm eine 5-Brillen-Wertung bekommt. Wenn sich an vielen besprochenen Texten beispielhaft Fehler aufzeigen lassen, so kann man hier beispielhaft Positives sehen. Und das ist die fehlende Moralkeule. Viele Texte und Gedichte triefen oftmals von einer Moral und einem Sendungsbewusstsein. Die Botschaft scheint dem Autor wichtiger als die Qualität des Textes. Doch hier ist es anders. Ein kurzer Text, der dem Leser Freiraum lässt und Platz für eigene Gedanken und Interpretationen. Ein Text, der nicht beim Schlusspunkt endet. So muss gute Literatur sein.

Textkritik: Hundephilosophie und Hundehandwerk

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Manche Menschen glauben, wenn Wörter unter- statt nebeneinander stehen, dann sei das schon ein Gedicht. Allerdings können ein paar Jamben und Reime nie schaden. Vieles kann in der Lyrik freier gestaltet werden - auch das Setzen von Satzzeichen. Doch fehlende Satzzeichen machen ebenfalls noch kein Gedicht aus. Im Gegenteil: Man macht es dem Leser oft nicht einfach, den Sinn zu erfassen. Und dann ist da noch der Inhalt. Der sollte nicht zu überfrachtet sein, meint unser Textkritiker Malte Bremer.

Textkritik: Zwei ganz wunderbare Sätze! Es geht doch! Mehr davon!

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Unser Textkritiker Malte Bremer hat im heutigen Prosa-Beitrag durchaus einige »ganz wunderbare Sätze« gefunden. Dennoch erhält der Text als Gesamtwertung nur drei von fünf Brillen. Denn die Erzählung sei zwar raffiniert gesponnen, doch zu selten blitze das Können des Autors auf. Stattdessen muss ein Leser mit vielen Nicklichkeiten kämpfen wie viel zu flüchtig Hingeschriebenem, Rechtschreib- und Zeichensetzungsfehlern. Malte hat sich durchgekämpft!