Sehr schön und einfach aufbereitet gibt es eine Sammlung von Allgemeinplätzen unter www.allgemeinplaetze.de.
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Wer es vor Weihnachten am 18.12.2006 nicht in der ZDF-Sendung WISO gesehen hat, der sollte es sich unbedingt noch im Netz ansehen: In der Reihe »WISO ermittelt«, in der mit dem Schauspieler Manfred Lehmann reale Fälle von Bauernfängerei in unterhaltsamen Spielszenen nachgestellt werden, geht es diesmal um ein Literaturfernsehen. Laut ZDF-Bericht verlangt man dort vom Autor knapp 5.000 Euro, wenn er dort lesen will. Das Literaturfernsehen gehört laut ZDF zu einer Verlagsgruppe, gegen die man bereits schon einmal »ermittelt« hat.
Im kommenden Jahr wird das literaturcafe.de sein 11-jähriges Bestehen feiern können. Viel ist seit dem passiert. Erinnern sich die Älteren unter Ihnen noch an die so genannte „Netzliteratur“? Ja, es gab tatsächlich mal eine Zeit, da glaubte man, das Internet würde so etwas wie eine neue Literaturform schaffen. Damals waren auch wir u.a. auf der Softmoderne in Berlin (hier 1997 und hier 1999). Und es gab Internet-Literaturwettbewerbe z.B. von der ZEIT oder später auch von T-Online und dtv.
Was ist geblieben? Wo sind die damals hochgelobten und von einigen Medien in den Himmel geschriebenen Projekte wie „Abfall für alle“ oder „Am Pool“? Maik Söhler macht für Telepolis eine kleine Bestandsaufnahme.
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Es gibt nicht geschriebene Romane. OK. Aber eine Kritik zu einem nie geschriebenen Roman, das ist fast noch besser. In der Zeitung „Helsingborg Dagblad“ erschien die Kritik eines Romans, der zwar in der Verlagsvorschau angekündigt war, jedoch nie erschienen und auch niemandem zugänglich war. Der Kritiker Kristian Lundberg hat einfach Versatzstücke aus dem Prospekt zusammengesetzt und dem Roman sogar einen „vorhersehbaren Aufbau der Handlung“ und eine „schematische Personenschilderungen“ vorgeworfen. Der Standard schreibt, dass die Autorin außer sich vor Zorn gewesen sein soll. Allerdings kann sie beruhigt sein, denn eindeutiger als in diesem Fall kann man nicht nachweisen, dass der Kritiker den Roman nie gelesen hat.
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Eine selbstironische Aktion des Diogenes Verlegers Daniel Keel, der die Worstseller des Jahres 2005 des eigenen Verlages in einer SPIEGEL-ähnlichen Liste aufgeführt hat, hat die FAZ zum Anlass genommen, auch bei anderen Verlagen nachzufragen, welche Titel, die dem Verlag sehr am Herzen liegen, dennoch schlecht verkauft wurden. Nicht alle haben mitgemacht, dennoch ist eine kleine Liste der am schlechtesten Verkauften Bücher 2006 entstanden. Platz 1 führt Diogenes an mit dem Titel „Vorsätzlich Herumlungern“ (sehr treffend) von Muriel Sparks. Ganze 6 Exemplare wurden davon bislang im Jahr 2006 verkauft.
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»Cat-Content« ist ein Begriff, der sich für katzenbezogene Inhalte in Weblogs und Podcasts etabliert hat. Zunächst eher abwertend gemeint als Kritik an den oftmals „tiefgehenden“ Themen einiger Weblogs, führen ihn mittlerweile einige Blogs mit Stolz. Und auch Annik Rubens´ Podcast »Schlaflos in München« wäre ohne Katze nicht denkbar.
Cat-Content gibt es diesmal auch in der siebten Ausgabe des BoDcast zu hören, den das literaturcafe.de exklusiv für Books on Demand produziert. Wolfgang Tischer unterhält sich mit Katzenliebhaberin, Katzenexpertin und Katzenliebhaberin Renate Blaes. Bei BoD ist jüngst von ihr »Das kunterbunte Katzenbuch« erschienen.
Nun gibt es natürlich etliche Katzenbücher auf dem Markt, sodass Wolfgang Tischer vom literaturcafe.de zunächst einmal wissen möchte, was das kunterbunte Katzenbuch von anderen Katzenbüchern unterscheidet. Doch ein Blick ins Buch zeigt schnell den Unterschied, denn es ist professionell gestaltet und enthält zahlreiche wunderschöne Fotos. Interessant zudem, dass Renate Blaes als Herausgeberin sämtliche Autoren und Geschichten im Internet aufgespürt hat.
Renate Blaes, die bereits belletristische Bücher bei bekannten Verlagen veröffentlich hat, erläutert, warum das Katzenbuch in Eigenregie erschienen ist. Und wie immer im BoDcast geht es auch um das Thema: Wie mache ich als unbekannter Autor die Presse auf das Buch aufmerksam. Auch hier ist Blaes Profi und gibt im BoDcast Tipps für die Richtige Ansprache von Redaktionen.
Zur Website des BoDcast | RSS-Feed des BoDcast | BoDcast bei Apple iTunes
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Wenn Sie das Wort „Penthouse-Sozialismus“ noch nie gehört haben und sich wundern, warum es denn Wort des Jahres 2006 geworden ist, dann, ja dann wohnen Sie offenbar nicht in Österreich.
Spruch des Jahres dort ist übrigens „Nimm ein Sackerl für mein Gackerl“. Was sich dahinter verbirgt, das verrät der Standard.
Seit Jahren weisen wir (auch in diesen Notizen) immer wieder darauf hin, wie man richtig per eMail – vor allen Dingen auch mit Verlagen und Redaktionen – kommuniziert.
Es sind keine besonderen Dingen, die man beachten sollte. Dinge, die einem an sich eigentlich auch der gesunde Menschenverstand vorgibt:
Dennoch gerade wieder im Postfach gelandet: die eMail eines Autoren ohne Betreff, ohne Anrede, ohne Text. Nur eine Adresse in der Mail. Stattdessen ein Anhang „Pressemitteilung.pdf“ mit über 500 KByte. Und das ganze gleich zweimal.
Das ist gleich doppelt großartig, weil wir hier gerade die Mails per Modem von unterwegs abgerufen haben. Downloadzeit für die beiden Mails: über fünf Minuten. Das zweimalige Drücken der Entf-Taste dauert hingegen nur Sekundenbruchteile.
Das literarische Netz scheint fest in eurem Blick zu sein. Unzählige Seminar-, Haus- und Studienarbeiten scheinen derzeit darum zu kreisen. Das ist schön und freut uns sehr. Wir erinnern uns auch gern an das nette Interview-Telefonat vor einigen Tagen mit den Mädels von der h_da (Grüße!).
Aber bitte, schickt uns nicht seitenlange Fragebögen mit zum Teil sehr intimen Frage zur Website. Oder zu konzeptionellen Überlegungen, die wir oft gar nicht angestellt haben. Häufig haben wir einfach nur gesagt: das probieren wir mal, dann wissen wir ob’s geht.
Fragen schriftlich zu beantworten kostet auch Zeit. Natürlich nehmen wir uns diese gerne, um euch zu guten Studienergebnissen zu verhelfen, aber dann lieber telefonisch oder per Skype. Logo, denn dann müsst ihr schreiben und nicht wir 🙂 Aber bitte Interviewtermine vorher per Mail ausmachen.
Vielen Dank für euer Verständnis und ein erfolgreiches Studium!
Stellenanzeige beim belletristischen Teil des Hanser Verlags. Dort sucht man nicht einfach nur eine Online-Redakteurin bzw. einen Online-Redakteur, sondern gleich eine(n) Web 2.0-Navigator/in (Steht das dann auch so auf der Visitenkarte?).
Sie helfen uns, die Literaturinteressierten im Netz zu finden und anzusprechen, ist dort zu lesen.
Bewerbungen werden ausschließlich digital erbeten, und zu den Punkten einer langen Anforderungsliste sollte man auch etwas zu sagen haben.
Achja, der Job ist auf 1 – 1,5 Jahre befristet. Alles Weitere hier..
Nachtrag: Natürlich ist der Job mittlerweile vergeben. Und man darf sagen, dass Hanser hierfür eine sehr kompetente Mitarbeiterin gewinnen konnte 😉
Für die Weihnachtsfeiertage oder die Zeit davor und danach haben wir einen ganz besonderen Hörtipp: Radio Tyrus berichtet live von der Geburt Jesu.
»Hier spricht Radio Tyrus« ist eine Radio-Serie des Senders Freies Berlin (SFB), deren erste Folgen bereits in den 70er Jahren entstanden sind. Biblische Ereignisse werden darin wie Radiosendungen und -reportagen inszeniert, gemäß der Devise: wie mag das wohl geklungen haben, wären damals bereits Live-Radioreportagen möglich gewesen?
Was nach der Beschreibung zunächst wie die verkopfte Idee aus der Redaktion des Kirchenfunks klingt, um alte Geschichten etwas hipper aufzubereiten, ist jedoch ein überaus spannendes und interessantes Hörerlebnis.
So wie auf der 1998 entstandenen Doppel-CD „Es begab sich aber zu der Zeit“ hat man die Geschichte von der Volkszählung bis hin zum grausamen Mord an den männlichen Erstgeborenen auf Anweisung von König Herodes noch nicht gehört.
Das Besondere daran ist, dass die Sprecher echte Radiojournalisten sind und keine Schauspieler. Es gab bei der Produktion kein vollständig ausformuliertes Drehbuch und Versprecher und Ähs wurden nicht vollständig eliminiert, sodass die Berichterstattung sehr authentisch und echt wirkt – soweit das natürlich möglich ist. Aber es ist gerade der typische Klang dieser Reporterstimmen, der an heutige Radioreportagen von Deutschlandfunk und Deutschlandradio Kultur erinnert.
Natürlich entbehren manche Stellen bewusst nicht einer gewissen Ironie, sodass man insbesondere bei den halbstündigen Nachrichten gelegentlich schmunzeln muss. Doch wirkt die Berichterstattung niemals lächerlich noch versucht man nach Religionspädagogik oder Schulfunk zu klingen. Im Gegenteil: Ein der gruseligsten und erschreckenden Stellen ist das Gespräch mit dem Pressesprecher von König Herodes. Er wird gefragt, was an den Gerüchten über die grausamen Kindermorde dran sei und ob Herodes diese befohlen habe. Entschieden weißt er die Anschuldigungen zurück und spricht von „befriedenden und vertrauensbildenden Maßnahmen gegenüber der Bevölkerung“. Die Vorwürfe seien vollkommen haltlos und Radio Tyrus tue gut daran, wieder objektiv zu berichten und auf die Verbreitung von Gerüchten zu verzichten. Aussagen und Wortwahl von Politikern, die man aus der heutigen Zeit zu genüge kennt.
Die beiden CDs sind als zwei Radiosendungen mit jeweils über 70 Minuten Länge konzipiert, die man sehr gut sowohl direkt hintereinander als auch tatsächlich verteilt an zwei Tagen anhören kann.
Als Ort fürs Zuhören empfehlen wir übrigens auch sehr das Auto. Durch den Reportageklang von Radio Tyrus entsteht hier sogar verstärkt der Eindruck, man lausche einer Live-Reportage über die Ereignisse, die sich rund um die Geburt von Jesus zugetragen haben. Ein Reportage freilich, deren Radiowellen über 2000 Jahre unterwegs waren.
Vol.3, Hier Spricht Radio Tyru. Audio CD. Bear Family Re (Bear Family Records). ISBN/EAN: 4000127160324
Heute bei Aldi Süd eingekauft:

GROSSE STIMMEN Unheimliche Unterhaltung. Insgesamt 12 CDs (9 Lesungen und 3 Hörspiele) für nur 12,99 Euro, in einer sehr repräsentativen Verpackung, die an eine LP erinnert. Die Fantasy-, Mystery- und Schauergeschichten werden u.a. von Peer Augustinski, Armin Rohde und Katja Riemann gelesen. Und auch die Autoren können sich hören lassen. Edgar Allan Poe, Wolfgang Hohlbein oder Nikolaj W. Gogol. Ebenfalls dabei: eine Geschichte von Titus Müller. Glückwunsch, Titus!
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Ab dem 1. Januar 2007 wird auch die Frankfurter Allgemeine Zeitung "um der Einheit Willen" wieder auf die neue Rechtschreibung umsteigen. Die FAZ bevorzugt jedoch den Begriff "reformierte Rechtschreibung" und meint damit die Schreibweise, die nach den Empfehlungen des Rates für Rechtschreibung eingeführt wurde und mit der einige der vormals zulässigen neuen Schreibweisen wieder rückgängig gemacht wurden. Dort, wo die Wahl zwischen unterschiedlichen Schreibweisen besteht, wird die FAZ weiterhin überwiegend die konservative verwenden. Nur in einigen extremen und falsch begründeten neuen Schreibweisen wie z.B. gräulich (in der Bedeutung von "schlimm"), das nichts mit der Farbe Grau zu tun hat, will man die alte Schreibweise beibehalten.
Die FAZ war bereits im Jahre 2000 nach einem Jahr wieder zur alten Schreibweise zurückgekehrt, was man konsequent durchführte und nicht wie der SPIEGEL bei einer peinlichen und opportunistisch Ankündigung beließ.
Den jetzigen Schritt begründet die FAZ letztendlich mit der Verantwortung gegenüber Kindern und Jugendlichen, die in der Schule die neue Schreibung gelehrt bekommen. "Ihnen und allen anderen sind wir es schuldig, daß wir für die Einheitlichkeit der Rechtschreibung alles tun, was in unserer Macht steht. Deshalb hat diese Zeitung ebenso wie andere Blätter beschlossen, den Weg des Kompromisses zu gehen", so Hubert Spiegel von der FAZ in einem Kommentar zur Umstellung.
Eine Newsticker-Meldung auf Heise-Online mit dem Titel „Erdschlüsse legen NDR lahm„. Probleme beim Energieversorger Vattenfall haben am gestrigen Sonntagvormittag zu einem rund einstündigen Totalausfall beim NDR-Fernsehen geführt.
Wieviel Literatur steckt doch in dieser Meldung!
Allein schon der Begriff „Erdschlüsse“. Man sollte sich sofort Titelschutz dafür beantragen. Erdschlüsse. Ein neuer Band mit Erzählungen von Judith Hermann.
Und wie heißt der im Artikel erwähnte und zitierte Leiter des Gebäudemanagements beim NDR?
Hauke Hansen. Hauke Hansen! Großartig. Klingt wie Hauke Haien.
Wer kennt noch mehr Beispiele literarischer Nachrichten dieser Art?