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Heidenreich-Nachfolge: Amelie Fried und Ijoma Mangold lesen uns am Freitagabend in den Schlaf

Amelie Fried
Amelie Fried. Quelle: ZDF/Annette Hornischer

Die ZDF-Nachfolgesendung von Elke Heidenreichs „lesen!“ nimmt langsam Gestalt an. Bereits seit geraumer Zeit ist bekannt, dass die neue Literatursendung von Amelie Fried und Ijoma Mangold moderiert werden wird. Jetzt steht auch fest, wann, wo und unter welchem Namen dies passieren wird.

Nach ZDF-Angaben wird die erste Folge der neuen Literatursendung »aus dem Hamburger Hafen« kommen – was immer das bedeuten mag. Neben den beiden Moderatoren wird ein prominenter Gast über Literatur sprechen. Schon jetzt darf spekuliert werden, wer dies sein wird: jemand, der bereits bei Elke Heidenreich zu Gast war? Wohl eher nicht, denn man will sich ja von der Vorgängerin absetzen.

Während Heidenreich an ihren letzten ZDF-Tagen noch für einen früheren Sendetermin der Literatursendung stritt, bleibt hier alles beim Alten: Am Freitag, 10. Juli 2009, um 22.30 Uhr wird die erste Sendung zu sehen sein. Und da man mit Büchern gut einschläft, lag der Name »Die Vorleser« für die neue Sendung offenbar nahe.

Mitmachen: Katharina Thiemann sucht eBook-Leser für ihre Masterarbeit

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Machen Sie mit bei der eBook-StudieFür ihre Masterarbeit am Institut für Kommunikationswissenschaft der Ludwig- Maximilians-Universität München sucht Katharina Thiemann Personen, die an einer Untersuchung zum Thema »Nutzung von Ebook-Readern« teilnehmen möchten.

Vorraussetzung für die Teilnahme ist, dass Sie einen eBook-Reader besitzen oder einen solchen regelmäßig nutzen. Damit sind ausschließlich spezielle Lesegeräte wie der SONY PRS-505 gemeint. Nutzer von Multifunktionsgeräten, mit denen auch eBooks gelesen werden können – wie z. B. das iPhone -, können an der Studie leider nicht teilnehmen.

Ziel der Untersuchung ist es herauszufinden, wie die Lesegeräte genutzt werden und in welchem Verhältnis die Nutzung zur Buchnutzung steht. Um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten, wird das Thema in Gruppendiskussionen persönlich oder via Skype besprochen. Dabei wird über die Erfahrung mit den eBook-Readern diskutiert und erörtert, welche Bedeutung die Geräte derzeit haben und in Zukunft haben könnten.

Unter allen Teilnehmern wird zudem ein Amazon-Gutschein im Wert von 25 € verlost.

Dubiose Spam-Attacke mit klassischen Gedichten

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Gedichte als SpamSo viele gute Gedichte per eMail wie in den letzten drei Stunden erhalten wir in der literaturcafe.de-Redaktion sonst das ganze Jahr nicht. Allerdings haben uns die ausschließlich englischen Absendernamen der eMails, die hier ab ca. 18:30 Uhr eingingen und von denen via Twitter auch andere Nutzer berichten, etwas stutzig gemacht. Und auch die merkwürdige »horizontale« Schreibung von Umlauten, bei der statt einem ü ein u:, statt einem ä ein a: geschrieben wurde, ließen uns dann doch genauer hinschauen.

Eine Recherche brachte schnell das Ergebnis, dass es Gedichte klassischer deutscher Dichter wie beispielsweise Rilke und Eichendorff sind, die hier zerhackt und portoniert verschickt werden. Ansonsten sind es reine Textmails, die weder einen Link auf eine Website, versteckte Tracking-Pixel noch Schadsoftware als Anhang beinhalten.

Was hat es damit auf sich?

eBook: SONY PRS-505 im ausführlichen Praxis-Lesetest

SONY PRS-505 im TestMit dem SONY PRS-505 ist in Deutschland erstmals ein eBook-Lesegerät für alle erhältlich, so man bereit ist, dafür den viel zu hohen Betrag von 299 Euro auszugeben. Zwar gab und gibt es auch andere Lesegeräte auf dem Markt, doch spielen diese kaum eine Rolle, und man muss schon genau suchen, wo man diese kaufen und bestellen kann. Der Sony-Reader ist derzeit in jeder Thalia-Buchhandlung erhältlich oder bei libri.de zu bestellen.

Die Redaktion des literaturcafe.de hat den Sony-eBook-Reader PRS-505 ausführlich in der Praxis getestet. Wir haben damit Romane im Flugzeug, im Bett und im Lesesessel gelesen und wollen in diesem Testbericht neben den technischen Aspekten vor allen Dingen auf Textdarstellung, Typografie und Handhabung des silbernen Lesegerätes eingeben.

Textmanufaktur Leipzig präsentiert das 2. Halbjahresprogramm – Günstigere Kurse für literaturcafe.de-Besucher

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Textmanufaktur LeipzigDie Textmanufaktur Leipzig hat auch für das zweite Halbjahresprogramm ein hochkarätiges Kursprogramm für Autorinnen und Autoren zusammengestellt. Nach einem erfolgreichen ersten Halbjahr wurde das neue Programm unter anderem um die Programmbereiche »Genreliteratur«, »Lektorat/Verlag«, »Kinderbuch« oder »Journalismus« erweitert.

Obwohl sie noch kein Jahr besteht, hat sich die private Autorenschule bereits einen hervorragenden Namen in der Szene erarbeitet, denn die Seminare mit moderaten Preisen werden von absoluten Profis und Kennern der Literaturszene durchgeführt. So führt diesmal beispielsweise der Reisejournalist Wolfgang Büscher in das Genre der Reiseliteratur ein, und Bestsellerautor Feridun Zaimoglu erläutert die »Arbeit am Text«. Mit dabei sind u.a. auch Horst Bosetzky (-ky) mit einer »Grundlagenwerkstatt Kriminalroman« und weitere Profis aus den Lektoraten bekannter Verlage.

Und das Beste: Auch diesmal erhalten Sie einen Nachlass auf die Kursgebühren, wenn Sie sich bis 15. Juni 2009 über das literaturcafe.de anmelden. Die Seminare werden dann 10 Euro günstiger.

Fachkongress Hörbuch und Podcast am 8. Mai 2009 in Stuttgart

Fachkongress Hörmedien am 8. Mai 2009 in StuttgartAm 8. Mai 2009 findet im Turmforum des Stuttgarter Hauptbahnhofs der »1. Fachkongress Hörmedien« statt. Der Kongress ist Teil des »KREATIVRAUM STUTTGART«. Vom 4. bis zum 10. Mai finden in der Hauptstadt Baden-Württembergs eine ganze Reihe weiterer interessanter Medien-Veranstaltungen statt: das Animationsfestival fmx/09, der  European Creativity Dialogue, die Pop-Open 09 und zahlreiche Preisverleihungen. Ein Besuch der Schwabenmetropole lohnt also mehrfach.

Wolfgang Tischer vom literaturcafe.de wird auf dem Fachkongress in einem Workshop erläutern, wie Podcasts als Marketing- und PR-Instrument für Autoren und Verlage eingesetzt werden können. Der Nachmittag des 8. Mai ist dann dem Thema Hörbuch gewidmet: René Wagner von der Hoerothek sowie Anne Künstler zeigen, wie kleine Hörbuchlabels ihre Produkte vermarkten können und welche generellen Verkaufsstrategien im Buchhandel für das Hörbuch sinnvoll sind.

Für die Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels sind noch Plätze frei.

Anmeldung, weitere Infos und das vollständige Programm unter www.kreativraum-stuttgart.de »

Mein Herz schlägt in Afrika – Eine Reise mit Henning Mankell

Buch: Mein Herz schlägt in Afrika - Eine Reise mit Henning MankellDass der Krimiautor Henning Mankell große Teile des Jahres in Afrika verbringt, ist mittlerweile bekannt. In Mosambiks Hauptstadt Maputo arbeitet der Schöpfer von Kommissar Wallander als Theaterregisseur. Obwohl sich Mankells Afrika-Erfahrungen in Büchern wie »Chronist der Winde« oder »Ich sterbe, aber die Erinnerung lebt« wiederfinden, hält sich der schwedische Autor ansonsten eher bedeckt, was sein dortiges persönliches Hilfsengagement angeht.

Umso erstaunlicher und interessanter, dass es ZDF-Redakteur Jens Monath gelungen ist, Henning Mankell für eine gemeinsame Reise durch Afrika zu gewinnen. Die zweiteilige Reportage war jeweils dienstags am 28. April und 5. Mai 2009 um 20:15 Uhr im ZDF zu sehen und ist nun auch als DVD verfügbar.

Wir haben uns vorab das gleichnamige Begleitbuch zur Fernsehsendung angesehen.

Prominente Autorinnen und Autoren unterstützen Fairlag-Initiative gegen unseriöse Verlagspraktiken

FAIRLAG - Aktionsbündnis für faire Verlage25 Schriftstellerinnen und Schriftsteller, darunter Elfriede Jelinek, Günter Grass, Hellmuth Karasek, Tanja Kinkel, Rafik Schami und Elke Heidenreich, unterzeichnen anlässlich des heutigen Welttags des Buches und des Urheberrechts am 23. April 2009 die Fairlag-Erklärung von 50 Autorenverbänden und anderen Literaturinstitutionen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Sogenannte Zuschussverlage bzw. Pseudoverlage verlangen mit unseriösen Versprechungen und wohlklingenden Namen von jungen und unerfahrenen Autorinnen und Autoren oftmals Zahlungen im bis zu fünfstelligen Euro-Bereich.

Die prominenten Schriftstellerinnen und Schriftsteller unterstützen daher das »Aktionsbündnis für faire Verlage«, das im letzten Jahr ins Leben gerufen wurde, um auf solche Praktiken aufmerksam zu machen.

Dreist: Zuschussverlag macht Elke Heidenreich ungefragt zur Herausgeberin eines seiner Bücher [Nachtrag]

Screenshot: Deutsche LiteraturgesellschaftEinige Zuschussverlage, bei denen Autoren für eine Veröffentlichung zahlen, sind für ihre einschlägigen Methoden und ihr rigoroses Vorgehen gegen Kritiker berüchtigt. Um zahlungswillige Kunden zu ködern, wird dort oft mit wohlklingenden Autorennamen à la Schiller und Goethe geworben, die sich dagegen nicht mehr wehren können.

Umso mehr erstaunt es, dass ein Zuschussverlag mit der hochtrabenden Bezeichnung »Deutsche Literaturgesellschaft« mit dem Namen und dem Konterfei Elke Heidenreichs wirbt. Für Mai 2009 ist auf der Website des Verlages ein neuer Titel angekündigt, bei dem Elke Heidenreich scheinbar als Mitherausgeberin fungiert. Groß ist ihr Gesicht auf dem Cover abgebildet. »Bücher könnte ich lassen, Oper nie!« lautet der Titel (siehe Screenshot).

Wir haben bei Elke Heidenreich nachgefragt. Eindeutige und unmissverständliche Antwort: Elke Heidenreich kennt weder den Verlag noch das Buch. Sie würde auch nie bei »so« einem Verlag veröffentlichen.

Zuschussverlage: Autorenzahlungen müssen klar erkennbar sein – Ein Plädoyer

GARANTIERT ZUSCHUSSFREI 100% verlagsfinanziertIrgendwo muss es geheime Textvorlagen für ganz besondere Briefe geben. Zum Beispiel dafür, wie man von Autoren Geld verlangt. Die Argumente dieser Briefe ähneln sich nämlich wie ein faules Ei dem anderen.

»Große Verlage interessieren sich gar nicht mehr für neue Autoren und Literatur, sondern konzentrieren sich auf billige amerikanische Auslandslizenzen, die den Mainstream bedienen und schnelles Geld bringen.«
Aha, die großen Verlage sind böse, nicht an der Kunst, sondern nur am Geld interessiert. Wir sind anders, uns interessiert nur die reine Kunst, wir sind Idealisten und deshalb, lieber Autor, möchten wir von ihnen etliche Tausend Euro haben. Weil wir nicht am Geld interessiert sind wie die großen Verlage.

Buchbesprechung: Pop Life von Hermann Mensing

Buchcover: Pop LifeHermann Mensing hat in den letzten Wochen im literaturcafe.de von seinen Lesereisen für sein neues Buch »Pop Life« nach Leipzig und Wien berichtet. Unser Kritiker Malte Bremer gehörte zu den ersten, die das Werk lesen durften. Hier seine Buchbesprechung:

Was für ein Roman! Da treffen sich zufällig drei sehr unterschiedliche Typen aus Europa in Amerika, mögen sich eigentlich nicht und kommen nicht voneinander los – aber warum? War es nur, weil die drei Alleinreisenden wussten, »dass man nicht zögern durfte, wenn man einen anderen Alleinreisenden traf und das Gefühl hatte, der könne ein Partner für die nächsten paar tausend Kilometer oder nur bis zur nächsten Stadt sein«? Wieso treffen die sich noch zweimal nach der Trennung im Tessin viele, viele Jahre später?

Weiblich, ledig, jung sucht Verlag

Screenshot: Wie die Bilder sich gleichenDa ist die Story wieder, diesmal in der Braunschweiger Zeitung. Selbst das zum Artikel gehörende, fast schon obligatorische Bild eines lachenden jungen Mädchens, das vor einem Computer sitzt und stolz das erste eigene Buch in die Kamera hält, haben wir z.B. vor zwei Jahren ähnlich in der Acher-Renche-Zeitung gesehen. Die immer gleiche Geschichte haben wir zudem im September des letzten Jahres im Südkurier gelesen.

Die oftmals traurige Wahrheit hinter diesen journalistisch fragwürdigen Geschichten haben wir damals bereits eindeutig beschrieben. Doch solange Lokalreporter sich scheinbar naiv und ahnungslos über einen angeblichen Bucherfolg mitfreuen, solange werden junge und ältere Menschen den Unterschied zwischen einem echten Verlag, einem Zuschussverlag und Print-on-Demand-Dienstleistern und damit zwischen einem wirklichen Erfolg und einem gekauften »Erfolg« nicht verstehen.

Bis später, Max! Wir haben 5 Buch- und Kinopakete zur Singer-Verfilmung verlost

Ausschnitt aus dem Kinoplakat zu BIS SPÄTER, MAX!Aus drei Kurzgeschichten des Literaturnobelpreisträgers Isaac B. Singer hat Drehbuchautor und Regisseur Jan Schütte einen Film gemacht, der ab Donnerstag, 9. April 2009, in den deutschen Kinos anläuft. »Bis später, Max!« lautet der Titel.

Der nicht mehr ganz junge jüdische Schriftsteller Max Kohn lässt gerne mal seine Aktentasche liegen; einen intensiven Blick auf attraktive Frauen zu werfen, vergisst er jedoch nie. Gelegenheit für amouröse Abenteuer bieten dem talentierten Charmeur die Lesereisen, wobei er der festen Überzeugung es ist, nur der unschuldige Spielball seiner zahlreichen Frauen zu sein. Kohn wird im Film verkörpert vom 87-jährigen österreichischen Schauspieler Otto Tausig.

Wir freuen uns, dass uns der 3Rosen Filmverleih zum Start von »Bis später, Max!« insgesamt fünf Literatur- und Filmpakete geschnürt hat, die wir hier verlost haben (Einsendeschluss war der 14. April 2009).

In den Paketen enthalten sind je 2 Eintrittskarten für den Film sowie der im Diogenes Verlag erschienene Band »Späte Liebe« von  Isaac  Bashevis  Singer, in dem die drei Erzählungen zu finden sind, auf denen der Film basiert.

Die Jury hat entschieden: Das beste Gedicht des 1. Twitter-Lyrik-Wettbewerbs von literaturcafe.de und bod.de steht fest

Die Jury des 1. Twitter-Lyrik-Wettbewerbs von literaturcafe.de und BoD hat entschieden, den Preis für das beste Gedicht an Nuscha Ferber (@Nanuscha) zu vergeben.

es ist kristallklar und still/ein Kreuz, ein Zaun,/die Spitzen pietätvoll zugeschneit/während Elstern/auf einem Hasen sitzen/und fressen

Die ausführliche Jurybegründung und weitere Infos unter www.twitter-lyrik.de »

Hermann Mensing in Wien: Pop Life am Zentralfriedhof

Leselokation in WienDer Autor Hermann Mensing ist auf Lesetour mit seinem neuen Roman »Pop Life«. Unlängst war er in Leipzig und jetzt war er in Wien. Hier sein neuer Reisebericht:

Wien bockt, als die zweimotorige Turboprop anfliegt.
Wien hüllt sich in Wolken, Wien schickt Turbulenzen, aber das Flugzeug tanzt sie aus. Selbst die letzten, von rechts kommenden, die versuchen, den Touchdown in einen Crash zu verwandeln, pariert sie geschickt, dann ist man am Boden und atmet tief durch.

Ein schöner Tod hätte das werden können, man wäre gewiss keine schöne Leiche gewesen, aber bis zum Zentralfriedhof hätte man es nicht weit gehabt. Standesgemäß hätte man sich eingefügt in die unüberschaubaren Reihen der todesverliebten Wiener, die es schwarz mögen, weil sie sich nicht lieben und den Zerfall der Donaumonarchie nicht verwinden.