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Schlagwort: Textkritik

Eine Textkritik am Rande des Abhangs

Kurz vor Weihnachten schenken wir Ihnen und schenken wir einer Autorin eine 5-Brillen-Wertung von Malte Bremer.Unser Textkritiker schaut diesmal sehr genau hin, was warum wie gut ist.

Textkritik: Nach diesem Anfang las jeder weiter

Nach diesem Anfang las jeder weiter. So steht es in der Geschichte, die sich unser Textkritiker Malte Bremer diesmal angeschaut hat. Doch hat auch der Kritiker begeistert weitergelesen?

Textkritik: Brennende Babys

Aktuelles, Politisches und Gesellschaftskritisches - oft verleitet dies Menschen zu Gedichten. Und ebenso oft kommen diese Werke dann so moralisierend daher, dass es in Kitsch oder Langeweile endet, weil der Autor allzu plump das ausspricht, was der Leser ohnehin schon weiß.Das heute von unserem Textkritiker besprochene Gedicht macht dies nicht. Es ist gut, weil es dem Leser Raum lässt.

Textkritik: Ein Raum für eigene Gedanken

Was will uns der Dichter damit sagen? Gelegentlich zu viel. Zu Klares, zu Eindeutiges lässt oft wenig Raum für die Gedanken des Lesers und für seine eigenen Bilder im Kopf.Textkritiker Malte Bremer macht sich diesmal Gedanken und Vorschläge, wie man einem Gedicht und seiner Lesart mehr Raum geben könnte.

Textkritik: Noch zwei Schippen drauf! Töröööh!

Satire setzt meist auf Übertreibung. Aber man sollte es nicht übertreiben. Die Pointe auszuwalzen und breitzutreten, bis der Autor der Meinung ist, dass sie nun auch der dümmste Leser begriffen hat, ist ärgerlich und schadet dem Text.Weniger ist - wie so oft - mehr.

Textkritik: Alles was nun folgt, ist irrsinnig komisch

Diesmal hätte unser Kritiker Malte Bremer für einen Text am liebsten Minusbrillen vergeben. Daher muss an dieser Stelle nochmals betont werden, dass in der Rubrik »Textkritik« keine Beiträge vorgeführt werden - und Autoren schon gar nicht. Auch ein schlechter Beitrag steht immer exemplarisch für Fehler, die wir oft sehen, sodass man daraus fürs eigene Schreiben lernen kann.Der heute besprochene Text ist ein opulentes Beispiel für Ankündigungs- und Beschreibungsprosa, die dem vermeintlich dummen Leser überdeutlich etwas verspricht, was in keiner Weise erfüllt wird. Eine Zote wurde aufgeblasen zu einer langweiligen Geschichte.

Textkritik: Beklemmend, stimmig – vielleicht ein Anfang

Texte benötigen keine Einleitungen, die dem Leser sagen sollen: Was jetzt kommt, das ist spannend! Wenn die Autorin gut schreiben kann, dann ist der Text einfach spannend, und solch ein Einstieg ist überflüssig, auch wenn es nur ein kleiner Satz ist.Denn die Autorin, deren Text Malte Bremer heute bespricht, kann erzählen. Ihre Beschreibungen sind klar, stimmig und präzise. Ein gutes Beispiel für die Schreibregel: »Show, don't tell!«. Schleichend wird auch dem Leser unwohl, und man möchte wissen, was weiter passiert. Und das wird einfach nur beschrieben, ohne überflüssige Erläuterungen und Erklärungen. Es könnte auch ein Romananfang sein.

Textkritik: Gefroren ohne Muse

Die Blumen, die erfrieren, Erneuern schöner sich. So mußt' ich dich verlieren, Um zu gewinnen dich.Das schrieb Friedrich Rückert in seiner Sammlung »Trost und Erbauung«.Etwas Trost und Erbauung braucht auch unser Textkritiker Malte Bremer, der es nicht mit Blumen, sondern mit erfrorenem Sinn und Glück zu tun hat. Leider führt dies nicht zu Glückseis. Und auch nicht zu positiven Textbesprechungen.

Textkritik: Kleine Mängel, leicht zu beheben

Textkritiker Malte Bremer schaut sich einen Prosabeitrag an. Sein Zusammenfassendes Urteil: eine leise, hintersinnige Kurzgeschichte.Die kleinen Mängel im Text sind schnell behoben. Oft sind es überflüssige Adjektive. Eine »Hauptstraße« muss keine »einzige« und abgestandener Kaffee wird immer »alt« und selten frisch sein. Zudem hat der Text ein regionales Problem am laufen. Doch das sind Kleinigkeiten.

Textkritik: Pfiffig, nässend, unzufrieden – und doch sehr zufrieden

Ein »feines, überraschendes, pfiffig sauberes kleines Gedicht« hatte unser Textkritiker Malte Bremer diesmal vorliegen und vergibt dafür 5 Lesebrillen - die Höchstwertung.Doch da wäre noch eine Kleinigkeit, da könnte man noch ... Malte Bremer macht einen Vorschlag, ist nicht ganz zufrieden, aber dann doch, denn er traut dem Verfasser durchaus zu, daran weiter zu arbeiten, wenn es denn tatsächlich nötig sein sollte.

Textkritik: 110 fehlende Leerzeichen

Kennen Sie das? Sie lesen einen Text und alles wird Ihnen vom Autor erklärt und erläutert. Der Autor hält sie offenbar für dumm - oder traut der eigenen Geschichte und Erzählkraft nicht.Doch auch das kann noch getoppt werden, indem die Personen im Text ihr eigenes Handeln für den Leser kommentieren. Nicht nur der Autor, sondern auch seine Charaktere halten Sie für dumm.Solche Texte mag man nicht lesen - es sei denn, man ist Textkritiker im literaturcafe.de und seziert einen solchen Text, damit andere daraus etwas lernen können.

Textkritik: Liebe in Gruben und Gräben

Bei dem Gedicht, das sich Malte Bremer diesmal angesehen hat, beginnt das Spiel mit Andeutungen, Assoziationen und Mehrfachbedeutungen bereits im Titel.Es sei inhaltlich und formal überaus gelungen, meint unser Textkritiker, und im Detail gibt es daher nichts zu kritisieren oder anzumerken.

Textkritik: Das Bild hängt schief

Die Tage sind trüb, da wollen wir uns heute zumindest lyrisch der Sonne zuwenden. Textkritiker Malte Bremer schaut sich ein kurzes Gedicht an, dem er attestiert, dass es handwerklich zwar sauber gearbeitet sein, doch am Inhalt hapere es.Das stimmige Metrum wird durch unpassende oder abgegriffene Adjektive gestört. Und auch am Bild mit Kleid sollte die Autorin noch arbeiten.Obwohl Bilder oder Vergleiche fantasievoll genutzt werden können, sollten sie dennoch in sich logisch sein, denn sonst hängen auch diese Bilder schief, was ja - wie wir spätestens seit Loriot wissen - für den Betrachter unangenehme Folgen haben kann.

Textkritik: Wenn der Frost nach Sommer schmeckt

»Man wird förmlich hineingesaugt in die Stimmung durch Sprache und Rhythmus, und am Schluss hält man ebenfalls still und rätselt darüber, was einem gerade widerfahren ist. Das ist eigentlich mehr wert als 5 Brillen«, meint Malte Bremer und zieht seinen Kritikerhut vor der Autorin des heutigen Textes.Lassen auch Sie sich hineinsaugen in einen Text, in dem der Frost nach Sommer schmeckt.

Textkritik: Fabelhaft missglückt

»Fabeln haben eigentlich keine Moral. Diese ist eine Erfindung von Pädagogen aus dem 19. Jahrhundert«, meint unser Textkritiker Malte Bremer.Doch egal, ob mit oder ohne: Die heutige Textkritik einer Fabel zeigt erneut, dass viele Fehler im Detail den Gesamteindruck trüben.Streichen, überarbeiten und die Logik überprüfen, das sind die Grundpfeiler der Textarbeit. Dem Autor fällt dies nicht immer leicht, er (oder sie) ist befangen und hat nicht die notwendige Distanz zum Text. Da hilft nur ein ehrlicher und konstruktiver Kritiker.