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Beitrag vom 2. Februar 2015 | Rubrik: E-Books, Self-Publishing

Umfrage-Ergebnis: Lesen Self-Publisher ihre Texte meist selbst? [Antwort ergänzt]

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BITKOM: Wie bekannt ist Self-Publishing?

Wie viele Leser kennen und wie viele davon lesen Titel von Self-Publishern? Der Branchenverband BITKOM hat dazu Zahlen veröffentlicht, die im Rahmen der letztjährigen E-Book-Studie erhoben wurden.

Demnach scheint noch reichlich Potenzial für Selbstverleger vorhanden. Denn obwohl die Mehrzahl der Leser weiß, dass es Self-Publishing gibt, sind es bisher selbst unter den E-Book-Nutzern nur 18%, die schon einmal das Werk eines Self-Publishers gelesen haben.

Bemerkenswert ist zudem, dass 11% der E-Book-Nutzer selbst schon einmal einen Text publiziert haben. Lesen also die meisten Self-Publisher Texte von Self-Publishern? Wie groß ist die Überschneidung der 18 und 11 Prozent?

Leider geht dies aus den Zahlen nicht hervor, und bei BITKOM konnte man uns dies auf Nachfrage nicht spontan beantworten, man will jedoch nochmals in die Umfragedaten schauen.

Die Hälfte der Leser von Self-Publishing-Texten sind selbst Self-Publisher

[Nachtrag: Beim BITKOM war man schnell und hat für uns nochmals genauer in die Umfrage-Zahlen geschaut: 9% der E-Book-Nutzer haben angegeben, dass sie schon einmal Self-Publishing-Texte gelesen und selbst veröffentlicht haben.

Oder anders ausgedrückt: Die Hälfte der Leser von selbstverlegten E-Books sind selbst Self-Publisher. Und gehen wir mal davon aus, dass sie nicht den eigenen Text meinen.]

Folgende Ergebnisse hat BITKOM zum Thema ermittelt:

  • 87% der E-Book-Nutzer kennen die Möglichkeiten des Self-Publishing
  • 18% der E-Book-Nutzer haben auch schon mal einen Self-Publishing-Titel gelesen
  • 11% der E-Book-Nutzer haben selbst schon mal einen Text veröffentlicht
  • 52% der Leser von gedruckten Büchern kennen ebenfalls die Möglichkeiten des Self-Publishing

Demnach ist selbst unter Nicht-E-Book-Nutzern die Bekanntheit des Self-Publishing hoch, aber selbst von den E-Book-Lesern hat nur jeder fünfte schon mal einen Self-Publishing-Titel gelesen. Da wäre also bei dieser Bekanntheit noch reichlich Potenzial für Selbstverleger, den Anteil der Leser zu vergrößern. Immerhin steht in der BITKOM-Meldung tatsächlich »gelesen« und nicht nur »gekauft«.

Die BITKOM-Umfrage ist mit 1.300 befragten Personen repräsentativ, jedoch muss man sich in absoluten Zahlen vergegenwärtigen, dass davon nur 313 zur Gruppe der E-Book-Nutzer gehören.

Egal ob E-Book- oder Papierbuch-Leser: Unter der Gesamtheit aller, die wissen, dass es so etwas wie Self-Publishing gibt, sagen 29%, dass der Buchmarkt durch Self-Publishing größer und vielfältiger wird. Ein Viertel (25%) der Befragten stimmt der Aussage zu, dass es durch Eigenpublikationen der Autoren mehr Bücher gibt, die ihrem persönlichen Geschmack entsprechen. 31% finden es gut, dass die Texte preiswerter sind als Verlagspublikationen. Zudem sind 22% der Ansicht, dass die Beziehung zwischen Lesern und Autoren von Self-Publishing-Texten intensiver ist.

Auf der anderen Seite vermisst knapp ein Viertel (24%) die Qualitätskontrolle der Verlage. 15% sind der Meinung, dass durch Self-Publishing zu viele schlechte Bücher auf den Markt kommen.

Leider liegen ebenfalls keine Zahlen darüber vor, wie hoch die Überschneidung dieser 15% mit den tatsächlichen Lesern von Self-Publishing-Titeln ist oder ob die Einschätzung nur auf Vorurteilen beruht.

Link ins Web:

2 Kommentare zu diesem Beitrag lesen

  1. Rouven schrieb am 3. Februar 2015 um 00:24 Uhr

    Mit 1300 Befragten für Statistiker relevant. Für Praktiker sollten es schon 80% der Bevölkerung sein. Spaß beiseite. Bei 1300 Befragten und solch vielen detaillierten Fragen sehe ich das Ergebnis als ein bissel schwammig an, könnte bei 1300 Anderen echt große Abweichungen haben. Auch bei 10000 oder 100000, aber es ist ein kleiner Einblick, und kostenfrei ist er. Sehr nett von BITKOM.

  2. Peter Hakenjos schrieb am 10. Februar 2015 um 12:53 Uhr

    Mit großer Wahrscheinlichkeit ist die Zahl derer, die aufgrund schlechter Erfahrungen vor Werken von Selfpublishern zurückschrecken, wesentlich höher als die veranschlagten 24 bzw. 15%.

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