Joachim Zelters wunderbaren Roman »Der Ministerpräsident« müssen wir an dieser Stelle nicht mehr loben. Denn wir haben das Buch, das auf der Longlist des Deutschen Buchpreises zu finden war, unlängst ausführlich vorgestellt.
Auf der Buchmesse ergriff Wolfgang Tischer am Stand des Verlags Klöpfer & Meyer die Gelegenheit und unterhielt sich mit dem Autor über die Hintergründe zum Buch, das Schreiben und das Vorlesen.
Online-Veröffentlichungsplattformen im Internet, die potentiellen Autoren Ruhm, Ehre, hohe Verkaufsmargen und den Weg ins gedruckte Buch versprechen, erleben derzeit einen Boom.
Seit der Buchmesse gehört neobooks.com dazu. Auch hier haben Autoren die Möglichkeit, ihre Romanmanuskripte einzustellen und potenziellen Lesern zu präsentieren. Das besondere an diesem Angebot: Hinter Neobooks steckt der Verlag Droemer Knaur, und die Werke, die innerhalb eines gewissen Zeitraums am besten bewertet werden, landen laut Verlag tatsächlich auf dem digitalen Schreibtisch des Verlagslektorats. Theoretisch besteht die Chance, dass die digitalen Manuskripte den Sprung ins eBook oder sogar ins gedruckte Buch bei Droemer Knaur schaffen.
Immer wieder widmen wir uns im Buchmesse-Podcast der Frage, was man als Autor tun muss und tun kann, um sein Buch bekannt zu machen. Dieser Frage müssen sich besonders Autorinnen und Autoren stellen, die ihr Buch bei einem Print-on-Demand-Dienstleister wie BoD veröffentlicht haben. Doch auch in großen Verlagen wird ein engagierter Autor gern gesehen. Birgit Olzem berät Autorinnen und Autoren auf diesem Gebiet und schult speziell das Content-Management-System WordPress.
Doch zunächst hat sie sich einen Traum erfüllt und bei BoD ein Buch veröffentlicht zu einem ganz anderen Thema , das sie sehr beschäftigt: »Ich bin ich und kein anderer!« ist ein Selbsthilfebuch, und Birgit Olzem berichtet in dieser Podcast-Folge, wie sie das Buch und sich im Netz platziert, um den Verkauf anzukurbeln.
Der Mann hat sich selbst zur Marke gemacht. Seit er vor einigen Jahren beschlossen hat, einen roten Irokesenschnitt zum Anzug zu tragen, übersieht ihn keiner mehr: Sascha Lobo. Mit dem Sachbuch »Wir nennen es Arbeit« prägte er zusammen mit Holm Friebe den Begriff »digitale Bohème« für die neuen Arbeitsformen, die Internet und Freiberuflertum mit sich bringen. Seitdem greifen die Medien gerne auf ihn zurück, wenn es um den Blogger und das Internet geht.
Jetzt legt Sascha Lobo die große literarische Form vor: seinen ersten Roman. »Strohfeuer« heißt er, und darin geht es um den Aufstieg und Fall einer Werbe- und Internetagentur um die Jahrtausendwende.
Das Werk ist außerdem als so genanntes »Enriched E-Book« erhältlich. Das Besondere daran: In den nächsten Tagen kann man Lobo direkt aus dem elektronischen Buch heraus Fragen stellen, die er nahezu in Echtzeit beantworten will.
Öde Präsentationen von Firmen und Beratern, die Verlagen »was mit sozialen Medien« verkaufen wollten, gab es auf der Frankfurter Buchmesse genug. Daher stand schon früh fest: literaturcafe.de will Kultur auf die Bühne des Hot Spots bringen!
Mit freundlicher Unterstützung von PONS und BoD kam die Twitterlesung nach Frankfurt, denn zu Gast waren drei der Herausgeber des Buches »Twitter – Ein Leben in 140 Zeichen«. @bosch, @mspro und @baranek lasen »Twitter-Perlen in deutscher Sprache«, wie’s auf der Rückseite ihres Buches zu lesen ist. @literaturcafe brachte zudem die besten Lyrik-Tweets aus dem Band »Twitter-Lyrik 2« zu Gehör.
Natürlich hat @literaturcafe (Wolfgang Tischer) anschließend im Buchmesse-Podcast mit @Bosch (André Krüger) und @baranek (Dirk Baranek) über Twitter, Twitter-Lesungen und das Buch gesprochen.
Tom Rachman arbeitete als Redakteur bei Associated Press in New York und Rom und bei der International Herald Tribune in Paris. Mit so viel Zeitungserfahrung und Insiderwissen ausgestattet hat er jetzt seinen ersten, in den Medien viel beachteten Roman veröffentlicht.
In »Die Unperfekten« geht es um den Niedergang einer internationalen Zeitung in Rom und um die Krise, die viele Zeitungsverlage erreicht hat. Sind gedruckte Nachrichten ein aussterbendes Modell? Können finanziell ausgeblutete Redaktionen überhaupt noch den oft geforderten Qualitätsjournalismus liefern?
Dr. Torsten Casimir ist der Chefredakteur des Börsenblatts für den Deutschen Buchhandel. Das Wochenmagazin für die Branche ist Medienpartner unseres Buchmesse-Podcasts. Auch in diesem Jahr werfen wir im Gespräch wieder einen Blick auf Buchhandel und Verlage. Was sind die Themen, die die Branche bewegen?
Erstaunlicherweise ist nach wie vor das eBook ein Thema. Hier tut sich ein widersprüchliches Spannungsfeld auf: Einerseits ist der Verband klar der Ansicht, dass Bücher auch in elektronischer Form preisgebunden sind, da die Inhalte weitestgehend identisch sind. Doch warum dürfen eBooks dann per Gesetz nicht zu einem ermäßigten Mehrwertsteuersatz verkauft werden, wie die gedruckte Version, die auf diese Weise als Kulturgut gefördert wird?
Krimi-Schriftsteller wird man nicht über Nacht. Jörg Maurer steht bereits jahrelang als Musik-Kabarettist auf der Bühne, gründete und leitete ein Theater in München. Zum Roman fand er erst spät, doch das sehr erfolgreich.
Mit literarischen Fingerübungen hat er sich hochgearbeitet, an Schreibwettbewerben teilgenommen und ab und an Preise gewonnen. Seine Science-Fiction-Parodie »Schweiß« – der 1. Preis beim Wettbewerb »Die Feder« – wurde seinerzeit vom literaturcafe.de vertont.
Nach der »Föhnlage« ermittelt sein Kommissar Hubertus Jennerwein nun erneut in der »Hochsaison« (S. Fischer Verlag). Ein dänischer Skispringer verunglückt beim Neujahrsspringen, doch bald schon wird gemunkelt, es sei kein Unfall gewesen, sondern man habe ihn abgeschossen.
Der us-amerikanische Journalist, Blogger und Buchautor Jeff Jarvis (»Was würde Google tun?«) ist bei der deutschen Netzgemeine äußerst beliebt. Besonders nachdem er seine Prostata-Krebserkrankung öffentlich machte und aus dem Netz viel Zuspruch erhielt, propagiert er, das Private viel mehr öffentlich zu machen, da darin viel Positives liege.
Dass mancher in Deutschland Google das Fotografieren der eigenen Hausfassade verbieten lassen will, ist für Jarvis unverständlich. Schließlich gelte auch in Deutschland die Panoramafreiheit, und wenn wir Google das Fotografieren öffentlicher Straßenzüge verbieten, müsste es in letzter Konsequenz für alle verboten werden – und das wäre nicht erstrebenswert. Doch ist Google die Öffentlichkeit oder ist Google Kommerz? Was ist, wenn die Daten missbraucht werden?
Am 6. Oktober 2010 beginnt die Buchmesse. Bereits zum sechsten Mal wird der Buchmesse-Podcast des literaturcafe.de direkt aus Frankfurt zu hören sein. Wie in den Vorjahren gibt es Gespräche mit Autoren und Büchermenschen, diesmal dabei u.a. Sascha Lobo und Roger Willemsen.
Die 33. Podcast-Folge stellt alle Messeaktionen vor – vom Podcast über die Tassenvideo-Aktion bis zur Twitterlesung am Messe-Samstag. Und es gibt Fräulein Else zu hören – unser Hörbuch mit Folgen.
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