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Beitrag vom 1. März 2015 | Rubrik: Literarisches Leben

Schneller Lesen für 3 Euro: Stiftung Warentest testet Lese-Trainings

Zeitschrift test 3/2015

In der März-Ausgabe ihrer Zeitschrift »test« hat die Stiftung Warentest Apps, Online- und Präsenzkurse getestet, mit denen man seine Lesegeschwindigkeit steigern kann, ohne Einbußen beim Textverständnis hinzunehmen.

Das erstaunliche Ergebnis: Am besten gelingt dies mit einer App für nur 3 Euro.

Insgesamt 88 Testpersonen haben beim Test mitgemacht. Sie nahmen an zweitägigen Kursen teil, lernten online oder mit Apps und CD-Rom.

Bei den getesteten Lese-Trainings geht es nicht ums »Querlesen« von Text, stattdessen soll das Lesetempo bei weiterhin vollem Textverständnis gesteigert werden. »Die Fähigkeit, einen Roman genussvoll und mit Muße zu schmökern, geht nicht verloren«, betont die Stiftung Warentest in ihrem Heft.

Das erstaunliche Ergebnis: Testsieger mit einer Gesamtnote von 2,1 ist eine Smartphone-App für 2,99 Euro. Die App »Schneller lesen – mehr behalten« des Herstellers Heku IT gibt es für iOS und Android (siehe unten). Zu anderen Preisen ist sie auch z. B. für Windows erhältlich. Das Programm glänzt nicht nur bei der Vermittlung der Inhalte, sondern auch bei Datenschutz und AGB.

Auf Platz 2 landete mit der Note 2,5 ein Präsenzkurs, für den jedoch 590 Euro fällig werden.

Die App ist also nicht nur günstiger, sie ermöglicht zudem das Trainieren zu jeder Tageszeit und an jedem Ort. Eine Trainingseinheit dauert jeweils 10 Minuten. Danach wird eine Pause verordnet. Dies sei beim Üben des Schnelllesens wichtig, betont auch die Stiftung Warentest.

Egal, mit welcher Methode die Probanden trainierten, im Schnitt konnte die Lesegeschwindigkeit um 50 Prozent erhöht werden.

Der Test der Schnelllese-Trainings ist in Ausgabe 3/2015 der Zeitschrift »test« nachzulesen.

Zudem steht der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Test kostenfrei unter der Web-Adresse www.test.de/pdf-lesetechniken (PDF) zum Download bereit. Die PDF-Datei ist sogar ausführlicher und umfangreicher als der Heftabdruck.

Link ins Web

Der Testsieger zum Download für iOS und Android

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3 Kommentare zu diesem Beitrag lesen

  1. Eva Jancak schrieb am 1. März 2015 um 22:42 Uhr

    Und warum muß man unbedingt schneller lesen, für eine die ungehähr hundertziebzig Bücher im Jahr liest, reicht die auf normalen Weg erlernte Schnellligkeit und die die üblichen acht bis neun pro Jahr lesen kommen dann wohl erst recht damit zurecht

  2. Rouven schrieb am 2. März 2015 um 23:37 Uhr

    Also ich versuche immer langsam zu lesen. Ich unterstelle den Schriftstellern, dass diese Worte da, tatsächlich, einen Sinn haben, und darüber denke ich nach, auch wenn ich schon 1000mal über ein Thema nachgedacht habe.

  3. Leonhardt schrieb am 5. März 2015 um 09:17 Uhr

    Angesichts des Beitrages von Eva Jancak ergibt sich die Frage ob Langsamlesekurse angeboten werden sollte. Bereits ihre Einlassung offenbart die Notwendigkeit Schnelleser zur Einlegung von Denkpausen und Hervorrufen von Empathie anzuregen

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