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Beitrag vom 3. Juli 2016 | Rubrik: Bachmannpreis-Podcast 2016, Podcast

Bachmannpreis-Podcast 2016 – Folge 5: Der dritte Tag mit Sandra Kegel

Das 2. Jahr dabei: Bachmann-Jurorin Sandra Kegel

Das 2. Jahr dabei: Bachmann-Jurorin Sandra Kegel

Das war’s für 2016 – fast. Alle 14 Texte wurden gelesen, am Sonntag, 3. Juli 2016, stimmt die Jury vor Publikum über die Gewinnertexte ab.

Doris Brockmann und Wolfgang Tischer analysieren den letzten Lesetag und geben ihre Prognose über den Wahlausgang ab.

Zudem ist in Folge 5 des Bachmannpreis-Podcasts ein Interview mit Jurorin Sandra Kegel zu hören. Wird sie wieder eine der Gewinnerinnen ins Rennen geschickt haben?

Sandra Kegel, Leiterin des Literaturressorts bei der FAZ, gehört im zweiten Jahr der Bachmann-Jury an. Gleich im ersten Jahr brachte sie mit Nora Gomringer die Gewinnerin nach Klagenfurt. In diesem Jahr sind es Sharon Dodua Otoo und Stefanie Sargnagel.

Das Interview mit Sandra Kegel ist im Podcast ab Minute 31:06 zu hören.

Im einzelnen sah die Lesereihenfolge des dritten Tages (Samstag, 2. Juli 2016) so aus. Die Namen sind jeweils mit den Texten auf bachmannpreis.orf.at verlinkt:

1. Lesung 10.00 Uhr Ada Dorian
2. Lesung 11.00 Uhr Sharon Dodua Otoo

Mittagspause

3. Lesung 12.00 Uhr Astrid Sozio
4. Lesung 13.00 Uhr Dieter Zwicky

1 Kommentar zu diesem Beitrag lesen

  1. T.S. schrieb am 3. Juli 2016 um 08:55 Uhr

    Die Änderung der Regeln im vergangenen Jahr habe ich damals in meinem – inzwischen gelöschten – Blog moniert und auch nachgewiesen, dass nach den alten Regeln eine andere Autorin gewonnen hätte. Dabei bin ich davon asgegangen, dass natürlich jeder Juror für die von ihm eingeladenen Autoren votieren würde.

    Jetzt wurde das offenbar rückgängig gemacht, dafür gibt es eine neue Regeländerung: Die Juroren dürfen ihre jeweiligen Autoren nicht mehr mit ihrem Votum unterstützen. Das nimmt der Prozedur zumindest einiges von ihrer Vorhersehbarkeit. Ob ich das toll fnden soll, da bin ich noch im Zweifel.

    Dass Frau Feßmann immer mal wieder den Namen Snela in die Diskussion einfließen ließ, ist mir ebenfalls negativ aufgefallen.
    Das machte auf mich den Eindruck, als würde sie ihren Protegé, der in der Bewertung nicht gut wegkam, wie Sauerbier anbieten.

    Anstelle Snelas wäre mir das nicht recht. Aber vielleicht trägt ihre Trommelei ja Früchte ja und er schafft es zumindest noch auf die Shortlist.

    Was die Shortlist betrifft, stimme ich weitgehend mit eurer Einschätzung überein. In den vergangenen Jahren standen mal 7, mal 8 Autoren drauf. Eine feste Zahl scheint es da nicht zu geben.

    Am letzten Lesetag, dem Samstag, herrscht nach meiner Erfahrung immer bereits halbwegs Wochenendstimmung in der Jury. In dieser Atmosphäre passt ein leicht verdaulicher und komödiantischer Text wie der von Sharon Dodua Otoo natürlich wunderbar. In mir hat er u.a. gleich Appetit auf ein hartgekochtes Ei ausgelöst.

    Vor das wohlverdiente Wochenende hatte der Zufallsgott dann aber doch noch ein Problem gesetzt, und zwar in Form der von Juri Steiner vorgeschlagenen Astrid Sozio. Ich muss gestehen, dass ich erst recht spät gemerkt habe, worauf das Ganze hinausläuft, und dass mich der lakonische Schreibstil beeindruckt hat. Am Ende hat sich herausgestellt, dass es sich um einen politisch motivierten Text zum Thema Flüchtlingskrise handelt. Und ich denke, dieser Tatsache ist es geschuldet, dass dieser Text von der Jury so einhellig verrissen wurde. Die Negativbewertung werte ich also wiederum als politische Antwort: Propagandistische Texte haben beim Bachmannpreis nichts verloren! (Ein Statement, dem ich durchaus zustimmen könnte.) Die Autorin muss allerdings vorher gehahnt haben, was auf sie zukommen würde. Anders kann ich mir nicht erklären, dass sie trotz allem recht entspannt wirkte und am Ende sogar mit einem Lächeln von der Bühne ging.

    Für den letzten Beitrag des diesjährigen Wettbewerbs – verfasst und vorgetragen vom Schweizer Autor Dieter Zwicky – fehlte mir zum Verständnis die nötige Konzentraton. Irgendwie fühlte ich mich durch die Lesung aber um rund 20 Jahre zurückversetzt. Damals kamen solche eher poetischen Texte beim Wettbewerb häufiger vor, heute sind sie kaum mehr anzutreffen. So zeigt sich am Schluss der Bachmann-Wettbewerb nochmal im Lauf der Zeit; “Das Ei” hat mit der Zusammenstellung der Reihenfolge einen guten Job gemacht.

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