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Willms’ Woche: Von Bienen und Comics

Letztes Jahr wurde er groß gefeiert, denn da wäre er 175 Jahre alt geworden. Doch auch in 2008 wollen wir Wilhelm Busch nicht einfach übergehen. Denn schon wieder steht ein Jubiläum an, wenn auch ein trauriges – vor hundert Jahren starb mit ihm einer der bedeutendsten humoristischen Dichter Deutschlands.

Wilhelm Busch gilt als der Urvater des Comics. Er zerlegte die Handlungen seiner Geschichten in Einzelsituationen, stellte graphisch Bewegung und Aktion dar und unterlegte das Geschehen mit phantasievoller Lautmalerei. »Rickeracke! Rickeracke! Geht die Mühle mit Geknacke« aus seinem bekanntesten Werk »Max und Moritz« musste wohl fast jedes Kind einmal auswendig lernen. Buschs Lebenslauf begann jedoch für einen Dichter und Zeichner eher untypisch. Bereits im zarten Alter von 15 Jahren begann Wilhelm ein Maschinenbau-Studium, das er jedoch nach kurzer Zeit abbrach. Er hatte es allein auf Wunsch seines Vaters begonnen. Sein eigentliches Interesse galt der Malerei und so folgten Studienjahre an Kunstakademien in Düsseldorf, Antwerpen und München. Obwohl »Max und Moritz« ein wahrer Kassenschlager wurde, verdiente sich Wilhelm Busch keinesfalls eines goldene Nase. Er hatte die Rechte an der Bildergeschichte als junger Student an seinen Verleger verkauft – der kassierte damit ein Vermögen.

Wilhelm Busch könnte wohl auch das Vorbild für die derzeit so angesagten Aussteiger-Dokusoaps gewesen sein. Da wandern Menschen mit einer fixen Idee und wenigen Euros in exotische Länder aus, um dort ihr Glück zu finden. Der Dichter spielte kurzzeitig mit dem Gedanken nach Brasilien auszuwandern, um sich dort der Bienenzucht zu widmen. Über die Imkerei hatte er viel von seinem Onkel gelernt und Brasilien galt nahezu als Paradies für Honigfreunde. Zum Glück überlegte er es sich anders und so können heute im Wilhelm-Busch-Museum in Hannover nicht nur interessante Details über »Max und Moritz« sondern auch über viele weitere Werke des Autors entdeckt werden.

1 Kommentar

  1. Vielen Dank für den interessanten Artikel- vor allem das kleine Bienen-Detail aus W. Buschs Leben ist für mich als Jungimkerin besonders spannend. Ich werde weiter beobachten, welche Figuren der Geschichte sich mit der Imkerei befasst haben. Sicher ist Busch nicht das letzte Beispiel, dass staunen macht.

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