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Willms’ Woche: Schönheit und Jugend gegen Tugend und Moral

117 Jahre ist es her, dass im verregneten April eines der bekanntesten wie auch besten Bücher der Literaturgeschichte das Licht der Druckmaschine erblickte. »Das Bildnis des Dorian Gray« verhalf Oscar Wilde endgültig zum Durchbruch und ebnete den Weg für einen der größten Skandale der englischen Society. Nach eigener Aussage hatte Lord Alfred Douglas den »Dorian« bereits 14 Mal gelesen, bevor er einen Freund, der mit Wilde bekannt war, dazu drängte, ihm den Schriftsteller vorzustellen. Der Roman, der sich unter anderem mit der Frage beschäftigt, ob Schönheit und Jugend schwerer wiegen als Tugend und Moral, lebt von seinen geistreichen Unterhaltungen. Bonmots und amüsante Paradoxa gehörten nicht nur schriftlich zu Wildes Steckenpferden. In Gesellschaft drehte er erst richtig auf, erzählten jene, die ihn kannten. Da wir uns leider mit den schriftlichen Überlieferungen begnügen müssen, abschließend einige Köstlichkeiten aus dem »Bildnis des Dorian Gray«. Auch 117 Jahre nach seiner Erstveröffentlichung in Buchform machen folgende Ausschnitte Lust auf mehr.

  • »Der einzige Unterschied zwischen einer Laune und der ewigen Liebe besteht darin, dass die Laune etwas länger anhält.«
  • »Ein Mann kann mit jeder Frau glücklich sein, solange er sie nicht liebt.«
  • »Er kam prinzipiell zu spät, da sein Grundsatz lautete, Pünktlichkeit stehle einem die Zeit.«
  • »Gute Vorsätze sind nichts anderes als ein Scheck, ausgestellt auf eine Bank, bei der man kein Konto hat.«
  • »Ich liebe Wagners Musik mehr als die irgendeines anderen Komponisten. Sie ist so laut, dass man die ganze Zeit reden kann ohne, dass die anderen Leute hören, was man sagt.«
  • »Ich verabscheue meine Verwandtschaft. Das kommt vermutlich daher, dass unsereins es nicht ausstehen kann, wenn andere Leute dieselben Fehler haben wie wir.«
  • »Ich würde alles auf der Welt tun, um meine Jugend wiederzubekommen, außer Sport treiben, früh aufstehen oder salonfähig werden.«

Derzeit ist das Werk in folgenden Ausgaben lieferbar:

  • Oscar Wilde/Meike Breitkreuz (Übersetzer): Das Bildnis des Dorian Gray. Gebundene Ausgabe. 2012. Anaconda Verlag. ISBN/EAN: 9783866478657. 4,95 € » Bestellen bei amazon.de Anzeige
  • Wilde, Oscar/von Planta, Anna (Übersetzer)/Fred, W. (Übersetzer): Das Bildnis des Dorian Gray (detebe). Taschenbuch. 1996. Diogenes Verlag. ISBN/EAN: 9783257214116. 12,00 € » Bestellen bei amazon.de Anzeige
  • Wilde, Oscar/Lachmann, Hedwig (Übersetzer)/Landauer, Gustav (Übersetzer): Das Bildnis des Dorian Gray: Roman (Fischer Taschenbibliothek). Gebundene Ausgabe. 2012. FISCHER Taschenbuch. ISBN/EAN: 9783596512348. 11,00 € » Bestellen bei amazon.de Anzeige
  • Wilde, Oscar/Wolff, Lutz-W. (Übersetzer): Das Bildnis des Dorian Gray: Roman. Taschenbuch. 2013. dtv Verlagsgesellschaft. ISBN/EAN: 9783423142076. 10,90 € » Bestellen bei amazon.de Anzeige
  • Wilde, Oscar/Kalka, Joachim (Nachwort)/Hoeppener, Christine (Übersetzer): Das Bildnis des Mr. W. H (insel taschenbuch). Taschenbuch. 2004. Insel Verlag. ISBN/EAN: 9783458347293. 5,99 € » Bestellen bei amazon.de Anzeige

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