Uwe Timm im Interview: Halbschatten – Buchmesse-Podcast 2008

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Timm: HalbschattenAls Uwe Timm ein Denkmal auf dem Berliner Invalidenfriedhof besichtigte, fiel ihm der Grabstein der einzig dort bestatteten Frau ins Auge: derjenige Marga von Etzdorfs. Die junge Fliegerin war begehrt, keck, eine ambivalente, doch liebenswerte Person. Warum sie sich mit gerade mal 25 Jahren umbrachte, ist bis heute ein Rätsel. Und ihre Lebensgeschichte damit ein gefälliger Stoff für Uwe Timm.

Wie schon in früheren Werken vermengt der Autor reale Biographien der deutschen Nachkriegsgeschichte mit fiktiven Charakteren. Nur wenige davon treten als Figur ins Geschehen, mehrheitlich bleiben sie Stimmen, Einwände, Kommentare. War diese extreme Polyperspektive die einzig denkbare Form für Timm, sich dem Geheimnis Marga von Etzdorfs literarisch zu nähern? Ist die Auseinandersetzung mit der Unschärfe zwischen Dichtung und Wahrheit eine spezifische Herangehensweise für Timms Generation? Hat er den Eindruck, die Einfühlung in eine Frau sei ihm gelungen? Und mit welchem Empfinden läuft er heute über den Militärfriedhof?

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