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Buchmesse doch nach München?

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Der SPIEGEL Online meldet, dass die Frankfurter Hotels zur Buchmesse nun doch absurd hohe Preise verlangen. Demnach hat das Muskelspiel der Buchmesse nichts genützt, die im letzten Jahr mit Abwanderung nach München gedroht hat, falls die Hotels weiterhin solch hohe Preise verlangen würden. Man gelobte Besserung, hält sich nun aber scheinbar nicht daran. Mit den Hotelbesitzern, die sich an ihre Zusagen nicht gehalten hätten, werde nach der Messe ein klärendes Gespräch geführt. Warum erst danach? Oder doch gleich nach München?

Die Neutralität der Medien

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Schon bei der Rückkehr zur kaiserlich verordneten Rechtschreibung von 1901 hat sich insbesondere der SPIEGEL nicht mit Ruhm bekleckert. Plötzlich wurde dem Leser sehr bewusst, dass man auch beim SPIEGEL konservativ verbohrt sein kann und in diesem Punkte keine Neutralität gelten lässt.
Nun wird eine neue Kampagne in eigener Sache geführt. Vorn dabei wieder mal Springer (BILD) und mit dabei wieder mal der SPIEGEL. Von Zensur der Medien ist plötzlich die Rede. Doch das eigentlich nur, weil eine Kammer des europäischen Gerichtshof es für nicht zulässig erklärt hat, dass heimlich aufgenommene Paparazzi-Fotos von Prinzessin Caroline veröffentlicht werden. Dies soll nur mit Zustimmung erfolgen oder wennn sie einen „Beitrag zur Debatte mit Allgemeininteresse“ leisten. Und hierzu zählt sicherlich nicht der Tratsch und Klatsch beim Frisör.
Ausnahmen lässt das Gericht sehr bewusst für Politiker zu, denn hier besteht sehr wohl ein Interesse, wer mit wem private Geschäfte macht.
Zweifelsohne ist dieses Urteil eine Bedrohung des Boulevard-Journalismus, der u.a. von Paparazzi-Fotos und erfundenen Promi-Geschichten lebt. Peinlich, dass sich hierzu scheinbar auch der SPIEGEL zählt. Sehr lesenswert der Artikel von Hans Leyendecker in der Süddeutschen.
Uns erinnert die Diskussion und die sofortigen albernen Zensur-Rufe sehr an die übliche Foren-Aufregung, wenn dort ein Artikel aus gutem Grund gelöscht wird, weil er gegen die Regeln und guten Sitten verstößt.

Ein Buch für Anne Frank

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Alle im Alter zwischen 10 und 16 Jahren sind aufgerufen, an einem „Buch für Anne Frank“ mitzuwirken. Veranstalter sind das Anne Frank Zentrums und das Deutsche Kinderhilfswerk. Thema ist wieder mal *gääähn* Zivilcourage. Da müssten doch viele noch Texte vom letzten Deutschaufsatz übrig haben. Und auch im Redaktionskeller liegen noch zwei DIN A4-Ordner mit den Beiträgen des Wettbewerbs re:spect der Aktion Mensch. Könnten wir eigentlich gleich unfrei ans Anne Frank Zentrum weiterschicken. Und die Tipps unseres Redaktionsleiters gibt es für alle Teilnehmer gratis als Zugabe. Und wehe wir lesen nochmal was über angepöbelte Ausländern in öffentlichen Verkehrsmitteln oder auf dem Schulhof! Das ist verboten!

Hörbücher werden digital

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Während in vielen Branchen die Gewinne zurückgehen, hat es zumindest die Musikindustrie geschafft, die Schuld hierfür nicht der Konjunkturlage, sondern ausnahmslos den Raubkopierern in die Schuhe zu schieben, um durch geschickte Lobby-Arbeit auch gleich noch das Urheberrecht zugunsten der Konzerne zu ändern. Dabei ist ein Zusammenhang zwischen den weniger verkauften CDs und der Zahl der verkauften Rohlinge nicht bewiesen.
Nicht zuletzt der aktuelle Hype um den Apple iPod zeigt aber, dass die Zukunft ohnehin in den digitalen Musikdateien liegt. CDs sind dann bestenfalls Träger von MP3-Dateien oder anderen kodierten Formaten. Welche Auswirkungen die Digitalisierung hat, zeigt die Fotobranche: die Kodak-Entwicklungslabore sind insolvent, und Agfa verkauft die Foto-Sparte ganz.
Natürlich hat die Digitalisierung auch Auswirkungen auf den Hörbuchmarkt. Irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft wird man es als reichlich absurd empfinden, dass man ein Hörbuch übers Internet bestellen konnte, dann aber CDs im Audio-Format erhielt, anstatt gleich in der digitalen Version, die auch der MP3-Player oder iPod versteht, ohne dass man diese CDs konvertieren muss, was zwischenzeitlich obendrein bei kopiergeschützten CDs widerrechtlich ist, was man wiederum der Musikindustrie zu verdanken hat (sieh oben). Wie einfach wäre es da doch, die Dateien gleich im passenden Digitalformat übers Netz zu beziehen. audible.com bietet dies seit einiger Zeit. Nun berichtet heise.de, dass der Dienst auch bald in Deutschland starten wird.

ZDF-Intendant offizieller Sprachverhunzer der Nation

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Eigentlich sollte Edelgard Bulmahn das Rennen machen: Mit ihrem Uni-Slogan „Brain up“ galt sie als Top-Favoritin für den Titel „Sprachpanscher des Jahres“. Doch der Verein Deutsche Sprache hat ein anderes Opfer gefunden: Markus Schächter, den Chef des ZDF. [meldet der SPIEGEL online]

Was verdient eigentlich ein Schriftsteller?

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Wer schreibt, bleibt. Aber was bleibt dem, der schreibt? Der Schriftsteller und Jurist Georg M. Oswald hat es in der Welt zum Start der Büchersaison nachgerechnet. Unbedingt lesen! [via polarluft.de]

Amtlich digitales Regelwerk

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Festgestellt, dass wir jahreslang ohne aktuelles amtliches Regelwerk gearbeitet haben. Gestern den analogen DUDEN von 1996 durch die aktuelle digitale Version ergänzt. Unglaublich, dass es uns gelungen ist, dennoch einigermaßen nach den neuen Regeln zu schreiben. Wir sind etwas besorgt, da dies ja Spiegel und BILD offenbar nicht gelungen ist.

Wann fusionieren Spiegel und Springer?

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Die gemeinsam angekündigte und bis jetzt nicht vollzogene Rückkehr zur kaiserlich verordneten Rechtschreibung war nur ein weiterer Beleg dafür, dass sich Spiegel und Bild immer mehr annähern und auf vielen Gebieten schon seit längerem zusammenarbeiten. Der Tagesspiegel zeigt in einem lesenswerten Artikel diese Dinge auf – geschäftlich wie privat. Zitat: Rudolf Augstein hätte sich so viel Gemeinsamkeit wohl nicht vorstellen können. Im Gesellschaftervertrag gibt es eine Klausel, in der steht, dass es für den Spiegel-Verlag Partner gibt, die „nicht zumutbar“ sind. „Die Gesellschafter sind sich darüber einig, dass hierzu derzeit die Axel Springer Verlag AG und der Heinrich Bauer Verlag gehören“, steht im Vertrag.

Die FAZ-Literaturkritik des neuen Dudens

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Erwartungsgemäß tendenziös lässt die FAZ die morgen neu erscheinende 23. Auflage des Dudens von Theodor Ickler besprechen.

Traurige Dialoge: Am Wörthersee

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Und auch dieses Dramolett von Antonio Fian lesen wir im heutigen Standard. Wir schweigen ergriffen.

Jens und Reich-Ranicki vertragen sich wieder

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Nach zehn Jahren Feindschaft haben sich der Tübinger Rhetorikprofessor Walter Jens und der Frankfurter Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki versöhnt. So lesen wir es heute im Standard. Wir suchen noch nach einem Taschentuch, um die Tränen der Rührung zu trocknen.

Virtuelle Buchtournee

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Man muss nur Ideen haben, dann fällt man auf: Bernd Roethlingshoefer reist durch Deutschland und stellt sein Buch „Werbung mit kleinem Budget“ vor. Allerdings reist er nicht persönlich, sondern ist virtuell zu Gast bei mehreren Weblogs.

Das Anti-Reformer-Trio und der orthografische D-Day

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Jonannes Röhrig zeichnet in einem Beitrag für den Stern nach, wie Männerfreundschaften zu Bündnissen gegen die neue Rechtschreibung werden. Eine lesenswerte Chronik der Aktion von SPIEGEL und Springer. Nette Idee: Im Artikel sind exemplarisch alle Wörter nach neuer Schreibweise fett gedruckt. Viele sind es nicht. Zitat: Allenfalls zwei Prozent des Wortschatzes sind von der Neuregelung betroffen – doch „Bild“ macht Dampf: Allein seit Anfang August wird in 24 Artikeln für den Erhalt der alten Orthografie getrommelt.

Sonnenfinsternis und Adalbert Stifter

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Heute vor 5 Jahren war im südlichen Teil Deutschlands die absolute Sonnenfinsternis zu beobachten. Damals hat das literaturcafe.de zu diesem Anlass den Text von Adalbert Stifter aus dem Jahre 1842 online gestellt.

Muj vztah k Nemecku a Nemcum

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Ein tschechischer Artikel von Jakub Sofar im Magazin Sprace über Literatur im Internet. Sehr prominent wird im unteren Teil auch das literaturcafe.de erwähnt. Leider können wir nur vermuten, worüber da geschrieben wird. Kann jemand tschechisch? Kann uns jemand den Artikel übersetzen? Wir sind für eMails an die Redaktion dankbar.