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Leipzig liest – und kassiert pro Lesung 25 Euro

Leipzig liest à 25 EuroMit Recht ist man in Leipzig stolz darauf, dass die dortige Buchmesse tatsächlich auch eine Lese-Messe ist. Unter dem Motto »Leipzig liest« konnten allein im letzten Jahr während der Messe über 1.900 Literaturveranstaltungen auf dem Messegelände und in der Stadt gezählt werden.

Erstmals verlangt die Messe in diesem Jahr eine Gebühr für den Eintrag einer Lesung im Programmheft und im Web. 25 Euro will man pro Lesung haben. Das wären Einnahmen von fast 50.000 Euro.

Insbesondere Kleinverlage sind erbost über diese neue Lese-Gebühr. Andreas Heidtmann vom poetenladen schreibt auf seiner Website: »Für vier Debüts, in je einer halbstündigen Veranstaltung vorgestellt, kassiert Leipzig liest nun 100 Euro. Mit den Kosten für einen Kleinstand und den Nebenkosten von Strom bis zum Ausstellereintrag sind so 1.000 Euro schnell erreicht.« Für Kleinverlage komme das einer Kostenerhöhung von 10 Prozent gleich. Dies könne dazu führen, dass Idependent-Verlage eine Messebeteiligung generell überdenken.

Beim Ploettner-Verlag ärgert man sich auch darüber, dass die Messe die Notwendigkeit einer solchen Gebühr nicht offen gegenüber den Verlagen und Ausstellern kommuniziert habe. Diese hätten davon erst durch einen Eintrag in der Messepreisliste erfahren. Unter Punkt 3 ist dort lediglich zu lesen: NEU AB 2009: Gebühr für den Eintrag im Leipzig-liest-Programmheft und zugleich im Internet pro Veranstaltung 25 EUR.

»Für kleine und mittlere Literaturverlage, die mit viel Idealismus nach Leipzig reisen, bedeutet das eine unnötige Hürde und kommt einer Bestrafung der Lese-Aktivitäten gleich«, meint Andreas Heidtmann vom poetenladen.

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