Die New York Times bespricht den »bildungsroman« Harry Potter bereits vor Veröffentlichung

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Und wieder können wir ein Kreuz auf unserem Harry-Potter-Bingo-Feld machen: Eine Redakteurin der New York Times hat einfach eine Buchhandlung betreten, und dort hat man ihr ganz offiziell den neuen Harry-Potter-Band verkauft. Dabei wäre das vor Samstag noch gar nicht erlaubt gewesen.

Michiko Kakutani von der New York Times hat dann offenbar den nicht ganz so dünnen 7. Harry-Potter-Band sehr rasch gelesen, denn schon heute, am 19. Juli 2007, erscheint ihre Buchkritik in der New York Times. Obwohl das Buch einige Schwächen (»lumpy passages of exposition«) und zum Teil etwas künstlich aufgebaute Nebenhandlungen habe, sei es dennoch gut gelungen und wurzele zwischen literarischer Tradition und modernem Hollywood-Erzählstil. Das Ende sei traditionell und zeige in einer Vorausschau, was in einigen Jahren mit den Personen geschehen wird.

Das große Verdienst von J. K. Rowling läge darin, dass sie Harry glaubhaft als normalen Jugendlichen aber gleichzeitig auch als Superhelden beschreibt. Sie habe eine komplexe Romanwelt mit vielen Details geschaffen, die im siebten Band abgerundet wird, indem sich hier einige Plots gekonnt auflösen.

Ein nettes Detail der Buchbesprechung ist, dass ein aus dem Deutschen entnommenes Wort auftaucht: »No wonder then that Harry often seems overwhelmed with disillusionment and doubt in the final installment of this seven-volume bildungsroman.«

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