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Buddenbrooks-Verfilmung: verschwenkt, verschnitten, verschmarrt?

Mann und MarzipanEigentlich müsste das das beste Weihnachtskino sei: die Buddenbrooks-Verfilmung von Heinrich Breloer, deren Vorschaubilder die perfekte Ästhetik von Kaffee- und Margarinewerbung erwarten lassen. Kino-Kitsch und Dramatik im besten Sinne. Wer außer Die-Manns-Versteher Breloer hätte das besser gekonnt?

Doch gute Zutaten allein machen keine guten Weihnachtsplätzchen, und wenn man Richard Oehmanns Filmkritik in Telepolis glauben darf, gilt Ähnliches auch für diese Thomas-Mann-Verfilmung.  Auch Rüdiger Suchslands Kritik für den film-dienst fällt bei allem Wohlwollen und Gute-Seiten-Abgewinnen nicht positiv aus, zu sehr sei das Mannsche Buch zudem ausgeholzt worden.

Was am meisten aufhorchen lässt: Von der wunderbaren Ironie, mit der Thomas Mann den Verfall einer Lübecker Kaufmannsfamilie im Buch beschreibt, kommt im Film offenbar nicht rüber.

Was werden Sie machen? An Weihnachten ins Kino? Warten auf die verlängerte TV-Ausstrahlung? Oder haben Sie den Film schon gesehen? Oder lesen Sie lieber das Buch? Letzteres können wir sehr empfehlen!

3 Kommentare

  1. Schade, dass man es nicht schafft, ein solches Meisterwerk der Literatur gerecht umzusetzen. Aber das ist ja nicht selten der Fall.
    Ich warte übrigens sehnsüchtig auf eine gelungene Verfilmung von Salingers “Der Fänger im Roggen”. Das würde zwar schwer, alleine vom Schauspieler der Hauptrolle her, aber das wäre was…

  2. Gern möchte ich mir die Buddenbrooks im Kino ansehen. Als junges Mädchen habe ich das Buch mit Begeisterung gelesen. Erst vor einem halben Jahr habe ich mir aus nostalgischen Gründen eine neue Ausgabe gekauft (selbst hatte ich leider keine alte Ausgabe). Zur Zeit überlege ich, ob ich das Buch vor dem Kinobesuch nochmals lese. Um den Film zu beurteilen, sollte man ihn sich selber angesehen haben. Man muss jedoch bedenken, dass ein Film nie den vollständigen Inhalt und auch die beim Lesen selbst erlebte Athmosphäre wiedergeben kann. Deswegen lese ich gern vorher das Buch und sehe mir den Film nur als “Ergänzung” bzw. zur visuellen Unterstützung an.

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