Zum Menü des literaturcafe.de | Zum Kontextbereich
Toplinks
Social-Media-Icons

Stichwort: buchmarketing

Alle Beiträge, die von der literaturcafe.de-Redaktion mit dem Stichwort »buchmarketing« versehen wurden.

Beitrag vom 5. März 2007 | Rubrik: Literarisches Leben, Literatur online

Brave New World: Die repetitive Banalität von Second Life

Tote Hose in der Hörlounge: Der DAV in Second LifeWer derzeit in den Medien nur die Berichte über die digitale Parallelwelt Second Life liest ohne sie einmal gesehen zu haben, der könnte den Eindruck gewinnen, dort etwas zu verpassen. Dass dem zum Glück nicht so ist, darüber haben wir bereits in unserer letzten Podcast-Folge gesprochen. Second Life ist ein typisches Hype-Thema, wie es sie in den Zeiten der sogenannten New Economy zahlreich gab. Dennoch kann es hilfreich sein, diesen Hype auch als Autor oder Verlag zu nutzen, um auf die eigenen Bücher aufmerksam zu machen. Auch hierzu haben wir Tipps in unserer letzten Podcast-Folge gegeben. Der Hörbuchverlag DAV ist ein gutes Beispiel dafür, wie weit Schein und Realität tatsächlich auseinanderliegen.

Einen sehr guten Eindruck, wie langweilig und banal diese Pixelwelt tatsächlich ist, gibt die britische Autorin Jenny Diski in einem ausführlichen Bericht, den sie für die NZZ geschrieben hat: »Second Life« ist nichts als Wiederholung. Es ist eine virtuelle Welt des Kaufens und Verkaufens, von Konsum und Profit, üppigem Dekor und politischer Apathie. Was Sie in dieser alternativen Welt kriegen, sind Kasinos, Stripteaselokale, Häuser, Wohnaccessoires, Kleider, Schmuck, Autos, Motorräder und Läden, in denen all diese Dinge an Cartoon-Figuren verkauft werden; Figuren, die ihre realen Besitzer repräsentieren und in Häusern auf dem virtuellen Land «leben», das sie gekauft haben, ihre Interieurs herausputzen, ihre Kleider, Frisuren und Schmuckstücke wechseln, ihre Autos fahren, in den Kasinos spielen und nackte Go-go-Girls beglotzen – vielmehr weibliche Cartoon-Figuren, die ihre gepixelten Brüste und Schamteile nach altbewährter, routiniert-lüsterner Manier darbieten. Bildung gibt es auch. Tutoren erklären, wie man aus Pixeln Dinge machen kann, und amerikanische Colleges offerieren Kurse für ihre zahlungspflichtigen Studenten. Von Sokrates in der Agora allerdings keine Spur.

Kritiker werfen solchen Berichten zwar immer wieder vor, die Faszination von SL erschließe sich nicht nach einmaligem Herumwandeln, sondern beginne meist erst dann, wenn man dort Grundbesitz erwerbe und beginne, sein eigenes digitales Heim zu bauen. Erst wer dort also Geld ausgibt, hat die Chance glücklich zu sein. Brave New World!

Beitrag vom 4. März 2007 | Rubrik: Literatur online, Podcast

Buchreport über Podcasts und Verlage

buchreport 2/2007In der aktuellen März-Ausgabe des Branchenmagazins buchreport widmet man sich erneut dem Thema Podcasts in der Verlagswelt. »Podcasts sind in Verlagen noch nicht angekommen« lautet die Überschrift des zweiseitigen Beitrags (Seite 66/67). Der Autor Daniel Lenz stellt fest, dass insbesondere bei den deutschen Verlagen das Medium noch nicht genutzt oder nicht nachhaltig gepflegt werde. Lenz führt in seinem Beitrag die internationalen und nationalen Podcast-Beispiele auf, die auch wir bereits in unserem Podcast ausführlich besprochen haben: Diana Gabaldon und Dean Koontz oder Marco Polo und Die Arbeit der Nacht.

Das Medium, so Lenz, bliebe daher Initiativen von Einzelkämpfern überlassen. Einer davon: Wolfgang Tischer vom Literatur-Café. Wieder sehr schön: das Foto beim Beitrag, das Tischer mit dem Podcast-Award zeigt, den er stolz und mit Konfirmandenlächeln in die Kamera hält. Die weiteren Einzelkämpfer sind Autoren, die auf diesem Weg einen Verlag suchen und die mittlerweile zumindest innerhalb der Podcast-Gemeinschaft bekannt sind. Da wären Christian Heinke, der über das Medium bereits einen Verlag gefunden hat (Interview im Literatur-Café), Tim Cortinovis (»Herzfassen«) und Alexander Broy (»Die Urlauber«). Cortinovis, so ist dem Artikel zu entnehmen, hat sogar an der Wandsbeker Marktstraße in Hamburg ein 80-qm-Poster angebracht, um für seinen Podcast zu werben.

Beitrag vom 6. Februar 2007 | Rubrik: Hörbücher, Literarisches Leben

Hörbücher bei den Feierschweinen

Gibt es demnächst Hörspiel DJs im Neon?Vor gut einer Woche hatten wir an dieser Stelle Verlagen und Autoren empfohlen, den aktuellen Hype um die digitale Scheinwelt Second Life für das Marketing in eigener Sache zu nutzen. Jetzt ergreift ein namhafter Hörbuch-Verlag diese Chance: Der Audio Verlag richtet in Second Life eine Hörlounge ein. Unter anderem kann man dort das Hörbuch "Drachenglut" von Jonathan Stroud, gelesen von Rufus Beck, noch vor der offiziellen Veröffentlichung anhören.

Wie von uns empfohlen, baut der Audio Verlag hierfür zunächst kein eigenes Gebäude, sondern nutzt einen bei deutschen Second-Life-Nutzern angesagten Ort, nämlich den Neon-Club, der auch als Heimat der Feierschweine firmiert. Eine Woche lang soll dort die Lauschecke aktiv sein, und in Live-Chats sollen zudem die Avatare bekannter Sprecher und Autoren auftreten. Den Anfang macht am  22. Februar der SPIEGEL-Online-Kolumnist und Läufer Achim Achilles. Die Hörlounge selbst soll ab dem 19. Februar 2007 aktiv sein. Eine im Internet verdammt lange Zeit zwischen Ankündigung und Umsetzung. Aber wie schon gesagt, mag die mediale Aufmerksamkeit für ein solches Ereignis größer sein als dieses selbst.

Beitrag vom 25. Januar 2007 | Rubrik: Podcast

Podcast-Hörer verzichten nicht auf Bücher

Ausschnitt aus www.podcastumfrage.dePodcast- und Marketing-Experte Alex Wunschel hat nun endlich die detaillierten Ergebnisse der 2. Podcast-Umfrage veröffentlicht, an der insgesamt 3.050 Podcast-Hörer teilgenommen haben. Auszüge daraus präsentierte er bereits während einer Diskussionsrunde auf der Frankfurter Buchmesse 2006 (den Download des Audio-Mitschnitts finden Sie hier im Literatur-Café).

Podcasts, das sind regelmäßig veröffentlichte Audio-Dateien, die mit Programmen wie Apple iTunes oder Juice abonniert werden können. Das Literatur-Café betreibt seit 2005 einen eigenen literarischen Podcast, der mit dem Deutschen Podcast-Award ausgezeichnet wurde. Zudem waren wir als einer von 47 Podcast-Produzenten Partner der Podcast-Umfrage.

Da das Hören von Podcasts natürlich Zeit beansprucht, wollte Wunschel in seiner Umfrage auch wissen, zu Lasten welcher anderer Medien dies geschieht. Erwartungsgemäß hören 47% der Podcast-Hörer weniger Radio, 33% verzichten zugunsten der Podcasts aufs Fernsehschauen.

Interessant jedoch, dass Podcast-Hörer nicht aufs Lesen von Büchern verzichten. Nur 10% Prozent der Hörer geben an, aufgrund von Podcasts weniger zu lesen, dem gegenüber stehen 8%, die sogar mehr Bücher lesen, seit sie Podcasts hören. Bei den restlichen 82% blieb die Zeit für die Buchlektüre gleich. Wir vom Literatur-Café hoffen natürlich, dass wir an dieser positiven Bilanz für das Buch nicht ganz unschuldig sind, haben wir doch neben unserem eigenen Podcast auch für andere Partner viel beachtete Produktionen erstellt. So beispielsweise »Die Arbeit der Nacht« für den Hanser Verlag, den BoDcast für BoD oder die »Gedichte aus dem Garten der Poesie« für den Deutschen Taschenbuchverlag. Als Partner der Frankfurter Buchmesse produzierten wir zudem 2006 den offiziellen Buchmesse-Podcast.

Beitrag vom 27. Mai 2006 | Rubrik: Notizen

Vortrag: Podcasting für Verlage und Autoren

In anderen Städten gibt es ihn schon längst, am 29. Mai 2006 fand er nun zum ersten Mal auch in Stuttgart im Literaturhaus statt: Der Web-Montag. Der Web-Montag ist ein offener Vortragsabend zu aktuellen Internet-Themen.

Wolfgang Tischer, der Gründer und Herausgeber des Literatur-Cafés, sprach über das Thema »Podcasting als Marketing-Instrument (nicht nur) für Verlage und Autoren« und berichtete von den Erfahrungen mit dem Podcast des Literatur-Cafés (ausgezeichnet mit dem 1. Deutschen Podcast Award), dem Podcast »Gedichte aus dem Garten der Poesie« (eine Zusammenarbeit mit dem Deutschen Taschenbuch Verlag, München) und dem Podcast von BoD (Books on Demand) berichten, der Anfang Juni starten wird und der für BoD vom Literatur-Café produziert wird.

Download des Vortrags: Für diejenigen, die nicht im Stuttgarter Literaturhaus dabei sein konnten, stellen wir hier die Folien des Vortrags als PDF-Datei (901 kByte) und den Audio-Mitschnitt als MP3-Datei (9,0 MByte) als Downloads zur Verfügung.

Weitere Beiträge: « 1 2 3 4 5
Weitere Beiträge: « 1 2 3 4 5