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Beitrag vom 23. April 2017 | Rubrik: Literarisches Leben, Schreiben, Self-Publishing

Hörtipp zum Welttag des Buches: Über Rosen, Privates, das Schreiben und Veröffentlichen

Podcast und Privatsphäre

Podcast und Privatsphäre

Am heutigen Sonntag, 23. April 2017, ist der Welttag des Buches, ein von der UNESCO offiziell ausgerufener Feiertag. Nach alter katalanischer Tradition schenkt man sich heute eine Rose und ein Buch.

Ich bin in Wien und gebe heute im Volkskundemuseum ein Self-Publishing-Seminar. Klaudia Zotzmann-Koch hat das Seminar vor Ort organisiert. Für ihren Vienna-Writers-Podcast haben wir uns daher im Vorfeld über Self-Publishing und das Schreiben und Veröffentlichen von Büchern unterhalten.

Am Schluss kommen wir auch auf die interessante Frage zu sprechen: Wie geht man mit den Daten seiner Leser um?

Und Self-Publishern stellen sich folgende Fragen: Wie öffentlich möchte ich als Autorin oder Autor agieren? Bis zu welchem Grad lasse ich private Einblicke zu? Verrät das Bild, das ich bei Facebook von meinem Schreibtisch poste, bereits private Dinge?

Vielleicht ein Thema, um es im Herbst nach Wien zurückzukehren, um es auf der Privacy Week näher zu betrachten?

Wolfgang Tischer

Hier klicken und die Podcast-Folge 5 des Vienna Writers Podcast anhören »

 

9 Kommentare zu diesem Beitrag lesen

  1. Eva Jancak schrieb am 24. April 2017 um 22:18 Uhr

    Ein toller Beitrag und sicher ein tolles Seminar, was ich da versäumt habe.
    Ich sehe das mit dem Selfpublishing ja nicht ganz so positiv, höre und lese ich doch immer, daß bei dem und dem Wettbewerb keine Selfpubsher zugelassen werden und bei den Selfpublisher-Preisen oder den Preis, den es gibt, muß man elektronisch veröffentlichen.
    Ich mache mir aber schon seit 2000 meine Bücher selber, in dem ich sie mir fünfzigmal drucken lasse und dann seit 2008 auf meiner Seite bewerbe.
    Diese Unterscheidung Selfpublishing ist Genre und da muß ich alle drei Monate ein Buch veröffentlichen und das literarische Schreiben ist der Publikumsverlag und da dauert das Schreiben länger, denn da geht es um Qualität, verstehe ich auch nicht ganz und halte sie auch für falsch!
    Denn Hand aufs Herz, alle drei Monate kann ich nicht ein fertiges Buch veröffentlichen, denn da geht mir wahrscheinlich wirklich die Kreativität aus und ich muß es hinunterhudeln, was wieder das Vorurteil von der mangelnden Qualität, die die Selfpublisher angeblich haben, bestätigt.
    Ich würde sagen, ich schreibe psychologische realiistische sozialkritische Literatur und bin eigentlich auch sehr schnell, aber eigentlich sollte man sich ja Zeit lassen dürfen und ich würde mir auch mehr interessierte Leser wünschen und bin da auch ein wenig skeptisch, daß, die Leute alle drei Monate ein neues Buch wünschen, weil ich ja erst unlängst auf dieser Seite merkte, wie wenig von denen, die hier kommentieren oder sich lustig machen, gelesen wird.
    An sich finde ich es ja sehr schön, daß so viele Leute schreiben wollen, daß sie das Lesen dabei vergessen, ist schade, aber ich lese ja viel und ich denke man sollte auch hier beides verbinden, das E- mit dem U, das Schreiben mit dem Lesen und die Genres ein bißchen aufzumischen kann auch nicht schaden, so gesehen freue ich mich schon auf das Bachmannlesen und da wird ja inzwischen auch schon ein bißchen vermischt!
    In der Gumpendorferstraße gibt es übrigens keinen “Thalia”, der befindet sich auf der Mariahilfer- oder auf der Landstraße, liebe Grüße aus Wien

  2. Uli schrieb am 25. April 2017 um 08:21 Uhr

    “Diese Unterscheidung Selfpublishing ist Genre und da muß ich alle drei Monate ein Buch veröffentlichen … ”

    Liebe Frau jancak,

    bitte nix für ungut, aber können Sie mir diesen Satz erklären? Warum ist SP ein “Genre” und was hat es mit “alle drei Monate” auf sich?

    Verwirrte Grüße
    Uli

  3. Eva Jancak schrieb am 25. April 2017 um 11:05 Uhr

    Geht das nicht aus dem Gespräch heraus? Ach ja, ich verknüpfe oft sehr viel und das kommt dann nicht so verständlich rüber und in Wahrheit ist das alles auch sehr kompliziert und vielleicht auch nicht zu verallgemeinern, obwohl ich das so gern versuche….
    Also unter den Selfpublishern scheint ein bestimmter Druck zu bestehen, sehr oft, also die drei Monate, etwas Neues, eine neue Serie, etcetera zu veröffentlichen, damit die Leser sie nicht vergessen, sie nicht auf dem Ranking herunterzufallen etcetera.
    Da habe ich ja auch die Aktion von Jaqueline Vellguth sehr interessiert verfolgt, die im vorigen Jahr jedes Monat ein Buch geschrieben und veröffentlicht hat.
    Eine tolle Aktion und das ist ihr auch sehr gut gelungen.
    Ich habe im Vorjahr fünf Bücher veröffentlicht, aber zwei davon waren schon 2015 geschrieben und ich würde, die ohnehin den Ruf einer Vielschreiberin hat, nicht so viel, so schnell, so flüchtig, da leiden Sie ja auch darunter, daß Sie da nicht mehr mitkommen, meinen, daß das längerfristig auf die Qualität gehen könnte und da sehe ich auch eine Kluft zwischen den sogenannten literarischen Schreibern und den Selfpublishern, weil die ersteren sich viel mehr Zeit lassen und, das dann Qualität nennen.
    Und das mit den Genres, ja da habe ich in den Interview gehört und es auch vorher schon gewußt, daß die Selfpublisher in Genres, also Krimis, Romances, Fantasy und was auch immer schreiben und diese Genres waren, glaube ich, beim “Blogbusterpreis” ausgeschlossen, während es beim deutschen Buchpreis, beim Debutpreis und wahrscheinlich auch noch woanders heißt, keine Selfpublisher und ich darf wahrscheinlich auch nicht meinen vielgerühmten selbstgemachten Krimi (wenn ich einen hätte) beim Bachmannpreis vortragen und das stört mich ein bißchen und das wollte ich damit ausdrücken!
    Aber Sie haben schon recht, man muß gar nichts, sollte sich nicht unter Druck setzen lassen und, wie heißt es auch so schön, Regeln sind dazu da gebrochen werden, liebe Grüße aus dem schönen Wien, bei dem Selfpublisherseminar hätten wir uns treffen können, aber vielleicht gibt es eine andere Gelegenheit!

  4. Uli schrieb am 25. April 2017 um 12:12 Uhr

    Hmm … also ich mag mich natürlich täuschen, aber schreiben nicht alle Schriftsteller/Autoren in verschiedenen Genres, unabhängig davon, ob sie SP oder Verlagsautoren sind?

    Auch dass manche Genres möglicherweise bei Wettbewerben ausgeschlossen sein mögen, hat m. E. nichts mit der Veröffentlichungsplattform zu tun.

    Wohingegen es sehr wohl unterschiedliche Teilnahmebedingungen gibt und da kann es durchaus sein, dass SP ausgeschlossen sind. Kann man nachvollziehen, man kann sich auch ausgeschlossen fühlen. Wobei man Veranstalter von großen oder bekannten Wettbewerben schon verstehen kann, wenn sie vorab selektieren. Sonst würden die Jurys wahrscheinlich in Büchern ertrinken.

  5. Eva Jancak schrieb am 25. April 2017 um 12:55 Uhr

    Gemeint ist hier, glaube ich, die “literarische Belletristik”, also das, was zum Beispiel, beim Bachmannpreis gelesen wird oder auf den Buchpreislisten steht, da findet man selten Krimis, ChickLits oder Phantasy dabei, aber hören Sie sich doch den Podcast an, da wird das glaube ich sehr genau erklärt!

  6. Eva Jancak schrieb am 25. April 2017 um 16:28 Uhr

    Vielleicht kann ich noch anmerken, daß ich den Rat, daß man keine unverlangten Manuskripte einsenden soll, auch wenn ich fürchte, daß es stimmt, daß die dann nicht viel Chance haben und stattdessen versuchen soll, den Verleger beim Bachmannpreis oder einer anderen Veranstaltung ansprechen soll, auch ein wenig schade und auch schwierig finde, wenn man sich da anschleichen soll und die Verleger weichen dann auch vielleicht aus, wenn sie sehen, daß das schon wieder ein paar Autoren mit ihren Manuskripten kommen….
    Schade also, daß das offenbar so chancenlos ist, daß da schon sozusagen offiziell abgeraten wird, das zu tun, weil es ja ein gangbarer Weg sein sollte. Ich schicke was hin und dann sitzt da einer und schaut sich alles an und fischt sich die Perlen oder das für ihn brauchbar ist, heraus, statt den Ratschlag es hinten drum zu versuchen, weil es von vorne und direkt von vornherein in den Mist wandert, liebe Grüße und was sagt jetzt mein Kritiker dazu?

  7. Uli schrieb am 26. April 2017 um 07:58 Uhr

    Tja, was sagt der dazu? Vielleicht, dass es völlig legitim ist, dass ein Verlag sich die “Perlen” rausfischt, denn immerhin investiert er ja einen Haufen Geld, bis zur Veröffentlichung und darüber hinaus. Vielleicht auch, dass es vom Freizeit-Autor bis zum Profi sehr viel mehr bedarf, als Sie und ich zu bieten haben? Vielleicht sagt er auch, dass das Schreiben eines der am weitesten verbreiteten Hobbys ist und kein Lektor der Welt jedes unverlangt eingesandte Manuskript berücksichtigen kann. Vielleicht auch, dass man – wie so oft im Leben – manchmal auch einfach nur Glück haben muss oder auch Connections, damit jemand auf einen aufmerksam wird. Und selbst dann ist es noch ein weiter Weg bis in die Buchhandlungen. So in etwa könnte Ihr Kritiker antworten … :-)

  8. Eva Jancak schrieb am 26. April 2017 um 08:35 Uhr

    So ist, was die Frage, wie komme ich zu einem Verlag zwar nicht beantwortet, aber wahrscheinlich klar die zwei Seiten, hier der Autor, da der Literaturbetrieb, mit denen man es zu tun hat, beleuchtet.
    Ich frage mich ja immer, wenn ich jetzt im Netz die unzähligen Tips für Autoren lese, was ich davon habe? Die Antwort ist meistens nicht sehr viel.
    Das Literaturcafe ist eine Seite für Autoren, die sich sehr für das Selfpublishing einsetzt und das war auch mein Weg vor nunmehr schon siebzehn Jahren, den ich nun mit vielen Tips bewafnet, weitergehen werde, obwohl ich, wie Sie wissen, damit nicht ganz zufrieden bin.
    Freut mich, daß Sie so freundlich sind!

  9. Uli schrieb am 26. April 2017 um 15:13 Uhr

    Sagen wir’s mal so: Tipps allein sind ja noch lange kein Garant dafür, bei einem Verlag unterzukommen. Sie können sich noch so sehr minutiös und detailliert an Ratschläge halten, wenn das Können nun mal nicht für den Profibetrieb ausreicht oder man Geschichten schreibt, die inhaltlich keine oder nur wenig Chance auf Verbreitung haben, helfen die besten Helferlein nix.

    Und da kommt dann eben SP ins Spiel, das einem ermöglicht – wie ich es so gern ausdrücke – den Geschichten ein Zuhause zu geben und sie denjenigen Wenigen zugänglich zu machen, denen sie gefallen. Oder – wenn man Glück hat und sich bemüht – auch Vielen.

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