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Beitrag vom 26. Januar 2007 | Rubrik: Literarisches Leben, Literatur online

Buch- und Autorenmarketing mit Second Life

Virtuelle Buchhandlung von SnowbooksFür einige ist Second Life die Zukunft des Internet, für andere ist es bestenfalls ein Online-Spiel, das hohe Anforderungen an die Hardware des Computers stellt. Doch egal: Second Life ist derzeit mega-in. Egal ob Spiegel Online oder Bildzeitung, alle berichten darüber, und namhafte Firmen wie Adidas, Sony oder Toyota nutzen Second Life als Marketing und PR-Plattform. Häufig erzielen diese Unternehmen durch die Berichterstattung über ihre dortigen Aktivitäten mehr Aufmerksamkeit als in Second Life selbst.

Gerade diesen Umstand können sich derzeit auch Verlage und Autoren zunutze machen. Ein Autor, der sein Buch bei einer virtuellen Lesung präsentiert oder ein Verlag, der seine Bücher in einer digitalen Buchhandlung ausstellt, das mag derzeit manchem Medium einen Bericht wert sein. So schafft man es gegebenenfalls, über den aktuellen Hype das Interesse auf die eigenen Bücher zu lenken.

Der kleine englische Verlag Snowbooks macht vor, wie so etwas aussehen kann. Passend zum Verlagsnamen präsentiert man in einer virtuellen Winterwelt die Bücher des Verlags in einer eigenen Buchhandlung. Vor dieser dreht sich das »Book of the Month«. Ein Klick darauf zeigt eine Leseprobe. Daneben ein Link, der die Website von Amazon aufruft, sodass man das Werk gleich bestellen kann. Weitere Titel des Verlages sind in der kleinen digitalen Buchhandlung zu sehen. Auch dort stehen Leseproben und Bestelllinks bereit. Als kleines Gimmick kann man digitale Buchregale für das eigene digitale Heim kostenlos mitnehmen, und Poster an der Wand weisen auf die Website des Verlags hin.

Natürlich setzt das digitale Buchmarketing Kenntnisse in der Bedienung von Second Life voraus, denn man muss zum digitalen Baumeister werden. In Second Life gibt es aber auch eine ganze Reihe von Bibliotheken oder anderen Veranstaltungsorten. Vielleicht ist man dort für eine virtuelle Lesung offen? Fragen Sie einfach einmal nach.

Anschließend sollten Sie natürlich auf Ihre Aktivitäten in einer Pressemeldung aufmerksam machen, die sie an entsprechende Medien schicken. Rufen Sie ggf. zuvor in den entsprechenden Redaktionen an und Fragen Sie, ob Interesse an einer Berichterstattung besteht. Denken Sie daran, dass hier sowohl die Kulturredaktion als auch die Redaktion (Neue) Medien Interesse haben könnte. Seien Sie jedoch nicht größenwahnsinnig, und melden Sie sich nicht gleich bei SPIEGEL oder Focus. Allerdings könnte Ihre Regionalzeitung interessiert sein, denn dort greift man in Regel sehr gerne allgemeine Themen auf, um einen regionalen Bezug herzustellen – und ein Anfang wäre gemacht.

1 Kommentare zu diesem Beitrag lesen

  1. Bernd Sommerfeld schrieb am 13. Februar 2007 um 18:06 Uhr

    Habe auch zum “Leben & Arbeiten in SL” geschrieben, in Buchhandelsmagazinen gibt es Interviews, aber erfasst haben wir oft noch nicht, was uns dort in der 3D-Welt erwartet: http://blog.lob.de/2007/02/13/second-life-in-der-presse/
    Bernd

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Blogs, die auf diesen Beitrag verlinken

  1. Bernd Röthlingshöfer, schrieb am 29. Januar 2007 um 15:33 Uhr

    Britischer Buchverlag vertreibt Bücher in Second Life…

    Der kleine britische Verlag Snowbooks hat in Second Life einen Buchshop eingerichtet, in dem er eigene und Fremdtitel mithilfe des Amazon Partnerprogramms vertreibt.Darüber wollte ich eigentlich ja schon gestern schreiben, aber dann ist mir Wolfgang T…

  2. Vienna Writer’s Blog » Büchermarkt im “Second Life” verlinkte am 31. Januar 2007 um 14:06 Uhr

    […] 26. Jänner fand sich im literaturcafe.de ein Artikel über die neue Art des Buch- und Autorenmarketing im Internet: “Second Life” […]

  3. Literaturwelt. Das Blog. » Blog Archive » Buch- und Autorenmarketing mit Second Life verlinkte am 7. Februar 2007 um 15:37 Uhr

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