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Beitrag vom 24. März 2015 | Rubrik: Schreiben, Self-Publishing

12 Dinge, die Autorinnen und Autoren bei Facebook schreiben könnten

Beispiel: Facebook-Beitrag »Haar färben«

Unlängst haben wir einen Beitrag veröffentlicht, in dem Anika Bühnemann der Frage nachging, ob sich soziale Netzwerke für Autoren/Autorinnen lohnen und worauf man bei der Benutzung achten sollte.

Heute geht Annika Bühnemann tiefer in die Materie und fragt: Was können Autorinnen und Autoren auf ihren Pinnwänden und Timelines überhaupt veröffentlichen, wen interessiert das und wie steigert man seine Reichweite? Beispielhaft wird das Netzwerk »Facebook« untersucht.

Der Trick mit dem Algorithmus

Es wäre mehr als unübersichtlich, wenn jedem Nutzer von Facebook alle Beiträge aller Freunde angezeigt werden. Twitter fährt dieses Prinzip, aber hier hat jeder Beitrag auch höchsten 140 Zeichen und funktioniert mit einem anderen System als Facebook. Das soziale Netzwerk mit den meisten Mitgliedern weltweit unterliegt diversen geheimen Algorithmen, die bestimmen, wie oft wem welcher Beitrag gezeigt wird. Facebooks oberste Priorität ist, dem Nutzer wirklich nur relevante Inhalte zu zeigen, damit die User möglichst lange auf der Seite bleiben und Facebook zu etwas Wichtigem für sich machen. Werbung soll möglichst unauffällig mit einfließen, da Werbung in sozialen Netzwerken generell ungerne gesehen wird.

Facebook verrät nicht alle Algorithmen, mit denen gearbeitet wird, aber viele lassen sich durch »Versuch und Irrtum« herausfinden oder zumindest erahnen. Als Faustregel können Sie sich merken: Posten Sie entweder etwas Interessantes oder etwas Unterhaltsames. Was sich genau dahinter verbirgt, klären wir im Folgenden.

»Social« kommt von sozial

Bestimmt kennen Sie den Satz »Menschen lesen gerne über Menschen«. Das lässt sich auch in den sozialen Netzwerken beobachten. Postings, die etwas Persönliches über die Autorin oder den Autor verraten, sind um ein Vielfaches beliebter als Leseproben und Co.

Persönliches Beispiel (Klick zum Vergrößern):

Beispiel: Facebook-Beitrag mit Zitat

Beispiel: Facebook-Beitrag mit Zitat (Klick zum Vergrößern)

Oben ein Posting mit einem Zitat aus meinem Buch. Von 298 Personen (das waren zu dem Zeitpunkt 40 % meiner Follower) haben 15 Personen mit dem Beitrag interagiert, also ihn geliked, kommentiert oder angeklickt. Das entspricht einer Interaktionsrate von knapp 5 %.

Im Gegensatz dazu dieses Posting (Klicken zum Vergrößern):

Beispiel: Facebook-Beitrag »Haar färben«

Beispiel: Facebook-Beitrag »Haare färben« (Klick zum Vergrößern)

Ein Bild von mir, wie ich meine Haare färbe. Etwas ziemlich Unspektakuläres, sollte man meinen, aber schauen wir uns die Zahlen an: Von 555 erreichten Personen (74 % meiner Follower zu dem Zeitpunkt) haben 102 interagiert, das entspricht einer Interaktionsrate von 18 %. Fast vier Mal so viel wie bei meiner Leseprobe!

Wenn es also zu der Frage kommt, was man posten soll, dann darf es gerne etwas Persönliches sein. Eine Faustregel besagt: Posten Sie fünf Mal etwas Interessantes, bevor Sie ein Mal Werbung machen. Darin liegt im Grunde schon des Rätsels Lösung: Ihre Leser wollen unterhalten werden oder etwas lernen und mehr über Sie als Person erfahren. Und dabei ist es unerheblich, ob Sie unter Pseudonym schreiben oder nicht. Seien Sie kreativ!

Best-Practice-Beispiel: Sebastian Fitzek

In der Wirtschaft ist es ein häufig genutztes Mittel, sich so genannte »Best Practice«-Beispiele anzusehen, also Fälle, in denen eine Theorie möglichst anschaulich in der Praxis umgesetzt wurde. Das möchte ich Ihnen nun auch zeigen.

Wenn Sie sich unsicher sind, was Sie posten können, schauen Sie sich mal erfolgreiche Autorinnen und Autoren an und analysieren Sie, worüber sie schreiben. Unser Beispiel: Thriller-Bestsellerautor Sebastian Fitzek. Seine Fanseite hat knapp unter 100.000 Likes, eine der meistgeliketesten Autorenseiten in Deutschland. Womit lockt er seine Leser hinter dem Ofen hervor?

Hauptsächlich mit persönlichen, meistens sehr witzigen Begebenheiten aus seinem Leben. Beispiel 1, sein Posting am Valentinstag: »[Meine Frau] Sandra begleitet mich heute zur Lesung in Bayreuth. Und wir haben das perfekte Valentinstags-Zimmer bekommen«, begleitet mit dem Bild des Hotelzimmers, in dem zwei getrennte Einzelbetten stehen.

Beispiel 2: »Feststellung des Tages: Bei vielen Menschen verhindert eine Freisprechanlage im Auto die Zahlung eines Bußgeldes. Bei mir die Einweisung in eine psychiatrische Klinik – seitdem sich niemand mehr über meine Selbstgespräche an der Ampel wundert! (Erzähle mir gerne während längerer Fahrten die Story meines nächsten Thrillers)«

Private Begebenheiten werden mit Informationen über Lesungen, Gewinnspiele oder Awards gemischt und auch buchspezifische Links werden gerne eingestreut, beispielsweise ein Link zu einem Spiegel-Artikel über einen geretteten Kreuzfahrtteilnehmer (Fitzeks aktueller Roman »Passagier 23« spielt auf einem Kreuzfahrtschiff).

Vorschläge, worüber Sie schreiben können

Bevor Sie jetzt Hunderte Facebookseiten durchforsten und sich aufschreiben, was andere Autoren posten, kommt hier eine unvollständige Liste mit Vorschlägen:

  • Grüßen Sie Ihre Follower morgens und wünschen Sie ihnen einen schönen Tag oder verabschieden Sie sie ins Wochenende
  • Posten Sie einen motivierenden oder inspirierenden Spruch, den Sie gelesen haben (Urheberrecht beachten!)
  • Veröffentlichen Sie ein Foto von sich mit Ihrem Haustier / von sich, wie Sie etwas Interessantes tun
  • Nehmen Sie Ihre Leser mit auf Ihre Recherchereise (ins Museum, in die Bibliothek, …) und teilen Sie neue Erkenntnisse mit ihnen
  • Teilen Sie unterhaltsame oder interessante Seiten, über die Sie stolpern
  • Veröffentlichen Sie exklusiv eine kleine Leseprobe
  • Posten Sie passende Bilder zu Ihrem aktuellen Roman (oder zu dem Projekt, an dem Sie gerade arbeiten), also beispielsweise ein Bild Ihres Protagonisten. Achten Sie hier auf die besonderen Veröffentlichungsrechte für soziale Medien (die zwar noch nicht gänzlich geklärt sind, aber zumindest bekannt sein sollten)
  • Stellen Sie, wenn möglich, die Orte vor, an denen Ihre Geschichten spielen
  • Stellen Sie die Figuren Ihrer Romane vor
  • Weisen Sie auf Leserunden hin
  • Veranstalten Sie Gewinnspiele (beachten Sie dabei die Voraussetzungen für ein rechtssicheres Gewinnspiel)
  • Machen Sie ein kurzes Video von sich (Videos haben bei Facebook eine sehr hohe Reichweite)

So erhöhen Sie Ihre Reichweite

Gerade am Anfang sind Sie vermutlich sehr damit beschäftigt, Inhalte für Ihre Seite zusammenzutragen, aber irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem Sie sich wünschen, mehr Menschen mit Ihren Postings zu erreichen. Das Internet ist voll mit Ratschlägen diesbezüglich und leider gibt es kein Patentrezept, das ihre Likes plötzlich in die Höhe schnellen lässt. Dennoch gibt es ein paar Eckpunkte, an denen Sie sich orientieren können.

Posten Sie zur richtigen Zeit

Wenn Sie sich als Administrator auf Ihrer erstellten Fanseite einloggen (über das kleine dunkelblaue Dreieick oben rechts in der Facebook-Oberfläche), haben Sie Zugriff auf Ihre Statistiken. Dort können Sie unter dem Reiter »Beiträge« sehen, wann die meisten Ihrer Fans online sind. Nutzen Sie diese Information, um Ihre Beiträge so zu planen, dass sie zu diesen Zeiten veröffentlicht werden, um möglichst viele Ihrer Leser zu erreichen.

Posten Sie Beiträge, die Ihre Leser interessieren

Erlauben Sie mir bitte diese Wiederholung: Der fanatischste Fan langweilt sich, wenn Sie ausschließlich für Ihre Bücher werben. Ein Blick in die eben erwähnten Statistiken zeigt Ihnen, welche Beiträge viele Interaktionen hervorrufen. Posten Sie verstärkt Beiträge, die ähnlich sind wie die, die viel Zulauf haben, aber wechseln Sie Interessantes, Unterhaltsames und Werbung ab.

Seien Sie abwechslungsreich

Experimentieren Sie mit verschiedenen Formaten: Posten Sie an einem Tag ein Status-Update, an einem anderen Tag einen Link, dann ein Foto und dann ein Video. Spielen Sie mit den verschiedenen Formen digitaler Inhalte und probieren Sie aus, was Ihre Leser am tollsten finden. Vielleicht filmen Sie mal sich selbst beim Lesen einer Passage aus Ihrem Roman statt eine schriftliche Leseprobe zu veröffentlichen?

Fordern Sie Ihre Leser zu Aktionen auf

Der Marketing-Begriff dazu nennt sich »Call to action«, ein direkter Aufruf, was die Leserin oder der Leser tun soll. Bewährt haben sich Fragen: »Wer von euch kennt …« oder »Ich suche … Hat jemand Erfahrung?« beispielsweise. Beziehen Sie Ihre Fans in Ihr Leben mit ein!

Kommentieren Sie als Seite relevante Themen

Wenn Sie als Ihre Seite eingeloggt sind, können Sie über das Facebook-Icon die Timeline sehen. Dort stehen die Neuigkeiten der Seiten, die Sie als Seite geliked haben. Suchen Sie speziell nach Seiten, die für Sie relevant sind, also beispielsweise Verlage, die Seite des literaturcafe.de, die Seite von »Vom Schreiben leben«, u.s.w., und kommentieren Sie die Beiträge dort. Im Ergebnis haben nicht Sie als Person Ihre Meinung dort hinterlassen, sondern Sie als Autorin oder Autor. Die Chance, dass Gleichgesinnte auf Ihre Seite finden, ist somit viel höher, denn sie brauchen nur auf den Kommentar zu klicken, den Sie hinterlassen haben und gelangen gleich auf Ihre Seite.

Fazit

Soziale Netzwerke zu bedienen, kostet viel Zeit, gleichzeitig macht es aber auch großen Spaß, mit Leserinnen und Lesern direkt zu interagieren und sich mit Kolleginnen und Kollegen auszutauschen. Experimentieren Sie mit verschiedenen Formaten, Inhalten und Persönlichkeitsebenen, um herauszufinden, was Ihre Leser gerne wissen möchten. Bleiben Sie stets authentisch, aber immer in dem Bewusstsein, dass Informationen, die Sie preisgeben, niemals gänzlich gelöscht werden (schließlich sprechen wir hier vom Internet). Haben Sie keine Angst, sondern ahmen Sie erfolgreiche Autoren nach und geben Sie Ihren Postings Ihre eigene Note.

Fragen? Anregungen?

Das Thema ist sehr vielfältig und sicherlich haben Sie die eine oder andere Frage. Schreiben Sie sie einfach unten in die Kommentarbox oder, wenn Sie sie nicht öffentlich stellen wollen, schicken Sie eine E-Mail an kontakt@annikabuehnemann.de.

Annika Bühnemann

Über die Autorin

Annika Bühnemann ist Autorin, Bloggerin und YouTuberin. Ihren ersten Roman »Auf die Freundschaft!« verlegte sie als Selfpublisherin, der zweite wurde über das feelings-Label der Verlagsgruppe DroemerKnaur veröffentlicht. Im März erscheint ihr fünfter Roman. Auf ihrem Blog www.vomschreibenleben.de gibt sie Schriftstellern Tipps zu den Themen Marketing, Zeitmanagement und Persönlichkeitsentwicklung. Auf ihrem YouTube-Kanal laufen alle Aktivitäten zusammen, dort zeigt sie Videos aus ihrem Alltag, nimmt die Zuschauer mit auf die Buchmessen und geht auf Themen aus ihrem Blog ein.

Mehr Informationen:

www.annikabuehnemann.de
www.vomschreibenleben.de
www.youtube.de/user/AnnikaBuehnemann

12 Kommentare zu diesem Beitrag lesen

  1. Rouven schrieb am 24. März 2015 um 16:33 Uhr

    Sie erklären hier wie man die Leute nach Strich und Faden übers Ohr zieht. Echt. Die Leute sollen Bloggen oder Facebooken, was sie selbst für richtig und wichtig halten, diese Verarsche, irgendwelches Zeug zu schreiben, weil man glaubt man könnte die Massen manipulieren. Zum KOTZEN ist das.
    Warum haben die wohl das Foto im Bad geliked? Echt! Bumsfidel.

    Ganz herzlichen Dank.

  2. Kai Beisswenger schrieb am 25. März 2015 um 14:02 Uhr

    Ach, Rouven,
    dein Kommentar mag ehrlich sein. Aber ich empfinde ihn auch anachronistisch und unfair. Letzteres hat die Autorin nicht verdient, denn sie schildert aus eigener Erfahrung, wie sie die Gesetze der Postmoderne beherrscht. Und sie scheint ja auch erfolgreich damit zu sein. Eins sollte klar sein: Wir sind längst in “The Circle” angekommen – ob uns das gefällt oder nicht. Und wenn eine Autorin die Möglichkeiten der “Schönen Neuen Welt” nutzt, dann akzeptiert sie die neuen Reglen und macht sie sich zunutze. Warum so erbost?

  3. Rouven schrieb am 25. März 2015 um 18:54 Uhr

    Weil es falsch ist, sich eine Maske aufzusetzen und so zu tuen als ob, und in Wahrheit haste gar kein Bock drauf den ganzen Sozialmedienkram durzuziehen. Einfach ein bissel MakeUp drauf, und schon sieht alles viel besser aus! Nein so geht es nicht.
    Außerdem haben die meisten anständigen Leute ja Probleme damit, anderen etwas vorzutäuschen.
    Deinen Vergleich, mit den Mitteln von Heute, halte ich für’n ganz schlechten Witz. Wenn wir das, was wir damals in den Forschungslaboren gelernt hatten, genutzt hätten, um “euch” übern Tisch zu ziehen…
    Sitten?

  4. Ela schrieb am 25. März 2015 um 23:20 Uhr

    Das hat ja nichts mit Masken zu tun – es sind eher hilfreiche Tipps, mit welchen Aspekten man die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Nennt sich Social Marketing. Ich habe das auch schon oft bemerkt – schreibt man zu einem wichtigen, gesellschaftlich relevanten Thema ist Schweigen im Walde. Berichtet man von seiner Erkältung, hat man zig Besserungswünsche. Das ist einerseits lieb, andererseits traurig und irgendwie einfach normal. Im Real Life nennt man das Smalltalk.
    Und mich bitte nicht von der Seite antrollen!
    Schöner Artikel übrigens, Annika, danke dafür!
    Machts euch schön! Ela

  5. Kai Beisswenger schrieb am 26. März 2015 um 09:34 Uhr

    Ich kann deinen Einwand nicht nachvollziehen, Rouven.

    Wieso ist das “Maskieren” falsch? Jeder kann es tun oder sein lassen. Wenn es dir nicht gefällt, dann machst du es eben nicht. Aber warum willst du es einem Anderen vorenthalten? Er kann sein Selbstmarketing doch gestalten wie er will?

    Woher nimmst du das Recht zu behaupten, “anständige Leute” täuschten nichts vor? Ich denke mal, dass es viele “anständige” Autoren gibt, die bisweilen eine Rolle spielen, um den Erwartungshaltungen der Leser zu entsprechen.

    Apropos Sitten? Warum sollte es eine Unsitte sein, sich so zu verhalten, wie es die Autorin empfiehlt? Ihr gefällt es und sie hat kein Problem damit, sich so darzustellen. Wir müssen ja auch nicht alles übernehmen. Aber wir können uns damit beschäftigen und erkennen, was junge Autoren, die mit dem Internet aufgewachsen sind, so tun, um erfolgreich zu sein.

    Vielleicht können wir alten Hasen ja auch noch was lernen, findest du nicht?

  6. Renate Blaes schrieb am 26. März 2015 um 11:07 Uhr

    Besonders originell finde ich den Tipp:
    “Veröffentlichen Sie ein Foto von sich mit Ihrem Haustier / von sich, wie Sie etwas Interessantes tun …”
    Da ich Katzen habe und ständig was Interessantes tue, werde ich das gleich mal in die Tat umsetzen. Also: Ich setze die Katze aufs Mousetablet, setze meine Kamera aufs Stativ, richte den Selbstauslöser ein, mache ein “Selfie” (was ja zur Zeit TOTAL in ist) und poste das Ergebnis auf FB, Twitter + Google. Selbstverständlich schreibe ich parallel auch einen Beitrag auf meinem Blog.

    Am nächsten Tag probiere ich dann den Tipp mit der “nächsten Persönlichkeitsebene” aus. Vielleicht poste ich auch jeden Tag eine andere. Hab ja genug davon.

  7. Andrea von Wilmowsky schrieb am 26. März 2015 um 12:35 Uhr

    Wenn ich etwas hasse, dann jemanden, der mir ständig einen guten Tag /guten Abend/ schönes Wochenende etc. wünscht. Das nervt, so gut das auch gemeint sein mag. Ansonsten sind die Tips natürlich individuell. Man kann sie befolgen, muß aber nicht. Schönen Tag noch! :)

  8. Helene Hanisch schrieb am 26. März 2015 um 15:27 Uhr

    Ein hoch gehobener Daumen bei FB ist für einen Autor (auch für andere Zeitgenossen) genauso relevant wie ein umgefallener Sack Reis in China.
    Was das Herz eines Autors höher schlagen lässt, sind die Verkaufszahlen seiner Bücher. Und dass die sich durch permanentes Posten bei FB steigern lassen, bezweifle ich nicht nur, sondern halte es in vielen Fällen sogar für kontraproduktiv. Speziell Autoren bei FB nerven mich zunehmend, denn selbst wenn sie nicht direkt auf ihr Buch hinweisen, ist die Absicht hinter ihren Postings klar zu erkennen. So auch bei der omnipräsenten Verfasserin des obigen Beitrags.
    Zum Tipp, erfolgreiche Autoren nachzuahmen, meine ich, dass z. B. der Erfolg von “50 Shades of Grey” nicht den PR-Aktivitäten der Autorin zuzuschreiben ist, sondern dem Inhalt des Buches – wie immer der auch zu bewerten sei, und einer großen Menge Glück. Das im übrigen jeder erfolgreiche Mensch braucht. Egal, ob er Autor ist oder einen anderen Beruf ausübt …
    Womit ich nicht sagen möchte, dass PR nicht wichtig ist. Im Gegenteil.

  9. Noelie Lalie schrieb am 27. März 2015 um 00:02 Uhr

    Ein sehr interessanter Beitrag, für mich allerdings nichts Neues. Die Leute möchten lieber etwas persönliches von den Autoren erfahren, als ständige Werbung. Die Mischung machts, meiner Meinung nach. Marketing ist wichtig, denn auch ein Autor kann nicht von “Luft und Liebe” allein leben. Ich habe außerdem den Eindruck, das Annika ihre Fans sehr am Herzen liegen, sie Spaß daran hat, den Lesern viel von ihrer Persönlichkeit zu zeigen. Das ist sehr wichtig, um eine Bindung aufzubauen, von der beide Seiten was haben. Ich finde Annikas Engagement bewundernswert. Mir persönlich wäre es zu viel, aber jeder sollte seinen eigenen Weg finden und authentisch bleiben. Bleib so, wie du bist ;9

  10. Brad Roderick schrieb am 27. März 2015 um 09:08 Uhr

    “Sie erklären hier wie man die Leute nach Strich und Faden übers Ohr zieht. Echt.”

    Stichwort übers Ohr ziehen, Stichwort Sebastian Fitzek.

    Warum nennt sich z.B. ein Selfpublisher-Autor Noah Fitz und hat damit Erfolg?

  11. Annika Bühnemann schrieb am 28. März 2015 um 18:16 Uhr

    Sehr interessant, wie unterschiedlich der Artikel aufgefasst wird!
    Besonders der Vorwurf, man würde sich maskieren, lässt mich stutzen, denn genau das Gegenteil ist doch der Fall: Man lässt die Maske des vormals “unnahbaren Autor” fallen, ohne sich nackig zu machen. Authentizität ist im Social Media Marketing das A und O, also nichts mit Maske. Wer nichts von sich preisgeben will oder wer keine Lust auf Social Media hat, der sollte das natürlich nicht in Erwägung ziehen. Niemand sollte den Fehler begehen und etwas tun, hinter dem er nicht steht, das wäre wohl sogar kontraproduktiv.
    Ansonsten muss ich sagen, dass Social Media Marketing natürlich kein Garant dafür ist, seine Buchverkäufe zu pushen, aber es ist eine Möglichkeit. Ich persönlich vermute übrigens nicht hinter jedem Posting, das ein Selbstständiger verfasst, eine versteckte Kaufaufforderung.

    Ich finde es jedenfalls gut, dass der Artikel wohl zum Diskutieren anregt, und wenn mich der eine oder andere als Blitzableiter benutzt, hab ich kein Problem damit. Ich hoffe, einen kleinen Einblick in Möglichkeiten des Social Media Marketing für Autoren gegeben zu haben und vielleicht den einen oder anderen Gedankenanstoß gebracht zu haben. Jeder muss am Ende selbst herausfinden, was zu ihm passt.

  12. Mone schrieb am 29. März 2015 um 22:48 Uhr

    Tipps zur Selbstvermarktung. Sprich: Wie man sich als Person vermarktet. Definitiv nicht meine Welt!^^

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