Wie geht’s weiter mit dem Urheberrecht, Frau Falkenhagen?

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Die VS-Vorsitzende Lena Falkenhagen und literaturcafe.de-Herausgeber Wolfgang Tischer bei der Tagung des Deutschen Literaturfonds in Leipzig
Die VS-Vorsitzende Lena Falkenhagen und literaturcafe.de-Herausgeber Wolfgang Tischer bei der Tagung des Deutschen Literaturfonds in Leipzig

»Urheberrecht und digitale Plattformen – geht das zusammen?« Wolfgang Tischer fand die Diskussion in Leipzig eher zahm, die Autorin Lena Falkenhagen fand es gut, dass die Frage bei der Tagung des Deutschen Literaturfonds überhaupt besprochen wurde. Als VS-Vorsitzende vertritt Falkenhagen über 4.000 Autorinnen und Autoren. Wie soll die umstrittene EU-Verordnung zum Urheberrecht nun in nationales Recht umgesetzt werden?

Trotz der Warnung von Experten und Protesten aus dem Netz stimmt das Europaparlament im vergangenen Jahr für eine Urheberrechtsreform. Und wie erwartet, sind es nicht unbedingt die Urheberrinnen und Urheber, sondern die Verwerter, die den nationalen Gesetzgeber zur Umsetzung der für sie wichtigsten Punkte drängen. So fordern die Zeitungsverleger das bereits auf nationaler Ebene wirkungslose Leistungsschutzgesetz auf europäischer Ebene umzusetzen und die Buchverlage fordern schnellstmöglich die Wiedereinführung der Verlegerbeteiligung.

Für die Verlegerbeteiligung spricht sich jedoch auch der VS, der Verband der Schriftstellerinnen und Schriftsteller aus. Lena Falkenhagen ist seit 2019 die Vorsitzende des Verbands, der zur Gewerkschaft ver.di gehört. Ansonsten sieht man durchaus noch Verbesserungsbedarf am ersten Entwurf des Justizministeriums, bei dem es darum geht, die EU-Vorgaben in nationales deutsches Recht umzusetzen.

Zum Gespräch nachgetragen sei an dieser Stelle auch: Auf der Tagung des Deutschen Literaturfonds in Leipzig wurde Lena Falkenhagen als »Nachfolgerin von Heinrich Böll« bezeichnet. Im Podcast-Gespräch war sich die Autorin jedoch schon ziemlich sicher, dass Böll zwar Gründungsmitglied, aber nicht VS-Vorsitzender war, sondern dass dieses Amt als erstes Dieter Lattmann innehatte. Ein verifizierender Blick in die Wikipedia zeigt: Lena Falkenhagen hatte Recht.

Hören Sie das vollständige Gespräch im Podcast des literaturcafe.de und über den Audio-Player unten.

Mit dieser Folge enden die täglichen Sonderfolgen von der Tagung des Deutschen Literaturfonds am 31. Januar 2020 im Deutschen Literaturinstitut in Leipzig.

Doch bald schon folgt die nächste »reguläre« Folge des Podcasts des literaturcafe.de.

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