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Stichwort: Erzählungen

Alle Beiträge, die von der literaturcafe.de-Redaktion mit dem Stichwort »Erzählungen« versehen wurden.

Beitrag vom 19. Mai 2018 | Rubrik: Buchkritiken und Tipps

Victoria Hohmann: Von Verwandlungen und Vom Dazwischen

Victoria Hohmann: Von Verwandlungen

Kurzgeschichten bzw. kurze Erzählungen haben es nicht leicht in Deutschland, denn Verlage sind da sehr zurückhaltend. Was also tun, wenn einem die Texte samt den Ablehnungsbescheiden allmählich die Schubladen verstopfen?

Man könnte beispielsweise einen eigenen Verlag gründen.

Beitrag vom 15. April 2015 | Rubrik: Buchkritiken und Tipps

»Aus manchem verschwindet der Mensch, wenn er alt ist und krank.«

Sabine Peters, Abschied

Ein guter Freund legte mir dieses Buch auf den Tisch. Ich vertraue seinem Urteil, er vertraut meinem – und ich war hingerissen: Sabine Peters war mir bislang entgangen (weitaus die meisten Schriftsteller entgehen mir): Wie die mit der Sprache umgeht, ist einfach phänomenal!

Beitrag vom 23. Juli 2013 | Rubrik: Buchkritiken und Tipps

Die Maske: Verfilzte Binsen von Siegfried Lenz

Cover: Siegfried Lenz: Die MaskeSiegfried Lenz ist fraglos einer der großen deutschen Schriftsteller. Schon als Schüler mochte ich ihn: Seine Erzählungen So zärtlich war Suleyken und Das Feuerschiff, seine Romane Deutschstunde und Das Vorbild. Ja: Ich schätzte ihn, erinnere mich noch an Gefühle während des Lesens, weniger an die Inhalte. Dann wurden andere Schriftsteller für mich wichtiger.

Vor ein paar Jahren las ich Lenz’ Novelle Schweigeminute, eine Liebesgeschichte zwischen ungleichen Partnern, schnörkellos und berührend: Doch, Siegfried Lenz kann was.

Vielleicht schreibt er zu viel? Die fünf Erzählungen in »Die Maske« zumindest enttäuschen zutiefst!

Beitrag vom 16. Oktober 2009 | Rubrik: Buchmesse-Podcast 2009, Podcast

Wolken in Kisten: Über chinesische Erzählungen und ihre Übersetzung – Buchmesse-Podcast 2009

China: Guest of Honor 2009 der BuchmesseIn dieser Podcast-Folge widmen wir uns erneut einem Aspekt der chinesischen Literatur. Nach der klassischen Lyrik machen wir einen Sprung in die Jetzt-Zeit und sprechen mit Frank Meinshausen über zeitgenössische chinesische Erzählungen.

Zusammen mit Anne Rademacher hat Meinshausen für den Deutschen Taschenbuch Verlag eine lesenswerte Anthologie zusammengestellt, die Einblicke in die Themen und Erzählkunst zeitgenössischer chinesischer Autoren geben.

Im Gespräch gehen wir der Frage nach, ob man es einem Text anmerkt, dass seine Autorin oder sein Autor in China lebt oder im Ausland. Wir reden über die versteckten politischen Anspielungen in einigen Werken und die Schönheit und Melancholie der Erzählungen.

Und es geht um praktische Fragen: Wie kann man als westlicher Mensch die vielen ähnlich klingenden chinesischen Autorennamen auseinanderhalten? Wie lässt sich die einfache chinesische Sprache, die keine Zeitformen kennt, in die starre Struktur des Deutschen bringen?

Frank Meinshausen hat fürs Übersetzen aus dem Chinesischen ein wunderbares Bild gefunden: »Es ist, wie Wolken in Kisten zu verpacken«.

Frank Meinshausen, Anne Rademacher: Neue Träume aus der Roten Kammer: Moderne chinesische Erzählungen. Taschenbuch. 2009. Deutscher Taschenbuch Verlag. ISBN/EAN: 9783423137706
Neue Träume aus der Roten Kammer: Moderne chinesische Erzählungen von Frank Meinshausen (1. Juni 2009) Taschenbuch. Taschenbuch. 1600.

Beitrag vom 11. Januar 2008 | Rubrik: Notizen, Preise und Wettbewerbe

Schreiben im Hotel: Der Deutscher Erzählerpreis

Deutscher ErzählerpreisEin neuer Literaturpreis wird am 1. März 2008 zum ersten Mal verliehen: Der Deutsche Erzählerpreis. Ausgezeichnet wird damit der Autor, der im Jahr zuvor den besten Band mit Erzählungen veröffentlicht hat. Erzählungen zu schreiben, das ist bei Autoren sehr beliebt, obwohl die Verlage das anders sehen. Ein Band mit Erzählungen verkauft sich nicht so gut wie ein Roman, die »große Form«. Der Preis soll dazu dienen, dass auch die »kleinere Form« beim Publikum an Beliebtheit gewinnt.

Gestiftet wird der Preis von Karl-Heinz Berkner, der im südbadischen Badenweiler das 5-Sterne-Hotel »Römerbad« besitzt. Die Idee selbst soll von Leif Mutschler stammen, dem Direktor des Hotels. Mutschler gilt mit seinen 28 Jahren als jüngster Direktor eines 5-Sterne-Hotels. Dotiert ist der Preis mit 5.000 Euro. Außerdem darf sich die Gewinnerin oder der Gewinner ein Vierteljahr lang wie Udo Lindenberg fühlen und auf Kosten des Edelhotels dort wohnen. Natürlich würde man sich wünschen, wenn der Preisträger die Hoteleindrücke gleich im nächsten Erzählband verarbeitet.

Bewerben kann man sich für den Preis nicht direkt, denn die siebenköpfige Jury sucht sich den Preisträger selbst aus. Zur siebenköpfigen Jury gehören im ersten Jahr der Preisvergabe neben ZEIT-Feuilletonchef Jens Jessen auch die Literaturkritikerin Sigrid Löffler.

Aktueller Nachtrag: Der erste Preisträger des Deutschen Erzählerpreises 2008 steht fest. Es ist Wolfgang Herrndorf mit seinem Erzählungsband »Diesseits des Van-Allen-Gürtels« (Eichborn Verlag). In der Jury-Begründung heißt es: Wolfgang Herrndorf erhält den »Deutschen Erzählerpreis« für sein ironisches und melancholisches Spiel mit zeitgenössischen Wirklichkeiten, seien es nun die Milieus von Werbeagenturen, Literatenzirkel oder die asozialen Ränder Ostdeutschlands. Der Band »Jenseits des Van-Allen-Gürtels« vereint Geschichten der Desillusionierung, die vom amüsanten oder bizarren Anlass direkt ins Herz mitmenschlicher Niedertracht führen.