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Beitrag vom 7. September 2009 | Rubrik: Neues im Café

Textkritik: Ein Klischee wird als Literatur angedient

Kitsch: Heimat der HeimatlosenUnser Textkritiker Malte Bremer mag keine Adjektive. Doch manchmal verwendet er selbst welche. Zum Beispiel in der zusammenfassenden Bewertung der aktuellen Textkritik: »Betroffenheits-Kitsch in ranzigem Klischeeschmalz«.

Nur mit einem Zuviel wird man dem Zuviel dieses Textes gerecht. Hier suhlt und wälzt sich eine Autorin in Kitsch und Klischee, hier taucht und ertrinkt sie darin. Für den Leser ist bereits der Titel »Heimat der Heimatlosen« eine Warnung. Bei Texten, in denen Menschen »lautlos rufen«, sollte die Textverarbeitung lautlos abstürzen.

Aber wenigstens wissen wir nach Maltes Textkritk, dass im Hamburger Bahnhof nicht täglich »unzählige Züge davonfahren«, sondern im Schnitt 1020. Und manche davon kommen sogar wieder.

Zur aktuellen Textkritik von Malte Bremer »