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Stichwort: Buchmesse-Podcast 2009

Alle Beiträge, die von der literaturcafe.de-Redaktion mit dem Stichwort »Buchmesse-Podcast 2009« versehen wurden.

Beitrag vom 18. Oktober 2009 | Rubrik: Buchmesse-Podcast 2009, Podcast

Bangkok noir: Roger Willemsen und Ralf Tooten im Gespräch – Buchmesse-Podcast 2009

Roger Willemsen (mit Ralf Tooten im Hintergrund. Foto: Birgit-Cathrin Duval)

Foto: Birgit-Cathrin Duval

Es ist schön zu wissen, dass die Fans des Buchmesse-Podcasts mittlerweile schon darauf warten, und hier ist es: das Interview mit Roger Willemsen.

Es dürfte keinen Zweiten geben, der so viele und so unterschiedliche Bücher schreibt oder herausgibt. Er hatte einen Knacks, er gab uns sein Ehrenwort, stellte Tieren nach und sprach über Sex auf der Buchmesse.

Da ist es klar, dass es auch in diesem Jahr wieder ein besonderes Buch sein muss: Drei Monate lang streifte Roger Willemsen zusammen mit dem Fotograf Ralf Tooten durch die nächtliche thailändische Metropole. Entstanden ist ein literarischer Bildband, dessen Bilder und Texte Roger Willemsen mittlerweile auch als Bühnenshow präsentiert.

Wolfgang Tischer sprach mit dem Autorenteam über das Projekt, und er wollte auch wissen, warum bei diesem Thema dann doch wieder eine Frau auf dem Umschlag des Buches abgebildet sein muss. Doch ein Klischee?

Am Schluss des Gespräches geht der Blick wieder in Richtung USA. Roger Willemsen wurde nach seinem Afghanistan-Buch nahe gelegt, er möge in die USA besser nicht mehr einreisen. Was wird sich unter Obama ändern? Was ist von der Verleihung des Friedensnobelpreises zu halten?

Roger Willemsen, Ralf Tooten: Bangkok Noir. Taschenbuch. 2012. FISCHER Taschenbuch. ISBN/EAN: 9783596181476. EUR 9,99 » Bestellen bei Amazon.de
Roger Willemsen: Bangkok Noir. Gebundene Ausgabe. 2009. S. FISCHER. ISBN/EAN: 9783100921062. EUR 26,95 » Bestellen bei Amazon.de
Roger Willemsen, Ralf Tooten: Bangkok Noir (Fischer Taschenbibliothek). Gebundene Ausgabe. 2011. FISCHER Taschenbuch. ISBN/EAN: 9783596511792. EUR 10,00 » Bestellen bei Amazon.de
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Beitrag vom 18. Oktober 2009 | Rubrik: Buchmesse-Podcast 2009, Podcast

Alte Liebe: Elke Heidenreich und Bernd Schroeder im Gespräch – Buchmesse-Podcast 2009

Elke Heidenreich und Bernd Schroeder (Foto: Birgit-Cathrin Duval)

Foto: Birgit-Cathrin Duval

Elke Heidenreich hätte man Vieles fragen können: Warum sie mit »lesen!« im Internet aufhört und was aus der Geschichte mit jenem dubiosen Zuschussverlag geworden ist, der ihren Namen zum Kundenfang missbraucht hat.

Doch da wir mit Autoren sprechen, befragen wir heute Elke Heidenreich als Autorin. Gleich bei zwei Verlagen ist sie auf der Messe präsent: Da ist ihre Musik-Editon bei C. Bertelsmann und ihr neuer Roman »Alte Liebe«, den sie zusammen mit Bernd Schroeder geschrieben hat. Wir haben das Autorenteam am Hanser-Stand getroffen.

Die häufigste Frage, die den beiden zum Roman gestellt wird, ist die nach dem autobiografischen Anteil, die Leser und Journalisten immer gerne stellen. Ein Buch über ein älteres Ehepaar, über Lore und Harry, ist das die Geschichte von Elke und Bernd? Natürlich nicht. Daher stellen wir die Frage an die beiden Buchmarkt-Profis anders? Hemmt das Wissen, dass diese Frage unweigerlich kommen wird und alle das Buch für »wahr« halten werden, nicht beim Schreiben des Romans?

Und überhaupt: Wie schreibt man denn gemeinsam an einem Roman? Klappt das nur, wenn man wirklich als Ehepaar lange genug zusammengelebt hat und genau weiß, was der andere denkt?

Elke Heidenreich, Bernd Schroeder: Alte Liebe: Roman (Hochkaräter). Taschenbuch. 2011. FISCHER Taschenbuch. ISBN/EAN: 9783596187492. EUR 9,99 » Bestellen bei Amazon.de
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Beitrag vom 18. Oktober 2009 | Rubrik: Buchmesse-Podcast 2009, Podcast

Der Brenner ist wieder da: Wolf Haas im Gespräch – Buchmesse-Podcast 2009

Wolf Haas (Foto: Birgit-Cathrin Duval)

Foto: Birgit-Cathrin Duval

Der Brenner ist wieder da! Als Wolf Haas vor drei Jahren u. a. im Gespräch mit Wolfgang Tischer verkündete, dass es keinen weiteren Band der beliebten Krimi-Reihe mit Kommissar Simon Brenner geben werde, war die Trauer der Fangemeinde groß.

Jetzt liegt zur Freude aller mit »Der Brenner und der liebe Gott« ein neuer Band vor. Wie kam es zu diesem Sinneswandel? Gab es Leserproteste gegen das Ende der Reihe? Drängte der Verlag? Weder noch. »Damals«, so Haas, »habe auch ich wirklich geglaubt, dass es der letzte Band sei.« Der Druck und die Erwartungshaltung der Leser waren seinerzeit groß, und es war die angenehme Freiheit, nachdem das Ende der Brenner-Geschichten verkündet war, in der sich Haas plötzlich selbst entspannt an einer neuen Story schreiben sah.

Die Brenner-Krimis leben von ihrer Sprache. War es schwer, sich wieder hineinzufinden? Wie entstand der Plot des neuen Romans? Bei Haas, so bekennt er im Gespräch, gilt der Grundsatz: Function follows form.

Wolf Haas: Der Brenner und der liebe Gott: Roman. Taschenbuch. 2011. dtv Verlagsgesellschaft. ISBN/EAN: 9783423212823. EUR 9,95 » Bestellen bei Amazon.de
Wolf Haas: Der Brenner und der liebe Gott: Roman. Gebundene Ausgabe. 2009. HOFFMANN UND CAMPE VERLAG GmbH. ISBN/EAN: 9783455401899. EUR 18,99 » Bestellen bei Amazon.de
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Beitrag vom 18. Oktober 2009 | Rubrik: Buchmesse-Podcast 2009, Podcast

Mein deutscher Geliebter: Lin Jun im Gespräch – Buchmesse-Podcast 2009

Lin Jun (Foto: Birgit-Cathrin Duval)

Foto: Birgit-Cathrin Duval

Die Chinesin Lin Jun lebt seit einigen Jahren in Deutschland. Noch in China hat sie Germanistik studiert, und in diesen Tagen erscheint ihr Erstlingswerk, das sie in deutscher Sprache geschrieben hat: »Mein deutscher Geliebter« – verlegt im Droemer Verlag.

Lin Jun ist für die regelmäßigen Besucher von literaturcafe.de keine Unbekannte, denn sie war unsere Literatin 2007. Bereits damals war sie im literaturcafe.de-Podcast zu hören. Vor zwei Jahren arbeitete sie noch an ihrem Manuskript und war auf Verlagssuche. Wir waren uns damals schon sicher: von der Autorin Lin Jun wird man noch einiges hören.

Und so ist es gekommen. Wir sitzen am Droemer-Stand und sprechen über ihr Buch. Ausführlich werden wir uns mit ihr nochmals in einer der kommenden Podcast-Folgen von literaturcafe.de unterhalten. Da »Mein deutscher Geliebter« punktgenau zur Messe erschien, war noch keine Zeit zur genauen Lektüre.

Freuen Sie sich also mit uns auf das Buch und ein weiteres ausführliches Gespräch mit der Autorin demnächst in diesem Podcast.

Lin Jun: Mein deutscher Geliebter: Roman. Kindle Edition. 2010. Knaur eBook » Herunterladen bei Amazon.de

Beitrag vom 18. Oktober 2009 | Rubrik: Buchmesse-Podcast 2009, Podcast

Goethe und Schiller, ungemütliche Freunde: Rüdiger Safranski im Gespräch – Buchmesse-Podcast 2009

Rüdiger Safranski (Foto: Birgit-Cathrin Duval)

Foto: Birgit-Cathrin Duval

Bewusstseinsriese und intuitiver Launenmensch – mit Friedrich Schiller und Johann Wolfgang von Goethe trafen einst zwei grundverschiedene Temperamente aufeinander. Ihre ersten Begegnungen gerieten nicht gerade herzlich: »Man müsste ihn penetrieren, ihm ein Kind machen!«, wütete Schiller einmal über seinen Konkurrenten.

Nachdem aber dem Jüngeren klar geworden war, dass hasserfüllter Neid vor allem ihn selbst lähmt, machte er eine Kehrtwende: Schiller entschloss sich zur Freundschaft. Erstaunlicherweise ging seine absichtsvolle Absichtslosigkeit auf. Die innige und zugleich produktive Verbindung der beiden Dichterheroen machte Epoche.

Warum für Rüdiger Safranski die Zeit reif war, an Goethe und Schiller als Freunde zu erinnern? Im Gespräch mit Eileen Stiller verrät er: Diese beiden hätten noch darauf abgezielt, einander wechselseitig zu steigern. Heutzutage aber sei Freundschaft oft nicht viel mehr als ein allzu gemütliches Sofa.

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Rüdiger Safranski: Schiller: oder Die Erfindung des Deutschen Idealismus. Taschenbuch. 2015. FISCHER Taschenbuch. ISBN/EAN: 9783596033607. EUR 12,99 » Bestellen bei Amazon.de
Rüdiger Safranski: Goethe und Schiller. Geschichte einer Freundschaft. Gebundene Ausgabe. 2009. Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG. ISBN/EAN: 9783446233263. EUR 21,50 » Bestellen bei Amazon.de
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Beitrag vom 18. Oktober 2009 | Rubrik: Buchmesse-Podcast 2009, Podcast

Sieben Jahre: Peter Stamm im Gespräch – Buchmesse Podcast 2009

Peter Stamm: Sieben JahreAm Buchmesse-Wochenende, wenn an den Publikumstagen nicht mehr nur die Fachbesucher auf den Gängen unterwegs sind, hat man den Eindruck, dass von den Verlagen die Autoren nach vorne geschoben werden, deren Gesichter aus dem Fernsehen bekannt sind.

Umso schöner, sich trotz Messetrubel im hinteren, etwas ruhigeren Bereich des Fischer Verlagsstands, an dessen Vorderseite sich die Massen drängeln, mit Peter Stamm unterhalten zu können.

Peter Stamm gilt als Meister des lakonischen und unprätentiösen Stils. Gerade dadurch wirken seine Geschichten umso glaubhafter und plastischer.

Sein neuer Roman »Sieben Jahre« ist ein herausragendes Werk im Bücherherbst 2009 – ein wunderbares Buch. Und es erstaunt umso mehr, im Gespräch mit ihm zu erfahren, dass Stamm beim Schreiben ganz offen an die Geschichte und die Figuren herangeht und selbst nicht weiß, wo alles Enden wird.

Peter Stamm: Sieben Jahre: Roman. Taschenbuch. 2011. FISCHER Taschenbuch. ISBN/EAN: 9783596173846. EUR 9,95 » Bestellen bei Amazon.de
Peter Stamm: Sieben Jahre: Roman. Gebundene Ausgabe. 2009. S. FISCHER. ISBN/EAN: 9783100751263. EUR 18,95 » Bestellen bei Amazon.de
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Sieben Jahre: Roman von Peter Stamm (29. Oktober 2009) Gebundene Ausgabe. Gebundene Ausgabe. 1600. . EUR 14,90 » Bestellen bei Amazon.de
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Peter Stamm: Sieben Jahre: Roman. Kindle Edition. 2009. Fischer E-Books » Herunterladen bei Amazon.de
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Beitrag vom 18. Oktober 2009 | Rubrik: Buchkritiken und Tipps, Buchmesse-Podcast 2009, Podcast

Alles außer Wahrheit: Tina Uebel im Gespräch – Buchmesse-Podcast 2009

Tina Uebel: Die Wahrheit über FrankieTina Uebel hat alles Mögliche zu erzählen, aber ganz gewiss nicht die »Wahrheit über Frankie«, wie der Titel ihres Agententhrillers verspricht (siehe auch Buchbesprechung hier).

Die Hamburgerin wollte eher eine Versuchsanordnung darüber liefern, wie sich Wirklichkeiten verbiegen, verzerren, verschieben lassen – weil sie fundamental nicht daran glaubt, dass es so etwas gibt wie eine objektive Wahrheit.

Tina Uebels in Protokollform geschriebener Roman basiert auf einem wahren Kriminalfall von 2002. Die beschriebene Perfidie von Gehirnwäsche und Psychodruck wirkt dadurch umso beklemmender.

Nicht jeder bringt das Charisma und die Skrupellosigkeit eines Frankie mit. Zumindest stellt das die Autorin beim Blick über die Brüstung der Buchmessehalle 3 fest. Aber sowieso lautet die viel spannendere Frage: Würde man selbst auf einen Frankie hereinfallen?

Tina Uebel: Die Wahrheit über Frankie. Gebundene Ausgabe. 2009. Beck. ISBN/EAN: 9783406590733. EUR 19,90 » Bestellen bei Amazon.de
Tina Uebel: Die Wahrheit über Frankie. Taschenbuch. 2011. Rowohlt Taschenbuch Verlag. ISBN/EAN: 9783499254901. EUR 4,99 » Bestellen bei Amazon.de

Beitrag vom 18. Oktober 2009 | Rubrik: Buchmesse-Podcast 2009, Podcast

Buchlos in Frankfurt: Matthias Matussek aka @mmatussek im Gespräch – Buchmesse-Podcast 2009

Matthias Matussek (Foto: Birgit-Cathrin Duval)

Foto: Birgit-Cathrin Duval

Er ist der Mann, der in Deutschland dem Wort »Blog« den männlichen Artikel aufgedrückt hat – und das ist wörtlich und nicht übertragen gemeint: Matthias Matussek.

Seit er beim SPIEGEL Online »einen Videoblog« produziert, scheint man ihn nur noch als Blogger wahrzunehmen. Läuft man mit ihm durch die Gänge der Buchmesse, so kann man es miterleben, wie ihn wildfremde Menschen ansprechen und sich für die Filme bedanken.

Dabei ist Matthias Matussek als Kulturjournalist auch mit seriösen Artikeln im gedruckten SPIEGEL präsent, und er hat Bücher geschrieben. Zu dieser Messe präsentiert er jedoch kein aktuelles Buch, das letzte Werk »Als wir Jung und schön waren« erschien im letzten Jahr. Das Buch sei jedoch, im Gegensatz zu seinem Deutschland-Buch etwas »hinten runtergefallen«. Ist ein in Kulturkreisen bekannter Name kein garant für den Bucherfolg? Und – kühner Sprung in dieser Notiz – wird es in einigen Jahren überhaupt noch Bücher geben? Es erstaunt, dass Kulturmensch Matussek da recht pessimistisch ist und bereits unter @mmatussek ums Überleben twittert.

Matthias Matussek: Als wir jung und schön waren. Gebundene Ausgabe. 2008. S. Fischer Verlag. ISBN/EAN: 9783100489241. EUR 24,90 » Bestellen bei Amazon.de
Matthias Matussek: Als wir jung und schön waren. Kindle Edition. 2009. Fischer E-Books » Herunterladen bei Amazon.de
Als wir jung und schön waren von Matussek, Matthias (2008) Gebundene Ausgabe. Gebundene Ausgabe. . EUR 50,58 » Bestellen bei Amazon.de

Beitrag vom 18. Oktober 2009 | Rubrik: Buchmesse-Podcast 2009, Podcast

Frauen, die nach Schinken stinken: Juckel Henke im Gespräch – Buchmesse-Podcast 2009

Juckel Henke: Frauen, die nach Schinken stinkenWas für ein Buchtitel: »Frauen, die nach Schinken stinken«. Klingt irgendwie … tja, wie eigentlich? Im Buch geht es um eine Metzgereifachverkäuferin, da ist das nicht so ganz daneben. Und erfunden wurde der Titel von einer Frau und nicht vom Autor Juckel Henke.

Aber der Titel soll natürlich provozieren und neugierig machen. Schließlich ist Juckel Henke seit vielen Jahren Mitglied bei Bochums ältester Kabarett-Truppe, der Dudeljöh-Company. Der Mann weiß, dass man nur mit Knalligem und Buntem auffällt und die Leute provozieren muss.

Henke hat den Roman zum Titel geschrieben. Und nachdem er jahrelang Radiocomedys auf eine Minute dreißig hin verfasst hat, ist auch das Buch im Grunde genommen eine wilde Mischung aus vielen verrückten Einzelgeschichten.

Erzählt wird der Auf- und Abstieg einer Bankerin, die als Verkäuferin hinter der Fleischtheke landet. Das Buch spielt nach dem Zusammenbruch des Neuen Marktes, doch dass Bankangestellte plötzlich ihren Beruf wechseln müssen, ist derzeit wieder aktuell.

Ein Buch wie ein Austin-Powers-Film in Schriftform, denn unter der Weltverschwörung macht es Juckel Henke nicht. Man will ja auffallen.

Juckel Henke: Frauen, die nach Schinken stinken: Die ungeheuerliche Geschichte von Sylvias Aufstieg und Abstieg und vom Kampf um die Weltherrschaft (Edition BoD). Taschenbuch. 2009. Books on Demand. ISBN/EAN: 9783837053333. EUR 13,95 » Bestellen bei Amazon.de
Juckel Henke: Frauen, die nach Schinken stinken: Die ungeheuerliche Geschichte von Sylvias Aufstieg und Abstieg und vom Kampf um die Weltherrschaft (Edition BoD). Kindle Edition. 2011. Books on Demand » Herunterladen bei Amazon.de

Beitrag vom 18. Oktober 2009 | Rubrik: Buchmesse-Podcast 2009, Podcast

Jugendroman, der Jugendroman: Gerhard Henschel im Gespräch – Buchmesse-Podcast 2009

Gerhard Henschel (Foto: Birgit-Cathrin Duval)

Foto: Birgit-Cathrin Duval

Mit viel Liebe zum Detail schildert Gerhard Henschel das Leben eines Schülers in den 1970er-Jahren. Im »Jugendroman«, der sich an seinen »Kindheitsroman« anschließt, erfährt man, wie es mit Martin Schlosser weitergeht.

Wer selbst in dieser Zeit groß geworden ist, kann sich beim Lesen des Romans an vielen kleinen Dingen und Beschreibungen erfreuen. Henschel kombiniert geschickt eigene Erlebnisse seines Protagonisten mit tagesaktuellen Ereignissen der damaligen Zeit.

Wie aufwendig war die Recherche für das Buch? Woher nimmt Henschel das unglaubliche Detailwissen über Reinhard-Mey-Konzerte und Bundesligaspiele?

Gerhard Henschel: Jugendroman. Taschenbuch. 2012. dtv Verlagsgesellschaft. ISBN/EAN: 9783423140799. EUR 12,90 » Bestellen bei Amazon.de
Gerhard Henschel: Jugendroman (Gesellschaftsromane). Gebundene Ausgabe. 2009. HOFFMANN UND CAMPE VERLAG GmbH. ISBN/EAN: 9783455400410. EUR 23,00 » Bestellen bei Amazon.de
Gerhard Henschel: Liebesroman. Taschenbuch. 2012. dtv Verlagsgesellschaft. ISBN/EAN: 9783423141246. EUR 13,90 » Bestellen bei Amazon.de
Gerhard Henschel: Sechs Martin-Schlosser-Romane in einem Band: Kindheitsroman, Jugendroman, Liebesroman, Bildungsroman, Abenteuerroman und Künstlerroman. Kindle Edition. 2017. HOFFMANN UND CAMPE VERLAG GmbH » Herunterladen bei Amazon.de
Gerhard Henschel: Abenteuerroman (Literatur-Literatur). Gebundene Ausgabe. 2012. HOFFMANN UND CAMPE VERLAG GmbH. ISBN/EAN: 9783455403619. EUR 24,99 » Bestellen bei Amazon.de
Gerhard Henschel: Jugendroman (Gesellschaftsromane). Kindle Edition. 2015. HOFFMANN UND CAMPE VERLAG GmbH » Herunterladen bei Amazon.de
Gerhard Henschel: Abenteuerroman (Literatur-Literatur). Kindle Edition. 2015. HOFFMANN UND CAMPE VERLAG GmbH » Herunterladen bei Amazon.de

Beitrag vom 18. Oktober 2009 | Rubrik: Buchmesse-Podcast 2009, Podcast

Leidende Buchautoren: Vito von Eichborn im Gespräch – Buchmesse-Podcast 2009

Vito von Eichborn (Foto: Birgit-Cathrin Duval)

Foto: Birgit-Cathrin Duval

Der Name sagt es bereits: Vito von Eichborn ist einer der Gründer des bekannten Verlages, der bis heute seinen Namen trägt. Eichborn selbst ist dort bereits vor einigen Jahren ausgestiegen.

Heute gibt er seit über drei Jahren eine Buchedition bei Books on Demand heraus, um auf die Perlen im dortigen Programm aufmerksam machen, er ist Literaturagent für einige wenige Autoren, von denen er überzeugt ist – und auch sonst nach wie vor reichlich umtriebig.

Bereits in seiner Zeit als Verleger galt er als jemand, der immer deutlich seine Meinung sagt.

»Die Buchautoren leiden auf der Buchmesse«, stellt Eichborn fest, denn sie werden im medialen Betrieb von Jahr zu Jahr mehr vorgeführt. Aber ist dieses Schicksal nicht selbst gewählt? Wo gibt es Grenzen, was ein Autor zur Vermarktung seines Buches nicht tun sollte?

Was ist für Vito von Eichborn das Besondere an der Frankfurter Buchmesse? Und wie sollte man sich als Besucher vorbereiten, um in den gigantisch großen Hallen und in der Fülle der Bücher nicht verloren zu gehen? Im Buchmesse-Podcast berichtet er es.

Beitrag vom 17. Oktober 2009 | Rubrik: Buchmesse-Podcast 2009, Podcast

Echte Literatur wird offline geschrieben: Matthias Politycki im Gespräch – Buchmesse-Podcast 2009

Matthias Politycki (Foto: Birgit-Cathrin Duval)

Foto: Birgit-Cathrin Duval

Wenn sich die wunderbare Gelegenheit für ein Gespräch mit Matthias Politycki ergibt, dann wollen wir natürlich nicht nur über sein neues Buch »Jenseitsnovelle« sprechen.

Bereits in den 1990er-Jahren lotete Politycki die Möglichkeiten des Internets fürs Schreiben aus. Was ist, wenn ein Roman »öffentlich im Web« vor den Augen aller geschrieben wird und jeder mitreden kann und darf? Sein Roman »Ein Mann von 40 Jahren« entstand damals als viel beachtetes Web-Projekt zusammen mit dem ZDF.

Welche Rolle spielt für Matthias Politycki das Internet heute? Und hätte er eine stille und intime Geschichte wie die »Jenseitsnovelle« auf diese Art schreiben können?

Es wurde das längste Gespräch, das je im Buchmesse-Podcast geführt wurde. Und es lohnt sich zuzuhören, denn Politycki gibt interessante Einblicke in das Leben und Schreiben – und er bricht am Schluss eine Lanze für den Buchtrailer, denn der zur »Jenseitsnovelle« entstandene Film ist alles andere als »nur« ein Werbeclip.

Matthias Politycki: Jenseitsnovelle (Literatur-Literatur). Gebundene Ausgabe. 2009. Hoffmann und Campe. ISBN/EAN: 9783455401943. EUR 15,95 » Bestellen bei Amazon.de
Matthias Politycki: Jenseitsnovelle. Taschenbuch. 2011. Goldmann Verlag. ISBN/EAN: 9783442473632. EUR 7,99 » Bestellen bei Amazon.de
Matthias Politycki: Jenseitsnovelle (Literatur-Literatur). Kindle Edition. 2009. Hoffmann und Campe Verlag GmbH » Herunterladen bei Amazon.de

Beitrag vom 17. Oktober 2009 | Rubrik: Buchmesse-Podcast 2009, Podcast

Dick, doof und arm? Friedrich Schorb im Gespräch – Buchmesse-Podcast 2009

Friedrich Schorb (Foto: Birgit-Cathrin Duval)

Foto: Birgit-Cathrin Duval

Eigennutz kann man Friedrich Schorb wahrlich nicht unterstellen: rank und schlank sitzt er am Stand des Droemer Verlags. »Dick, doof und arm« lautet der Titel seines Buches.

Ein Buch, das allein aufgrund seines Titels zum Bestseller werden wird, denn der potenzielle Käufer des Werkes ist übergewichtig – und deren gibt es viele.

Schorb lässt sie aufatmen, denn er glaubt zu wissen, dass viele Statistiken falsch sind und Übergewicht (in Maßen) weder ein gesundheitliches noch ein gesellschaftliches Problem darstellt.

Von Politik, Krankenkassen, Gesundheits- und Pharmaindustrie werden Menschen mit ein paar Pfunden zu viel jedoch immer mehr stigmatisiert. Aufgrund entsprechender Kampagnen wird es bereits in der Schule zum psychologischen Problem, dass sich immer mehr Kinder dick fühlen, als es wirklich zu sein.

Dick ist nicht mehr schick. Mit Friedrich Schorb sprachen wir über die Gründe dieser gefährlichen Entwicklung.

Friedrich Schorb: Dick, doof und arm: Die große Lüge vom Übergewicht und wer von ihr profitiert. Broschiert. 2009. Droemer HC. ISBN/EAN: 9783426274996. EUR 22,90 » Bestellen bei Amazon.de
Friedrich Schorb: Dick, doof und arm: Die große Lüge vom Übergewicht und wer von ihr profitiert. Kindle Edition. 2010. Droemer eBook » Herunterladen bei Amazon.de

Beitrag vom 17. Oktober 2009 | Rubrik: Buchmesse-Podcast 2009, Podcast

Arschlochfreie Zone: Dieter Moor im Gespräch – Buchmesse Podcast 2009

Dieter Moor (Foto: Birgit-Cathrin Duval)

Foto: Birgit-Cathrin Duval

Der kulturinteressierte Fernsehzuschauer kennt ihn als Moderator von »ttt – titel, thesen, temperamente« in der ARD: Dieter Moor. Im letzten Jahr moderierte er den Bachmannpreis, in den 1990ern war er für VOX auf dem Canale Grande unterwegs – und er macht noch einiges mehr.

Was aber bislang wahrscheinlich nur die Leser der Klatschpresse wissen: Seit einigen Jahren bewirtschaftet Moor zusammen mit seiner Frau einen Bauernhof im Brandenburgischen, kein Alibi-Gehöft, sondern ein Gut von respektabler Größe. »Für brandenburger Verhältnisse immer noch klein«, spielt Dieter Moor das herunter.

Wie kommt es, dass ein Schweizer (Ja, Moor ist Schweizer!) mit seiner österreichischen Frau ins Berliner Umland zieht, um dort einen Bio-Bauernhof zu bewirtschaften?

Darüber berichtet Dieter Moor in seinem Buch »Was wir nicht haben, brauchen Sie nicht – Geschichten aus der arschlochfreien Zone« – und im Buchmesse-Podcast von literaturcafe.de und boersenblatt.net.

Dieter Moor: Was wir nicht haben, brauchen Sie nicht: Geschichten aus der arschlochfreien Zone. Taschenbuch. 2009. Rowohlt Taschenbuch Verlag. ISBN/EAN: 9783499624759. EUR 9,99 » Bestellen bei Amazon.de
Dieter Moor: Was wir nicht haben, brauchen Sie nicht. Hörbuch-Download. 2013. Universal Music Family Entertainment. EUR 9,26 » Bestellen bei Amazon.de
Dieter Moor: Was wir nicht haben, brauchen Sie nicht: Geschichten aus der arschlochfreien Zone. Kindle Edition. 2010. Rowohlt Digitalbuch » Herunterladen bei Amazon.de
Was wir nicht haben, brauchen Sie nicht: Geschichten aus der arschlochfreien Zone von Dieter Moor (2. November 2009) Taschenbuch. Taschenbuch. 1600. . EUR 50,78 » Bestellen bei Amazon.de
Was wir nicht haben. brauchen Sie nicht: Geschichten aus der arschlochfreien Zone von Moor. Dieter (2009) Taschenbuch. Taschenbuch. 1000. . EUR 29,52 » Bestellen bei Amazon.de

Nachtrag: Juristische Auseinandersetzung um Dieter Moors Buch

Hamburg, 09.12.2009 – Als wir das Interview auf der Buchmesse führten, war das Buch noch nicht auf dem Markt. Jetzt wird klar, dass das Werk offenbar nicht von allen als Liebeserklärung empfunden wird. Wie der Rowohlt Verlag heute mitteilte, gibt es offenbar juristische Scharmützel um das Buch. Der Rowohlt Verlag schreibt: »Ein Bewohner aus Dieter Moors Wahlheimat in Brandenburg, zugezogen aus dem Westen, glaubte sich trotzdem in mehreren Stellen wieder zu erkennen und in seinem Persönlichkeitsrecht verletzt. Zur Vermeidung eines Rechtsstreits einigten sich die beiden Parteien, in der nächsten Auflage die beanstandeten Stellen zu verändern.«

Dieter Moor selbst wird mit den gewohnt ironischen Worten zitiert: »Ich bin gerade dabei, die neuere Literatur intensiv nach Bio-Bauer-Rand-Figuren zu durchforsten, damit ich mich wieder erkennen kann. Zieht Euch warm an, Autoren!«

Beitrag vom 17. Oktober 2009 | Rubrik: Buchmesse-Podcast 2009, Podcast

Herzschmerz-Lyrik ade: Ulrich Greiner im Gespräch – Buchmesse-Podcast 2009

Ulrich Greiners Lyrikverführer»Der Dichter muss sein Material kalt halten.« Wenn es darum geht, ein gutes Gedicht zu schreiben, hält sich auch Ulrich Greiner an diesen treffenden Tipp von Gottfried Benn.

Der landläufigen Meinung, ein Gedicht sei im Wesentlichen komprimiertes Gefühl, widerspricht der »ZEIT«-Literaturkritiker im Gespräch vehement. Gefühle habe schließlich jeder. Aber ein Gedicht zu schreiben, das ist nun nicht gerade jedermanns Sache.

So ist Greiners »Lyrikverführer« weit mehr als eine – wie es der Untertitel vermerkt – »Gebrauchsanweisung zum Lesen von Gedichten«. Der Leser erfährt nebenbei, was beim Dichten so ganz und gar nicht mehr geht. Klassisches No-Go: Herz auf Schmerz reimen.

Neu hinhören lautet Greiners Devise. Nur so könne der Alltag, wie es etwa der jungen Lyrikerin Nadja Küchenmeister gelinge, zum Leuchten gebracht werden.

Ulrich Greiner: Ulrich Greiners Lyrikverführer. Taschenbuch. 2009. München : Beck. EUR 9,00 » Bestellen bei Amazon.de