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Beitrag vom 22. März 2008 | Rubrik: Notizen, Preise und Wettbewerbe, Schreiben

Selbstbefriedigung vor dem Bildschirm: Texte von Männern gesucht

Da hier in wenigen Stunden die Buchrezension zu Charlotte Roches erstem Roman »Feuchtgebiete« zu lesen sein wird, stimmen wir uns schon mal auf den Themenbereich ein und leiten folgenden Aufruf des Linksbuch-Forums weiter:

Dieser Projektaufruf richtet sich an Männer! Im Internet ist es für Männer ein Leichtes, pornografische Seiten aufzurufen und diese als Vorlage zur Selbstbefriedigung zu nutzen. Der Weg in die Sucht ist durch derartige Angebote vorgezeichnet: Die schnelle Lustbefriedigung wird zum täglichen Ritual mit allen daraus sich ergebenden negativen Folgeerscheinungen wie Abhängigkeit, zunehmende Vereinsamung, Störung bzw. Zerstörung intimer Beziehungen zur Partnerin. Unter dem Arbeitstitel “Die Einsamkeit des Wichsens” werden Erfahrungsberichte von männlichen Autoren gesucht, die das eigene diesbezügliche Erleben und die daraus resultierenden Erfahrungen und Probleme ehrlich und offen darstellen. Die Wahrung der Anonymität der Teilnehmer wird zugesichert. Manuskriptzusendungen im Umfang von mindestens 10.000 Zeichen als Word-Datei über die Kontaktseite von www.linksbuch-forum.de erbeten. Einsendeschluß für Beiträge ist der 1. Juli 2008.

Eine Frage jedoch: Warum geht man das Thema denn schon von vornherein voreingenommen negativ an?

8 Kommentare zu diesem Beitrag lesen

  1. Gerhard Locher schrieb am 23. März 2008 um 11:19 Uhr

    Was für eine Steilvorlage und was für eine tolle literarische Herausforderung. Lasst uns dem Linksbuchforum die Texte erfinden, die sie suchen, damit sie das Buch machen können, dass sie wollen. Lasst und dem Linksbuchforum beweisen, dass Pornografie ein Werkzeug des Teufels ist. Und das Internet sowieso.

    The Internet is made for porn!

    Aus 10.000 Zeichen lässt sich was machen. Ich hätte bereits zwei Plots:

    Der glückliche Familienvater mit drei Kindern. Mehr durch Zufall gerät er im Büro auf eine Pornoseite. Er kommt nicht mehr davon los. Der Familie gibt er vor, Überstunden zu machen, während er mit der Hand zwischen den Beinen spätnachts im Büro sitzt. Die Frau vermutet eine Geliebte. Die Ehe zerbricht.

    Oder…

    Das junge verliebte Studentenpaar. Sie planen einen gemeinsame glückliche Zukunft. Alles ist gut, auch im Bett. Dann entdeckt er im Internet Pornoseiten. Plötzlich verlangt er von seiner Freundin beim Sex ganz andere Sachen. Diese ist verstört. Es läuft gar nichts mehr, die beiden trennen sich. Er besucht schließlich Prostituierte, die seine Wünsche erfüllen. Seine Freunde und Familie besucht er schon lange nicht mehr…

    Also wenn ich so weiterüberlege, fallen mir noch mehr Geschichten ein. Schreibt dem Linksbuchforum also die Geschichte, die ihre Vorurteile haarklein belegen.

    Und wenn es die nicht nehmen, dann macht vielleicht der Spiegel eine Titelgeschichte draus. Oder man kann damit in einer Talkshow auftreten.

    Ungeahnte Möglichkeiten. Man muss nur die richtigen Vorurteile bedienen.

  2. Andreas schrieb am 25. März 2008 um 10:12 Uhr

    Bravo, Herr Locher, gut gesagt, genau meine Meinung. Wenn Charlotte Roche Muschischleim kostet, ist das hohe Literatur, die die Frauen aus der sexuellen Verklemmung ins Licht führt. Wenn Männer Hand anlegen, erweichen sie nur ihr Hirn und ruinieren die Grundfesten der Gesellschaft. Merkt denn eigentlich niemand, wie kurios mittlerweile zwischen Mann und Frau getrennt wird?

  3. Rosi schrieb am 26. März 2008 um 22:19 Uhr

    Also kommt Jungs, jetzt zickt doch nicht gleich….Es hat ja niemand gesagt, dass ihr nicht mehr “Hand anlegen” sollt.
    Es geht schließlich um Wichsen in Verbindung mit pornographischen Seiten im Internet. Und da gibt es für die männlichen Nutzer eindeutig mehr Angebote als für die weiblichen.
    In dieser Hinsicht sollten sich also beide Parteien emanzipiert verhalten: Stell doch mal ein Video von dir ins Netz, Andreas, und mach einen Anfang, wenn du hier schon für männliche Gleichberechtigung plädierst.

  4. Kay Löffler schrieb am 1. April 2008 um 22:40 Uhr

    Ich würde ja gerne einen Text zu diesem Thema schreiben, aber leide habe ich keine Hand frei.

  5. Kay Löffler schrieb am 1. April 2008 um 22:43 Uhr

    P.s.an Rosi: Es gibt da mehr Seiten für Männer? Mail mir doch bitte mal die Links, ja? Auf den Seiten, auf denen ich bisher landete, waren zumeist Männchen und Weibchen im gleichen Verhältnis zu finden.
    Grinsende Grüße
    Kay

  6. carmenlina schrieb am 3. April 2008 um 19:04 Uhr

    ich bin traurig weil mein mann sich im internet runter holt wir sind noch nicht mal 6monate verheirattet auser dem ich liebe hemmung losse sex er ist verklamt katoholich ich bin moslem das ist alles aus rede unsere familien sind nicht im schlaf zimmer
    ich habe gesunden einstellungzu sex er nicht befor ihr über meine deutsch lustig macht ich weiss das ich das nicht sooooooo gut kann last bitte über die komentare

  7. carmenlina schrieb am 3. April 2008 um 19:49 Uhr

    hi kay bis du vegetaria mags du keine mumu mann nimt selber alles in hand und erledigt selbs ist der mann mach weiter du verpast was auserdem es gibt viel für lins händer wie rubbeln bie lins händer

  8. egomaschine schrieb am 8. April 2008 um 11:57 Uhr

    Guten Tag,#
    ich liebe Pornos,weil sie nie real sind und nur geilmachen. Mehr nicht. Mit Tieren oder Kinder fi…en finde ich pervers. Der Rest wenn es beliebt. Fast alle Frauen, die ich kenne schauen Pornos. Warum auch nicht? Wir lesen harte Sexliteratur (wie Fickmich, marquise de Sade etc.) und fangen wir solchen Unsinn an? Ich stehe dazu. Das heisst nicht das ich stunden- oder tagelang wichsend vor dem Computer sitze. Dazu habe ich keine Zeit. Gar keine. Aber ob ich nun die Nackedeis von Rubens schaue oder einen Porno oder MInifilm..was soll es?
    Was ist Kunst und wer bestimmt es?
    Allerdings gibt es auch Dinge, die ich wirklich sehr merkwürdig finde:
    Wenn Typen in KKK-Klamotten Schwarze vergewaltigen etc.. Aber das ist eher die Ausnahme.
    So und nun mal den besten Freund aus der Hand fallen lassen un tippen…was das Zeug hält. Ich schreibe eine Zombiegeschichte mit sehr vearibalen Spermien,die gar sehr bissig sind….
    Und zum Schluss rettet Supermuschi die Welt. Die flutschige, liebenswerte Supermuschi….aus der alles Leben stammt und ohne die wir alle hier nicht wandeln würden.
    Und jetzt Hände auf die Bettdecke…äh Tastatur….
    PS: Eine der Frontfrauen von CHUMBAWAMBA, eine sehr linke Band aus England, sammelt Dildos und Sexspielzeug, und hat nach eigenem Bekunden eine der grössten Sammlungen.
    Also ist das jetzt noch PoliticalCorrect?

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Blogs, die auf diesen Beitrag verlinken

  1. Schallender Lacher « Turmsegler verlinkte am 23. März 2008 um 09:46 Uhr

    […] Linksbuchler doch tatsächlich vergessen zu erwähnen! Besonders pikant finde ich, dass das Literaturcafé für diesen Schmonzes auch noch […]

  2. Masturbation am Bildschirm - Ein Aufruf [:)] | :Projekt EinsICHt: verlinkte am 27. März 2008 um 20:40 Uhr

    […] “interessanten” Beitrag zu einem aktuellen Schreibwettbewerb veröffentlichte das Literaturcafé. Darin wird die Ausschreibung des Linksforums wiedergegeben und mit dem einzigen, prägnanten Satz: […]