Das Literarische Quartett: Spoiler im Überblick

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Aus der original Bildbeschreibung des ZDF: »Das Literarische Quartett«: Robert Habeck, Christine Westermann, Volker Weidermann, Thea Dorn sitzen auf blauen Ledersesseln und blicken freundlich in Richtung Kamera (Foto: ZDF/Svea Pietschmann)
Aus der original Bildbeschreibung des ZDF: »Das Literarische Quartett«: Robert Habeck, Christine Westermann, Volker Weidermann, Thea Dorn sitzen auf blauen Ledersesseln und blicken freundlich in Richtung Kamera (Foto: ZDF/Svea Pietschmann)

1. März 2019. Es ist wieder spät. Das Literarische Quartett beginnt um 23:51 Uhr. Pflichtbewusst mit einem Ohr und einem Auge noch verfolgt.

Die wichtigsten Spoiler, Ergebnisse und Erkenntnisse der Sendung:

  1. Wichtige Szene aus Hanya Yanagiharas Buch gespoilert: Die Schildkröte wird in der Mitte des Buches gegessen. Übersetzt von Stephan Kleiner.
  2. Das Ende von T. C. Boyles Roman gespoilert: Am Ende trennt sich das Ehepaar. Alles woanders schon mal besser gelesen. »Drop City« ist günstiger, weil Taschenbuch. Mehr zu »Das Licht« ist hier zu lesen.
  3. Das Buch von Gabriele Tergit ist wie die Buddenbrooks, nur jüdisch und langweiliger.
  4. Michel Houellebecqs Roman ist schludrig geschrieben, sagt Gast Robert Habeck. Auch übersetzt von Stephan Kleiner. Mehr zu »Serotonin« ist hier zu lesen.
  5. Das nächste Mal ist Sandra Kegel dabei.

Und sonst?

Wolfgang Tischer

Link ins Web:

Die in der Sendung vom 01.03.2019 besprochenen Bücher:

4 Kommentare

  1. Sehr geile Zusammenfassung, Herr Tischer, Respekt! Um 23:51 hatte ich “Das Licht” schon lange zugeklappt und war glücklicherweise im LSD-Traum! Geguckt habe ich es dann beim Frühstück, was die erste Mahlzeit am Tag nicht eben geschmackvoller gemacht hat. Puh, was soll ich schreiben; ich kann das “Quartett” nicht mehr gucken. Die Beurteilung der Bücher, wenn es nicht gerade übelstes Spoilern ist, wird immer erbärmlicher. Bei MRR, Karasek und Co. wurde mir wenigstens noch professionell vermittelt, die Bücher seien gelesen worden. Alles bleibt oberflächlich, es werden ältere TB-Ausgaben empfohlen, was ja billiger sei, auch Habeck hat sich zu keiner Sekunde anmerken lassen, dass er selbst einmal, zumindest der Gattung nach, soetwas wie Literatur produziert hat. Aber vielleicht muss ich am 12.4. doch noch einmal gucken, denn Sandra Kegel traue ich durchaus zu über Bücher mit Vernunft reden zu können. Und zum Glück gibt es neben Ihrer Seite noch “Druckfrisch” und den “SRF Literaturclub”. Mir sind Steiner, Tingler und Co. allemal lieber.

    • Ich kann dem nur zustimmen. Frau Westermann ließe sich leicht durch eine belesene Hausfrau austauschen, die kann jedes Buch herzlich an die Brust drücken und Volker Weidemann macht einen unendlichen unsicheren Eindruck. Im Schnitt sind die Gäaste wortgewandter als die scheinaren Profis.

  2. Diese Literatursendung ist so überflüssig wie ein Kropf. Sie dient nur den daran Beteiligiten zur Selbstdarstellung. Wertvolle Buchtipps finde ich zumindest dort nicht. Bedauerlich, denn ich liebe (gute) Buchtipps – weil ich sehr viel lese.

    Und speziell bei den Buchtipps von Frau Westermann weiß ich, dass mir das jeweilige Buch garantiert nicht gefallen wird – zumindest ist das meine Erfahrung, denn durchweg alle aufgrund ihrer euphorischen Empfehlungen gekauften Bücher habe ich nach kurzem Reinlesen wieder verkauft oder der Papiertonne anvertraut.

    Mit Sehnsucht denke ich zurück an Reich-Ranicki …

  3. Das Literarische Quartett wird derzeit vom ZDF – verschämt? – im Mitternachtsprogramm versteckt, ist in seiner jetzigen Form öde, langweilig und trotzdem mit 45 Minuten zu kurz angelegt. Volker Weidermann ja, Thea Dorn ja, dann aber weiter besetzt beispielsweise mit Philipp Tingler, Rüdiger Safranski oder Elke Heidenreich. Bücher leben. Darum müssen Gespräche über Literatur oder Empfehlungen zu Büchern ebenfalls “leben”.

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