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Beitrag vom 8. Februar 2015 | Rubrik: Zuschussverlage

Hörtipp: Bayerischer Rundfunk über Zuschussverlage: »Das sind alles so Bauernfängertricks«

BR5 über Zuschussverlage (Screenshot)

In seiner Hörfunksendung »Funkstreifzug« berichtete der Bayerische Rundfunk heute Morgen (08.02.2015) über das fragwürdige Geschäft der Zuschussverlage.

Die rund 15-minütige Sendung ist im Web nachzuhören. Der Beitrag gibt einen guten Einblick in das fragwürdige Treiben der Verlage, die eigentlich keine sind.

Aber auch die Hoffnung der oft sehr naiven Autoren, auf denen das Geschäftsmodell dieser Verlage beruht, wird dargestellt.

Zu Wort kommen außerdem eine Buchhändlerin und ein Literaturagent. Und nicht zuletzt zeigt der Beitrag, dass einige Autoren der Verlage unerkannt bleiben wollen, weil sie Angst vor einer juristischen Verfolgung durch die Verlage haben.

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Direktere Player-Link zum Beitrag (13:46 Minuten)

3 Kommentare zu diesem Beitrag lesen

  1. Uli schrieb am 9. Februar 2015 um 16:01 Uhr

    Natürlich wird von den Zuschussverlagen mit der Naivität vieler Autoren Geld gemacht, indem man ihnen versichert, ihr Werk sei genau das, worauf die Bücherwelt gewartet habe und dass es so toll sei, dass sie ratzfatz den „Zuschuss“ durch den Verkauf wieder hereinbekämen. Allerdings gibt es m. E. noch einen Grund zu berücksichtigen, weshalb überhaupt jemand bei solchen Pseudo-Verlagen landet.

    In vielen Foren, Literaturseiten (auch im LC) usw. wird immer wieder davon abgeraten, gleich ganze Manuskripte einzuschicken, sondern sich zuerst mit dem Verlagsprogramm zu befassen und dann eine kurze Vorabanfrage zu stellen, ob überhaupt Interesse besteht und, wenn ja, an wen man eine Inhaltsangabe nebst Leseprobe schicken dürfe usw. So weit, so gut.

    Nun hält sich der Neuling daran und was passiert? Von zehn Verlagen (sowohl große, als auch regionale, kleine), die sich allesamt „fair“ nennen, ignorieren neun solche Anfragen komplett Ein einziger Verlag gestattet einem mit einem etwas genervten Unterton, „halt mal eine Leseprobe zu schicken“ … und ward nicht mehr gesehen. Erst auf Nachfrage (achja, Sie wollten ja noch wissen, ob …) kommt dann eine ablehnende, knappe Reaktion rüber.

    Ich möchte jetzt nicht falsch verstanden werden! Es geht mir nicht darum, eine ellenlange Begründung zu erhalten, warum man nicht interessiert ist. Was ich von den „etablierten“ Verlagen erwarte, ist, sich die Zeit zu nehmen, solche vorsichtigen Vorabanfragen ÜBERHAUPT zur Kenntnis zu nehmen und mit ein, zwei ganz kurzen Sätzen zu beantworten, egal ob mit Ja oder Nein. Mir kann keiner erzählen, dass dafür im Zeitalter von eMail keine Zeit ist!

    Eben diese offenkundige Ignoranz ist es, die dann so manchen in die Fänge der DKZV geraten lässt. Wenn der noch unbekannte Autor wenigstens das Gefühl hätte, dass er ein bisschen ernstgenommen wird, würde mit Sicherheit so mancher gar nicht erst auf diese dubiosen Firmen reinfallen.

  2. Carsten Dohme schrieb am 10. Februar 2015 um 10:49 Uhr

    …lustig! Ein Zuschussbetrieb, der sich aus Zwangsbeiträgen finanziert, berichtet kritisch über Zuschussverlage.

  3. Renate Blaes schrieb am 10. Februar 2015 um 14:44 Uhr

    Erstmal an Carsten Dohme: dein Kommentar gefällt mir prima!
    Dann weiter:
    Dieses Thema scheint wohl unendlich zu sein, denn es wird seit Jahren darauf herum gekaut. Auch hier, in dem von mir sehr geschätzten Literaturcafé gibt es Artikel über Artikel.
    Ja, es gibt etliche Zuschussverlage, die ihre Autoren über den Tisch ziehen. Aber es gibt auch kleine Verlage, die für ihre Dienstleistungen ein Honorar berechnen, dafür aber auch gute und enagierte Leistungen erbringen. Das wird bei diesem leidigen Thema immer wieder unter den Tisch gekehrt. Und das ärgert mich. Denn meine Autoren sind sehr zufrieden mit meiner Arbeit. Das ist auf meiner Webseite bei “Referenzen” auch nachzulesen. Dabei handelt es sich nicht um getürkte Beiträge, sondern die Autoren gibt es tatsächlich und sie stehen für Auskünfte gern zur Verfügung.
    Was die betrügerischen Verlage betrifft, so habe ich auf meinem Blog schon öfter und mit ausführlichen Anschauungsbeispielen über deren “Kalkulation” berichtet. http://www.editionblaes.de/category/zuschussverlage/
    Angesichts dieser Rechenbeispiele kann ich mich immer wieder nur wundern, wie naiv manche Autoren sind, von denen einige ganz offensichtlich keinen Taschenrechner haben …
    Viele Grüße vom sonnigen Ammersee – Renate Blaes

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