Herzschmerz-Lyrik ade: Ulrich Greiner im Gespräch – Buchmesse-Podcast 2009
»Der Dichter muss sein Material kalt halten.« Wenn es darum geht, ein gutes Gedicht zu schreiben, hält sich auch Ulrich Greiner an diesen treffenden Tipp von Gottfried Benn.
Der landläufigen Meinung, ein Gedicht sei im Wesentlichen komprimiertes Gefühl, widerspricht der »ZEIT«-Literaturkritiker im Gespräch vehement. Gefühle habe schließlich jeder. Aber ein Gedicht zu schreiben, das ist nun nicht gerade jedermanns Sache.
So ist Greiners »Lyrikverführer« weit mehr als eine – wie es der Untertitel vermerkt – »Gebrauchsanweisung zum Lesen von Gedichten«. Der Leser erfährt nebenbei, was beim Dichten so ganz und gar nicht mehr geht. Klassisches No-Go: Herz auf Schmerz reimen.
Neu hinhören lautet Greiners Devise. Nur so könne der Alltag, wie es etwa der jungen Lyrikerin Nadja Küchenmeister gelinge, zum Leuchten gebracht werden.
Ulrich Greiner: Ulrich Greiners Lyrikverführer. Eine Gebrauchsanweisung zum Lesen von Gedichten. Gebundene Ausgabe. 2009. C.H. Beck. ISBN/EAN: 9783406590696. EUR 14,90 (Bestellen bei Amazon.de)
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