Zum Menü des literaturcafe.de | Zum Kontextbereich
Toplinks
Social-Media-Icons
Beitrag vom 5. Januar 2016 | Rubrik: Buchkritiken und Tipps

Fläzbag: Lesekissen für E-Reader und Tablets

Leserin mit Fläzbag

Bücher kann man beim Lesen am Rand halten, am Falz oder einfach in der Hand halten. Doch die flachen E-Reader und Tablets hält man meist am Rand, denn anders als beim Buch, darf man mit dem Finger nicht aus Versehen auf den Text kommen, da ansonsten ungewollt umgeblättert wird.

Abhilfe sollen spezielle Lesekissen schaffen. Vor einiger Zeit haben wir uns den Bookseat angesehen. Jetzt legen wir uns mal mit dem Fläzbag aufs Sofa.

Der Fläzbag ist ein mit Styroporkugeln gefülltes Kissen, das so gestaltet ist, dass man darauf einen E-Reader abstellen kann. Der Fläzbag schmiegt sich dann beim Sitzen in den Schoß oder kann bei der Lektüre auch im Bett neben einem Liegen. So muss man das Gerät nicht ständig in den Händen halten und man tippt nur zum Umblättern auf das Display.

Bildergalerie: Der Fläzbag

Bereits der Name Fläzbag signalisiert, dass man das Kissen mit einem Augenzwinkern vermarktet. Der »Kissenvorsprung«, auf dem man E-Reader oder Tablets ablegen kann, ist wie ein Überbiss gestaltet, und eine Zahnreihe aus Filz verhindert, dass der Reader nach vorn wegrutscht. Zwei verschieden große weiße Punkte blicken den Leser monsterartig an, bevor man sie mit dem Lesegerät verdeckt. Geliefert wird das Kissen daher in einem Pappkarton, der wie ein Käfig gestaltet ist. »vorsicht bissig!« ist darauf zu lesen. Das macht sich ohne Frage auch als Geschenk ganz gut und erregt Aufmerksamkeit.

Bei einem E-Reader erfüllt die Zahnreihe ihren Sinn und hält das Gerät. Das tut sie auch bei einem Tablett, doch sind hier die Ränder des Geräts mitunter so schmal, dass die Zähne im Blickfeld sind. Daher gibt es den Fläzbag bereits auch in einer seriöseren Nachfolgeversion als »bold«-Ausgabe ohne Zähne und Augen.

Durch die Styroporkugelfüllung ist das Lesekissen sehr anschmiegsam und weich, die Oberfläche durchaus robust.

Anders als der von uns vor einiger Zeit getestete »Bookseat« ist der Fläzbag jedoch für Papierbücher ungeeignet, da die Ablagefläche zu schmal ist und man die Bücher nicht sehr schonend aufbiegen müsste. Der Bookseat ist daher universeller einsetzbar, da seine Ablagefläche keilförmig ausgelegt ist und die Plexiglasarretierung flexibler ist als die Zähne des Fläzbag’.

Fazit

Anders als ein normales Kissen, von dem der E-Reader auch schon mal wegrutschen kann, hält der Fläzbag das Gerät in unterschiedlichen Lesepositionen sicher – selbst seitlich liegend im Bett. Dass man das Gerät damit nicht ständig in der Hand halten muss, ist sehr bequem. Wer jedoch ab und an auch mal ein Papierbuch liest, ist mit dem »Bookseat« besser beraten.

Jedoch macht der Fläzbag auch als »Kinokissen« beim Filme schauen auf Tablets eine gute Figur. Dann aber besser in der zahnlosen Variante.

Bezugsquellen

Kommentar zu diesem Beitrag schreiben

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *